Wer nach Filtern für eine „Maico WS 160″ sucht, stößt zuerst auf ein Namensproblem: Maico führt dieses Gerät als WS 160 Flat. Eine Baureihe ohne diesen Zusatz war für diesen Artikel nicht auffindbar. Hat man den richtigen Namen, wird die Faktenlage gut – Maico veröffentlicht die Filtermaße selbst und nennt ein Wechselintervall, das strenger ist als das jedes anderen Herstellers in dieser Gerätewelt: alle drei Monate.
- Das Gerät heißt bei Maico „WS 160 Flat“. Wer nur nach „WS 160″ sucht, findet oft nichts oder das Falsche. Die Anleitung gilt gemeinsam für WS 160 Flat und WS 300 Flat.
- Drei Filterartikel sind belegt: WSG 170 (Grobfilter, ISO Coarse 80 %), WSF 170 (Feinfilter, ISO ePM1 55 %) und WSF-AKF 170 (M5 mit Aktivkohle).
- Die Maße kommen von Maico selbst: 305 × 165 × 17 mm für die Grobfiltermatten, 300 × 173 × 50 mm für Fein- und Aktivkohlefilter.
- Intervall im Wortlaut: „G4-, F7- und Aktivkohlefilter alle 3 Monate“ – der kürzeste belegte Herstellerwert dieser Gerätewelt.
- Die Überwachung läuft standardmäßig über einen Timer; ein Differenzdrucksensor ist nur als Zubehör ZP 2 belegt.
Welche Filter im Gerät sitzen
Bevor es um Klassen und Maße geht, muss der Name geklärt sein, denn daran scheitern die meisten Bestellungen. Maico führt dieses Gerät als WS 160 Flat. Eine eigenständige Baureihe „WS 160″ ohne den Zusatz „Flat“ war in den geprüften Herstellerunterlagen nicht auffindbar. Die zugehörige Montage- und Betriebsvorschrift ist zudem eine gemeinsame Anleitung für WS 160 Flat und WS 300 Flat – zwei Geräte, ein Dokument. Wenn du also in deinen Unterlagen beide Typen nebeneinander liest, ist das kein Irrtum.
Für das Gerät sind drei Filterartikel belegt, alle mit Maico-Bestellnummer:
| Artikel | Bestellnummer | Klasse | Maß (Maico) | Menge |
|---|---|---|---|---|
| WSG 170 | 0093.0270 | ISO Coarse 80 % (G4) | 305 × 165 × 17 mm | 10 Matten |
| WSF 170 | 0093.0271 | ISO ePM1 55 % (F7) | 300 × 173 × 50 mm | 1 Stück |
| WSF-AKF 170 | 0093.0272 | M5 mit Aktivkohle | 300 × 173 × 50 mm | 1 Stück |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Der Grobfilter WSG 170 kommt als Zehnerpackung Matten, nicht als einzelner Rahmenfilter. Das ist eine andere Bauform als beim Fein- und Aktivkohlefilter, die einzeln geführt werden. Zweitens teilen sich WSF 170 und WSF-AKF 170 dasselbe Maß – die Aktivkohle-Ausführung ist also ein Austausch am selben Platz, kein Zusatzfilter. Was Aktivkohle leistet und was nicht, ist an anderer Stelle ausführlich beschrieben; für die Filterwahl zählt hier vor allem, dass die Kohle-Variante mit M5 eine gröbere Partikelklasse hat als der F7-Feinfilter.
Zu den Klassen selbst: ISO Coarse 80 % ist die Grobstaubstufe, ISO ePM1 55 % die Feinstaubstufe, die im alten System als F7 geführt wurde. Warum sich die alten und neuen Bezeichnungen nicht exakt ineinander umrechnen lassen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.
Was nicht belegt ist: welcher Filter auf welche Seite gehört
Hier hat die Dokumentation eine Lücke, und wir schreiben sie hin: Für das WS 160 Flat ist nicht belegt, welcher Filter auf der Außenluftseite und welcher auf der Abluftseite sitzt. Die Artikel und ihre Klassen sind eindeutig, die Zuordnung zur Luftrichtung ist es nicht.
Bei einem anderen Maico-Gerät, dem WS 250, steht diese Zuordnung wörtlich in der Anleitung. Wir übertragen sie ausdrücklich nicht auf dieses Gerät – zwei Maico-Geräte müssen nicht gleich aufgebaut sein. Verlass dich beim Einbau deshalb auf die Beschriftung an den Filterschächten und auf die Filter, die beim Ausbau tatsächlich drinsteckten. Fotografiere den Zustand vor dem ersten Wechsel, dann hast du die Zuordnung für alle folgenden Male dokumentiert.
Das Maß – und woher es stammt
Auf den meisten Geräteseiten steht an dieser Stelle der unangenehme Satz, dass das Maß vom Fachhandel und nicht vom Hersteller kommt. Bei Maico steht hier das Gegenteil. Die drei Angaben stammen von Maico selbst.
Der Grobfilter WSG 170 misst 305 × 165 × 17 mm. Er ist flach, weil er eine Matte ist und kein gefalteter Rahmenfilter. Fein- und Aktivkohlefilter messen 300 × 173 × 50 mm – fünf Millimeter kürzer, acht Millimeter breiter und dreimal so hoch. Das sind zwei deutlich verschiedene Bauformen, die man nicht verwechseln kann, sobald man beide einmal in der Hand hatte.
Zum Vergleich, weil es die Größenordnung einordnet: Beim Schwestergerät WS 300 Flat, das dieselbe Anleitung hat, sind die Filter erheblich größer – der Grobfilter WSG 300 (0093.1325) misst 320 × 245 × 100 mm, der Feinfilter WSF 300 (0093.1324) 320 × 245 × 50 mm. Ein Filtersatz des WS 300 Flat passt also nicht in ein WS 160 Flat, auch wenn beide Geräte in einem Dokument beschrieben sind. Prüfe am Typenschild, welches der beiden vor dir hängt.
Auch beim gut dokumentierten Gerät gilt der Grundsatz: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach, und zwar am Rahmen beziehungsweise an der Mattenkante, nicht am gefalteten Medium. Wie du das sauber machst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen.

Für Betreiber dieser Baureihe, die den Grobfilter auf Vorrat kaufen, weil der Hersteller kurze Intervalle vorgibt. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung die Gerätebezeichnung von deinem Typenschild nennt und ob die Bestellnummer mit deiner Gerätedokumentation übereinstimmt.
Was der Hersteller zum Wechsel sagt
Das ist der Punkt, an dem dieses Gerät aus der Reihe fällt. In der Betriebsvorschrift, die für dieses Gerät über eine Anleitungskopie abrufbar ist, steht wörtlich:
„G4-, F7- und Aktivkohlefilter alle 3 Monate“
Dazu kommen zwei weitere Zeilen für Filter, die nicht jede Anlage hat: „Außenfilter (optional) alle 6 Monate“ und „Raumfilter (optional) alle 2 Monate“.
Drei Monate ist der kürzeste belegte Herstellerwert dieser gesamten Gerätewelt. Zum Vergleich: Wolf schreibt „Die Filter sind jährlich zu wechseln“, Pluggit empfiehlt „einmal jährlich (z. B. im Frühjahr)“. Das ist Faktor vier für dieselbe Aufgabe im selben Klima. Wer von einem Gerät einer anderen Marke kommt und die Gewohnheit mitbringt, einmal im Jahr zu tauschen, unterläuft an diesem Gerät die Herstellervorgabe deutlich. Die vollständige Gegenüberstellung aller Wortlaute steht im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.
Maico lässt es aber nicht beim Kalenderwert. Im selben Dokument steht die Aufforderung, den Zustand zu prüfen: „Kontrollieren Sie die Luftfilter … regelmäßig, abhängig vom Verschmutzungsgrad. Bei starkem Staub- oder Schmutzanfall kürzere Wechselintervalle wählen.“ Die drei Monate sind damit ein Regelwert, unter den man je nach Lage gehen soll – nicht ein Wert, den man nach oben verhandeln kann.
Zum Reinigen der Filter sagt Maico in unseren Quellen nichts – weder eine Erlaubnis noch ein Verbot. Ohne Herstelleraussage bleibt der Wechsel der belegte Weg; das gilt hier umso mehr, als ein Dreimonatsrhythmus für gereinigte Filter ohnehin wenig Raum lässt.
Die Filterwechselanzeige
Standardmäßig überwacht das Gerät die Frist über einen Timer – also zeitgesteuert, ohne Kenntnis vom Zustand des Filters. Belegt ist aber auch eine Alternative, und die ist ungewöhnlich genug, um sie zu nennen: „ZP 2 dient zur Filterüberwachung mit Differenzdrucksensor (statt Timer)“.
Das Kürzel ZP 2 steht für ein Zubehörteil. Wichtig ist das Wort „statt“: Der Sensor ersetzt den Timer, er ergänzt ihn nicht. Wer ihn hat, bekommt eine Meldung, die auf einem gemessenen Druckunterschied beruht und damit tatsächlich etwas über die Beladung des Filters aussagt. Wer ihn nicht hat, bekommt eine Meldung, die nur den Kalender kennt. Für das Datenblatt des Schwestergeräts WS 300 Flat ist derselbe Aufbau notiert: „Filterüberwachung zeitgesteuert (optional über Differenzdruck)“.
Warum eine Druckmessung überhaupt aussagekräftiger ist als eine Zeitmessung und ab wann ein steigender Druckverlust zum Problem für die Anlage wird, steht im Beitrag zum Druckverlust von Filtern. Was Filteranzeigen technisch messen und warum eine zeitgesteuerte Meldung nichts über den Zustand deines Filters verrät, ist unter Filterwechselanzeige verstehen aufgeschlüsselt.
Der Reset ist bei diesem Gerät schlicht und steht im Wortlaut in der Anleitung: „die beiden Pfeiltasten der Bedieneinheit 2 Sekunden gemeinsam drücken. Die 3 LEDs blinken kurz auf.“ Das kurze Aufblinken ist die Bestätigung – bleibt es aus, hat die Steuerung den Wechsel nicht übernommen, und der Zähler läuft mit dem alten Stand weiter.

Für Haushalte an belasteten Standorten, die statt des Feinfilters die Kohle-Ausführung einsetzen wollen. Prüfe vor dem Kauf, ob die Bestellnummer im Angebot zu deiner Gerätedokumentation passt und ob die genannte Filterklasse der Ausführung entspricht, die du an dieser Position brauchst.
Original oder Nachbau
Maico formuliert für dieses Gerät kurz und ohne Umschweife: „Verwenden Sie nur Original-Luftfilter.“ Der Satz steht in der Betriebsvorschrift als Anweisung, nicht als Garantiebedingung. Eine ausdrückliche Garantie- oder Gewährleistungsklausel zu Fremdfiltern ist uns für das WS 160 Flat nicht belegt.
Das ist weder eine Freigabe für Nachbauten noch ein Hinweis, dass Maico das anders sieht als andere Marken – es ist die Feststellung, dass für dieses Gerät kein solcher Wortlaut vorliegt. Was in den Unterlagen anderer Geräte steht, übertragen wir nicht hierher. Wirf deshalb selbst einen Blick in die Garantiebedingungen, die deinem Gerät beilagen; sie sind die einzige Quelle, die für deinen Fall gilt. Wie unterschiedlich die Hersteller dieser Gerätewelt an dieser Stelle formulieren, steht gegenübergestellt im Intervall- und Garantievergleich. Eine Bewertung, ob eine Klausel im Einzelfall trägt, gehört in eine Rechtsberatung und nicht auf diese Seite.
Technisch hängt die Entscheidung an drei Punkten: Rahmenmaß, Klasse und Druckverlust. Das Rahmenmaß ist hier dank der Maico-Angaben eindeutig, die Klassen sind es ebenfalls. Und ein feineres Medium an einer Position, für die es nicht vorgesehen ist, ist kein Upgrade, sondern zusätzlicher Widerstand für den Ventilator.
Häufige Fragen
Ich habe eine „WS 160″ ohne Zusatz – ist das ein anderes Gerät?
Maico führt diese Baugröße als WS 160 Flat; eine eigenständige Baureihe ohne den Zusatz war nicht auffindbar. Sehr wahrscheinlich ist die Kurzform nur eine verkürzte Schreibweise im Handel. Vergleiche zur Sicherheit die Bestellnummern auf deinem Typenschild mit denen aus der Tabelle oben.
Alle drei Monate – ist das nicht sehr häufig?
Gemessen an anderen Herstellern ja, es ist der strengste belegte Wert dieser Gerätewelt. Maico schreibt ihn aber genau so, und ergänzt sogar, bei starkem Staubanfall noch kürzer zu wechseln. Wer sich daran hält, kauft den Grobfilter sinnvollerweise als Vorratspackung.
Bekomme ich den Differenzdrucksensor nachträglich?
Belegt ist das Zubehör ZP 2 als Filterüberwachung mit Differenzdrucksensor „statt Timer“. Ob und wie es sich an deiner konkreten Anlage nachrüsten lässt, ist eine Frage an den Fachbetrieb, der die Anlage betreut – dazu machen wir keine Angabe.
Passen die Filter des WS 300 Flat auch hier?
Nein. Beide Geräte teilen sich zwar eine Anleitung, aber nicht die Filtermaße: 305 × 165 × 17 mm beziehungsweise 300 × 173 × 50 mm beim WS 160 Flat gegenüber 320 × 245 mm Grundfläche beim WS 300 Flat. Auch die Bestellnummern sind unterschiedlich.
Fazit
Beim WS 160 Flat ist die schwierigste Hürde der Name. Ist der geklärt, ist die Lage gut: drei Filterartikel mit Bestellnummer, alle Maße direkt von Maico, ein klarer Intervallsatz und ein im Wortlaut beschriebener Reset.
Ungewöhnlich bleibt der Rhythmus. „Alle 3 Monate“ ist der strengste belegte Herstellerwert dieser Gerätewelt und liegt um den Faktor vier unter dem, was Wolf und Pluggit schreiben. Wer dieses Gerät betreibt, sollte den Vorratskauf einplanen – und die Seitenzuordnung der Filter beim ersten Wechsel selbst dokumentieren, denn belegt ist sie nicht.
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