Kategorie: Lüftungsanlage

Filter für kontrollierte Wohnraumlüftung: Klassen, Intervalle, Ersatzteile.

  • Filter richtig einbauen: Luftrichtung, Dichtsitz, Zuschnitt

    Ein Filter, der falsch herum sitzt oder an dem Luft vorbeiströmt, filtert kaum – unabhängig davon, wie gut er ist. Der Einbau entscheidet über die tatsächliche Wirkung mindestens so stark wie die Filterklasse. Dieser Beitrag behandelt die vier Punkte, an denen es in der Praxis scheitert: Luftrichtung, Dichtsitz, Zuschnitt und der richtige Wechselzeitpunkt.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Pfeil auf dem Rahmen zeigt die Luftrichtung – bei mehrlagigen Filtern ist die Reihenfolge der Schichten entscheidend.
    • Bypass-Leckage ist der größte Fehler: Luft, die am Filter vorbeiströmt, ist ungefiltert.
    • Zuschnitt mit leichtem Übermaß, damit die Matte im Rahmen unter Spannung sitzt.
    • Der Wechselzeitpunkt hängt am Druckverlust, nicht am Aussehen – ein grauer Filter kann noch arbeiten, ein heller schon zu sein.
    • Feinfilter nicht ausklopfen oder waschen – das zerstört die Faserstruktur und die elektrostatische Ladung.
    • Nach dem Wechsel Datum notieren: Ohne Datum wird jedes Intervall zur Schätzung.

    Die Luftrichtung

    Fast jeder konfektionierte Filter trägt einen aufgedruckten Pfeil. Bei einlagigen Grobfiltermatten ist die Richtung weniger kritisch; bei Taschen-, Falten- und Kombifiltern dagegen entscheidend, weil die Lagen von grob nach fein aufgebaut sind. Falsch herum eingebaut trifft die feinste Lage zuerst auf den groben Staub und setzt sich in kurzer Zeit zu.

    Bei Aktivkohle besonders wichtig. Kombifilter mit Kohleschicht sind so aufgebaut, dass die Partikellage vor der Kohle liegt. Umgekehrt eingebaut verstaubt die Kohle sofort und bindet keine Gerüche mehr – der Filter sieht dann noch gut aus und tut nichts.

    Der Dichtsitz: hier geht die Wirkung verloren

    Luft nimmt den Weg des geringsten Widerstands. Ein Spalt von wenigen Millimetern zwischen Filterrahmen und Gehäuse führt dazu, dass ein erheblicher Teil der Luft ungefiltert vorbeiströmt – gemessen an der Filterklasse ist das Ergebnis dann wertlos.

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    Ein umlaufendes Dichtband am Filterrahmen oder an der Auflagefläche schließt den Spalt und drückt den Filter beim Verschließen der Klappe an. Wichtig ist die richtige Stärke: Zu dünn dichtet nicht, zu dick verhindert, dass die Klappe schließt, und verformt den Rahmen. Die Klebefläche muss fettfrei und trocken sein. Erneuern Sie das Band, wenn es hart wird – gealtertes Moosgummi federt nicht mehr zurück und dichtet dann nur noch scheinbar.

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    Zuschneiden statt suchen

    Für ältere Anlagen, Sondermaße und Vorfilterpositionen gibt es oft keine konfektionierten Filter mehr. Meterware zum Zuschneiden ist dann die praktikable Lösung – vorausgesetzt, die Klasse passt zur Aufgabe.

    Filtermatte der Klasse G4 zum Zuschneiden, 1 x 2 Meter
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    G4 ist eine Grobstaubklasse: gedacht als Vorfilter, der große Partikel abfängt und den nachgeschalteten Feinfilter entlastet. Als alleiniger Filter in einer Wohnraumlüftung ist sie nicht ausreichend, wenn Pollen oder Feinstaub zurückgehalten werden sollen – dafür braucht es eine Feinstaubklasse. Beim Zuschnitt einen halben bis einen Zentimeter Übermaß je Seite lassen, damit die Matte im Rahmen unter leichter Spannung sitzt und an den Kanten nicht durchhängt.

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    Universalmesser-Set mit Abbrechklingen, 33 Teile
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    Filtervlies lässt sich mit einer scharfen Klinge sauber schneiden, mit einer stumpfen dagegen nur zerren – und ausgefranste Kanten sind genau die Stellen, an denen später Luft vorbeiströmt. Schneiden Sie auf einer festen Unterlage entlang eines Lineals, in einem Zug und mit frisch abgebrochener Klinge. Bei dicken Matten von beiden Seiten anschneiden statt mit Kraft durchzudrücken.

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    Selbstklebendes Klettband, 10 Meter
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    Für zugeschnittene Matten ohne eigenen Rahmen ist Klettband die saubere Befestigung: Die Gegenseite kommt an das Gehäuse, die Matte lässt sich damit spannen und ohne Werkzeug wechseln. Der Vorteil gegenüber Klebeband ist die Wiederverwendbarkeit – Klebeband reißt beim Wechsel die Vliesoberfläche auf und hinterlässt Rückstände im Luftweg. Klettband großzügig umlaufend setzen, nicht nur an zwei Ecken.

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    Der richtige Wechselzeitpunkt

    Das Aussehen täuscht in beide Richtungen. Ein dunkler Filter kann noch weit von seiner Enddruckdifferenz entfernt sein, während ein optisch heller Feinfilter bereits zu ist, weil er in der Tiefe beladen ist. Das belastbare Kriterium ist der Druckverlust über dem Filter.

    Digitales Differenzdruckmessgerät
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    Zwei Schlauchanschlüsse, einer vor und einer hinter dem Filter – die Anzeige gibt die Druckdifferenz aus. Herstellerangaben nennen für viele Filter eine empfohlene Enddruckdifferenz; ist sie erreicht, ist der Filter fällig, unabhängig vom Kalender. Für Wohnraumlüftungen mit festen Messstutzen ist das die genaueste Methode. Wo keine Messstutzen vorhanden sind, bleibt die Kombination aus Kalenderintervall und Sichtprüfung – und ein notiertes Einbaudatum auf dem Rahmen.

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    Die fünf häufigsten Einbaufehler

    Fehler Folge Abhilfe
    Filter falsch herum eingesetzt Setzt schnell zu, Kohle wirkungslos Pfeil beachten
    Spalt zwischen Rahmen und Gehäuse Ungefilterte Luft strömt vorbei Dichtband umlaufend
    Zuschnitt zu klein Luft am Rand vorbei Übermaß von 5 bis 10 mm
    Filter zu stark gestaucht Verformte Falten, hoher Druckverlust Passende Größe wählen
    Kein Einbaudatum notiert Intervall wird geschätzt Datum auf den Rahmen schreiben

    Häufige Fragen

    Kann ich einen Feinfilter waschen oder ausklopfen?

    Nein. Ausklopfen zerstört die Faserstruktur, Waschen entfernt die elektrostatische Ladung, auf der ein Teil der Abscheideleistung beruht. Der Filter sieht danach sauber aus und filtert schlechter als vorher. Waschbar sind ausschließlich Filter, die der Hersteller ausdrücklich so ausweist – meist Grobstaubmatten und Metallgewebe.

    Woher weiß ich, welche Filterklasse ich brauche?

    Die Anlagendokumentation nennt die vorgesehene Klasse; sie ist die verbindliche Grundlage. Als Faustregel arbeitet die Zuluftseite einer Wohnraumlüftung mit einer Feinstaubklasse, die Abluftseite mit einer Grobstaubklasse. Wer eine höhere Klasse einsetzt als vorgesehen, erhöht den Druckverlust und kann den Volumenstrom der Anlage unter den Sollwert drücken.

    Was ist eine Enddruckdifferenz?

    Der Druckverlust, bei dem ein Filter als erschöpft gilt. Er steigt mit der Beladung: Ein neuer Filter hat einen niedrigen Anfangswert, mit der Zeit wächst der Widerstand. Herstellerangaben nennen dafür Richtwerte. Wird der Wert überschritten, sinkt der Volumenstrom, und der Ventilator arbeitet gegen den Widerstand – das kostet Strom und Lebensdauer.

    Reicht ein Kalenderintervall aus?

    Für die meisten Haushalte ja, sofern es zur Belastung passt: In der Pollenzeit, an einer Hauptstraße oder bei Baustellen in der Nähe setzt sich ein Filter deutlich schneller zu als im ruhigen Wohngebiet. Wer messen kann, misst; wer nicht, verkürzt das Intervall in belasteten Phasen und schreibt das Datum auf den Rahmen.

    Fazit

    Pfeil beachten, Spalt schließen, mit Übermaß zuschneiden, Datum notieren – vier Handgriffe, die über die tatsächliche Wirkung mehr entscheiden als der Preis des Filters. Wenn Sie eine Sache aus diesem Beitrag mitnehmen, dann diese: Ein hochwertiger Filter mit einem Millimeter Spalt am Rand ist schlechter als ein einfacher Filter, der dicht sitzt. Und für alle, die es genau wissen wollen, ist das Differenzdruckmessgerät die einzige Methode, den Wechselzeitpunkt zu bestimmen, statt ihn zu schätzen.

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  • Klimaanlage und Wärmepumpe: welche Filter Sache des Anwenders sind

    Klimaanlagen und Wärmepumpen haben Filter, die deutlich häufiger fällig sind als die meisten annehmen – bei Split-Innengeräten alle zwei bis vier Wochen. Die Folgen der Vernachlässigung sind messbar: weniger Luftdurchsatz, höherer Stromverbrauch, im Sommer eine schlechtere Kühlleistung und irgendwann ein Geruch, der aus dem Verdampfer kommt.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Staubfilter im Innengerät gehört alle zwei bis vier Wochen ausgespült – er ist werkzeuglos zugänglich.
    • Der Verdampfer dahinter ist die Geruchsquelle, nicht der Filter.
    • Der Kondensatablauf ist der am häufigsten übersehene Punkt: Verstopft er, tropft es aus dem Gerät.
    • Am Außengerät zählt Freihalten: Laub, Bewuchs und Schnee vor den Lamellen kosten Leistung.
    • Arbeiten am Kältekreis sind Sache eines zertifizierten Fachbetriebs – rechtlich wie technisch.
    • Nach dem Kühlbetrieb einige Minuten nur mit Gebläse nachlaufen lassen, damit der Verdampfer abtrocknet.

    Der Staubfilter im Innengerät

    Hinter der aufklappbaren Front des Innengeräts sitzen ein oder zwei Kunststoffgitter mit feinem Netz. Sie fangen groben Staub ab, bevor er auf die Lamellen des Verdampfers gelangt. Weil praktisch die gesamte Raumluft mehrfach pro Stunde hindurchgeht, setzen sie sich schnell zu.

    So geht es. Gerät ausschalten, Front aufklappen, Filter herausziehen, mit lauwarmem Wasser ausspülen – bei starkem Belag mit ein wenig Spülmittel –, vollständig trocknen lassen und wieder einsetzen. Nicht in die Spülmaschine, nicht heiß trocknen: Der Kunststoffrahmen verzieht sich, und danach sitzt der Filter nicht mehr dicht.

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    Filternetze werden mit den Jahren spröde und reißen an den Rändern – ein Riss lässt genau dort ungefilterte Luft an den Verdampfer, wo sie am schnellsten strömt. Ersatzfilter sind meist modellspezifisch; prüfen Sie Maße und Rahmenform vor dem Kauf. Zwei Stück im Wechsel haben denselben Vorteil wie bei anderen waschbaren Filtern: Das Gerät läuft weiter, während der gewaschene Filter trocknet.

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    Wenn es riecht: der Verdampfer

    Im Kühlbetrieb kondensiert Feuchtigkeit an den kalten Lamellen. Bleibt das Gerät danach feucht stehen, siedeln sich dort Bakterien und Schimmelpilze an. Der typische Geruch beim Einschalten kommt fast immer von dort – ein Filterwechsel allein löst das nicht.

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    Die lange Sonde ist der entscheidende Unterschied zu einfachen Sprühdosen: Sie bringt den Schaum bis auf die Lamellen des Verdampfers, statt ihn vorne an der Blende zu verteilen. Der Schaum löst den Belag und läuft mit dem Kondensat ab – deshalb muss der Kondensatablauf vorher frei sein, sonst steht die Flüssigkeit im Gerät. Vor der Anwendung Stromversorgung trennen und die Elektronik im Gerät aussparen. Bei starkem Befall oder wenn der Geruch wiederkehrt, ist die professionelle Reinigung die bessere Lösung.

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    Wartungsset mit Auffangbeutel für Split-Klimageräte
    Wartungsset mit Auffangbeutel für Split-Klimageräte

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    Ein Auffangbeutel wird unter dem Innengerät befestigt und leitet Reinigungsflüssigkeit und gelösten Schmutz in einen Eimer, statt sie an die Wand laufen zu lassen. Für Wandgeräte in Wohnräumen ist das der Unterschied zwischen sauberer Arbeit und einer Sauerei auf Tapete und Boden. Die Anschaffung lohnt sich, wenn mehrere Geräte im Haus hängen oder regelmäßig gereinigt wird – für ein einzelnes Gerät alle paar Jahre ist die Fachfirma insgesamt günstiger.

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    Zusätzliche Filtermatten: mit Augenmaß

    Manche Anwender legen zusätzliche Filtervliese vor die Ansaugung, um Pollen oder Feinstaub zurückzuhalten. Das kann sinnvoll sein – hat aber einen Preis, den man kennen muss.

    Filtermatte der Klasse G4 zum Zuschneiden, 1 x 1 Meter
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    G4 ist eine Grobstaubklasse und für den Vorfilterbereich gedacht. Zugeschnitten passt die Matte in Lüftungsanlagen und vor Ansaugöffnungen. Der wichtige Vorbehalt bei Klimageräten: Jede zusätzliche Filterlage erhöht den Luftwiderstand. Ist das Gerät dafür nicht ausgelegt, sinken Volumenstrom und Kühlleistung, und der Ventilator arbeitet dauerhaft gegen den Widerstand. Nur dort einsetzen, wo der Hersteller es vorsieht – bei Lüftungsanlagen ist das der Regelfall, bei Split-Innengeräten nicht.

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    Das Außengerät und der Kondensatablauf

    Am Außengerät sitzt der Wärmeübertrager, der die Wärme abgibt oder aufnimmt. Er hat keinen Filter, braucht aber freie Luft. Laub, hoher Bewuchs, ein zu enger Aufstellort oder im Winter eine Schneeverwehung reduzieren den Luftdurchsatz genauso wie ein zugesetzter Filter.

    Teleskop-Staubwedel, 240 Zentimeter
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    Für die Ansaugöffnungen hoch hängender Innengeräte und für die Gitter am Außengerät ist ein langer Wedel das einfachste Werkzeug – man kommt hin, ohne eine Leiter zu holen, und der lose Staub geht ab, bevor er festsitzt. Für die empfindlichen Aluminiumlamellen gilt: nur abstauben, niemals mit Kraft bürsten oder mit Hochdruck reinigen. Verbogene Lamellen versperren den Luftweg dauerhaft.

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    Der Kondensatablauf. Im Kühlbetrieb fällt Kondenswasser an, das über einen Schlauch nach außen abläuft. Setzt sich dieser Schlauch mit Schleim oder Insekten zu, staut sich das Wasser und tritt am Innengerät aus – der klassische Fall des tropfenden Wandgeräts. Prüfen Sie den Ablauf vor der Kühlsaison und achten Sie auf durchgehendes Gefälle ohne Schlaufen.

    Wo Ihre Zuständigkeit endet. Filter, Gehäuse, Ablauf und Umgebung sind Anwendersache. Alles, was den Kältekreis betrifft – Füllstand, Dichtheit, Kältemittel –, ist einem zertifizierten Fachbetrieb vorbehalten; das ergibt sich aus der europäischen Verordnung über fluorierte Treibhausgase. Anlagen ab einer bestimmten Füllmenge unterliegen zudem einer regelmäßigen Dichtheitsprüfung. Nachfüllsets aus dem Zubehörhandel sind für Haushaltsanlagen weder zulässig noch sinnvoll.

    Wartungsplan

    Aufgabe Intervall Wer
    Staubfilter Innengerät reinigen Alle 2 bis 4 Wochen im Betrieb Anwender
    Gehäuse und Luftauslass abwischen Monatlich Anwender
    Kondensatablauf prüfen Vor der Kühlsaison Anwender
    Außengerät freihalten Saisonal, nach Laubfall Anwender
    Verdampfer reinigen Jährlich bis alle zwei Jahre Anwender oder Fachbetrieb
    Kältekreis, Füllmenge, Dichtheit Nach Vorgabe Nur Fachbetrieb

    Häufige Fragen

    Wie oft muss ich den Filter im Innengerät wirklich reinigen?

    Im Dauerbetrieb alle zwei bis vier Wochen – das ist die übliche Herstellerangabe und deutlich häufiger, als die meisten es tun. In staubigen Räumen oder mit Haustieren eher am unteren Ende. Ein einfacher Test: Filter herausnehmen und gegen das Licht halten. Wenn das Netz nicht mehr durchscheint, war es überfällig.

    Warum kühlt meine Klimaanlage schlechter als früher?

    Die häufigsten Gründe in dieser Reihenfolge: zugesetzter Staubfilter, verschmutzter Verdampfer, verschmutztes oder zugestelltes Außengerät. Erst danach kommt der Verdacht auf Kältemittelmangel – und dieser gehört von einem Fachbetrieb geprüft, weil ein Verlust auf eine Undichtigkeit hinweist, die repariert werden muss.

    Kann ich das Kältemittel selbst nachfüllen?

    Nein. Für Tätigkeiten am Kältekreis ist eine Zertifizierung erforderlich, und Kältemittel sind fluorierte Treibhausgase, deren Handhabung geregelt ist. Abgesehen von der Rechtslage ist ein Nachfüllen ohne Lecksuche technisch sinnlos: Das Mittel wird nicht verbraucht, ein zu niedriger Füllstand bedeutet immer ein Leck.

    Hilft ein zusätzlicher HEPA-Filter im Klimagerät?

    Nur, wenn das Gerät dafür vorgesehen ist. Split-Klimageräte sind auf einen geringen Luftwiderstand ausgelegt; ein nachgerüsteter Feinfilter reduziert den Volumenstrom und damit die Leistung, im ungünstigen Fall bis zum Vereisen des Verdampfers. Wer Feinstaub filtern will, ist mit einem separaten Luftreiniger besser bedient.

    Fazit

    Der Staubfilter alle zwei bis vier Wochen, der Kondensatablauf einmal vor der Saison und das Außengerät frei von Laub – damit sind die Anwenderaufgaben erledigt, und sie machen den größten Teil des Leistungsverlusts aus, über den sich Besitzer beschweren. Riecht es beim Einschalten, ist der Verdampfer dran und nicht der Filter; ein Reiniger mit langer Sonde erledigt das im Heimbetrieb, bei wiederkehrendem Geruch die Fachfirma. Und alles, was den Kältekreis betrifft, ist keine Frage des Werkzeugs, sondern der Zulassung.

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  • Vallox 145 MV: die Filter

    Die Vallox 145 MV ist das größte der drei MV-Geräte, über die wir hier schreiben – und sie hat, wie ihre kleineren Geschwister, einen seltenen Vorteil: Der Hersteller nennt die Filtermaße selbst. Drei Filter, drei Maße, eine Paketnummer, und dazu eine Variante mit Aktivkohle, die es nicht bei jedem Gerät gibt. Dieser Artikel zeigt, was drinsteckt, was Vallox zum Wechsel schreibt und wo die Angaben aufhören.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Gerät sitzen drei Filter: zwei Grobstaubfilter und ein Feinstaubfilter. Alle drei gehören zum Filterpaket 3357000, das Vallox als „No. 28″ führt.
    • Klassen: ISO Coarse > 75 % für die beiden Grobstaubfilter, ISO ePM1 50 % für den Feinstaubfilter in der Zuluft.
    • Die Maße stammen von vallox.com, also vom Hersteller: 285 × 306 mm, 288 × 306 mm und 295 × 501 mm. Das ist in dieser Gerätewelt die Ausnahme, nicht die Regel.
    • Intervall im Wortlaut: „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“
    • Zusätzlich gibt es eine Aktivkohle-Variante („F7/AC + 2× G4″) – diese Angabe kommt allerdings aus dem Fachhandel, nicht aus einem Herstellerdokument.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Die 145 MV arbeitet mit drei Filtern, und sie haben zwei verschiedene Aufgaben. Auf der Zuluftseite stecken zwei hintereinander: zuerst ein Grobstaubfilter, der das Gröbste aus der Außenluft nimmt, dahinter ein Feinstaubfilter, der die feine Fraktion abfängt, bevor die Luft in die Wohnräume geht. Auf der Abluftseite sitzt ein dritter Filter, wieder ein Grobstaubfilter. Er filtert nicht für dich, sondern für das Gerät: Er hält Textilfasern, Hausstaub und Küchenpartikel vom Wärmetauscher und vom Ventilator fern.

    Position Klasse Maß (Hersteller) Paket
    Zuluft, Grobstaub ISO Coarse > 75 % 285 × 306 mm 3357000
    Zuluft, Feinstaub ISO ePM1 50 % 288 × 306 mm im selben Paket
    Abluft, Grobstaub ISO Coarse > 75 % 295 × 501 mm im selben Paket

    Die beiden Zuluftfilter unterscheiden sich in der Breite um drei Millimeter, bei gleicher Höhe. Das ist kein Druckfehler, sondern die Folge unterschiedlicher Rahmen bei nahezu gleicher Einbaugröße. Für den Einbau heißt das: Sortiere die beiden nicht nach Augenmaß, sondern nach der Kennzeichnung auf dem Rahmen. Der Feinstaubfilter gehört hinter den Grobstaubfilter in die Zuluft und nicht in den Abluftschacht – dort würde er nur Druckverlust erzeugen, ohne dass jemand etwas davon hat.

    Auffällig ist außerdem, dass Vallox die Klassen konsequent nach der heutigen Systematik ISO 16890 angibt, während im Handel dieselben Filter oft noch unter den älteren Kürzeln laufen. Was ISO Coarse und ISO ePM1 messen und warum sich die alten und neuen Bezeichnungen nicht sauber ineinander umrechnen lassen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Die Aktivkohle-Variante

    Für die 145 MV gibt es zusätzlich zum Standardpaket eine Bestückung mit Aktivkohle, im Handel beschrieben als „F7/AC + 2× G4″: ein Feinstaubfilter mit Aktivkohleanteil in der Zuluft, dazu die beiden Grobstaubfilter wie gehabt. Ein Wort dazu, woher diese Angabe stammt: Sie kommt vom Fachhandel, nicht aus einem Vallox-Dokument. Für das Standardpaket 3357000 haben wir die Herstellerquelle, für die Aktivkohle-Variante nicht.

    Sinnvoll ist so eine Bestückung, wenn draußen etwas ist, das ein normaler Feinstaubfilter nicht zurückhält: eine viel befahrene Straße, ein Betrieb mit Geruchsemissionen, Landwirtschaft in der Nachbarschaft. Aktivkohle bindet Gase und Gerüche, keine Partikel – und sie arbeitet nur, solange sie aufnahmefähig ist; ihre Erschöpfung sieht man dem Filter nicht an. Wie das funktioniert, steht im Beitrag zur Funktionsweise von Aktivkohlefiltern.

    Das Maß – und woher es stammt

    Auf den meisten Geräteseiten dieser Website steht hier ein unangenehmer Satz: Das Maß stammt vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. Bei der Vallox 145 MV steht das Gegenteil. Die drei Maße 285 × 306 mm, 288 × 306 mm und 295 × 501 mm stammen von vallox.com – aus der einzigen Quelle, die in dieser Frage verbindlich sein kann.

    Das ist mehr als eine Formalie. Praktisch kein Hersteller von Wohnraumlüftungsgeräten veröffentlicht Millimetermaße; die Geräte werden über Bestellnummern bedient, das Maß überlässt man dem Handel. Nennen dann zwei Händler unterschiedliche Zahlen zu derselben Artikelnummer – und das kommt vor –, gibt es keine Instanz, die entscheidet. Bei der 145 MV gibt es sie.

    Eine Einschränkung gehört trotzdem dazu: Vallox nennt jeweils zwei Kantenlängen, keine Dicke. Wer eine dreidimensionale Angabe erwartet, findet sie hier nicht. Für den Originalfilter ist das unkritisch, weil die Paketnummer alles Weitere festlegt. Wer über einen Nachbau nachdenkt, braucht die Bauhöhe aber – sie entscheidet mit darüber, ob der Filter im Schacht sitzt oder ob er sich verkantet und Luft an sich vorbeiströmen lässt.

    Deshalb gilt auch beim gut dokumentierten Gerät: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach, und zwar am Rahmen, nicht am gefalteten Medium. Notiere dir dabei die Dicke, die dir der Hersteller nicht nennt. Wie du das sauber machst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen. Und noch ein Hinweis, der bares Geld spart: Die Schwestergeräte haben eigene Maße und eigene Paketnummern. Das Paket der Vallox 096 MV passt nicht in die 145 MV, auch wenn die Geräte verwandt aussehen. Prüfe die Typenbezeichnung am Gerät, bevor du bestellst.

    Vallox 145 SE/MV Filterset F7 + 2x G4, Paket Nr. 28
    Vallox 145 SE/MV Filterset F7 + 2x G4, Paket Nr. 28

    20,59 €

    Für Betreiber dieses Geräts, die den kompletten Satz auf einmal erneuern. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung genau deine Gerätebezeichnung vom Typenschild nennt, ob die Paketnummer übereinstimmt und ob alle Positionen des Satzes enthalten sind.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Der Intervallsatz steht in der offiziellen Betriebsanleitung, die Vallox für die MV-Geräte herausgibt, und lautet wörtlich:

    „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“

    Viele lesen darin zwei Vorgaben, die sich widersprechen: zweimal im Jahr gegen einmal im Jahr. Es ist aber ein einziger Satz mit einer klaren Struktur. Der Hauptteil nennt die Empfehlung – Frühjahr und Herbst, also zweimal jährlich. Der Nachsatz nennt die Untergrenze – einmal jährlich, keinesfalls seltener. Das ist eine Staffelung, kein Widerspruch.

    Die Wahl der Jahreszeiten ist kein Zufall. Der Frühjahrswechsel setzt einen frischen Feinstaubfilter vor die Pollensaison. Der Herbstwechsel nimmt den beladenen Sommerfilter heraus, bevor die Heizperiode beginnt und das Gerät monatelang durchläuft. Wer nur einmal jährlich wechselt, hält den Wortlaut ein – geht aber mit einem gealterten Filter in eine der beiden Belastungsphasen.

    Setzt du die Aktivkohle-Variante ein, gilt derselbe belegte Satz: Ein eigenes, kürzeres Intervall für Aktivkohle nennt Vallox in unseren Quellen nicht. Wer sich am Halbjahresrhythmus orientiert, liegt bei dieser Bestückung ohnehin auf der sicheren Seite, weil ein Aktivkohlefilter aufhört zu wirken, lange bevor er sichtbar zu ist.

    Im Branchenvergleich liegt Vallox damit im Mittelfeld. Einzelne Hersteller verlangen alle drei Monate, andere schreiben schlicht „jährlich“ – zwischen dem strengsten und dem lockersten belegten Wert liegt der Faktor vier, für dieselbe Aufgabe im selben Klima. Die vollständige Gegenüberstellung mit allen Wortlauten steht im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Zum Reinigen der Filter sagt Vallox in unseren Quellen nichts – weder eine Erlaubnis noch ein ausdrückliches Verbot. Andere Hersteller sind hier deutlicher: Einer erlaubt das Reinigen mit einer festen Zahl, ein anderer untersagt es ausdrücklich. Ohne Herstelleraussage bleibt für die 145 MV der Wechsel der belegte Weg.

    Die Filterwechselanzeige

    Hier wird die Faktenlage dünn, und das schreiben wir hin: Für die MV-Geräte ist uns kein elektronischer Reset-Mechanismus der Filteranzeige belegt. Wie deine Steuerung eine Filtermeldung erzeugt und wie du sie quittierst, steht in der Dokumentation, die zum Gerät gehört. Aus unseren Quellen können wir es nicht mit Wortlaut belegen – und wir übertragen keinen Ablauf von einem anderen Gerät auf dieses.

    Belegt ist etwas anderes: Vallox verkauft für die SC-Geräte einen externen Filterwechselindikator zum Aufkleben, einen sogenannten Timestrip, im Fünferpack. Ein Aufkleber, der verstrichene Zeit sichtbar macht – keine Elektronik, kein Sensor, kein Reset. Ein Hersteller, der so etwas anbietet, sagt damit indirekt: Hier geht es um verstrichene Zeit, nicht um eine Messung am Filter.

    Für dich als Betreiber einer 145 MV ist das Prinzip unabhängig vom Produkt brauchbar. Wenn deine Steuerung keine verlässliche Meldung liefert oder du ihr nicht traust, führe die Frist selbst: Wechseldatum auf den Filterrahmen schreiben, dazu die beiden Termine Frühjahr und Herbst in den Kalender. Was Filteranzeigen technisch überhaupt auswerten – Zeit, Betriebsstunden oder Druck – und warum eine zeitbasierte Meldung nichts über den Zustand deines Filters aussagt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Die Aktivkohle-Ausführung für dieses Gerät

    Für Betreiber dieses Geräts an einer geruchsbelasteten Lage, die statt der Standardbestückung die Aktivkohle-Ausführung einsetzen wollen. Dass es eine solche Ausführung gibt, ist eine Händlerangabe – Vallox selbst führt sie in den von uns geprüften Unterlagen nicht.

    Zu dieser Ausführung haben wir über die Amazon-Produktsuche kein Angebot gefunden, das die Gerätebezeichnung ausdrücklich nennt. Deshalb steht hier kein Produkt.

    Original oder Nachbau

    Bei dieser Frage fällt Vallox im Ton aus dem Rahmen der Branche. Zu den Originalfiltern schreibt der Hersteller: „Original Vallox filters guarantee optimum and designed filtration performance and heat recovery.“ Sinngemäß: Originalfilter sichern die Filterleistung und die Wärmerückgewinnung, für die das Gerät ausgelegt wurde.

    Begründet wird das technisch. Vallox nennt als Risiken bei unpassenden Filtern einen abweichenden Druckverlust, Leckagen an schlecht sitzenden Rahmen, Überdruck im System sowie ein erhöhtes Feuchte- und Schimmelrisiko. Das sind nachvollziehbare Argumente, die genauso für jedes andere Gerät gelten.

    Bemerkenswert ist, was nicht dasteht: Vallox verknüpft die Verwendung von Fremdfiltern in unseren Quellen nicht mit einem Garantieverlust. Andere Hersteller dieser Gerätewelt formulieren an derselben Stelle deutlich schärfer und schreiben ausdrücklich vom Erlöschen von Ansprüchen. Vallox argumentiert über Funktion und Risiko. Diesen Unterschied halten wir fest; bewerten tun wir ihn nicht, und eine Aussage darüber, welche Klausel im Einzelfall trägt, gehört in eine Rechtsberatung und nicht in einen Ratgebertext.

    Praktisch heißt das: Die Entscheidung ist hier eher eine technische als eine vertragliche. Achte auf Rahmenmaß und Rahmenstabilität, auf die Klasse in der für die Position vorgesehenen Ausführung und auf einen vergleichbaren Druckverlust. Ein zu feiner Filter an der falschen Stelle ist kein Upgrade, sondern zusätzlicher Widerstand.

    Häufige Fragen

    Zweimal jährlich oder einmal jährlich – was gilt?

    Beides, in dieser Reihenfolge: Vallox empfiehlt Frühjahr und Herbst und nennt einmal jährlich als absolutes Minimum. Wer in staubiger Lage wohnt, an einer Baustelle oder an einer stark befahrenen Straße, sollte sich am Halbjahresrhythmus orientieren.

    Passt das Filterpaket der 096 MV oder der 110 MV in die 145 MV?

    Nein. Jedes der drei MV-Geräte hat eigene Filtermaße und eine eigene Paketnummer – die 145 MV führt Paket 3357000, „No. 28″. Die Verwandtschaft der Geräte sagt nichts über die Austauschbarkeit der Filter aus.

    Kann ich nur den Feinstaubfilter tauschen?

    Belegt ist das Paket mit allen drei Positionen. Alle drei Filter haben dieselbe Betriebszeit hinter sich – ein einzelner Tausch bringt deshalb selten etwas und macht die Terminverfolgung unübersichtlich.

    Bringt die Aktivkohle-Variante immer mehr?

    Nur, wenn dein Problem Gerüche oder Gase sind. Gegen Pollen und Feinstaub arbeitet weiterhin das Filtermedium, nicht die Kohle. Und beachte: Die Beschreibung dieser Variante stammt aus dem Fachhandel, nicht aus einem Vallox-Dokument.

    Fazit

    Die Vallox 145 MV gehört zu den wenigen Geräten, bei denen du dich beim Maß auf den Hersteller stützen kannst: 285 × 306 mm, 288 × 306 mm und 295 × 501 mm, alle drei aus Paket 3357000, alle drei von vallox.com. Beim Intervall ist der Wortlaut eindeutig, sobald man ihn als einen Satz liest – Frühjahr und Herbst als Empfehlung, einmal jährlich als Untergrenze.

    Zwei Dinge bleiben offen, und die solltest du kennen: Wie die Filteranzeige der MV-Geräte zurückgesetzt wird, ist uns nicht belegt, und die Aktivkohle-Bestückung kennen wir nur aus dem Handel. Alles andere steht schwarz auf weiß beim Hersteller – mehr, als die meisten Marken dieser Klasse liefern.

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  • Zehnder ComfoAir Q350, Q450, Q600: die Filter

    Im Display steht „WARNUNG FILTER TAUSCHEN“, und jetzt suchst du den passenden Satz für deinen ComfoAir Q. Die Frage ist eigentlich simpel: welche Klasse, welches Maß, welches Intervall. Zehnder beantwortet zwei davon klar und die dritte – das Millimetermaß – gar nicht. Dieser Artikel zeigt dir, was in den Zehnder-Dokumenten wörtlich steht, welche Zahl aus welcher Quelle kommt und an welcher Stelle du besser selbst nachmisst.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zwei Filter, beide Positionen. Das Installateurhandbuch nennt „Außenluft: G4 / F7 – Abluft: G4″. F7 ist serienmäßig nur bei der PH-Geräteversion verbaut, sonst sitzt auf beiden Seiten G4.
    • Maß 500 × 160 × 23 mm – aber nicht vom Hersteller. Diese Zahl nennen zwei unabhängige Händler übereinstimmend. Zehnder selbst veröffentlicht kein Millimetermaß.
    • Bestellnummer 400502013 für den Satz aus G4 und F7 – das ist die präziseste Angabe, die du beim Kauf in der Hand hast.
    • Die Anzeige zählt Zeit, nicht Druck. Laut Zehnder-Supportseite läuft ein Zähler „die Tage regelmäßig von 180 Tagen“ herunter, gemessen über die Netzfrequenz. Die Vorwarnung ist ab Werk auf 21 Wochen gestellt.
    • Nach dem Tausch setzt sich die Laufzeit selbst zurück – bei diesem Gerät musst du dafür kein Menü suchen.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Der ComfoAir Q350, Q450 und Q600 sind zentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, und sie teilen sich dieselbe Filterbestückung. Zwei Filter, zwei Positionen: einer in der Außenluft, also in der Luft, die von draußen ins Haus kommt, und einer in der Abluft, also in der Luft, die aus Bad, Küche und WC abgesaugt wird.

    Das Installateurhandbuch von Zehnder formuliert es knapp: „Außenluft: G4 / F7 – Abluft: G4″. Der Schrägstrich ist dabei kein Tippfehler, sondern eine Fallunterscheidung. Auf der Außenluftseite kann ein G4 oder ein F7 sitzen – welcher von beiden, hängt an der Geräteversion. Serienmäßig mit F7 kommt nur die PH-Version. In allen anderen Ausführungen liegt ab Werk auf beiden Seiten ein G4.

    Position Klasse laut Zehnder Satz
    Außenluft G4 serienmäßig, F7 nur bei der PH-Geräteversion 400502013 (G4 + F7)
    Abluft G4 400502013

    Wenn du auf die Außenluftseite einen feineren Filter legen willst, gibt es dazu einen ausdrücklichen Satz von Zehnder. Auf der Supportseite steht: „Verwenden Sie Pollenfilter immer auf der Außenluftseite.“ Das ist logisch, denn Pollen kommen von draußen, und es ist zugleich die Antwort auf die häufigste Verwechslung beim Einbau. Der feinere Filter gehört nach vorn, nicht in die Abluft.

    Die Buchstaben G4 und F7 stammen aus der älteren Normwelt. Auf neueren Packungen findest du stattdessen Angaben wie „ISO Coarse“ oder „ISO ePM1″. Wie diese beiden Systeme zusammenhängen, steht im Beitrag zu den Filterklassen nach ISO 16890. Für die Bestellung heißt es praktisch: Verlass dich lieber auf die Zehnder-Artikelnummer als auf die Buchstabenübersetzung eines Shops.

    Das Maß – und woher es stammt

    Hier wird es unangenehm ehrlich. Das Maß, das im Handel für die Q-Baureihe genannt wird, lautet 500 × 160 × 23 mm. Diese Zahl stammt aber nicht von Zehnder. Sie stammt vom Fachhandel – konkret nennen sie zwei unabhängige Filterhändler übereinstimmend, filter-caps.de und air2go.de.

    Dass zwei voneinander unabhängige Shops auf denselben Wert kommen, ist ein gutes Zeichen. Es ist trotzdem keine Herstellerangabe. Zehnder veröffentlicht für seine Lüftungsgeräte grundsätzlich keine Millimetermaße für Filter, sondern arbeitet ausschließlich über Artikelnummern. Diese Millimeterangabe stammt bei Zehnder ausnahmslos vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. Wenn du das im Kopf behältst, verstehst du auch, warum verschiedene Shops für andere Zehnder-Baureihen gelegentlich auseinanderliegen: Es gibt keine gemeinsame Referenz, an der sie sich ausrichten könnten.

    Praktische Folge für dich: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach. Länge, Breite und Tiefe, mit einem Maßband oder einem Messschieber, am besten am Rahmen und nicht am zusammengedrückten Vlies. Wie du dabei vorgehst und welche drei Fehler die meisten machen, steht im Beitrag zum Filtermaß richtig messen. Wenn dein alter Filter dem Handelsmaß entspricht, hast du deine eigene Bestätigung – und die ist mehr wert als jede Shopangabe.

    Der sichere Weg bleibt die Bestellnummer. 400502013 ist bei Zehnder der Satz aus G4 und F7 für diese Baureihe. Eine Nummer kann man abtippen und vergleichen, ein Millimeterwert ist immer eine Interpretation.

    Hooster 3 Filtersets kompatibel mit Zehnder ComfoAir Q350 (nicht ComfoAir 350)
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    Für Betreiber dieser Baureihe, die den Satz komplett tauschen. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angabe zur Baureihe deinem Typenschild entspricht, ob beide Positionen im Satz enthalten sind und ob die genannte Artikelnummer zu der passt, die in deiner Geräteunterlage steht.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Zehnder äußert sich zum Intervall an mehreren Stellen, und die Stellen sagen nicht dasselbe. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Eigenheit, die du kennen solltest, bevor du dich auf eine Zahl festlegst.

    Der Serviceplan. Zehnder gibt einen Serviceplan heraus, in dem wörtlich steht: „Um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten, wechseln Sie bitte alle Filter nach spätestens sechs Monaten aus.“ Dazu kommen zwei Rhythmen: „Durchzuführen alle 3 Monate durch den Nutzer“ für den kleinen Service, bei dem Gerätefilter und Raumluftfilter geprüft und gegebenenfalls getauscht werden, und „Durchzuführen alle 24 Monate durch den Fachhandwerker“ für den großen Service. Wichtig zur Einordnung: Dieser Serviceplan ist für die Baureihen 160, 180, 200 sowie 350 und 550 belegt. Dass er im selben Wortlaut auch der Q-Baureihe beiliegt, ist nicht belegt – er zeigt dir aber, welchen Rhythmus Zehnder für seine Geräte grundsätzlich vorsieht.

    Die Staffelung nach Filtertyp. Auf der Zehnder-Supportseite ist das Intervall nach Filterart gestaffelt: Je feiner der Filter, desto kürzer. Der Systemschutzfilter in G4 steht dort bei alle 5 bis 7 Monate, der Pollenfilter aus M5 und G4 bei alle 5 bis 6 Monate, der Aktivkohlefilter bei alle 3 bis 5 Monate und der Hygienefilter aus F7 und G4 ebenfalls bei alle 3 bis 5 Monate. Diese Einzelwerte stammen von der Supportseite und nicht aus einer Anleitung. Sie decken sich mit dem Serviceplan-Satz „spätestens sechs Monate“, sind aber nicht durch einen zweiten Abruf bestätigt. Die belastbare Kernaussage dahinter lautet: Zehnder staffelt das Intervall nach Filtertyp.

    Die Wartungsaussage. In der Zehnder-Themenwelt findet sich ein Satz, der direkt die Q-Baureihe nennt: „Wenn Sie zum Beispiel das Lüftungsgerät Zehnder ComfoAir Q besitzen und die Zehnder Originalfilter zwei- bis viermal pro Jahr austauschen, müssen Sie Ihr Gerät nur alle vier Jahre warten.“ Zwei- bis viermal pro Jahr, das sind drei bis sechs Monate – dieselbe Spanne, die auch die Supportseite aufmacht.

    Wie weit dieser Rhythmus von dem entfernt ist, was andere Hersteller schreiben, zeigt der Vergleich der Wechselintervalle. Zwischen dem strengsten und dem lockersten Herstellerwert liegt der Faktor vier.

    Die Filterwechselanzeige

    Die Q-Baureihe meldet den Filterwechsel zeitbasiert. Das ist der wichtigste Satz dieses Abschnitts, denn viele Betreiber gehen davon aus, ihr Gerät messe den Verschmutzungsgrad. Es tut das nicht.

    Die Zehnder-Supportseite beschreibt es so: Der Zähler läuft „die Tage regelmäßig von 180 Tagen“ herunter, und die Zeitmessung erfolgt über die Netzfrequenz von 50 Hertz. Das hat eine Konsequenz, die man wissen muss: Die Uhr läuft nur, solange das Gerät Strom hat. Wer den Lüfter im Urlaub oder über den Sommer vom Netz nimmt, hält den Zähler an – der Filter altert trotzdem weiter.

    Dazu kommt eine zweite Zahl aus der Bedienungsanleitung. Dort heißt es zur Vorwarnung wörtlich: „FILTERWARNUNG: Einstellen der erforderlichen Zeit, um neue Filter zu bestellen (Werkseinstellung: 21 Wochen)“. Die Meldung kommt zweistufig, erst „WARNUNG FILTER TAUSCHEN“, später „WARNUNG FILTER JETZT TAUSCHEN“. Die 21 Wochen beschreiben also den Vorlauf zum Bestellen, die 180 Tage die Laufzeit des Zählers. Beide Zahlen stammen von Zehnder, sie beschreiben verschiedene Dinge, und wie genau sie ineinandergreifen, sagt keines der beiden Dokumente.

    Beim Zurücksetzen ist Zehnder angenehm unkompliziert. Auf der Supportseite steht, nach dem Tausch „wird die Filterlaufzeit automatisch zurückgesetzt“. Du musst also kein Servicemenü suchen. Was so eine Anzeige generell aussagt – und was nicht –, ordnet der Beitrag Filterwechselanzeige verstehen ein. Kurzfassung: Eine Zeituhr weiß nichts über deine Pollensaison und nichts über die Baustelle in der Nachbarschaft.

    Hooster 4 Filtersets kompatibel mit Zehnder ComfoAir Q350 (nicht ComfoAir 350)
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    Für alle, die gleich für mehrere Wechsel einkaufen, statt zweimal im Jahr neu zu bestellen. Prüfe vor dem Kauf, wie viele Sätze enthalten sind, welche Klassen darin stecken und ob die Baureihenangabe zu deinem Typenschild passt. Zur Haltbarkeit ungeöffneter Luftfilter macht kein Hersteller eine Angabe.

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    Original oder Nachbau

    Zehnder äußert sich dazu deutlich. In der Zehnder-Themenwelt steht wörtlich:

    „Durch die Verwendung von nicht-originalen Filtern erlischt die Garantie für Ihr Lüftungsgerät, d. h. im Falle eines Problems haben Sie keinen Anspruch auf eine Reparatur oder einen Ersatz.“

    Diese Klausel geben wir wieder, wie sie dasteht. Wir bewerten sie nicht – ob und wie weit sie im Einzelfall trägt, ist eine Rechtsfrage, und Rechtsberatung leisten wir hier nicht. Was du aber wissen solltest, ist der Unterschied zwischen den beiden Begriffen, die im Alltag durcheinandergehen: Die Garantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers, die Gewährleistung ist ein gesetzliches Recht gegenüber dem Verkäufer. Der zitierte Satz spricht von der Garantie.

    Praktisch heißt das: Wenn dein Gerät noch in der Garantiezeit läuft, ist der Originalfilter die reibungsloseste Wahl. Ist die Garantiezeit vorbei, wird es zu einer reinen Abwägung zwischen Preis und Passform. Und Passform heißt bei diesem Gerät: Der Ersatzfilter muss die Klasse mitbringen, die Zehnder für die jeweilige Position vorsieht, und er muss maßlich sitzen. Ein Filter, der einen Millimeter zu klein ist, lässt Luft an sich vorbei – und ungefilterte Luft ist genau das, was du verhindern wolltest.

    Vom Zuschneiden aus Meterware raten wir bei einem Gerät dieser Klasse ab. Warum, und wie die Garantieklauseln der einzelnen Hersteller dabei einzuordnen sind, steht im Beitrag Filter selbst zuschneiden.

    Häufige Fragen

    Ich habe einen Q450, im Shop steht „ComfoAir Q/E“. Ist das mein Gerät?

    Ja, sehr wahrscheinlich. „Q/E“ ist bei Zehnder keine Gerätevariante, sondern die Bezeichnung einer Filter-Kompatibilitätsgruppe. Das führt regelmäßig zu Verwirrung, deshalb gibt es dazu einen eigenen Beitrag: ComfoAir Q/E – was die Bezeichnung wirklich bedeutet.

    Habe ich ab Werk einen F7 in der Außenluft?

    Nur, wenn du die PH-Geräteversion hast. Das Installateurhandbuch nennt F7 in der Außenluft ausdrücklich als serienmäßig für diese Version. In allen anderen Ausführungen liegt dort ein G4. Schau am sichersten auf den ausgebauten Filter selbst – die Klasse ist in aller Regel aufgedruckt.

    Warum meldet mein Gerät den Wechsel, obwohl der Filter noch sauber aussieht?

    Weil es Tage zählt und nicht den Druck misst. Der Zähler läuft laut Zehnder von 180 Tagen herunter, unabhängig davon, wie viel Staub tatsächlich angekommen ist. Umgekehrt gilt das genauso: Nach einer staubigen Bauphase kann der Filter längst zu sein, bevor die Anzeige etwas sagt.

    Muss ich beide Filter gleichzeitig wechseln?

    Zehnder verkauft den Satz 400502013 als Paar aus G4 und F7, und der Serviceplan spricht von „allen Filtern“. Der gemeinsame Wechsel ist damit der vorgesehene Weg. Praktisch spricht auch nichts dagegen: Beide sitzen im selben Gerät und laufen dieselbe Zeit mit.

    Fazit

    Beim ComfoAir Q ist die Klassenfrage sauber beantwortet – G4 auf beiden Seiten, F7 in der Außenluft nur bei der PH-Version – und die Anzeige ist ehrlich beschrieben: ein Zeitzähler, kein Drucksensor, mit automatischem Reset nach dem Tausch.

    Die einzige echte Lücke ist das Millimetermaß. 500 × 160 × 23 mm ist die Zahl, mit der der Handel arbeitet, gleich von zwei unabhängigen Anbietern – aber Zehnder bestätigt sie nirgends. Bestell über die Artikelnummer, und miss einmal selbst nach. Das kostet dich zwei Minuten und erspart dir eine Rücksendung.

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  • Vallox ValloPlus: die Filter der Baureihe

    ValloPlus ist keine einzelne Maschine, sondern eine Baureihe – und genau daraus entsteht der Fehler, der Betreiber dieser Geräte Geld kostet: Ein Händler führt für den ValloPlus 180 MV die Bestellnummer eines völlig anderen Vallox-Geräts. Dieser Artikel sagt, welche Nummer laut Vallox-Shop richtig ist, was in den Geräten steckt, was der Hersteller zum Wechsel schreibt – und warum es hier ausgerechnet keine Millimeterangaben gibt.

    Das Wichtigste in Kürze

    • ValloPlus 180 MV: zwei Grobstaubfilter ISO Coarse > 75 % und ein Feinstaubfilter ISO ePM1 > 50 %, Filterpaket 3240 laut Vallox-Shop.
    • ValloPlus 350 MV / SE / SC: G4 und F7, Filterpaket 1511 laut Vallox-Shop.
    • Die Warnung dieser Seite: Ein Händler führt für den ValloPlus 180 die Nummer 3356900 – das ist das Paket des Vallox 096, nicht das des ValloPlus. Richtig ist laut Vallox-Shop 3240.
    • Ein Millimetermaß gibt es für diese Baureihe nicht – weder vom Hersteller noch aus dem Handel. Hier hilft nur Messen am alten Filter.
    • Intervall im Wortlaut: „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“

    Welche Filter im Gerät sitzen

    ValloPlus steht bei Vallox über mehreren Geräten mit unterschiedlicher Luftleistung und unterschiedlichen Ausführungskürzeln – MV, SE, SC. Für die Filterfrage heißt das: Die Baureihe allein reicht nicht als Bestellinformation. Du brauchst die vollständige Bezeichnung vom Typenschild, also die Zahl und das Kürzel dahinter.

    Modell Bestückung Maß Paket (Vallox-Shop)
    ValloPlus 180 MV 2× ISO Coarse > 75 % + 1× ISO ePM1 > 50 % keine belegte Angabe 3240
    ValloPlus 350 MV / SE / SC G4 und F7 keine belegte Angabe 1511

    Beim 180 MV ist die Aufteilung die übliche: Zwei Grobstaubfilter übernehmen die groben Verunreinigungen – einer in der Außenluft, einer in der Abluft, wo er das Gerät vor Textilfasern und Hausstaub schützt. Der Feinstaubfilter der Klasse ISO ePM1 > 50 % sitzt in der Zuluft, also auf der Seite, auf der die Luft in die Wohnung geht. Das ist die einzige Position, an der ein feiner Filter für dich arbeitet statt nur für die Maschine.

    Beim 350er nennt der Hersteller die Bestückung in den älteren Kürzeln, G4 und F7. Beide Systematiken laufen im Handel bis heute nebeneinander, und sie lassen sich nicht sauber ineinander umrechnen – ein F7 ist kein exaktes Synonym für ePM1 50 %, auch wenn die Filter im Regal nebeneinander liegen. Was die Gruppen jeweils messen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Die falsche Bestellnummer – der teure Irrtum

    Jetzt der Punkt, für den diese Seite existiert. Ein Händler führt für den ValloPlus 180 die Bestellnummer 3356900. Diese Nummer gehört nicht zum ValloPlus. Sie gehört zum Vallox 096 – einem anderen Gerät, mit anderen Filtermaßen und einem anders geschnittenen Satz. Der Vallox-Shop führt für den ValloPlus 180 die Nummer 3240.

    So etwas passiert leicht: Vallox-Paketnummern sehen einander ähnlich, viele Händler pflegen ihre Zuordnungstabellen manuell, und ein einmal falsch verknüpfter Artikel bleibt jahrelang falsch verknüpft. Für dich ist der Effekt trotzdem ärgerlich: Du bestellst einen Satz, der nicht in dein Gerät passt, merkst es erst mit dem Karton in der Hand und stehst am Wechseltag ohne Filter da. Welche Maße hinter der Nummer 3356900 tatsächlich stecken, kannst du auf unserer Seite zur Vallox 096 MV nachlesen – dort sind sie vom Hersteller belegt und passen genau zu diesem Gerät.

    Die praktische Regel: Vergleiche vor dem Kauf nicht die Gerätefamilie, sondern die vollständige Typenbezeichnung mit dem, was in der Angebotsbeschreibung steht. Steht dort eine Paketnummer, prüfe sie gegen den Vallox-Shop. Und wenn ein Angebot mehrere Geräte gleichzeitig als passend ausweist, ist das ein Grund, genauer hinzusehen – nicht automatisch ein Fehler, aber die Stelle, an der Verwechslungen entstehen.

    Das Maß – und woher es stammt

    An dieser Stelle steht bei den MV-Einzelgeräten von Vallox normalerweise eine gute Nachricht: Der Hersteller veröffentlicht seine Filtermaße selbst. Für die ValloPlus-Baureihe gilt das nicht. Wir haben weder für den 180 MV noch für den 350er ein Millimetermaß gefunden – nicht beim Hersteller und auch nicht im Fachhandel.

    Das schreiben wir hin, statt eine Zahl aus einem verwandten Gerät zu übernehmen. Genau diese Übertragung ist der Mechanismus, aus dem die falsche Bestellnummer weiter oben entstanden ist: Ein Gerät sieht aus wie das andere, also nimmt man an, dass die Filter dieselben sind. Beim ValloPlus ist das nicht belegt, und deshalb steht hier keine Zahl.

    Was heißt das praktisch? Wenn du beim Originalpaket bleibst, brauchst du das Maß gar nicht – die Paketnummer legt alles fest, und das ist der Grund, warum die Hersteller Millimeter für verzichtbar halten. Sobald du aber einen Nachbau erwägst, einen Filter irgendwo einzeln nachkaufst oder einfach nur prüfen willst, ob ein Angebot plausibel ist, brauchst du eigene Zahlen.

    Dann gilt: Miss am alten Filter nach. Nimm den Rahmen, nicht das gefaltete Medium, notiere Länge, Breite und Bauhöhe getrennt für jede der drei Positionen und schreibe dazu, aus welchem Schacht der Filter kam. Wie du dabei vorgehst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen. Ein Foto vom eingebauten Filter vor dem Herausziehen hilft zusätzlich – es beantwortet später die Frage, welcher Filter in welchem Schacht saß.

    CleanFilter Vallox ValloPlus 180 SE/MV/SC Filterset Nr. 32, F7 + 2x G4
    CleanFilter Vallox ValloPlus 180 SE/MV/SC Filterset Nr. 32, F7 + 2x G4

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    Für Betreiber dieses Modells, die den Satz komplett erneuern. Prüfe vor dem Kauf besonders sorgfältig, ob die genannte Paketnummer zu deinem Modell gehört und nicht zu einem anderen Gerät des Herstellers, und ob die Angebotsbeschreibung deine vollständige Typenbezeichnung nennt.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Der Intervallsatz steht in den ValloPlus-Anleitungen, abrufbar über eine Anleitungskopie, und er ist wortgleich mit dem, was Vallox für die MV-Einzelgeräte schreibt:

    „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“

    Viele lesen darin einen Widerspruch: zweimal jährlich gegen einmal jährlich. Es ist aber ein Satz mit zwei Ebenen. Der Hauptteil nennt die Empfehlung – Frühjahr und Herbst. Der Nachsatz nennt die Untergrenze – einmal im Jahr, keinesfalls seltener. Empfehlung und Minimum, nicht Widerspruch.

    Die Jahreszeiten sind bewusst gewählt. Im Frühjahr geht ein frischer Feinstaubfilter in die Pollensaison. Im Herbst verlässt der beladene Sommerfilter das Gerät, bevor die Heizperiode beginnt und die Anlage monatelang durchläuft. Wer nur einmal jährlich wechselt, hält den Wortlaut ein – hat aber in einer der beiden Phasen einen gealterten Filter im Schacht.

    Dass derselbe Satz für die ganze Baureihe gilt, ist übrigens die einzige Stelle, an der du hier gefahrlos von einem Gerät auf das andere schließen darfst: Der Wortlaut ist für die ValloPlus-Geräte selbst belegt und nicht von den MV-Einzelgeräten übernommen. Wie andere Hersteller dieselbe Frage beantworten – der kürzeste belegte Wert liegt bei drei Monaten, der längste bei zwölf – steht im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Zum Reinigen der Filter sagt Vallox in unseren Quellen nichts. Es gibt weder eine Erlaubnis mit einer Zahl, wie sie ein anderer Hersteller dieser Übersicht ausspricht, noch ein ausdrückliches Verbot. Ohne Herstelleraussage bleibt der Wechsel der belegte Weg.

    Die Filterwechselanzeige

    Hier ist die Faktenlage dünn, und wir schreiben es hin: Für die MV-Geräte ist uns kein elektronischer Reset-Mechanismus der Filteranzeige belegt. Wie deine Steuerung eine Meldung erzeugt und wie du sie quittierst, steht in der Dokumentation, die zum Gerät gehört. Wir übertragen an dieser Stelle nichts von einem anderen Modell.

    Belegt ist etwas anderes, und es passt zum Rest des Bildes: Für die SC-Geräte verkauft Vallox einen externen Filterwechselindikator zum Aufkleben, einen Timestrip, im Fünferpack. Kein Sensor, keine Elektronik, kein Reset – ein Aufkleber, der verstrichene Zeit sichtbar macht. Ein Hersteller, der so etwas anbietet, sagt damit indirekt: Maßgeblich ist die Zeit seit dem letzten Wechsel.

    Für dich heißt das unabhängig vom Produkt: Führe die Frist selbst. Schreib das Wechseldatum auf den Filterrahmen oder auf einen Aufkleber an der Gerätetür und trag dir Frühjahr und Herbst in den Kalender ein. Was Filteranzeigen technisch überhaupt auswerten – Zeit, Betriebsstunden oder Druck – und warum eine zeitbasierte Meldung nichts über den tatsächlichen Zustand deines Filters aussagt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Trade-Shop 15in1 Filter-Set, 5x Feinfilter und 10x Grobfilter für Vallox ValloPlus
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    Original oder Nachbau

    Vallox fällt bei dieser Frage im Ton aus dem Rahmen der Branche. Zu den Originalfiltern schreibt der Hersteller: „Original Vallox filters guarantee optimum and designed filtration performance and heat recovery.“ Sinngemäß: Originalfilter sichern die Filterleistung und die Wärmerückgewinnung, für die das Gerät ausgelegt wurde.

    Die Begründung ist technisch. Vallox nennt abweichenden Druckverlust, Leckagen an schlecht sitzenden Rahmen, Überdruck im System sowie ein erhöhtes Feuchte- und Schimmelrisiko. Bemerkenswert ist, was nicht dasteht: Vallox verknüpft Fremdfilter in unseren Quellen nicht mit einem Garantieverlust. Andere Hersteller dieser Gerätewelt schreiben an derselben Stelle ausdrücklich vom Erlöschen von Ansprüchen. Wir halten den Unterschied fest, bewerten ihn aber nicht – was eine Klausel im Einzelfall bedeutet, gehört in eine Rechtsberatung.

    Bei einer Baureihe ohne veröffentlichte Maße hat der Nachbau ein zusätzliches Problem, das nichts mit Garantie zu tun hat: Du hast keine Referenzzahl, gegen die du ein Angebot prüfen könntest. Wer trotzdem einen Fremdfilter einsetzt, sollte die drei Positionen selbst ausgemessen haben und auf Rahmenstabilität achten – ein Filter, der sich im Schacht verzieht, lässt Luft an sich vorbei, und dann filtert er gar nicht mehr.

    Häufige Fragen

    Ich habe die Nummer 3356900 für meinen ValloPlus 180 gefunden – stimmt die?

    Nein. 3356900 ist die Paketnummer des Vallox 096. Für den ValloPlus 180 MV führt der Vallox-Shop die Nummer 3240. Wenn dir ein Angebot die 096er-Nummer für dein Gerät anbietet, ist die Zuordnung im Shopsystem falsch.

    Passt das Paket des 180 MV auch in den 350er?

    Nein – die beiden Geräte haben unterschiedliche Paketnummern, 3240 gegen 1511. Innerhalb einer Baureihe von der Passung auszugehen, ist genau der Denkfehler, der in diesem Artikel die falsche Bestellnummer erklärt.

    Warum nennt ihr keine Millimeter?

    Weil es für diese Baureihe keine belegte Angabe gibt – weder vom Hersteller noch aus dem Handel. Eine Zahl vom Nachbargerät zu übernehmen wäre geraten, nicht belegt. Miss am alten Filter nach.

    Was muss ich vom Typenschild ablesen?

    Die vollständige Bezeichnung mit Zahl und Kürzel, also zum Beispiel „ValloPlus 350 SE“ statt nur „ValloPlus“. Erst damit lässt sich die richtige Paketnummer zuordnen.

    Fazit

    Beim ValloPlus entscheidet die Bestellnummer, nicht das Maß – denn ein Maß gibt es nicht. Belegt sind 3240 für den 180 MV und 1511 für den 350er, beides aus dem Vallox-Shop. Die im Umlauf befindliche 3356900 gehört zu einem anderen Gerät und ist für diese Baureihe schlicht falsch.

    Beim Intervall ist der Wortlaut eindeutig, sobald man ihn als einen Satz liest: Frühjahr und Herbst als Empfehlung, einmal jährlich als Untergrenze. Und wer einen Nachbau erwägt, kommt hier ums eigene Messen nicht herum – die Schwestergeräte helfen dabei nicht weiter, siehe Vallox 145 MV.

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  • ComfoAir Q/E: was das Kürzel bedeutet

    Du suchst Filter für deinen Zehnder und stößt im Shop auf „ComfoAir Q/E“. Auf deinem Typenschild steht das nicht. Steht dort ein Q350, ein Q450, ein Q600 oder ein ComfoAir E, fragst du dich zu Recht, ob das dasselbe ist oder ob du gerade das falsche Gerät anklickst. Die Antwort ist einfacher, als der Name vermuten lässt – und sie hat nichts mit einer Sonderausführung zu tun.

    Das Wichtigste in Kürze

    • „Q/E“ ist kein Gerät. Es ist bei Zehnder die Bezeichnung einer Filter-Kompatibilitätsgruppe – also die Kurzform für „dieser Filtersatz passt in mehrere Baureihen“.
    • Der Satz 400502013 ist im Zehnder-Shop ausgewiesen als passend für „ComfoAir Q 350/450/600, ComfoBox Q, ComfoAir E“. Das sind die Geräte hinter dem Kürzel.
    • Die Enthalpie-Ausführung heißt anders: bei Zehnder „TR Enthalpie“, zum Beispiel ComfoAir Q450 TR Enthalpie mit der Artikelnummer 471502012. Das „E“ in „Q/E“ meint sie nicht.
    • Zur Filterbestückung der TR Enthalpie gibt es keine belegte Angabe. Es ist nicht belegt, dass sie von der Standardbestückung abweicht – aber eben auch nicht, dass sie ihr entspricht.
    • Das Maß 500 × 160 × 23 mm kommt bei Zehnder ausnahmslos vom Fachhandel, nicht vom Hersteller.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Fangen wir bei der Verwechslung an, denn sie ist der Grund, warum du hier gelandet bist. Viele Betreiber lesen „Q/E“ und denken an eine Gerätevariante – etwa an eine Enthalpie-Ausführung, weil „E“ so naheliegend nach Enthalpie klingt. Diese Deutung ist falsch.

    „Q/E“ bezeichnet bei Zehnder eine Filter-Kompatibilitätsgruppe. Der Filtersatz mit der Artikelnummer 400502013 ist im Zehnder-Shop ausgewiesen als passend für „ComfoAir Q 350/450/600, ComfoBox Q, ComfoAir E“. Das „Q“ steht für die Q-Baureihe und die ComfoBox Q, das „E“ für den ComfoAir E. Händler kürzen diese Aufzählung zu „Q/E“ ab, weil sie sonst fünf Gerätenamen in eine Produktüberschrift quetschen müssten. Es ist eine Sortimentsangabe, keine Typenbezeichnung.

    Damit ist auch klar, was in diesen Geräten sitzt: dieselben zwei Filter wie in der Q-Baureihe. Einer in der Außenluft, einer in der Abluft. Das Installateurhandbuch der Q-Baureihe nennt „Außenluft: G4 / F7 – Abluft: G4″, wobei ein serienmäßiger F7 in der Außenluft nur der PH-Geräteversion vorbehalten ist. Alle Details dazu stehen im Beitrag zum ComfoAir Q350, Q450 und Q600.

    Was du im Shop liest Was es tatsächlich ist
    „ComfoAir Q/E“ Kompatibilitätsgruppe für Q 350/450/600, ComfoBox Q und ComfoAir E
    „ComfoAir Q450 TR Enthalpie“ eine echte Geräteausführung, Artikelnummer 471502012
    „PH-Version“ die Ausführung, bei der laut Handbuch serienmäßig F7 in der Außenluft sitzt

    Die Klassenbuchstaben G4 und F7 stammen aus der älteren Normwelt; auf neuen Packungen steht stattdessen „ISO Coarse“ oder „ISO ePM1″. Wie sich die beiden Systeme zueinander verhalten, erklärt der Beitrag zu den Filterklassen nach ISO 16890.

    Die Enthalpie-Ausführung – und wo die Angaben aufhören

    Wenn du wirklich ein Gerät mit Feuchterückgewinnung hast, heißt es bei Zehnder „TR Enthalpie“. Der ComfoAir Q450 TR Enthalpie trägt die Artikelnummer 471502012. Das ist eine belegte Herstellerangabe – die Ausführung existiert, sie hat einen eigenen Namen, und dieser Name lautet nicht „Q/E“.

    Jetzt kommt der Teil, den du sonst nirgends geschrieben findest: Zur Filterbestückung der TR-Enthalpie-Ausführung liegt uns keine belegte Angabe vor. Es ist nicht belegt, dass sie von der Standardbestückung abweicht. Es ist aber auch nicht belegt, dass sie ihr entspricht. Wir schreiben das so deutlich hin, weil beide Fehler teuer sind: Wer aus der Lücke „also dasselbe“ macht, bestellt womöglich am Gerät vorbei. Wer daraus „also etwas Besonderes“ macht, sucht nach einem Sonderfilter, den es vielleicht gar nicht gibt.

    Zwei Dinge helfen dir trotzdem weiter. Erstens: Der Enthalpiewärmetauscher ist ein eigenes Bauteil neben dem Filter, keine Filterausführung. Filter und Wärmetauscher sind zwei getrennte Positionen im Gerät. Zweitens – und das ist wieder eine Lücke, die wir benennen statt zu überspielen: Ein Reinigungs- oder Wechselintervall für den Enthalpiewärmetauscher ist ebenfalls keine belegte Angabe. Wenn dir ein Shop dazu eine Frist nennt, stammt sie nicht aus den Zehnder-Unterlagen, die dieser Recherche zugrunde liegen.

    Der pragmatische Weg bei einer TR-Enthalpie-Ausführung: Nimm die Geräteunterlage, die deinem Gerät beiliegt, und die Artikelnummer, die dort steht. Nicht die Shopüberschrift.

    Das Maß – und woher es stammt

    Für die Geräte der Q/E-Gruppe nennt der Handel das Maß 500 × 160 × 23 mm. Zwei unabhängige Filterhändler, filter-caps.de und air2go.de, geben diesen Wert übereinstimmend an.

    Und hier gilt der Satz, der in jedem Zehnder-Artikel auf dieser Seite steht: Millimetermaße stammen bei Zehnder ausnahmslos vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. Zehnder veröffentlicht für seine Lüftungsgeräte keine Filtermaße in Millimetern, sondern arbeitet ausschließlich über Artikelnummern. Zwei übereinstimmende Händler sind ein gutes Indiz, aber sie sind keine Herstellerbestätigung – und für die TR-Enthalpie-Ausführung gibt es zu diesem Maß ohnehin keine eigene Angabe.

    Deshalb der praktische Rat: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach. Rahmenlänge, Rahmenbreite, Bauhöhe – und zwar am Rahmen, nicht am zusammengedrückten Vlies. Wie das sauber geht, steht im Beitrag zum Filtermaß richtig messen. Zwei Minuten Aufwand, und du hast die einzige Angabe, die für dein Gerät wirklich zählt.

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    Für Betreiber der Geräte aus dieser Kompatibilitätsgruppe, die den Satz komplett tauschen. Prüfe vor dem Kauf, ob dein Gerätename in der Kompatibilitätsliste des Angebots wirklich auftaucht, ob beide Positionen enthalten sind und ob die genannte Artikelnummer zu der in deiner Geräteunterlage passt.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Weil „Q/E“ kein Gerät ist, gibt es dafür auch kein eigenes Intervall. Es gilt, was Zehnder für die Geräte dieser Gruppe sagt – und Zehnder sagt es an zwei Stellen unterschiedlich detailliert.

    Im Serviceplan steht wörtlich: „Um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten, wechseln Sie bitte alle Filter nach spätestens sechs Monaten aus.“ Dazu die beiden Rhythmen: „Durchzuführen alle 3 Monate durch den Nutzer“ – Gerätefilter und Raumluftfilter prüfen, gegebenenfalls tauschen – und „Durchzuführen alle 24 Monate durch den Fachhandwerker“. Dieser Serviceplan ist für die Zehnder-Baureihen 160, 180, 200 sowie 350 und 550 belegt; dass er der Q-Baureihe im gleichen Wortlaut beiliegt, ist es nicht.

    Auf der Zehnder-Supportseite ist das Intervall nach Filtertyp gestaffelt. Der Systemschutzfilter in G4 steht dort bei alle 5 bis 7 Monate, der Pollenfilter aus M5 und G4 bei alle 5 bis 6 Monate, der Aktivkohlefilter bei alle 3 bis 5 Monate und der Hygienefilter aus F7 und G4 ebenfalls bei alle 3 bis 5 Monate. Die Regel dahinter ist leicht zu merken: Je feiner der Filter, desto kürzer das Intervall. Die Einzelwerte stammen von der Supportseite, nicht aus einer Anleitung – sie decken sich mit dem Serviceplan, sind aber nicht zweitbestätigt.

    Ebenfalls aus der Zehnder-Themenwelt, und diesmal ausdrücklich zur Q-Baureihe: „Wenn Sie zum Beispiel das Lüftungsgerät Zehnder ComfoAir Q besitzen und die Zehnder Originalfilter zwei- bis viermal pro Jahr austauschen, müssen Sie Ihr Gerät nur alle vier Jahre warten.“ Wie sich dieser Rhythmus zu anderen Herstellern verhält, zeigt der Vergleich der Wechselintervalle.

    Die Filterwechselanzeige

    Auch die Anzeige gehört nicht zur Kompatibilitätsgruppe, sondern zum Gerät. Für die Q-Baureihe ist sie klar beschrieben, und sie arbeitet zeitbasiert: Laut Zehnder-Supportseite zählt das Gerät „die Tage regelmäßig von 180 Tagen“ herunter, gemessen über die Netzfrequenz von 50 Hertz. Kein Drucksensor, keine Verschmutzungsmessung – eine Uhr, die nur läuft, solange das Gerät am Netz hängt.

    Die Bedienungsanleitung nennt zusätzlich die Vorwarnzeit: „FILTERWARNUNG: Einstellen der erforderlichen Zeit, um neue Filter zu bestellen (Werkseinstellung: 21 Wochen)“. Die Meldung erscheint zweistufig, zuerst „WARNUNG FILTER TAUSCHEN“, dann „WARNUNG FILTER JETZT TAUSCHEN“. Nach dem Tausch „wird die Filterlaufzeit automatisch zurückgesetzt“ – du musst also kein Menü suchen.

    Für die TR-Enthalpie-Ausführung liegt uns dazu keine abweichende Angabe vor. Was eine solche Anzeige überhaupt aussagt und warum ein Zeitzähler nichts über deine Pollensaison weiß, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Tops Aktivkohlefilter für Zehnder ComfoAir Q 350/450/600
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    Für Haushalte an einer stark befahrenen Straße oder in der Nähe einer Geruchsquelle, die statt des Standardsatzes eine Aktivkohle-Variante fahren wollen. Prüfe vor dem Kauf, ob dein Gerät in der Kompatibilitätsliste steht und ob dein Hersteller für diese Position eine solche Ausführung vorsieht. Aktivkohle verkürzt das Intervall.

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    Original oder Nachbau

    Zehnder formuliert dazu in der Zehnder-Themenwelt wörtlich:

    „Durch die Verwendung von nicht-originalen Filtern erlischt die Garantie für Ihr Lüftungsgerät, d. h. im Falle eines Problems haben Sie keinen Anspruch auf eine Reparatur oder einen Ersatz.“

    Wir geben diese Klausel wieder und bewerten sie nicht – ob sie im Einzelfall trägt, ist eine Rechtsfrage, und Rechtsberatung leisten wir hier nicht. Zwei Begriffe solltest du aber auseinanderhalten: Garantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers, Gewährleistung ein gesetzliches Recht gegenüber dem Verkäufer. Der zitierte Satz spricht von der Garantie.

    Für die Kaufentscheidung ist bei diesem Thema aber ein anderer Punkt der praktisch wichtigere: die Zuordnung. Weil „Q/E“ eine Sammelbezeichnung ist, verkaufen Nachbauanbieter denselben Satz unter mehreren Gerätenamen. Das ist an sich nicht falsch – die Geräte teilen sich den Filter ja tatsächlich. Es wird nur dann zum Problem, wenn eine Ausführung in der Liste steht, für die es keine belegte Angabe gibt. Genau das ist bei der TR Enthalpie der Fall. Zum Zuschneiden aus Meterware und zur Einordnung der Herstellerklauseln siehe Filter selbst zuschneiden.

    Häufige Fragen

    Ich habe einen ComfoAir E. Ist der Filter derselbe wie beim Q450?

    Laut Zehnder-Shop ist der Satz 400502013 als passend für „ComfoAir Q 350/450/600, ComfoBox Q, ComfoAir E“ ausgewiesen. Genau das ist die Aussage hinter dem Kürzel „Q/E“. Für den ComfoAir E 350 im Besonderen haben wir die Angaben in einem eigenen Beitrag gesammelt.

    Bedeutet das „E“ nicht Enthalpie?

    Nein. Die Enthalpie-Ausführung heißt bei Zehnder „TR Enthalpie“, zum Beispiel ComfoAir Q450 TR Enthalpie mit der Artikelnummer 471502012. Das „E“ in der Kompatibilitätsangabe steht für den ComfoAir E. Die Namensähnlichkeit ist Zufall und die häufigste Verwechslung bei diesem Hersteller.

    Welche Filter braucht die TR-Enthalpie-Ausführung?

    Dazu gibt es keine belegte Angabe. Es ist weder belegt, dass sie von der Standardbestückung abweicht, noch dass sie ihr entspricht. Halte dich an die Artikelnummer in deiner Geräteunterlage – das ist bei dieser Ausführung die einzige verlässliche Quelle.

    Wie oft muss der Enthalpiewärmetauscher gewechselt oder gereinigt werden?

    Auch dazu liegt keine belegte Angabe vor. Der Wärmetauscher ist ein eigenes Bauteil neben dem Filter, und ein Intervall dafür steht in keiner der geprüften Unterlagen. Wer dir dazu eine Frist nennt, sollte sagen können, aus welchem Dokument sie stammt.

    Fazit

    „ComfoAir Q/E“ ist kein Gerät, sondern eine Einkaufshilfe: der Hinweis, dass ein Filtersatz mehrere Zehnder-Baureihen bedient. Wenn dein Typenschild einen Q350, Q450, Q600, eine ComfoBox Q oder einen ComfoAir E nennt, bist du in dieser Gruppe richtig.

    Vorsicht ist nur bei der TR-Enthalpie-Ausführung geboten. Sie existiert, sie hat eine eigene Artikelnummer – aber zu ihrer Filterbestückung und zum Intervall ihres Wärmetauschers gibt es keine belegte Angabe. Diese Lücke zu kennen, ist mehr wert als eine Zahl, die niemand belegen kann.

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  • Viessmann Vitovent 300-W: die Filter

    Wer für sein Vitovent 300-W wissen will, wann der Filter fällig ist, sucht in der Bedienungsanleitung vergeblich: An der Stelle, an der andere Hersteller eine Frist nennen, steht bei Viessmann keine. Die Zahlen, die man im Netz findet – ein Jahr, 90 Tage –, stammen aus einem Forum. Dieser Artikel zeigt, was im Gerät steckt, was belegt ist und was ausdrücklich nicht.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Gerät sitzen zwei Filter: ein Feinfilter EN 779 F7 / ISO ePM1 50 % in der Zuluft und ein Filter EN 779 G4 / ISO Coarse 60 % in der Abluft. Beide stecken im Set ZK05287.
    • Ein Millimetermaß gibt es nicht – weder vom Hersteller noch aus dem Fachhandel. Für einen Nachbau musst du selbst messen.
    • Die Bedienungsanleitung nennt kein Wechselintervall. An der Stelle zum Filterwechsel und zum Zurücksetzen der Wartungsanzeige steht keine Zeitangabe.
    • Die kursierenden Werte – ein Jahr und 90 Tage – stammen ausschließlich aus dem Viessmann-Community-Forum, einmal von einem Mitarbeiter, einmal von einer Nutzerin. Ein Handbuchbeleg ist das nicht.
    • Belegt aus dem Handbuch ist dagegen der Reset-Weg: „Hauptmenü → Servicemenü → Filter zurück → Bestätigen“.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Das Vitovent 300-W ist ein wandhängendes Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung; die hier behandelten Ausführungen sind die Typen C325 und C400. Es arbeitet mit zwei Filtern, und die haben zwei verschiedene Aufgaben.

    Position Klasse Maß Bestellnummer
    Zuluft, Feinfilter EN 779 F7 / ISO ePM1 50 % keine belegte Angabe Set ZK05287
    Abluft EN 779 G4 / ISO Coarse 60 % keine belegte Angabe im selben Set

    Der Feinfilter sitzt auf der Zuluftseite, also dort, wo die Luft in die Wohnung geht. Er ist der einzige der beiden, der für dich filtert – Pollen, feine Partikel, Ruß. Der gröbere Filter in der Abluft arbeitet für die Maschine: Er hält Textilfasern, Hausstaub und Küchenpartikel vom Wärmetauscher und von den Ventilatoren fern. Beide Klassen werden von Viessmann doppelt bezeichnet, in der alten EN-779-Systematik und nach ISO 16890. Warum sich diese Systematiken nicht exakt ineinander umrechnen lassen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Ein Wort zur Bestellnummer, denn ihre Quelle ist ungewöhnlich. Sie stammt aus einer Forenantwort eines Herstellermitarbeiters, der schreibt: „bei deinem Modell Vitovent 300-W, Typ H32S C400 lautet die korrekte Bestellnummer für den Feinfiltersatz mit F7 Zuluft- und G4 Abluftfilter ZK05287.“ Zwei Händler führen dasselbe Set unter derselben Nummer. Damit ist die Nummer aus unserer Sicht gut abgesichert – aber sie kommt aus einem Forum und aus dem Handel, nicht aus einer Ersatzteilliste, die wir einsehen konnten. Das sagen wir dazu, statt es zu verschweigen.

    Und ein Satz, der aus dem Handbuch stammt und der wichtiger ist, als er klingt: „Staubablagerungen im Lüftungsgerät können zu Defekten führen. Schalten Sie das Gerät nur mit Außenluft- und Abluftfilter ein.“ Das Gerät ohne Filter laufen zu lassen, weil der neue Satz noch nicht da ist, ist also ausdrücklich nicht vorgesehen.

    Das Maß – und woher es stammt

    Kurz und unangenehm: Für dieses Gerät gibt es kein belegtes Millimetermaß. Viessmann veröffentlicht keines, und auch im Fachhandel haben wir keine Zahl gefunden, die wir hier guten Gewissens hinschreiben könnten. Andere Geräteseiten dieser Website nennen wenigstens ein Händlermaß mit dem Hinweis, dass es eben aus dem Handel stammt. Hier fehlt selbst das.

    Das ist keine Nachlässigkeit des Herstellers, sondern die übliche Logik: Wer über die Bestellnummer bestellt, braucht kein Maß. Das Set ZK05287 legt beide Positionen fest, und solange du beim Original bleibst, passt es. Das Maß wird erst in dem Moment interessant, in dem du davon abweichst oder ein Angebot prüfen willst, das dein Gerät nur beiläufig erwähnt.

    Dann hilft nur eigenes Messen. Nimm den alten Filter heraus, miss am Rahmen und nicht am gefalteten Medium, notiere Länge, Breite und Bauhöhe getrennt für Zuluft und Abluft und schreibe dazu, aus welchem Schacht der Filter kam. Wie du das sauber machst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen. Übernimm dabei keine Zahl von einem ähnlich aussehenden Viessmann-Gerät: Das Vitovent 300 ist eine andere, ältere Baureihe mit eigenen Filtermatten und eigenen Teilenummern – die Namensähnlichkeit führt regelmäßig in die Irre.

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    Für Betreiber dieser Baureihe, die beide Positionen gemeinsam erneuern. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung deine Typenbezeichnung vom Typenschild nennt, ob die Bestellnummer übereinstimmt und ob beide Positionen im Satz enthalten sind.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt – nämlich nichts

    Das ist der Kern dieser Seite, und deshalb steht er so deutlich hier: Die offizielle Bedienungsanleitung nennt an der Stelle zum Filterwechsel und zum Zurücksetzen der Wartungsanzeige kein Zeitintervall. Kein „jährlich“, kein „alle sechs Monate“, keine Zahl. Der Hersteller beschreibt, wie du wechselst und wie du die Anzeige quittierst – aber nicht, wann.

    Belegt ist im Handbuch nur ein allgemeiner Wartungssatz, und der betrifft nicht den Filterwechsel durch dich, sondern die Wartung durch den Fachbetrieb:

    „Wir empfehlen, das Lüftungsgerät sowie das Leitungssystem regelmäßig (einmal jährlich) durch den Heizungs-/Lüftungsfachbetrieb warten und ggf. reinigen zu lassen.“

    Das ist eine Empfehlung zur Anlagenwartung, keine Filterfrist. Wer daraus „Filter einmal jährlich“ macht, legt dem Hersteller einen Satz in den Mund, den er nicht geschrieben hat.

    Was im Forum steht – und was das wert ist

    Die beiden Zahlen, die man zu diesem Gerät überall findet, stammen aus dem Viessmann-Community-Forum. Wir geben sie wieder, weil sie kursieren und weil Betreiber sie ohnehin lesen – aber mit klarer Kennzeichnung.

    Erstens, ein Herstellermitarbeiter schreibt im Forum: „Der Filterwechsel wird entweder nach Zeit (1 Jahr) oder nach Verschmutzung (Druckunterschied wird größer) angezeigt.“ Das klingt nach einer verbindlichen Auskunft, ist aber eine Forenaussage. Ein Handbuchbeleg ist das nicht, und wir behandeln sie auch nicht als solchen.

    Zweitens, eine Nutzerin berichtet im selben Forum, ihre Anlage melde den Filterwechsel bereits nach 90 Tagen – unabhängig vom Verschmutzungsgrad. Auch das ist eine Forenaussage, diesmal ein Erfahrungsbericht ohne Herstellerbezug.

    Zwischen den beiden Angaben liegt der Faktor vier, und beide stehen im selben Forum. Aufgelöst wird das durch keine uns bekannte Herstellerquelle. Was du daraus praktisch machst: Verlass dich nicht auf eine Zahl aus zweiter Hand, sondern auf zwei Dinge, die du selbst hast – die Meldung deines Geräts und einen Blick auf den ausgebauten Filter. Wie die belegten Herstellerfristen anderer Marken aussehen und wie groß die Spanne dort ist, zeigt der Vergleich der Filterwechsel-Intervalle. In dieser Übersicht ist das Vitovent 300-W eine der wenigen Zeilen ohne belegten Wert.

    Die Filterwechselanzeige

    Das Gerät meldet den Filterwechsel selbst – und für das Zurücksetzen gibt es im Handbuch einen belegten Weg. Er lautet wörtlich: „Hauptmenü → Servicemenü → Filter zurück → Bestätigen“. Das ist die Stelle, an der du nach dem Wechsel bestätigst, dass ein frischer Filter im Gerät sitzt.

    Woran die Meldung hängt, ist die eigentlich spannende Frage – und sie ist nicht sauber belegt. Der Forenbeitrag des Mitarbeiters nennt zwei Auslöser nebeneinander, Zeit und Druckunterschied. Die Nutzerin beschreibt ein Verhalten, das nach reiner Zeitzählung aussieht: Meldung nach 90 Tagen, unabhängig vom Zustand. Beides sind Forenaussagen, und aus dem Handbuch können wir keine der beiden Varianten bestätigen.

    Der Unterschied ist nicht akademisch. Eine zeitbasierte Meldung sagt nur, dass Tage vergangen sind – sie weiß nichts über deinen Filter. Eine druckbasierte Meldung reagiert auf den steigenden Widerstand des beladenen Mediums und trifft damit den tatsächlichen Zustand deutlich besser. Was hinter diesem Widerstand steckt und warum er die ehrlichere Größe ist, steht im Beitrag zum Druckverlust am Filter. Wie die verschiedenen Anzeigetypen technisch arbeiten und woran du erkennst, welchen dein Gerät hat, erklärt der Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Solange du das für dein Gerät nicht sicher weißt, ist die einfachste Absicherung eine eigene Aufzeichnung: Schreib das Datum des letzten Wechsels auf den Filterrahmen oder auf einen Aufkleber an der Gerätetür. Dann siehst du beim nächsten Öffnen sofort, wie lange der Filter tatsächlich gelaufen ist – unabhängig davon, was die Steuerung meldet oder nicht meldet.

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    Für alle, deren Gerät keine belegte Frist hat und die den Einbautag direkt am Filter festhalten wollen. Prüfe vor dem Kauf, ob die Schrift wischfest auf Pappe und Kunststoff hält und ob sie auch nach Monaten im Gerät noch lesbar bleibt.

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    Original oder Nachbau

    Für das Vitovent 300-W haben wir keine produktspezifische Garantieklausel zu Filtern gefunden. Was es gibt, ist die allgemeine Viessmann-Garantieseite, die die „ausschließliche Verwendung von Viessmann Original-Ersatzteilen“ verlangt. Dieser Satz ist nicht auf Lüftungsfilter gemünzt, sondern allgemein formuliert – wir geben ihn wieder, ohne ihn auf den Filterwechsel zu übertragen und ohne ihn zu bewerten. Was eine solche Klausel im Einzelfall bedeutet, ist eine Rechtsfrage und gehört nicht in einen Ratgebertext.

    Praktisch ist die Lage bei diesem Gerät ohnehin von einer anderen Seite her eng: Ohne veröffentlichtes Maß fehlt dir die Referenz, gegen die du einen Nachbau prüfen könntest. Wer trotzdem abweichen will, sollte beide Positionen selbst ausgemessen haben, auf einen stabilen Rahmen achten und die Klassen einhalten – den feineren Filter in die Zuluft, den gröberen in die Abluft. Ein Filter, der sich im Schacht verzieht, lässt Luft an sich vorbeiströmen; dann filtert er nicht mehr, sondern kostet nur noch Druck.

    Häufige Fragen

    Wie oft muss ich beim Vitovent 300-W wechseln?

    Eine Herstellerfrist dafür gibt es nicht – die Bedienungsanleitung nennt an dieser Stelle keine Zeitangabe. Die Werte „ein Jahr“ und „90 Tage“ stammen aus dem Viessmann-Community-Forum, einmal von einem Mitarbeiter, einmal von einer Nutzerin. Richte dich nach der Meldung deines Geräts und nach dem Zustand des ausgebauten Filters.

    Ist ZK05287 die richtige Nummer für mein Gerät?

    Für den Feinfiltersatz mit F7 in der Zuluft und G4 in der Abluft nennt ein Herstellermitarbeiter im Forum diese Nummer, und zwei Händler führen dasselbe Set darunter. Gleich abgleichen solltest du trotzdem die Typenbezeichnung auf deinem Typenschild.

    Darf ich das Gerät kurz ohne Filter laufen lassen?

    Das Handbuch sagt dazu klar: „Staubablagerungen im Lüftungsgerät können zu Defekten führen. Schalten Sie das Gerät nur mit Außenluft- und Abluftfilter ein.“ Wenn der neue Satz noch nicht da ist, ist Warten die vom Hersteller vorgesehene Variante.

    Kann ich die Filter absaugen statt zu wechseln?

    Für dieses Gerät ist uns dazu keine Herstelleraussage belegt – weder eine Erlaubnis noch ein Verbot. Andere Hersteller sind hier deutlich: Einer erlaubt eine feste Zahl an Reinigungen, ein anderer untersagt das Reinigen ausdrücklich. Ohne Aussage bleibt der Wechsel der belegte Weg.

    Fazit

    Beim Vitovent 300-W ist die Filterbestückung klar – F7 in der Zuluft, G4 in der Abluft, beides im Set ZK05287. Unklar bleibt alles, was mit Zahlen zu tun hat: kein Maß, keine Handbuchfrist, und zwei Forenwerte, die um den Faktor vier auseinanderliegen.

    Das ist keine angenehme Auskunft, aber die ehrliche. Halte dich an das, was belegt ist: den Reset-Weg im Servicemenü, den Betrieb nur mit eingesetzten Filtern – und an das, was du selbst siehst, wenn du den alten Filter in der Hand hältst.

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  • Zehnder ComfoAir E 350: die Filter

    Der ComfoAir E 350 hängt im Hauswirtschaftsraum, der Filter ist grau, und im Shop findest du entweder gar nichts unter diesem Namen oder ein Set, das mit vier anderen Geräten zugleich beworben wird. Beides ist kein Fehler. Dieser Artikel zeigt dir, welcher Satz für den E 350 belegt ist, wo die Millimeterangabe herkommt und an welcher Stelle die Zehnder-Unterlagen schlicht nichts Eigenes über dieses Gerät sagen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gleicher Filtersatz wie die Q-Baureihe. Der Zehnder-Satz 400502013 ist im Herstellershop ausdrücklich auch für den ComfoAir E ausgewiesen.
    • Eine eigene, abweichende Filterspezifikation für den E 350 ist keine belegte Angabe. Es gibt kein Dokument, das für dieses Gerät etwas anderes nennt – aber auch keines, das die Q-Angaben ausdrücklich auf den E 350 überträgt.
    • Maß 500 × 160 × 23 mm – genannt von zwei unabhängigen Händlern. Millimetermaße stammen bei Zehnder ausnahmslos vom Fachhandel, nicht vom Hersteller.
    • Intervall: Der Zehnder-Serviceplan sagt „spätestens sechs Monate“, die Supportseite staffelt nach Filtertyp zwischen drei und sieben Monaten.
    • Bei Nachbaufiltern gilt die Zehnder-Garantieklausel – wörtlich weiter unten.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Der ComfoAir E 350 ist ein zentrales Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung. Wie bei allen Geräten dieser Bauart arbeiten zwei Filter: einer in der Außenluft, die von draußen ins Haus geholt wird, und einer in der Abluft, die aus Bad, Küche und WC abgesaugt wird. Der eine schützt dich, der andere schützt das Gerät – vor allem den Wärmetauscher, der sich mit Küchenfett und Textilstaub sehr zuverlässig zusetzt.

    Die belegbare Aussage zum E 350 kommt aus dem Zehnder-Shop: Der Filtersatz mit der Artikelnummer 400502013 ist dort ausgewiesen als passend für „ComfoAir Q 350/450/600, ComfoBox Q, ComfoAir E“. Der ComfoAir E steht also ausdrücklich in der Kompatibilitätsliste des Herstellers. Genau deshalb liest du im Handel häufig die Sammelbezeichnung „Q/E“ – was hinter diesem Kürzel steckt und warum es keine Gerätevariante ist, steht im Beitrag zu ComfoAir Q/E.

    Angabe Wert Woher
    Filtersatz 400502013 Zehnder-Shop, Hersteller
    Maß 500 × 160 × 23 mm Fachhandel, zwei Quellen
    Eigene Spezifikation des E 350 keine belegte Angabe –

    Was daraus folgt und was nicht, lohnt eine klare Trennung. Es folgt: Der Hersteller selbst führt den ComfoAir E in der Passliste dieses Satzes. Das ist keine Händlerinterpretation, das steht im Shop des Herstellers. Es folgt nicht: dass jede Angabe, die für die Q-Baureihe dokumentiert ist, wortgleich für den E 350 gilt. Die Klassenangabe aus dem Installateurhandbuch – „Außenluft: G4 / F7 – Abluft: G4″ – ist für die Q-Baureihe belegt. Für den E 350 liegt uns kein eigenes Handbuchzitat vor. Eine eigenständige, davon abweichende Spezifikation ist ebenfalls keine belegte Angabe. Anders gesagt: Es spricht nichts dagegen, aber es steht auch nirgends ausdrücklich.

    Für dich heißt das ganz praktisch: Die Klasse liest du am sichersten vom ausgebauten Filter ab. Sie ist in aller Regel auf den Rahmen gedruckt, entweder als G4 beziehungsweise F7 oder in der neueren Schreibweise als „ISO Coarse“ oder „ISO ePM1″. Wie diese beiden Systeme zusammenhängen, erklärt der Beitrag zu den Filterklassen nach ISO 16890.

    Das Maß – und woher es stammt

    Für den Filtersatz dieser Gerätegruppe nennt der Handel 500 × 160 × 23 mm. Zwei voneinander unabhängige Filterhändler, filter-caps.de und air2go.de, geben diesen Wert übereinstimmend an.

    Diese Millimeterangabe stammt bei Zehnder ausnahmslos vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. Zehnder veröffentlicht für seine Lüftungsgeräte keine Filtermaße in Millimetern – der Hersteller arbeitet durchgehend mit Artikelnummern. Das ist keine Nachlässigkeit unserer Recherche, sondern der Zustand der Unterlagen. Und es erklärt, warum bei anderen Zehnder-Baureihen zwei Shops schon einmal zwei verschiedene Maße für dieselbe Artikelnummer nennen: Es gibt keine Herstellerangabe, an der sie sich ausrichten könnten.

    Beim E 350 sind sich die beiden Händler immerhin einig – das ist ein gutes Indiz, aber eben ein Indiz. Der sichere Weg bleibt zweigleisig: Bestell über die Artikelnummer 400502013, und miss einmal am alten Filter nach, bevor du einen Nachbau kaufst. Gemessen wird am Rahmen, nicht am Vlies, und zwar Länge, Breite und Bauhöhe. Wie du dabei die typischen Fehler vermeidest, steht im Beitrag zum Filtermaß richtig messen.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Zehnder nennt kein Intervall speziell für den ComfoAir E 350. Belegt sind zwei geräteübergreifende Aussagen, und die eine ist deutlich belastbarer als die andere.

    Der Serviceplan. Dort steht wörtlich: „Um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten, wechseln Sie bitte alle Filter nach spätestens sechs Monaten aus.“ Ergänzt wird das durch zwei Rhythmen: „Durchzuführen alle 3 Monate durch den Nutzer“ – dabei werden Gerätefilter und Raumluftfilter geprüft und gegebenenfalls getauscht – und „Durchzuführen alle 24 Monate durch den Fachhandwerker“ für den großen Service. Zur Einordnung gehört dazu: Dieser Serviceplan ist im gleichen Wortlaut für die Zehnder-Baureihen 160, 180 und 200 sowie 350 und 550 belegt. Er zeigt dir den Rhythmus, den Zehnder für seine Geräte vorsieht, ist aber nicht als Dokument zum E 350 belegt.

    Die Staffelung nach Filtertyp. Auf der Zehnder-Supportseite ist das Intervall nach Filterart abgestuft. Der Systemschutzfilter in G4 steht dort bei alle 5 bis 7 Monate, der Pollenfilter aus M5 und G4 bei alle 5 bis 6 Monate, der Aktivkohlefilter bei alle 3 bis 5 Monate und der Hygienefilter aus F7 und G4 ebenfalls bei alle 3 bis 5 Monate. Die Aussage dahinter ist robust: Zehnder staffelt das Intervall nach Filtertyp – je feiner der Filter, desto kürzer. Die Einzelwerte selbst stammen von der Supportseite und nicht aus einer Anleitung; sie decken sich mit dem Serviceplan, sind aber nicht durch einen zweiten Abruf bestätigt. Wir nennen sie deshalb mit diesem Vorbehalt.

    Wenn du wissen willst, wie ungewöhnlich oder gewöhnlich dieser Rhythmus ist: Andere Hersteller schreiben für dieselbe Aufgabe „jährlich“, einer schreibt „alle 3 Monate“. Die Gegenüberstellung steht im Vergleich der Wechselintervalle.

    Die Filterwechselanzeige

    Hier ist Sorgfalt angebracht, denn an dieser Stelle wird viel von einem Gerät auf das andere geschlossen. Für die Q-Baureihe ist die Anzeige gut dokumentiert: Die Zehnder-Supportseite beschreibt einen Zähler, der „die Tage regelmäßig von 180 Tagen“ herunterläuft, gemessen über die Netzfrequenz von 50 Hertz. Die Bedienungsanleitung nennt dazu die Vorwarnzeit: „FILTERWARNUNG: Einstellen der erforderlichen Zeit, um neue Filter zu bestellen (Werkseinstellung: 21 Wochen)“, mit den zwei Stufen „WARNUNG FILTER TAUSCHEN“ und „WARNUNG FILTER JETZT TAUSCHEN“. Nach dem Tausch „wird die Filterlaufzeit automatisch zurückgesetzt“.

    Für den ComfoAir E 350 liegt uns keine eigene Beschreibung der Anzeige vor. Wir übertragen die Q-Werte deshalb nicht auf dein Gerät. Was du aus den belegten Angaben trotzdem mitnehmen kannst, ist das Prinzip: Zehnder arbeitet bei diesen Geräten mit einer Zeitmessung, nicht mit einer Druckmessung. Ein solcher Zähler kennt weder deine Pollensaison noch die Baustelle nebenan, und er steht still, solange das Gerät vom Netz getrennt ist.

    Praktisch bedeutet das: Notiere dir das Wechseldatum, statt dich allein auf eine Leuchte zu verlassen. Ein Streifen Kreppband am Gerät mit dem Datum ist die simpelste und zuverlässigste Lösung. Was Anzeigen generell messen und wo ihre Grenzen liegen, ordnet der Beitrag Filterwechselanzeige verstehen ein.

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    Für Allergiker und für alle, die gleich auf Vorrat kaufen, statt zweimal im Jahr neu zu suchen. Prüfe vor dem Kauf, ob die angebotene Filterart für die Position vorgesehen ist, an der du sie einsetzen willst, und ob die Baureihenangabe deinem Typenschild entspricht. Feinere Stufen laufen kürzer als der Standard.

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    Original oder Nachbau

    Zehnder wird in der Zehnder-Themenwelt deutlich. Der Wortlaut:

    „Durch die Verwendung von nicht-originalen Filtern erlischt die Garantie für Ihr Lüftungsgerät, d. h. im Falle eines Problems haben Sie keinen Anspruch auf eine Reparatur oder einen Ersatz.“

    Wir geben diesen Satz wieder, wie er dasteht, und bewerten ihn nicht. Ob und wie weit eine solche Klausel im Einzelfall trägt, ist eine Rechtsfrage – Rechtsberatung findest du auf dieser Seite nicht. Was du dir merken solltest, ist die Unterscheidung: Garantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers, Gewährleistung ein gesetzliches Recht gegenüber dem Verkäufer. Zitiert ist hier die Garantie.

    Aus der Zehnder-Themenwelt stammt außerdem ein Satz, der Filterwechsel und Wartung verknüpft: „Wenn Sie zum Beispiel das Lüftungsgerät Zehnder ComfoAir Q besitzen und die Zehnder Originalfilter zwei- bis viermal pro Jahr austauschen, müssen Sie Ihr Gerät nur alle vier Jahre warten.“ Der Satz nennt ausdrücklich die Q-Baureihe, nicht den E 350 – auch das schreiben wir hin, statt es stillschweigend zu verallgemeinern.

    Wer sich für einen Nachbau entscheidet, sollte zwei Dinge prüfen: die Klasse, die für die jeweilige Position vorgesehen ist, und die Passform. Ein Filter, der ein paar Millimeter zu klein ist, lässt Luft am Vlies vorbei – und diese Luft ist ungefiltert. Vom Zuschneiden aus Meterware raten wir bei einem Gerät dieser Bauart ab; die Gründe und die Einordnung der Herstellerklauseln stehen im Beitrag Filter selbst zuschneiden.

    Häufige Fragen

    Im Shop steht „für ComfoAir Q/E“ – ist mein E 350 gemeint?

    Der Zehnder-Shop weist den Satz 400502013 als passend für „ComfoAir Q 350/450/600, ComfoBox Q, ComfoAir E“ aus. Der ComfoAir E steht also in der Passliste des Herstellers. „Q/E“ ist die Kurzform dieser Aufzählung und keine eigene Gerätebezeichnung.

    Sitzt bei mir ab Werk ein F7 in der Außenluft?

    Dazu gibt es für den E 350 keine belegte Angabe. Für die Q-Baureihe nennt das Installateurhandbuch F7 in der Außenluft als serienmäßig nur für die PH-Geräteversion. Übertragen lässt sich das nicht. Schau auf den ausgebauten Filter – dort steht die Klasse.

    Kann ich den Filter absaugen, statt ihn zu wechseln?

    Zu einer Reinigung äußert sich Zehnder in den geprüften Unterlagen nicht. Es gibt dazu keine belegte Angabe – weder eine Erlaubnis noch ein Verbot. Andere Hersteller sind da ausdrücklicher: Einer erlaubt dreimaliges Reinigen mit Zahl, ein anderer genau einmaliges Absaugen. Bei Zehnder bleibt es beim Wechsel.

    Wie merke ich, dass der Filter fällig ist, wenn ich der Anzeige nicht traue?

    Zwei Dinge helfen. Erstens das Datum: Schreib den Wechseltag auf den neuen Filter oder aufs Gehäuse, dann rechnest du nie wieder. Zweitens der Blick: Ein Filter, der auf der Anströmseite gleichmäßig grau ist, hat gearbeitet. Ein Filter, der stellenweise dunkel und stellenweise hell ist, sitzt möglicherweise nicht dicht.

    Fazit

    Beim ComfoAir E 350 ist die wichtigste Frage sauber beantwortet: Der Zehnder-Shop führt den ComfoAir E ausdrücklich in der Passliste des Satzes 400502013. Damit hast du eine Herstellerangabe in der Hand, und die ist beim Bestellen mehr wert als jede Millimeterzahl.

    Alles andere ist Ableitung. Das Maß 500 × 160 × 23 mm kommt vom Fachhandel, das Intervall aus geräteübergreifenden Zehnder-Unterlagen, und eine eigene Anzeigenbeschreibung für den E 350 haben wir nicht gefunden. Bestell über die Artikelnummer, miss einmal selbst nach, und notiere dir das Wechseldatum. Damit bist du auf der sicheren Seite, auch ohne ein Dokument, das es nicht gibt.

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  • Viessmann Vitovent 300: die Filter

    Das Vitovent 300 ist nicht das Vitovent 300-W. Die beiden Namen unterscheiden sich um zwei Zeichen, die Geräte um eine Gerätegeneration – und wer das verwechselt, bestellt den falschen Filter. Diese Seite behandelt die ältere Baureihe mit den Filtermatten: was drinsteckt, welche Maße der Handel nennt, und warum hier ausnahmsweise ein echter Handbuchsatz zum Intervall existiert.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Verwechslungsgefahr: Diese Seite gilt für das Vitovent 300 mit 180, 300 oder 400 m³/h – nicht für das jüngere Vitovent 300-W. Andere Baureihe, andere Filter, andere Nummern.
    • Grobfiltersatz für Zu- und Abluft (300/400 m³/h): ISO Coarse 45 %, Teilenummer 7501793, Maß 416 × 238 × 25 mm.
    • Feinfiltersatz: F7 (ISO ePM1 50 %) und G4 (ISO Coarse 60 %), Teilenummer 7501790, Maß 288 × 138 × 25 mm. Die Maße stammen aus dem Fachhandel, nicht vom Hersteller.
    • Intervall im Wortlaut aus dem Handbuch: „Filtermatten einmal jährlich wechseln.“
    • Einbaurichtung, ebenfalls wörtlich: „Die weiße bzw. höher verdichtete Seite der Filtermatte muss zum Gitter des Filterrahmens zeigen.“

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Zuerst: welches Gerät hast du überhaupt?

    Diese Frage steht hier ganz oben, weil sie in diesem Fall über die Bestellung entscheidet. Viessmann führt unter dem Namen Vitovent mehrere Gerätefamilien nebeneinander. Das Vitovent 300-W ist ein wandhängendes Gerät der jüngeren Generation mit einem Filterset unter einer ZK-Nummer. Das hier behandelte Vitovent 300 ist die ältere Baureihe – mit Filtermatten, mit Teilenummern im 75-er Format und mit einer eigenen Bedienlogik samt „FIL“-Anzeige an der Fernbedienung.

    Praktisch heißt das: Ein Filterset, das für das 300-W ausgewiesen ist, gehört nicht in dieses Gerät, und umgekehrt genauso wenig. Lies die Typenbezeichnung vom Typenschild ab, vollständig, inklusive der Luftleistungsangabe in m³/h. Erst damit lässt sich die richtige Nummer zuordnen.

    Die Sätze im Überblick

    Satz Klasse Maß (Fachhandel) Teilenummer
    Grobfiltersatz Zu- und Abluft, 300/400 m³/h ISO Coarse 45 % (etwa G3) 416 × 238 × 25 mm 7501793
    Feinfiltersatz F7 (ISO ePM1 50 %) und G4 (ISO Coarse 60 %) 288 × 138 × 25 mm 7501790
    Variante mit 180 m³/h 2× G4 + 1× M6 laut Händler keine belegte Angabe keine belegte Angabe

    Der Grobfiltersatz ist die Grundausstattung für Zu- und Abluft. Seine Klasse ISO Coarse 45 % liegt unterhalb dessen, was viele andere Geräte dieser Bauart mitbringen – das ist ein Schutzfilter für die Maschine, kein Pollenfilter für dich. Wer Pollen oder feinen Staub zurückhalten will, braucht den Feinfiltersatz mit F7 in der Zuluft. Was die Klassen im Einzelnen messen und warum ISO Coarse 45 % und ISO Coarse 60 % nicht dasselbe sind, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Eine Einschränkung, die in die Bestellung gehört: Welchem Luftleistungsbereich der Feinfiltersatz 7501790 genau zugeordnet ist, konnten wir nicht eindeutig belegen. Beim Grobfiltersatz ist die Zuordnung zu den Varianten mit 300 und 400 m³/h dokumentiert, beim Feinfiltersatz nicht in derselben Klarheit. Wenn du auf F7 umrüsten willst, lass dir die Passung zu deiner Luftleistungsstufe vom Verkäufer oder vom Fachbetrieb bestätigen, bevor du bestellst.

    Für die kleine Variante mit 180 m³/h gilt: Ein Händler beschreibt die Bestückung als zwei G4 und einen M6. Eine Original-Teilenummer dafür haben wir nicht gefunden, und ein Maß auch nicht. Das ist die dünnste Stelle in der Datenlage dieses Geräts.

    Die Einbaurichtung – der Fehler, der niemandem auffällt

    Filtermatten haben eine Vorder- und eine Rückseite, und das Handbuch sagt dazu wörtlich: „Die weiße bzw. höher verdichtete Seite der Filtermatte muss zum Gitter des Filterrahmens zeigen.“ Verkehrt herum eingelegt sieht die Matte im Rahmen genauso aus wie richtig herum – nur arbeitet sie anders. Die offene, gröbere Seite soll die Anströmseite sein und den Staub in der Tiefe des Materials aufnehmen; die dichtere Seite ist die Feinstufe und gehört ans Gitter. Prüf das bei jedem Wechsel, bevor du die Abdeckung schließt.

    Das Maß – und woher es stammt

    Hier steht der Satz, der auf den meisten Geräteseiten dieser Website steht: Die Millimeterangaben stammen vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. 416 × 238 × 25 mm für den Grobfiltersatz und 288 × 138 × 25 mm für den Feinfiltersatz sind Händlerangaben zu Original-Teilenummern. Viessmann selbst veröffentlicht diese Zahlen in den von uns geprüften Unterlagen nicht.

    Das relativiert die Zahlen nicht ins Nichts – sie hängen an echten Viessmann-Teilenummern, und dahinter steht ein konkretes Bauteil. Aber es fehlt die Instanz, die entscheidet, wenn zwei Händler unterschiedliche Werte nennen. Genau dieser Fall kommt in dieser Gerätewelt regelmäßig vor.

    Deshalb der praktische Rat, der hier mehr zählt als anderswo: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach. Bei Filtermatten ist das leicht, weil sie flach und rechteckig sind – aber genau deshalb wird es oft übersprungen. Miss am Rahmen beziehungsweise an der Mattenkante, notiere Länge, Breite und Dicke, und schreib dazu, aus welcher Position die Matte kam. Wie du dabei vorgehst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen. Ein Foto vom eingelegten Filter vor dem Herausnehmen erspart dir später die Frage, welche Seite zum Gitter zeigte.

    Viessmann Grobfiltersatz G3/G3 Ersatzfilter für Vitovent 300
    Viessmann Grobfiltersatz G3/G3 Ersatzfilter für Vitovent 300

    40,90 €

    Für Betreiber dieser älteren Baureihe, die die Standardbestückung erneuern. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung genau diese Baureihe und deine Luftleistungsstufe nennt – und nicht die ähnlich benannte jüngere Gerätegeneration.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Anders als beim jüngeren Schwestergerät gibt es hier einen echten Handbuchsatz, und er ist kurz:

    „Filtermatten einmal jährlich wechseln.“

    Das ist eine klare Frist, und sie liegt am oberen Ende dessen, was in dieser Gerätewelt üblich ist. Andere Hersteller verlangen alle drei oder alle sechs Monate; zwischen dem strengsten und dem lockersten belegten Wert liegt der Faktor vier. Die vollständige Gegenüberstellung aller Wortlaute steht im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Interessant ist die zweite, oft übersehene Aussage: Die Matten dürfen vor dem endgültigen Austausch mehrfach abgesaugt werden. Damit gehört Viessmann bei dieser Baureihe zu der Minderheit von Herstellern, die das Reinigen überhaupt zulassen – die meisten schweigen dazu, und ein anderer Hersteller untersagt es für ein verwandtes Gerät ausdrücklich. Was Absaugen leistet und wo seine Grenze liegt, steht im Beitrag Filter waschen oder wechseln. Kurz gesagt: Absaugen nimmt aufliegenden Staub weg, aber nicht das, was tief im Material sitzt – und mit jedem Durchgang leidet die Struktur der Matte.

    Zur Entsorgung ist das Handbuch ebenfalls eindeutig: „Verschmutzte Filtermatten können mit dem Hausmüll entsorgt werden.“ Kein Sondermüll, keine Rückgabepflicht.

    Für das verwandte Vitovent 300-F beschreibt Viessmann übrigens ein anderes Vorgehen: Dort wird gewechselt, wenn im Display „Lüftung: Filter prüfen“ erscheint oder wenn der letzte Wechsel länger als ein Jahr zurückliegt, beide Filter werden gleichzeitig getauscht – und sie dürfen nicht gereinigt werden. Das ist ein anderes Gerät mit anderen Regeln, und es zeigt, wie wenig sich innerhalb einer Marke übertragen lässt.

    Die Filterwechselanzeige

    Das Vitovent 300 meldet den fälligen Wechsel über die Fernbedienung: Im Display erscheint die Anzeige „FIL“. Das ist keine Messung am Filter, sondern eine abgelaufene Frist – und diese Frist kannst du beeinflussen.

    Das Handbuch schreibt dazu: „Der Zeitintervall für den Filterwechsel kann je nach Verschmutzungsgrad der Filtermatten länger oder kürzer eingestellt werden“, und ergänzt, dass „der lange Skalenstrich 4 Monaten entspricht“. Die Einstellung erfolgt also nicht über eine Zahleneingabe, sondern über eine Skala am Regler, deren lange Striche jeweils vier Monate markieren.

    Das ist praktischer, als es klingt: Wenn deine Matten nach einem Jahr regelmäßig noch gut aussehen, kannst du die Meldung nach hinten schieben – die Herstellerfrist „einmal jährlich“ bleibt davon unberührt. Wohnst du staubig, an einer stark befahrenen Straße oder mit Baustelle nebenan, stellst du kürzer ein und bekommst die Erinnerung früher. Wichtig ist nur, das bewusst zu tun und nicht als Reaktion auf eine lästige Anzeige. Warum eine zeitbasierte Meldung grundsätzlich nichts über den Zustand deines Filters aussagt und welche Anzeigetypen es sonst gibt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Viessmann Feinfiltersatz F7/G4 Filtereinsatz für Vitovent 300
    Viessmann Feinfiltersatz F7/G4 Filtereinsatz für Vitovent 300

    48,50 €

    Für Betreiber dieser Baureihe, die in der Zuluft auf die feinere Ausführung gehen wollen. Prüfe vor dem Kauf, ob der Satz ausdrücklich für deine Luftleistungsstufe ausgewiesen ist – diese Zuordnung ist bei diesem Gerät nicht durchgängig dokumentiert.

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    Original oder Nachbau

    Eine produktspezifische Garantieklausel zu Filtern haben wir für dieses Gerät nicht gefunden. Es gibt die allgemeine Viessmann-Garantieseite, die die „ausschließliche Verwendung von Viessmann Original-Ersatzteilen“ verlangt – dieser Satz ist allerdings allgemein formuliert und nicht auf Lüftungsfilter gemünzt. Wir geben ihn wieder, übertragen ihn aber nicht auf den Filterwechsel und bewerten ihn nicht; was eine solche Klausel im Einzelfall bedeutet, ist eine Rechtsfrage.

    Technisch ist die Lage bei Filtermatten entspannter als bei Kassettenfiltern: Die Matte ist ein flaches Stück Material im Rahmen, und die Maße sind über den Handel dokumentiert. Zwei Dinge musst du trotzdem einhalten. Erstens die Klasse – ein feineres Material erhöht den Widerstand, und eine Matte, die dein Gerät nicht ansaugen kann, nützt niemandem. Zweitens die Einbaurichtung mit der dichteren Seite zum Gitter, die das Handbuch ausdrücklich vorschreibt. Und wenn die Matte zu knapp geschnitten ist, strömt Luft daran vorbei, statt hindurch.

    Häufige Fragen

    Passt ein Filterset des Vitovent 300-W in mein Vitovent 300?

    Nein. Das sind zwei verschiedene Baureihen mit unterschiedlichen Filtern und unterschiedlichen Bestellnummern. Die Ähnlichkeit der Namen ist die häufigste Fehlerquelle bei diesem Gerät.

    Wie oft muss ich wechseln?

    Das Handbuch sagt „Filtermatten einmal jährlich wechseln“. Die Erinnerungsfrist am Regler lässt sich davon unabhängig länger oder kürzer einstellen – der lange Skalenstrich entspricht vier Monaten.

    Darf ich die Matten absaugen?

    Ja, das Handbuch lässt mehrfaches Absaugen vor dem endgültigen Austausch zu. Es ersetzt den Wechsel nicht, sondern verschiebt ihn – und nur so lange, wie die Matte strukturell in Ordnung ist.

    Welche Seite der Matte kommt nach vorn?

    „Die weiße bzw. höher verdichtete Seite der Filtermatte muss zum Gitter des Filterrahmens zeigen.“ Die offenere Seite ist damit die Anströmseite.

    Fazit

    Beim Vitovent 300 ist die wichtigste Entscheidung vor dem Kauf die Frage, welches Gerät du überhaupt hast – die Namensähnlichkeit zum 300-W kostet regelmäßig eine Fehlbestellung. Ist das geklärt, ist die Lage vergleichsweise komfortabel: klare Teilenummern, ein Maß aus dem Handel und ein Handbuchsatz, der die Frist ohne Umschweife nennt.

    Offen bleiben zwei Punkte, die du kennen solltest: Die Zuordnung des Feinfiltersatzes zur Luftleistungsstufe ist nicht eindeutig dokumentiert, und für die 180-m³/h-Variante gibt es weder eine belegte Originalnummer noch ein Maß. In beiden Fällen lohnt die Rückfrage, bevor du bestellst.

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  • Zehnder ComfoAir 70: die Filter

    Der ComfoAir 70 sitzt nicht im Keller, sondern in der Wand oder direkt im Raum – ein dezentrales Gerät mit zwei Filterfächern übereinander. Zwei Fächer heißt: zwei Filter, und die Frage, welcher wohin gehört. Dieser Artikel sammelt, was Zehnder zu diesem Gerät wörtlich schreibt, welche Millimeterangabe der Handel nennt, wo sich zwei Händler um einen Millimeter uneinig sind und warum der Betriebsstundenzähler in diesem Gerät nichts über deinen Staub weiß.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zwei Fächer, zwei Filter. Oben die Außenluft mit G4 serienmäßig und F7 nachrüstbar, unten die Abluft mit G4.
    • Maß ca. 98 × 190 × 15 mm – von drei Händlern übereinstimmend genannt. Ein weiterer Händler nennt 98 × 190 × 16. Beide Werte stehen hier, weil keiner von beiden vom Hersteller stammt.
    • Bestellnummern: 527005190 für das Set aus G4 und F7, 527005180 für den G4.
    • Intervall im Wortlaut: „Ein Filterwechsel soll bei Bedarf, jedoch spätestens alle 6 Monate, vorgenommen werden.“ Dazu eine Kontrolle alle drei Monate.
    • Die Anzeige zählt Betriebsstunden, sie misst keinen Druck. Signal ist eine weiße LED.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Der ComfoAir 70 arbeitet dezentral: Er versorgt einen Raum oder eine kleine Wohneinheit, statt ein ganzes Haus über ein Kanalnetz zu bedienen. Die Filter sitzen deshalb nicht in einem Gerätekasten im Keller, sondern in zwei Fächern im Gerät selbst, übereinander angeordnet.

    Fach Position Klasse Bestellnummer
    oben Außenluft G4 serienmäßig, F7 nachrüstbar 527005190 (G4/F7-Set), 527005180 (G4)
    unten Abluft G4 527005180

    Die Aufteilung folgt derselben Logik wie bei den großen Zentralgeräten: Die feinere Stufe gehört nach vorn, also in die Luft, die von draußen kommt. In der Abluft geht es um groben Hausstaub und um den Schutz des Gerätes, nicht um Pollen.

    Interessant wird es bei der Klassenangabe des Pollenfiltersets. Der Zehnder-Shop führt das Set 527005190 mit der Angabe „ISO Coarse 70 % / ISO ePM10 60 %“. Das ist die neue Kennzeichnung nach ISO 16890, während im Gerätekontext weiterhin von G4 und F7 die Rede ist. Beide Schreibweisen laufen im Handel nebeneinander her, und eine saubere Umrechnung zwischen ihnen gibt es nicht – die Prüfverfahren sind zu verschieden. Was die neuen Gruppen bedeuten, steht im Beitrag zu den Filterklassen nach ISO 16890; warum die Übersetzung alter in neue Klassen nur eine Orientierung sein kann, ordnet der Beitrag Filterklasse umrechnen ein.

    Praktisch heißt das für dich: Vergleiche beim Nachkauf zuerst die Bestellnummer und erst danach die Buchstaben. Die Nummer ist eindeutig, die Klassenbezeichnung wandert je nach Norm und Katalog.

    Das Maß – und woher es stammt

    Für den ComfoAir 70 nennt der Handel ca. 98 × 190 × 15 mm. Drei Händler geben diesen Wert übereinstimmend an. Ein weiterer Händler nennt abweichend 98 × 190 × 16 – einen Millimeter mehr in der Dicke.

    Wir glätten das nicht. Beide Werte stehen hier, weil es keine Instanz gibt, die entscheidet: Millimetermaße stammen bei Zehnder ausnahmslos vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. Zehnder veröffentlicht für seine Lüftungsgeräte keine Filtermaße in Millimetern, sondern arbeitet ausschließlich über Artikelnummern. Wenn also vier Händler vier Datenblätter schreiben, entsteht die Abweichung genau dort, wo eine gemeinsame Referenz fehlen würde – und sie fehlt.

    Ein Millimeter klingt nach wenig, und in der Dicke ist er es oft auch: Filtervliese lassen sich zusammendrücken, und viele Rahmen verzeihen etwas Übermaß. Verlassen solltest du dich darauf trotzdem nicht. Bei einem dezentralen Gerät mit knappen Fächern entscheidet der Millimeter darüber, ob sich die Abdeckung noch schließen lässt. Und ein Filter, der nicht plan sitzt, lässt Luft an sich vorbeiziehen – ungefilterte Luft, genau die, die du filtern wolltest.

    Der verlässliche Weg ist deshalb derselbe wie bei allen Zehnder-Geräten: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach. Länge, Breite und Dicke, gemessen am Rahmen und nicht am zusammengedrückten Vlies. Ein Messschieber ist dabei genauer als ein Zollstock, besonders bei der Dicke, um die es hier ja geht. Wie du sauber misst und welche drei Fehler die häufigsten sind, steht im Beitrag zum Filtermaß richtig messen.

    Zehnder Filterset Ersatzfilter Pollenfilter G4 und F7 für ComfoAir 70
    Zehnder Filterset Ersatzfilter Pollenfilter G4 und F7 für ComfoAir 70

    38,00 €

    Für Betreiber dieses dezentralen Geräts, die beide Fächer auf einmal versorgen wollen. Prüfe vor dem Kauf, ob die Baureihenangabe deinem Typenschild entspricht, ob die Artikelnummer im Angebot mit der in deiner Geräteunterlage übereinstimmt und ob die angebotene Filterart für die Position vorgesehen ist, an der du sie einsetzen willst.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Beim ComfoAir 70 ist Zehnder ungewöhnlich konkret. In der Bedienungs- und Montageanleitung, abrufbar über ein Anleitungsarchiv, stehen zwei Sätze, die zusammengehören:

    „Ein Filterwechsel soll bei Bedarf, jedoch spätestens alle 6 Monate, vorgenommen werden.“

    „Eine Filterkontrolle soll alle 3 Monate durchgeführt werden.“

    Das ist ein Zweitaktsystem, und es ist klüger, als es zunächst wirkt. Alle drei Monate schauen, spätestens alle sechs Monate wechseln. Die Kontrolle ist der Regelfall, der Wechsel die Konsequenz daraus – und die sechs Monate sind die Obergrenze, nicht das Ziel. „Bei Bedarf“ steht ausdrücklich vor der Frist, nicht dahinter.

    Dieselbe Struktur findet sich im geräteübergreifenden Zehnder-Serviceplan wieder: „Um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten, wechseln Sie bitte alle Filter nach spätestens sechs Monaten aus.“ Und: „Durchzuführen alle 3 Monate durch den Nutzer“ für den kleinen Service, bei dem Gerätefilter und Raumluftfilter geprüft und gegebenenfalls getauscht werden, sowie „Durchzuführen alle 24 Monate durch den Fachhandwerker“ für den großen Service. Dieser Serviceplan ist für die Zehnder-Baureihen 160, 180 und 200 sowie 350 und 550 belegt – er deckt sich inhaltlich mit dem, was in der Anleitung des ComfoAir 70 steht, ist aber ein anderes Dokument.

    Auf der Zehnder-Supportseite ist das Intervall zusätzlich nach Filtertyp gestaffelt: Systemschutzfilter in G4 alle 5 bis 7 Monate, Pollenfilter aus M5 und G4 alle 5 bis 6 Monate, Aktivkohlefilter alle 3 bis 5 Monate, Hygienefilter aus F7 und G4 ebenfalls alle 3 bis 5 Monate. Die Regel dahinter lautet: je feiner der Filter, desto kürzer das Intervall. Die Einzelwerte stammen von der Supportseite und nicht aus einer Anleitung; sie sind nicht durch einen zweiten Abruf bestätigt. Wenn du also einen F7 nachgerüstet hast, liegst du eher am unteren Ende der Spanne.

    Wie sich diese Zahlen zu anderen Herstellern verhalten – von „alle 3 Monate“ bis „jährlich“ ist alles dabei –, zeigt der Vergleich der Wechselintervalle.

    Die Filterwechselanzeige

    Der ComfoAir 70 meldet den Wechsel selbst. In der Anleitung steht dazu wörtlich: „Zur zyklischen Filterkontrolle ist in der Steuerung ein Betriebsstundenzähler integriert“. Signalisiert wird über eine weiße LED.

    Der entscheidende Punkt steckt im Wort Betriebsstundenzähler. Das Gerät zählt, wie lange es gelaufen ist – es misst nicht, wie schmutzig der Filter geworden ist. Ein Drucksensor sitzt hier nicht. Daraus folgen zwei Dinge, die im Alltag zählen:

    • Die Anzeige kann zu spät kommen. Nach einer Bauphase, im Pollenflug oder an einer stark befahrenen Straße setzt sich ein Filter schneller zu, als der Zähler es abbildet. Deshalb steht in der Anleitung auch die dreimonatige Kontrolle – sie ist der Ausgleich für das, was die LED nicht weiß.
    • Die Anzeige kann zu früh kommen. Wer wenig lüftet und in ruhiger Lage wohnt, hat unter Umständen einen Filter vor sich, der noch gut aussieht. Ansehen hilft. Ein Filter, der auf der Anströmseite gleichmäßig grau geworden ist, hat gearbeitet.

    Wie du die weiße LED nach dem Wechsel zurücksetzt, ist in den geprüften Unterlagen nicht im Wortlaut belegt. Wir erfinden dafür keinen Tastendruck – schau in die Bedienungsanleitung deines Geräts, dort steht der Ablauf für deine Steuerungsversion. Was Filterwechselanzeigen generell messen, wo ihre Grenzen liegen und warum eine Zeituhr nicht dasselbe ist wie ein Drucksensor, erklärt der Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    MIB Messschieber digital 150 mm mit Display
    MIB Messschieber digital 150 mm mit Display

    44,99 €

    Für alle, die bei diesem Gerät selbst nachmessen wollen, statt sich auf Händlerdatenblätter zu verlassen – gerade weil sich die Angaben zur Dicke unterscheiden. Prüfe vor dem Kauf, ob der Messbereich für dein Filtermaß ausreicht und ob sich das Gerät auf Null stellen lässt. Für Filterrahmen genügt ein einfaches Modell.

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    Original oder Nachbau

    Für den ComfoAir 70 gibt es eine Klausel, die in einem Zehnder-Gerätedokument steht und deshalb besonders konkret ist. Der Wortlaut:

    „Die Gewähr erlischt, wenn: das Gerät ohne vom Hersteller des Lüftungsgerätes freigegebene Filter betrieben wird.“

    Beachte die Formulierung: Sie spricht nicht von Originalfiltern, sondern von freigegebenen Filtern. Das ist ein anderer Zuschnitt als der Satz, den Zehnder in der Themenwelt verwendet – dort heißt es: „Durch die Verwendung von nicht-originalen Filtern erlischt die Garantie für Ihr Lüftungsgerät, d. h. im Falle eines Problems haben Sie keinen Anspruch auf eine Reparatur oder einen Ersatz.“

    Zwei Sätze desselben Herstellers, zwei Tonlagen. Wir geben beide wieder und bewerten keinen von beiden – ob und wie weit eine solche Klausel im Einzelfall trägt, ist eine Rechtsfrage, und Rechtsberatung leisten wir hier nicht. Wichtig zu wissen ist nur der Unterschied der Begriffe: Garantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers, Gewährleistung ein gesetzliches Recht gegenüber dem Verkäufer.

    Für die Praxis heißt das: Solange dein Gerät noch in der Herstellerzusage läuft, ist der Originalfilter der reibungsloseste Weg. Danach zählen Klasse und Passform. Vom Zuschneiden aus Meterware raten wir bei den kleinen Fächern dieses Geräts besonders ab – dort ist der Rahmen Teil der Dichtung. Warum das so ist und wie die Klauseln der einzelnen Hersteller einzuordnen sind, steht im Beitrag Filter selbst zuschneiden.

    Häufige Fragen

    Welcher Filter kommt nach oben, welcher nach unten?

    Oben sitzt die Außenluft, unten die Abluft. Serienmäßig liegt in beiden Fächern ein G4; der F7 ist für die Außenluftseite nachrüstbar. Wenn du ein Set aus G4 und F7 kaufst, gehört der feinere Filter also ins obere Fach.

    Ist der Unterschied zwischen 15 und 16 mm wichtig?

    Er kann es sein. Drei Händler nennen ca. 98 × 190 × 15 mm, einer nennt 98 × 190 × 16. Da keine der beiden Angaben vom Hersteller stammt, lässt sich der Streit nicht durch ein Dokument entscheiden. Miss deinen alten Filter, dann hast du die Antwort für dein Gerät.

    Muss ich beide Filter gleichzeitig wechseln?

    Die Anleitung spricht vom Filterwechsel, ohne die Fächer zu trennen, und der Serviceplan spricht von „allen Filtern“. Der gemeinsame Wechsel ist damit der vorgesehene Weg. Er ist auch der praktischere: Beide Fächer sind bei diesem Gerät ohnehin in einem Aufwasch zugänglich.

    Wie oft muss ich wirklich kontrollieren?

    Zehnder schreibt alle drei Monate. Das ist der Wert aus der Anleitung, und er passt zum kleinen Service im Serviceplan, der ebenfalls im Dreimonatsrhythmus steht. In staubiger Umgebung ist häufigeres Nachsehen sinnvoll – eine Herstellerangabe, die kürzere Intervalle für die Bauphase vorschreibt, gibt es allerdings nicht.

    Fazit

    Der ComfoAir 70 gehört zu den besser dokumentierten Zehnder-Geräten. Das Intervall steht im Wortlaut in der Anleitung, die Kontrolle alle drei Monate ebenso, die Bestellnummern sind eindeutig, und die Klassenangabe des Pollenfiltersets nennt der Herstellershop sogar in der neuen ISO-Schreibweise.

    Die Lücke ist auch hier das Maß. Ca. 98 × 190 × 15 mm sagen drei Händler, 98 × 190 × 16 sagt ein vierter – und Zehnder sagt nichts. Bestell über die Artikelnummer, miss einmal selbst nach, und lass dich von der weißen LED nicht davon abhalten, alle drei Monate ins Fach zu schauen.

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  • Wolf CWL-300 und CWL-400 Excellent: die Filter

    Beim Wolf CWL-300 und CWL-400 Excellent ist der Herstellersatz zum Wechsel ungewöhnlich knapp – und er enthält gleich zwei Aussagen: eine Frist und ein Verbot. Dazu kommt ein Gewährleistungssatz, den man kennen sollte, bevor man einen Nachbaufilter bestellt. Dieser Artikel zeigt, welche Filter im Gerät sitzen, welche Maße der Handel nennt und wo sich zwei Händler um Millimeter unterscheiden.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Serienmäßig arbeitet das Gerät mit ISO Coarse 60 % / G4. Die Anleitung schreibt: „Filterklasse G4 (F7 optional für Zuluft)“. Das Service-Set trägt die Nummer p60031.
    • Optional gibt es ISO ePM1 50 % / F7 für die Zuluft (p60250) und eine Aktivkohle-Ausführung ISO ePM2,5 50 % / M6 (p60032).
    • Das Maß stammt vom Fachhandel, nicht von Wolf – und zwei Händler nennen leicht unterschiedliche Werte: 522 × 184 × 24 mm gegen 525 × 185 mm.
    • Intervall im Wortlaut: „Die Filter sind jährlich zu wechseln. Das Gerät darf niemals ohne Filter betrieben werden.“
    • Gewährleistung, wörtlich: „Bei Veränderungen am Gerät und bei Verwendung von NICHT Original Wolf Ersatzteilen erlischt der Gewährleistungsanspruch gegenüber der Fa. Wolf.“

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Die Grundausstattung ist schnell erzählt: Das Gerät läuft serienmäßig mit Filtern der Klasse ISO Coarse 60 %, im älteren Sprachgebrauch G4. Die Anleitung fasst das in einer Klammer zusammen – „Filterklasse G4 (F7 optional für Zuluft)“. Der feinere Filter ist also kein Standard, sondern eine Option, und er gehört ausdrücklich auf die Zuluftseite.

    Position Klasse Maß Bestellnummer
    Abluft, Standard ISO Coarse 60 % / G4 522 × 184 × 24 mm bzw. 525 × 185 mm (Fachhandel) p60031 (Service-Set)
    Zuluft, optional fein ISO ePM1 50 % / F7 keine belegte Angabe p60250
    Zuluft, optional Aktivkohle ISO ePM2,5 50 % / M6 keine belegte Angabe p60032

    Die drei Positionen unterscheiden sich nicht nur in der Feinheit, sondern in der Aufgabe. Der Standardfilter schützt vor allem die Maschine: Er hält groben Staub und Fasern vom Wärmetauscher fern. Der optionale Feinfilter in der Zuluft ist der einzige, der für die Raumluft arbeitet – er hält Pollen und feine Partikel zurück, bevor sie in die Wohnung gelangen. Die Aktivkohle-Ausführung geht noch einen Schritt weiter und zielt zusätzlich auf Gerüche und Gase, nicht auf Partikel.

    Wichtig ist die Reihenfolge im Kopf: Ein feinerer Filter ist kein Upgrade an jeder Position. Er erhöht den Widerstand, und wenn ihn das Gerät an einer Stelle sitzen hat, für die er nicht vorgesehen ist, kostet er Volumenstrom, ohne dass jemand etwas davon hat. Was die einzelnen Klassenbezeichnungen tatsächlich messen und warum sich die alten Kürzel und die ISO-Werte nicht exakt ineinander umrechnen lassen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Das Maß – und woher es stammt

    Hier steht der Satz, der auf fast jeder Geräteseite dieser Website steht: Das Maß stammt vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. Wolf führt seine Filter über Bestellnummern; eine Millimeterangabe veröffentlicht der Hersteller in den von uns geprüften Unterlagen nicht.

    Und es kommt eine zweite Schwierigkeit dazu, die wir nicht glätten: Zwei Händler nennen leicht unterschiedliche Werte. Der eine gibt 522 × 184 × 24 mm an, der andere 525 × 185 mm – letzterer ohne Dickenangabe. Drei Millimeter in der Länge, einer in der Breite. Das klingt nach wenig und ist in einem Filterschacht trotzdem relevant, weil die Passung darüber entscheidet, ob Luft durch den Filter geht oder daran vorbei.

    Auflösen können wir den Unterschied nicht, weil die Instanz fehlt, die entscheidet: Es gibt keine Herstellerangabe, an der man die beiden Händlerwerte messen könnte. Beide Zahlen stehen deshalb hier nebeneinander, und keine von beiden ist die „offizielle“.

    Praktisch heißt das: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach. Nimm den Rahmen, nicht das gefaltete Medium, und notiere Länge, Breite und Bauhöhe – gerade die Dicke fehlt in einer der beiden Händlerangaben ganz. Wie du dabei vorgehst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen. Wenn du ohnehin gerade misst: Für die CWL-2-Baureihe von Wolf sieht die Lage ähnlich aus, dort widersprechen sich die Händlerangaben sogar deutlicher – nachzulesen auf der Seite zum Wolf CWL-2-325.

    Wolf Service-Set Filter Klasse G4, 2 Stück, für CWL-300/400 Excellent
    Wolf Service-Set Filter Klasse G4, 2 Stück, für CWL-300/400 Excellent

    24,90 €

    Für Betreiber dieser Baureihe, die die Standardbestückung erneuern. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung deine Gerätebezeichnung vom Typenschild nennt, ob die Bestellnummer übereinstimmt und ob alle Positionen des Satzes enthalten sind.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Der Wortlaut aus der Anleitung ist so kurz, dass er in zwei Sätze passt – und beide zählen:

    „Die Filter sind jährlich zu wechseln. Das Gerät darf niemals ohne Filter betrieben werden.“

    Der erste Satz nennt die Frist: jährlich. Damit liegt Wolf am oberen Ende dessen, was Hersteller in dieser Gerätewelt vorgeben. Ein anderer Hersteller verlangt für vergleichbare Geräte alle drei Monate – zwischen dem strengsten und dem lockersten belegten Wert liegt der Faktor vier, bei derselben Aufgabe im selben Klima. Die vollständige Gegenüberstellung mit allen Wortlauten steht im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Der zweite Satz wird oft überlesen, ist aber der schärfere: „niemals ohne Filter“. Das ist kein Ratschlag, sondern eine Betriebsbedingung. Der praktische Fall dahinter ist alltäglich: Der alte Filter ist raus, der neue noch nicht da, und das Gerät läuft „solange erstmal weiter“. Genau das ist nicht vorgesehen – ohne Filter zieht das Gerät alles ungefiltert über den Wärmetauscher und die Ventilatoren.

    Zum Reinigen der Filter sagt die Anleitung dieses Geräts nichts. Interessant ist, dass Wolf das bei einer anderen Baureihe sehr wohl tut und dort sogar eine Zahl nennt. Für das CWL-300 und CWL-400 Excellent haben wir eine solche Erlaubnis nicht – also gilt hier der Wechsel, nicht das Absaugen.

    Die Filterwechselanzeige

    Das Gerät meldet den fälligen Wechsel selbst, und die Anleitung beschreibt zwei Wege, auf denen die Meldung bei dir ankommt. Wörtlich wird gewechselt „nach dem Erscheinen der entsprechenden Buchstabenkombination (‚FILTER‘) im Display, bzw. bei einem montierten Stufenschalter mit Filterstatusanzeige beim Leuchten der roten LED“.

    Welchen der beiden Wege du hast, hängt davon ab, was bei der Installation montiert wurde. Wer nur einen Stufenschalter an der Wand hat, sieht die rote LED; wer ein Bedienteil mit Display hat, liest den Schriftzug. Beides bedeutet dasselbe.

    Was die Meldung nicht ist: eine Messung am Filter. Sie hängt an einem Timer, der nach dem Wechsel zurückgesetzt wird – und ein Timer weiß nichts darüber, wie beladen dein Filter tatsächlich ist. Warum das ein grundsätzlicher Unterschied ist und welche Anzeigetypen es sonst gibt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Für den Ablauf am Gerät beschreibt Wolf in seinen Unterlagen ein klares Grundschema: „Trennen Sie das Gerät von der Spannungsversorgung, indem Sie den Netzstecker ziehen.“ – dann „Öffnen Sie die Filtertür.“ – und nach dem Einsetzen der neuen Filter: „Setzen Sie den Timer der Filtermeldung zurück, indem Sie im Einstellmenü unter Schrittnummer 4.3 den Timer wieder auf Null setzen.“ Ob die Schrittnummer bei deinem Bedienteil genauso lautet, gleichst du am besten mit der Anleitung ab, die zu deinem Gerät gehört – die Menüstruktur unterscheidet sich zwischen den Wolf-Baureihen.

    Und der wichtigste Punkt zum Zurücksetzen: Ein Timer, den du zurücksetzt, ohne gewechselt zu haben, verschiebt nur die Erinnerung. Die Frist des Herstellers läuft davon unbeeindruckt weiter.

    Die Aktivkohle-Ausführung für die Zuluft

    Für Betreiber dieser Baureihe an einer geruchsbelasteten Lage, die statt der Standardausführung die Aktivkohle-Variante für die Zuluft einsetzen wollen. Wolf führt sie im eigenen Shop als Service-Set mit eigener Artikelnummer.

    Zu dieser Ausführung haben wir über die Amazon-Produktsuche kein Angebot gefunden. Deshalb steht hier kein Produkt – der Weg führt über den Hersteller oder den Fachhandel.

    Original oder Nachbau

    Wolf äußert sich zu dieser Frage deutlich, und wir geben den Satz im Wortlaut wieder:

    „Bei Veränderungen am Gerät und bei Verwendung von NICHT Original Wolf Ersatzteilen erlischt der Gewährleistungsanspruch gegenüber der Fa. Wolf.“

    Drei Dinge stehen in diesem Satz, und sie lohnen das genaue Lesen. Erstens spricht Wolf von Ersatzteilen allgemein, nicht speziell von Filtern. Zweitens nennt der Satz zwei Auslöser nebeneinander – Veränderungen am Gerät und Nicht-Originalteile. Drittens richtet er sich ausdrücklich auf den Anspruch gegenüber der Firma Wolf.

    An dieser Stelle ein Hinweis zur Einordnung, keine Bewertung: Garantie und Gewährleistung sind zwei verschiedene Dinge. Die Gewährleistung ist gesetzlich geregelt und besteht gegenüber deinem Verkäufer; eine Garantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers. Ob und wie weit eine Klausel wie die zitierte im Einzelfall trägt, ist eine Rechtsfrage – wir beantworten sie hier nicht und bewerten die Klausel nicht. Wer sie belastbar geklärt haben will, braucht eine Rechtsberatung, keinen Ratgebertext.

    Was wir sagen können, ist das Praktische: Die Klausel steht so in der Wolf-Anleitung, sie ist bekannt, und sie taucht bei mehreren Herstellern dieser Gerätewelt in ähnlicher Form auf – bei anderen dagegen ausdrücklich nicht. Wie die Formulierungen der einzelnen Hersteller nebeneinander aussehen, haben wir im Beitrag zum Filter selbst zuschneiden zusammengetragen; dort geht es genau um die Frage, wo Eigenanfertigung technisch und vertraglich anstößt.

    Technisch bleibt unabhängig davon: Wenn du von der Originalbestückung abweichst, achte auf Rahmenmaß und Rahmenstabilität, auf die Klasse in der für die Position vorgesehenen Ausführung und auf einen vergleichbaren Druckverlust. Und denk an den zweiten Satz aus der Anleitung – ohne Filter läuft dieses Gerät nicht.

    Häufige Fragen

    Wie oft muss ich beim CWL Excellent wechseln?

    Die Anleitung sagt „Die Filter sind jährlich zu wechseln.“ Das ist die Herstellerfrist. Wohnst du staubig, an einer stark befahrenen Straße oder mit einer Baustelle in der Nähe, schau früher nach – der Blick auf den ausgebauten Filter sagt dir mehr als der Kalender.

    Warum nennen zwei Händler unterschiedliche Maße?

    Weil es keine Herstellerangabe gibt, gegen die man sie prüfen könnte. 522 × 184 × 24 mm und 525 × 185 mm stehen beide im Handel. Wir nennen beide Werte und empfehlen, am alten Filter nachzumessen.

    Kann ich statt G4 gleich F7 einbauen?

    Für die Zuluft ist F7 laut Anleitung als Option vorgesehen – „Filterklasse G4 (F7 optional für Zuluft)“. Für die Abluftposition ist das nicht vorgesehen; dort erhöht ein feinerer Filter nur den Widerstand.

    Darf das Gerät kurz ohne Filter laufen?

    Nein. Der Satz in der Anleitung lautet: „Das Gerät darf niemals ohne Filter betrieben werden.“ Wenn der neue Satz noch nicht geliefert ist, ist das Warten die vom Hersteller vorgesehene Variante.

    Fazit

    Beim Wolf CWL-300 und CWL-400 Excellent ist die Textlage klar: G4 serienmäßig, F7 optional für die Zuluft, dazu eine Aktivkohle-Ausführung – und ein Intervallsatz, der die Frist und das Betriebsverbot ohne Filter in einem Atemzug nennt.

    Unscharf ist allein das, was Wolf nicht veröffentlicht: das Millimetermaß. Zwei Händler nennen zwei leicht verschiedene Werte, und keine Herstellerangabe entscheidet. Wer den Originalsatz über die Bestellnummer kauft, muss sich damit nicht befassen; wer abweicht, misst besser selbst nach.

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  • Zehnder ComfoAir 160: die Filter

    Beim ComfoAir 160 kommst du mit der üblichen Suche nicht weit. Klasse und Bestellnummer sind sauber dokumentiert, das Intervall auch – aber ein Millimetermaß findest du nirgends. Nicht beim Hersteller, nicht bei einem Händler, nicht in einem Datenblatt. Das ist kein Rechercheversagen, sondern der Zustand der Quellenlage, und dieser Artikel macht genau daraus seinen Nutzen: Er sagt dir, worauf du dich stützen kannst und worauf nicht.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Für dieses Gerät existiert kein Millimetermaß. Weder Zehnder noch ein Händler hat eines veröffentlicht. Die Bestellnummer ist hier deine einzige belastbare Kaufangabe.
    • Drei Sets, drei Kombinationen: 400100023 (G4/G4), 400100024 (F7/G4) und 400102094 (M5/G4). Die Zuluft bestimmt, welches du brauchst; in der Abluft sitzt immer G4.
    • Die Ersatzteilliste nennt die Klassen in neuer Schreibweise: „ISO Coarse ≥ 65 %“ für den G4, „ISO ePM1 ≥ 65 %“ für den F7.
    • Intervall laut Zehnder-Serviceplan: „alle Filter nach spätestens sechs Monaten“, Kontrolle alle drei Monate durch den Nutzer.
    • Der Zehnder-Shop gibt für das Systemschutzfilter-Set einen Schutz von „etwa 180 Tage“ an – dieselbe Größenordnung, anders formuliert.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Der ComfoAir 160 ist ein zentrales Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung und arbeitet mit zwei Filtern: einer in der Zuluft, also in der Luft, die in die Wohnräume geht, und einer in der Abluft, die aus Bad, Küche und WC abgesaugt wird. In der Abluft sitzt in allen belegten Varianten ein G4. Variabel ist nur die Zuluft.

    Bestellnummer Zuluft Abluft Maß
    400100023 G4 G4 keine belegte Angabe
    400100024 F7 G4 keine belegte Angabe
    400102094 M5 G4 keine belegte Angabe

    Zwei dieser Sets beschreibt die Zehnder-Ersatzteilliste im Wortlaut, und zwar in der neuen Normschreibweise: „400100023: Filterset ISO Coarse ≥ 65 % (G4/G4)“ und „400100024: Filterset ISO Coarse ≥ 65 % (G4) / ISO ePM1 ≥ 65 % (F7)“. Das ist eine Herstellerangabe, und sie ist erfreulich präzise: Sie nennt beide Kennzeichnungen nebeneinander, sodass du weder auf eine Übersetzungstabelle noch auf eine Händlerinterpretation angewiesen bist. Was die ISO-Gruppen und die Prozentzahlen bedeuten, steht im Beitrag zu den Filterklassen nach ISO 16890.

    Welche Variante du brauchst, entscheidet die Zuluftseite. Der G4/G4-Satz ist der Grundschutz für Gerät und Kanalnetz. Der F7-Satz filtert deutlich feiner und ist die Wahl, wenn Pollen oder verkehrsnaher Feinstaub ein Thema sind. Der M5-Satz liegt dazwischen. Eine feinere Stufe kostet immer Druck – wie viel dein Gerät verträgt, steht in deiner Geräteunterlage und nicht in einem Shop.

    Das Maß – und woher es stammt

    Hier steht die eigentliche Nachricht dieses Artikels, und sie ist kurz: Für den ComfoAir 160 existiert kein veröffentlichtes Millimetermaß. Nicht vom Hersteller, nicht vom Handel. Keine Länge, keine Breite, keine Dicke.

    Das ist bemerkenswert, weil es die übliche Lage noch einmal unterbietet. Bei Zehnder gilt ohnehin: Millimetermaße stammen ausnahmslos vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. Zehnder veröffentlicht für seine Lüftungsgeräte keine Filtermaße in Millimetern und arbeitet durchgehend mit Artikelnummern. Für andere Baureihen springt der Handel in diese Lücke – beim ComfoAir Q etwa nennen zwei Händler übereinstimmend ein Maß, beim ComfoAir 200 nennen mehrere Händler sogar zwei verschiedene Maße für dieselbe Artikelnummer, was zu eigenen Problemen führt und im Beitrag zum ComfoAir 200 und 225 nachzulesen ist. Beim 160 springt niemand ein. Die Zeile bleibt leer.

    Was heißt das für dich beim Kauf?

    • Die Bestellnummer ist deine Kaufangabe. 400100023, 400100024 oder 400102094 – diese Nummern sind belegt, eindeutig und über Zehnder dokumentiert. Ein Angebot, das keine dieser Nummern nennt, kannst du nicht gegen eine Maßangabe prüfen, denn es gibt keine.
    • Miss deinen alten Filter, bevor du einen Nachbau bestellst. Bei diesem Gerät ist dein eigener Zollstock nicht die zweite Meinung, sondern die einzige. Gemessen wird am Rahmen, nicht am zusammengedrückten Vlies, und zwar Länge, Breite und Bauhöhe. Wie das sauber geht, steht im Beitrag zum Filtermaß richtig messen.
    • Notiere dir das Ergebnis. Schreib die drei Zahlen auf ein Etikett am Gerät oder in dein Handyfoto vom Typenschild. Beim nächsten Kauf hast du dann, was der Rest der Welt nicht hat.
    • Sei skeptisch bei Shopmaßen. Taucht doch irgendwo eine Millimeterzahl für dieses Gerät auf, ist sie eine Händlerangabe ohne Rückhalt beim Hersteller. Sie kann stimmen. Prüfbar ist sie nicht.

    Wir hätten diese Lücke leicht füllen können, indem wir das Maß einer benachbarten Baureihe übernehmen. Genau das tun wir nicht. Von einem Zehnder-Gerät auf ein anderes zu schließen, ist bei diesem Hersteller besonders riskant: Die Baureihen 160, 200 und 350 tragen unterschiedliche Filter mit unterschiedlichen Artikelnummern, und die Maße, die für sie kursieren, liegen weit auseinander.

    Filterset für Zehnder ComfoAir 160 und ComfoD 150/160
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    28,99 €

    Für Betreiber dieser Baureihe, die den Standardsatz komplett tauschen. Prüfe vor dem Kauf, ob die Artikelnummer im Angebot mit der in deiner Geräteunterlage übereinstimmt, ob die Baureihenangabe zu deinem Typenschild passt und ob beide Positionen im Satz enthalten sind. Bei diesem Gerät ist die Nummer der einzige harte Vergleichswert.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Beim Intervall ist die Lage deutlich besser. Der Zehnder-Serviceplan, der ausdrücklich für die Baureihen 160, 180 und 200 gilt, sagt wörtlich:

    „Um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten, wechseln Sie bitte alle Filter nach spätestens sechs Monaten aus.“

    Dazu kommen zwei Rhythmen aus demselben Plan: „Durchzuführen alle 3 Monate durch den Nutzer“ – der kleine Service, bei dem Gerätefilter und Raumluftfilter geprüft und gegebenenfalls getauscht werden – und „Durchzuführen alle 24 Monate durch den Fachhandwerker“ für den großen Service. Für den ComfoAir 160 ist das keine Übertragung von einem anderen Gerät, sondern der Plan für genau diese Baureihe.

    Der Zehnder-Shop nennt eine zweite, unabhängig formulierte Zahl: Das Systemschutzfilter-Set biete Schutz für „etwa 180 Tage“. Das sind rund sechs Monate – dieselbe Größenordnung wie im Serviceplan, nur in Tagen statt in Monaten. Zwei Herstellerquellen, die sich decken: bei Zehnder nicht selbstverständlich.

    Feiner wird es auf der Zehnder-Supportseite, wo das Intervall nach Filtertyp gestaffelt ist. Der Systemschutzfilter in G4 steht dort bei alle 5 bis 7 Monate, der Pollenfilter aus M5 und G4 bei alle 5 bis 6 Monate, der Aktivkohlefilter bei alle 3 bis 5 Monate, der Hygienefilter aus F7 und G4 ebenfalls bei alle 3 bis 5 Monate. Die Regel dahinter: Zehnder staffelt das Intervall nach Filtertyp – je feiner der Filter, desto kürzer. Für dich mit dem 160 heißt das konkret: Mit dem G4/G4-Satz liegst du am oberen Ende der Spanne, mit dem F7-Satz eher am unteren. Die Einzelwerte stammen allerdings von der Supportseite und nicht aus einer Anleitung, und sie sind nicht durch einen zweiten Abruf bestätigt. Wir nennen sie deshalb mit diesem Vorbehalt.

    Wie weit die Hersteller in dieser Frage insgesamt auseinanderliegen – von drei Monaten bis zwölf –, zeigt der Vergleich der Wechselintervalle.

    Die Filterwechselanzeige

    Zur Filterwechselanzeige des ComfoAir 160 liegt uns keine belegte Beschreibung vor. Wir wissen aus den geprüften Unterlagen nicht, ob dieses Gerät den Wechsel über einen Zeitzähler, über Betriebsstunden oder über eine Druckmessung meldet, und wir kennen den Wortlaut für das Zurücksetzen nicht.

    Wir übertragen deshalb nichts. Bei anderen Zehnder-Baureihen ist die Anzeige gut dokumentiert – die Q-Baureihe etwa zählt laut Supportseite Tage von 180 herunter, der dezentrale ComfoAir 70 arbeitet mit einem Betriebsstundenzähler und einer weißen LED. Beides sind Angaben zu anderen Geräten, und aus ihnen folgt für dein Gerät nichts.

    Was du stattdessen mitnehmen kannst, ist die Größenordnung aus dem Shop: „etwa 180 Tage“ für das Systemschutzfilter-Set. Das ist keine Anzeigenbeschreibung, aber es ist die Zeitspanne, mit der Zehnder selbst rechnet. Und es passt zum Serviceplan.

    Praktisch fährst du bei diesem Gerät ohnehin besser mit einem eigenen Merkposten als mit einer Leuchte: Schreib das Wechseldatum auf ein Stück Kreppband und kleb es an die Filterklappe. Dann brauchst du keine Anzeige zu deuten. Was Filterwechselanzeigen überhaupt messen und warum ein Zeitzähler nichts über deine Pollensaison weiß, ordnet der Beitrag Filterwechselanzeige verstehen ein. Wenn dein Gerät eine Anzeige hat, steht ihr Ablauf in deiner Bedienungsanleitung – dort und nirgends sonst.

    Zehnder Filterset ComfoAir 160 G4/F7, Artikel 400100024
    Zehnder Filterset ComfoAir 160 G4/F7, Artikel 400100024

    42,50 €

    Für Haushalte, die auf der Zuluftseite eine feinere Stufe fahren wollen als beim Standardsatz – etwa wegen Pollen oder verkehrsnaher Lage. Prüfe vor dem Kauf, ob die Artikelnummer im Angebot der entspricht, die dein Hersteller für diese Ausführung führt, und ob dein Gerät für die feinere Stufe vorgesehen ist.

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    Original oder Nachbau

    Zehnder äußert sich in der Zehnder-Themenwelt eindeutig:

    „Durch die Verwendung von nicht-originalen Filtern erlischt die Garantie für Ihr Lüftungsgerät, d. h. im Falle eines Problems haben Sie keinen Anspruch auf eine Reparatur oder einen Ersatz.“

    Wir geben diese Klausel wieder und bewerten sie nicht. Ob sie im Einzelfall trägt, ist eine Rechtsfrage, und Rechtsberatung leisten wir hier nicht. Die beiden Begriffe solltest du aber auseinanderhalten: Garantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers, Gewährleistung ein gesetzliches Recht gegenüber dem Verkäufer. Zitiert ist die Garantie.

    Beim ComfoAir 160 kommt zur üblichen Abwägung ein sehr praktisches Argument hinzu. Wer einen Nachbau kauft, gleicht ihn normalerweise über zwei Angaben ab: Klasse und Maß. Die Klasse ist hier dokumentiert, das Maß nicht. Damit fällt eine von zwei Kontrollen weg – es sei denn, du hast selbst gemessen. Genau deshalb steht der Messhinweis in diesem Artikel weiter oben und nicht am Rand.

    Vom Zuschneiden aus Meterware raten wir bei einem Gerät ab, für das es keine veröffentlichte Maßreferenz gibt. Die Gründe und die Einordnung der Herstellerklauseln stehen im Beitrag Filter selbst zuschneiden.

    Häufige Fragen

    Wie groß ist der Filter für den ComfoAir 160?

    Das kann dir niemand seriös sagen. Für dieses Gerät hat weder Zehnder noch ein Händler ein Millimetermaß veröffentlicht. Bestell über die Artikelnummer, und miss deinen alten Filter aus, bevor du zu einem Nachbau greifst.

    Welches der drei Sets ist bei mir verbaut?

    Das hängt an der Zuluftseite. 400100023 bedeutet G4 in beiden Positionen, 400100024 einen F7 in der Zuluft und einen G4 in der Abluft, 400102094 einen M5 in der Zuluft. Die Klasse ist meist auf den Filterrahmen gedruckt – der Blick auf den ausgebauten Filter beantwortet die Frage in Sekunden.

    Was heißt „ISO ePM1 ≥ 65 %“ auf der Ersatzteilliste?

    Es ist die Kennzeichnung nach der neueren Norm. Der Filter hält demnach mindestens 65 Prozent der Partikel bis 1 Mikrometer zurück. Zehnder setzt in derselben Zeile „(F7)“ dahinter, sodass alte und neue Bezeichnung beieinanderstehen. Das ist hilfreicher, als es klingt: Eine offizielle Umrechnung zwischen den beiden Systemen gibt es nicht.

    Reicht der G4-Satz, oder soll ich auf F7 gehen?

    Das ist eine Abwägung, keine Vorschrift. Der F7 filtert feiner, kostet aber mehr Druck, und laut der Zehnder-Staffelung läuft er kürzer als ein Systemschutzfilter. Ob dein Gerät für die feinere Stufe ausgelegt ist, steht in deiner Geräteunterlage.

    Fazit

    Beim ComfoAir 160 ist alles dokumentiert, was mit Zahlen aus dem Hause Zehnder zu tun hat: drei Sets mit Bestellnummern, die Klassen in alter und neuer Schreibweise, ein Intervall im Wortlaut und eine zweite Herstellerzahl von „etwa 180 Tagen“, die dazu passt.

    Und dann gibt es diese eine leere Zeile. Kein Millimetermaß, von niemandem. Wir füllen sie nicht mit dem Maß eines Nachbargeräts und nicht mit einer Schätzung. Nimm die Artikelnummer, miss einmal selbst nach, und schreib dir das Ergebnis auf. Damit hast du beim nächsten Kauf mehr in der Hand als jeder Katalog.

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