Kategorie: Lüftungsanlage

Filter für kontrollierte Wohnraumlüftung: Klassen, Intervalle, Ersatzteile.

  • Maico WS 160 Flat: die Filter

    Wer nach Filtern für eine „Maico WS 160″ sucht, stößt zuerst auf ein Namensproblem: Maico führt dieses Gerät als WS 160 Flat. Eine Baureihe ohne diesen Zusatz war für diesen Artikel nicht auffindbar. Hat man den richtigen Namen, wird die Faktenlage gut – Maico veröffentlicht die Filtermaße selbst und nennt ein Wechselintervall, das strenger ist als das jedes anderen Herstellers in dieser Gerätewelt: alle drei Monate.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Gerät heißt bei Maico „WS 160 Flat“. Wer nur nach „WS 160″ sucht, findet oft nichts oder das Falsche. Die Anleitung gilt gemeinsam für WS 160 Flat und WS 300 Flat.
    • Drei Filterartikel sind belegt: WSG 170 (Grobfilter, ISO Coarse 80 %), WSF 170 (Feinfilter, ISO ePM1 55 %) und WSF-AKF 170 (M5 mit Aktivkohle).
    • Die Maße kommen von Maico selbst: 305 × 165 × 17 mm für die Grobfiltermatten, 300 × 173 × 50 mm für Fein- und Aktivkohlefilter.
    • Intervall im Wortlaut: „G4-, F7- und Aktivkohlefilter alle 3 Monate“ – der kürzeste belegte Herstellerwert dieser Gerätewelt.
    • Die Überwachung läuft standardmäßig über einen Timer; ein Differenzdrucksensor ist nur als Zubehör ZP 2 belegt.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Bevor es um Klassen und Maße geht, muss der Name geklärt sein, denn daran scheitern die meisten Bestellungen. Maico führt dieses Gerät als WS 160 Flat. Eine eigenständige Baureihe „WS 160″ ohne den Zusatz „Flat“ war in den geprüften Herstellerunterlagen nicht auffindbar. Die zugehörige Montage- und Betriebsvorschrift ist zudem eine gemeinsame Anleitung für WS 160 Flat und WS 300 Flat – zwei Geräte, ein Dokument. Wenn du also in deinen Unterlagen beide Typen nebeneinander liest, ist das kein Irrtum.

    Für das Gerät sind drei Filterartikel belegt, alle mit Maico-Bestellnummer:

    Artikel Bestellnummer Klasse Maß (Maico) Menge
    WSG 170 0093.0270 ISO Coarse 80 % (G4) 305 × 165 × 17 mm 10 Matten
    WSF 170 0093.0271 ISO ePM1 55 % (F7) 300 × 173 × 50 mm 1 Stück
    WSF-AKF 170 0093.0272 M5 mit Aktivkohle 300 × 173 × 50 mm 1 Stück

    Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Der Grobfilter WSG 170 kommt als Zehnerpackung Matten, nicht als einzelner Rahmenfilter. Das ist eine andere Bauform als beim Fein- und Aktivkohlefilter, die einzeln geführt werden. Zweitens teilen sich WSF 170 und WSF-AKF 170 dasselbe Maß – die Aktivkohle-Ausführung ist also ein Austausch am selben Platz, kein Zusatzfilter. Was Aktivkohle leistet und was nicht, ist an anderer Stelle ausführlich beschrieben; für die Filterwahl zählt hier vor allem, dass die Kohle-Variante mit M5 eine gröbere Partikelklasse hat als der F7-Feinfilter.

    Zu den Klassen selbst: ISO Coarse 80 % ist die Grobstaubstufe, ISO ePM1 55 % die Feinstaubstufe, die im alten System als F7 geführt wurde. Warum sich die alten und neuen Bezeichnungen nicht exakt ineinander umrechnen lassen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Was nicht belegt ist: welcher Filter auf welche Seite gehört

    Hier hat die Dokumentation eine Lücke, und wir schreiben sie hin: Für das WS 160 Flat ist nicht belegt, welcher Filter auf der Außenluftseite und welcher auf der Abluftseite sitzt. Die Artikel und ihre Klassen sind eindeutig, die Zuordnung zur Luftrichtung ist es nicht.

    Bei einem anderen Maico-Gerät, dem WS 250, steht diese Zuordnung wörtlich in der Anleitung. Wir übertragen sie ausdrücklich nicht auf dieses Gerät – zwei Maico-Geräte müssen nicht gleich aufgebaut sein. Verlass dich beim Einbau deshalb auf die Beschriftung an den Filterschächten und auf die Filter, die beim Ausbau tatsächlich drinsteckten. Fotografiere den Zustand vor dem ersten Wechsel, dann hast du die Zuordnung für alle folgenden Male dokumentiert.

    Das Maß – und woher es stammt

    Auf den meisten Geräteseiten steht an dieser Stelle der unangenehme Satz, dass das Maß vom Fachhandel und nicht vom Hersteller kommt. Bei Maico steht hier das Gegenteil. Die drei Angaben stammen von Maico selbst.

    Der Grobfilter WSG 170 misst 305 × 165 × 17 mm. Er ist flach, weil er eine Matte ist und kein gefalteter Rahmenfilter. Fein- und Aktivkohlefilter messen 300 × 173 × 50 mm – fünf Millimeter kürzer, acht Millimeter breiter und dreimal so hoch. Das sind zwei deutlich verschiedene Bauformen, die man nicht verwechseln kann, sobald man beide einmal in der Hand hatte.

    Zum Vergleich, weil es die Größenordnung einordnet: Beim Schwestergerät WS 300 Flat, das dieselbe Anleitung hat, sind die Filter erheblich größer – der Grobfilter WSG 300 (0093.1325) misst 320 × 245 × 100 mm, der Feinfilter WSF 300 (0093.1324) 320 × 245 × 50 mm. Ein Filtersatz des WS 300 Flat passt also nicht in ein WS 160 Flat, auch wenn beide Geräte in einem Dokument beschrieben sind. Prüfe am Typenschild, welches der beiden vor dir hängt.

    Auch beim gut dokumentierten Gerät gilt der Grundsatz: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach, und zwar am Rahmen beziehungsweise an der Mattenkante, nicht am gefalteten Medium. Wie du das sauber machst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen.

    10 Filtermatten G4 für Maico WS 170, Typ WSG 170
    10 Filtermatten G4 für Maico WS 170, Typ WSG 170

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    Für Betreiber dieser Baureihe, die den Grobfilter auf Vorrat kaufen, weil der Hersteller kurze Intervalle vorgibt. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung die Gerätebezeichnung von deinem Typenschild nennt und ob die Bestellnummer mit deiner Gerätedokumentation übereinstimmt.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Das ist der Punkt, an dem dieses Gerät aus der Reihe fällt. In der Betriebsvorschrift, die für dieses Gerät über eine Anleitungskopie abrufbar ist, steht wörtlich:

    „G4-, F7- und Aktivkohlefilter alle 3 Monate“

    Dazu kommen zwei weitere Zeilen für Filter, die nicht jede Anlage hat: „Außenfilter (optional) alle 6 Monate“ und „Raumfilter (optional) alle 2 Monate“.

    Drei Monate ist der kürzeste belegte Herstellerwert dieser gesamten Gerätewelt. Zum Vergleich: Wolf schreibt „Die Filter sind jährlich zu wechseln“, Pluggit empfiehlt „einmal jährlich (z. B. im Frühjahr)“. Das ist Faktor vier für dieselbe Aufgabe im selben Klima. Wer von einem Gerät einer anderen Marke kommt und die Gewohnheit mitbringt, einmal im Jahr zu tauschen, unterläuft an diesem Gerät die Herstellervorgabe deutlich. Die vollständige Gegenüberstellung aller Wortlaute steht im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Maico lässt es aber nicht beim Kalenderwert. Im selben Dokument steht die Aufforderung, den Zustand zu prüfen: „Kontrollieren Sie die Luftfilter … regelmäßig, abhängig vom Verschmutzungsgrad. Bei starkem Staub- oder Schmutzanfall kürzere Wechselintervalle wählen.“ Die drei Monate sind damit ein Regelwert, unter den man je nach Lage gehen soll – nicht ein Wert, den man nach oben verhandeln kann.

    Zum Reinigen der Filter sagt Maico in unseren Quellen nichts – weder eine Erlaubnis noch ein Verbot. Ohne Herstelleraussage bleibt der Wechsel der belegte Weg; das gilt hier umso mehr, als ein Dreimonatsrhythmus für gereinigte Filter ohnehin wenig Raum lässt.

    Die Filterwechselanzeige

    Standardmäßig überwacht das Gerät die Frist über einen Timer – also zeitgesteuert, ohne Kenntnis vom Zustand des Filters. Belegt ist aber auch eine Alternative, und die ist ungewöhnlich genug, um sie zu nennen: „ZP 2 dient zur Filterüberwachung mit Differenzdrucksensor (statt Timer)“.

    Das Kürzel ZP 2 steht für ein Zubehörteil. Wichtig ist das Wort „statt“: Der Sensor ersetzt den Timer, er ergänzt ihn nicht. Wer ihn hat, bekommt eine Meldung, die auf einem gemessenen Druckunterschied beruht und damit tatsächlich etwas über die Beladung des Filters aussagt. Wer ihn nicht hat, bekommt eine Meldung, die nur den Kalender kennt. Für das Datenblatt des Schwestergeräts WS 300 Flat ist derselbe Aufbau notiert: „Filterüberwachung zeitgesteuert (optional über Differenzdruck)“.

    Warum eine Druckmessung überhaupt aussagekräftiger ist als eine Zeitmessung und ab wann ein steigender Druckverlust zum Problem für die Anlage wird, steht im Beitrag zum Druckverlust von Filtern. Was Filteranzeigen technisch messen und warum eine zeitgesteuerte Meldung nichts über den Zustand deines Filters verrät, ist unter Filterwechselanzeige verstehen aufgeschlüsselt.

    Der Reset ist bei diesem Gerät schlicht und steht im Wortlaut in der Anleitung: „die beiden Pfeiltasten der Bedieneinheit 2 Sekunden gemeinsam drücken. Die 3 LEDs blinken kurz auf.“ Das kurze Aufblinken ist die Bestätigung – bleibt es aus, hat die Steuerung den Wechsel nicht übernommen, und der Zähler läuft mit dem alten Stand weiter.

    Maico Ersatzluftfilter WSF-AKF 170 für Raumluftsystem WS 170
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    Für Haushalte an belasteten Standorten, die statt des Feinfilters die Kohle-Ausführung einsetzen wollen. Prüfe vor dem Kauf, ob die Bestellnummer im Angebot zu deiner Gerätedokumentation passt und ob die genannte Filterklasse der Ausführung entspricht, die du an dieser Position brauchst.

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    Original oder Nachbau

    Maico formuliert für dieses Gerät kurz und ohne Umschweife: „Verwenden Sie nur Original-Luftfilter.“ Der Satz steht in der Betriebsvorschrift als Anweisung, nicht als Garantiebedingung. Eine ausdrückliche Garantie- oder Gewährleistungsklausel zu Fremdfiltern ist uns für das WS 160 Flat nicht belegt.

    Das ist weder eine Freigabe für Nachbauten noch ein Hinweis, dass Maico das anders sieht als andere Marken – es ist die Feststellung, dass für dieses Gerät kein solcher Wortlaut vorliegt. Was in den Unterlagen anderer Geräte steht, übertragen wir nicht hierher. Wirf deshalb selbst einen Blick in die Garantiebedingungen, die deinem Gerät beilagen; sie sind die einzige Quelle, die für deinen Fall gilt. Wie unterschiedlich die Hersteller dieser Gerätewelt an dieser Stelle formulieren, steht gegenübergestellt im Intervall- und Garantievergleich. Eine Bewertung, ob eine Klausel im Einzelfall trägt, gehört in eine Rechtsberatung und nicht auf diese Seite.

    Technisch hängt die Entscheidung an drei Punkten: Rahmenmaß, Klasse und Druckverlust. Das Rahmenmaß ist hier dank der Maico-Angaben eindeutig, die Klassen sind es ebenfalls. Und ein feineres Medium an einer Position, für die es nicht vorgesehen ist, ist kein Upgrade, sondern zusätzlicher Widerstand für den Ventilator.

    Häufige Fragen

    Ich habe eine „WS 160″ ohne Zusatz – ist das ein anderes Gerät?

    Maico führt diese Baugröße als WS 160 Flat; eine eigenständige Baureihe ohne den Zusatz war nicht auffindbar. Sehr wahrscheinlich ist die Kurzform nur eine verkürzte Schreibweise im Handel. Vergleiche zur Sicherheit die Bestellnummern auf deinem Typenschild mit denen aus der Tabelle oben.

    Alle drei Monate – ist das nicht sehr häufig?

    Gemessen an anderen Herstellern ja, es ist der strengste belegte Wert dieser Gerätewelt. Maico schreibt ihn aber genau so, und ergänzt sogar, bei starkem Staubanfall noch kürzer zu wechseln. Wer sich daran hält, kauft den Grobfilter sinnvollerweise als Vorratspackung.

    Bekomme ich den Differenzdrucksensor nachträglich?

    Belegt ist das Zubehör ZP 2 als Filterüberwachung mit Differenzdrucksensor „statt Timer“. Ob und wie es sich an deiner konkreten Anlage nachrüsten lässt, ist eine Frage an den Fachbetrieb, der die Anlage betreut – dazu machen wir keine Angabe.

    Passen die Filter des WS 300 Flat auch hier?

    Nein. Beide Geräte teilen sich zwar eine Anleitung, aber nicht die Filtermaße: 305 × 165 × 17 mm beziehungsweise 300 × 173 × 50 mm beim WS 160 Flat gegenüber 320 × 245 mm Grundfläche beim WS 300 Flat. Auch die Bestellnummern sind unterschiedlich.

    Fazit

    Beim WS 160 Flat ist die schwierigste Hürde der Name. Ist der geklärt, ist die Lage gut: drei Filterartikel mit Bestellnummer, alle Maße direkt von Maico, ein klarer Intervallsatz und ein im Wortlaut beschriebener Reset.

    Ungewöhnlich bleibt der Rhythmus. „Alle 3 Monate“ ist der strengste belegte Herstellerwert dieser Gerätewelt und liegt um den Faktor vier unter dem, was Wolf und Pluggit schreiben. Wer dieses Gerät betreibt, sollte den Vorratskauf einplanen – und die Seitenzuordnung der Filter beim ersten Wechsel selbst dokumentieren, denn belegt ist sie nicht.

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  • Helios KWL EC 340: die Filter

    Bei der Helios KWL EC 340 passiert etwas, das in dieser Geräteklasse selten ist: Der Hersteller nennt selbst ein Millimetermaß für seinen Filter. Und trotzdem hast du am Ende zwei Zahlen vor dir, weil der Fachhandel dasselbe Teil zwei Millimeter dicker beschreibt. Dieser Artikel zeigt beide Werte, sagt, wo sie herkommen, und klärt, was im Gerät steckt und wann es raus muss.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Serienmäßig sitzen zwei G4-Filter im Gerät, einer in der Außenluft, einer in der Abluft. Bestellnummer des Satzes: 4239.
    • Das Maß nennt Helios im eigenen Shop selbst: 582 × 96 × 18 mm. Der Fachhandel nennt für dasselbe Teil 580 × 95 × 20 mm. Beide Werte stehen hier, weil keiner den anderen widerlegt.
    • Optional gibt es einen F7-Pollenfilter (4240) oder einen Aktivkohlefilter (3051) in der Zuluft nach dem Wärmetauscher. Für diese Positionen ist kein Maß veröffentlicht.
    • Intervall laut Bedienungsanleitung: „Nach spätestens 1-jährigem Betrieb“ austauschen, bei Feuchte oder Schimmel sofort.
    • Eine automatische Filterwechselanzeige beschreibt dieses Dokument nicht – es verlangt stattdessen regelmäßige Kontrolle.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Die Bedienungsanleitung, die Helios für die KWL EC 340 gemeinsam mit der KWL EC 220 herausgegeben hat, beschreibt die Bestückung so: „Außenluft: G4-Filter. Abluft: G4-Filter. Optional: F7-Pollenfilter oder Aktivkohlefilter in der Zuluft nach dem Wärmetauscher.“ Das Dokument liegt uns über eine Anleitungskopie vor. Wenn du unsicher bist, ob du das richtige Handbuch in der Hand hältst: Es deckt beide Baureihen ab, was auch heißt, dass nicht jeder Satz darin für dein Gerät gilt. Was für das Schwestergerät belegt ist, steht im Beitrag zur Helios KWL EC 220.

    Drei Positionen sind für die KWL EC 340 belegt:

    Position Klasse Bestellnummer Maß
    Außenluft und Abluft, Satz mit zwei Stück G4 4239 582 × 96 × 18 mm (Helios-Shop) bzw. 580 × 95 × 20 mm (Fachhandel)
    Zuluft nach Wärmetauscher, optional F7 4240 keine veröffentlichte Angabe
    Zuluft, alternativ zum F7 Aktivkohle 3051 keine veröffentlichte Angabe

    Beachte die Reihenfolge im Herstellersatz: Der Feinfilter sitzt nach dem Wärmetauscher. Er filtert damit nicht die Außenluft, bevor sie durch das Gerät läuft, sondern die Zuluft, bevor sie in die Räume geht. Das ist eine andere Aufgabe als die der beiden G4-Filter, die zuerst das Gerät selbst schützen. Und es ist ein Entweder-oder: F7 oder Aktivkohle, nicht beides an derselben Stelle. Was die alten Buchstabenklassen mit den heutigen ISO-Gruppen zu tun haben, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Das Maß – und woher es stammt

    Jetzt der Teil, wegen dem diese Seite existiert. Für den G4-Satz 4239 gibt es zwei Maßangaben:

    • 582 × 96 × 18 mm – das ist die Angabe aus dem Helios-Shop, also vom Hersteller selbst.
    • 580 × 95 × 20 mm – das nennt der Fachhandel für dasselbe Teil.

    Der Unterschied ist klein und trotzdem lehrreich. In Länge und Breite liegen zwei beziehungsweise ein Millimeter dazwischen – das ist die typische Differenz zwischen einem gerundeten Katalogwert und einer genaueren Messung. In der Dicke steht 18 gegen 20 mm, und das ist die Angabe, die beim Einschieben in ein Fach am ehesten spürbar wird.

    Wir wählen keinen der beiden Werte aus. Die Herstellerangabe hat das höhere Gewicht, weil sie aus dem Shop des Herstellers stammt und nicht aus einer Händlerbeschreibung. Aber sie widerlegt die Händlerangabe nicht: Beide beschreiben ein weiches Produkt mit einem gefalteten Medium, das je nach Messpunkt unterschiedlich ausfällt. Wer 18 mm bestellt und 20 mm bekommt, hat vermutlich denselben Filter in der Hand.

    Trotzdem gilt der Satz, der in dieser Rubrik auf jeder Geräteseite steht: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach. Miss am Rahmen und nicht am aufgeblähten Vlies, notiere alle drei Werte und vergleiche sie mit der Angebotsbeschreibung. Dass zwei Quellen sich um zwei Millimeter unterscheiden, ist harmlos – dass ein Angebot ein ganz anderes Format meint, ist es nicht. Wie du sauber misst und welche Abweichung in der Praxis noch trägt, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen.

    Ein Hinweis zur Einordnung: Dass ein Hersteller in dieser Gerätewelt überhaupt Millimeter veröffentlicht, ist die Ausnahme. Die meisten verkaufen ausschließlich über die Bestellnummer und lassen das Maß im Katalog offen. Für die KWL EC 340 hast du damit mehr Information als für die meisten anderen Wohnraumlüftungsgeräte – nutze sie, aber verlasse dich nicht blind darauf.

    Ersatzfilter für dieses Gerät – wo wir nichts gefunden haben

    Für die serienmäßige Bestückung in Außen- und Abluft gibt es den Satz unter der Bestellnummer 4239, für die optionale Feinstufe in der Zuluft die 4240. Beide Nummern stehen im Helios-Ersatzteilprogramm.

    Über die Amazon-Produktsuche haben wir zu keiner der beiden Nummern ein Angebot gefunden, das diese Baureihe ausdrücklich nennt – in drei Anläufen nicht. Für andere Helios-Baureihen war das kein Problem. Deshalb steht hier kein Produkt: Der Weg führt über den Fachhandel oder den Helios-Ersatzteilshop. Wenn du dort bestellst, nimm die Bestellnummer mit und vergleiche das Maß mit deinem ausgebauten Filter – die Angaben von Hersteller und Handel gehen bei diesem Gerät um zwei Millimeter auseinander.

    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Der Intervallsatz in der gemeinsamen Bedienungsanleitung lautet wörtlich:

    „Nach spätestens 1-jährigem Betrieb müssen die Filter aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden. Sollten die Filter feucht oder schimmlig sein, müssen diese sofort gewechselt werden!“

    Zwei Aussagen, zwei Auslöser. Der erste ist eine Höchstdauer: ein Jahr Betrieb, nicht mehr. Das Wort „spätestens“ trägt dabei mehr Gewicht, als es aussieht – es ist eine Obergrenze, kein empfohlener Turnus. Der zweite Auslöser ist zustandsabhängig und sofort wirksam: Feuchtigkeit oder Schimmelbefall beenden die Standzeit unabhängig vom Kalender. Helios setzt an dieser Stelle ein Ausrufezeichen, und das ist im Original so gemeint.

    Ergänzend verlangt dieselbe Anleitung: „Die Filter sind je nach Verschmutzungsgrad regelmäßig zu kontrollieren.“ Ein Zahlenwert für diese Kontrolle steht dort nicht. Der Hersteller nennt also eine harte Obergrenze und überlässt dir den Rhythmus dazwischen. Ein halbjährlicher Blick ins Filterfach ist die gängige Praxis in dieser Geräteklasse und deckt sich mit dem, was andere Hersteller ihren Kunden vorgeben – belegt für die KWL EC 340 ist er nicht.

    Wie weit die Herstellerangaben in dieser Gerätewelt auseinanderliegen, zeigt der Vergleich der Filterwechsel-Intervalle: Zwischen dem strengsten und dem lockersten belegten Wert liegt der Faktor vier – drei Monate gegen zwölf, für dieselbe Aufgabe. Helios liegt mit „spätestens ein Jahr“ am oberen Ende dieser Spanne.

    Die Filterwechselanzeige

    Hier ist die ehrliche Auskunft eine Leerstelle: In der Bedienungsanleitung zur KWL EC 340 wird keine automatische Filterwechselanzeige beschrieben. Es gibt in diesem Dokument keinen Timer, keine Werkseinstellung in Monaten, keine LED-Beschreibung und keine Reset-Anleitung. Stattdessen steht dort der Satz zur regelmäßigen Kontrolle nach Verschmutzungsgrad.

    Das heißt nicht zwingend, dass dein Gerät nichts anzeigt – eine Bedienung oder Regelung kann je nach Ausstattung mehr können, als das gemeinsame Handbuch beschreibt. Es heißt, dass wir dir dazu keine belegte Angabe machen können, und wir erfinden keine. Andere Helios-Baureihen haben ein kalenderbasiertes System mit einstellbarem Intervall und einem Wechseldatum, das in der Software hinterlegt wird. Diese Funktion einfach auf die KWL EC 340 zu übertragen, wäre ein Schluss von einem Gerät auf ein anderes, und genau den vermeiden wir.

    Praktisch bedeutet eine fehlende Anzeige, dass du selbst der Timer bist. Bewährt hat sich, das Wechseldatum direkt auf den Rahmen des neuen Filters zu schreiben oder es an die Innenseite der Gerätetür zu kleben. Dann steht die Antwort dort, wo die Frage entsteht. Was die verschiedenen Anzeigetypen technisch messen – Zeit, Betriebsstunden oder wirklich Druck – und warum eine erloschene Meldung nichts über den Filterzustand sagt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Original oder Nachbau

    In derselben Bedienungsanleitung steht ein Satz zum Zubehör, und er ist deutlich:

    „Die Verwendung von Zubehörteilen, die nicht von Helios freigegeben, empfohlen oder angeboten werden, ist nicht zulässig.“

    In einem anderen Helios-Dokument steht die kürzere Fassung: „Der Gebrauch von Zubehörteilen, die nicht von Helios empfohlen oder angeboten werden, ist nicht zulässig.“ Beide Sätze sprechen von Zulässigkeit, nicht ausdrücklich von Garantieverlust. Andere Hersteller dieser Branche formulieren an derselben Stelle härter und knüpfen den Anspruch direkt an Originalteile. Wir geben die Wortlaute wieder und ordnen sie ein; ob eine solche Klausel im Einzelfall trägt, ist eine Rechtsfrage, die wir nicht beantworten.

    Technisch entscheidet beim Nachbau dreierlei: das Rahmenmaß, damit keine Luft am Filter vorbeiströmt, die Filterklasse in der für die Position vorgesehenen Ausführung, und ein vergleichbarer Druckverlust. Gerade bei einem Filter mit rund 96 Millimetern Breite ist die Passung eng – ein paar Millimeter zu schmal, und die Falschluft nimmt den bequemeren Weg. Wer mit Zuschnitt oder Meterware liebäugelt, findet die Klauseln anderer Hersteller und die technischen Grenzen im Beitrag Filter selbst zuschneiden.

    Häufige Fragen

    Welches der beiden Maße soll ich beim Kauf zugrunde legen?

    Nimm die Herstellerangabe 582 × 96 × 18 mm als Referenz, weil sie aus dem Helios-Shop stammt. Wenn ein Angebot 580 × 95 × 20 mm nennt, ist das kein Widerspruch, sondern dieselbe Filtergröße in einer anderen Beschreibung. Entscheidend bleibt der Abgleich mit deinem ausgebauten Filter.

    Passt der Filter der KWL EC 220 auch in die KWL EC 340?

    Nein, dafür gibt es keinen Beleg – und die Bestellnummern sprechen dagegen. Für die KWL EC 340 ist der Satz 4239 belegt, für die KWL EC 220 eine andere Nummer. Dass beide Geräte sich eine Bedienungsanleitung teilen, heißt nicht, dass sie sich Filter teilen.

    Muss ich beide G4-Filter gleichzeitig wechseln?

    Der Satz 4239 enthält zwei Stück, und der Anleitungssatz spricht von „den Filtern“ im Plural mit einer gemeinsamen Frist. Beide sitzen seit demselben Tag im Gerät und haben dieselbe Betriebszeit hinter sich. Sie einzeln zu wechseln, bringt keinen Vorteil und kostet dich den Überblick über das Datum.

    Was mache ich, wenn der Filter feucht ist?

    Die Anleitung ist an dieser Stelle eindeutig: sofort wechseln, ohne auf das Jahresende zu warten. Feuchtigkeit im Filtermedium ist der Zustand, den Helios ausdrücklich vom normalen Verschmutzungsverlauf trennt. Wenn Feuchte wiederholt auftritt, ist die Ursache am Gerät oder an der Luftführung zu suchen und nicht am Filter.

    Fazit

    Die KWL EC 340 ist der seltene Fall, in dem der Hersteller ein Filtermaß selbst veröffentlicht: 582 × 96 × 18 mm für den G4-Satz 4239. Dass der Fachhandel 580 × 95 × 20 mm nennt, ist kein Grund zur Verunsicherung – beide Angaben beschreiben dasselbe Teil, und die zwei Millimeter in der Dicke gehen auf unterschiedliche Messpunkte zurück.

    Beim Wechsel gilt „spätestens 1-jährigem Betrieb“ als Obergrenze und Feuchte oder Schimmel als sofortiger Auslöser. Eine automatische Anzeige beschreibt das Handbuch nicht, also übernimmst du diese Rolle: Datum notieren, halbjährlich hineinschauen, spätestens nach zwölf Monaten tauschen.

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  • Maico WS 250: die Filter

    Die Maico WS 250 ist unter den Wohnungslüftungsgeräten dieser Sammlung der Musterfall: Maico sagt, welche Filter drin sitzen, wo genau sie sitzen, wie groß sie sind, wann sie gewechselt werden – und das Gerät misst den Verschmutzungsgrad tatsächlich, statt nur einen Kalender abzuzählen. Dieser Artikel führt alle belegten Angaben zusammen, inklusive des einzigen konkreten Pascal-Werts, den ein Haushaltsgerät in dieser Sammlung überhaupt nennt.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Gerät sitzen drei Filter: zwei Grobstaubfilter der Klasse G4 in Außen- und Abluft, dazu ein Pollenfilter F7 in der Außenluft. Die Zuordnung steht wörtlich in der Anleitung.
    • Die Maße stammen von Maico selbst: 480 × 175 × 18 mm je Grobstaubfilter, 485 × 180 × 48 mm für das Set WSF 250.
    • Zwei verschiedene Intervalle: „die beiden Grobstaubfilter alle 3 Monate und den Feinstaubfilter alle 6 Monate“.
    • Echte Druckmessung mit Zahl: Das Gerät meldet, wenn der Differenzdruckschalter 80 Pa für mehr als 60 Sekunden registriert hat.
    • Maico schreibt: „Gewährleistungsanspruch bei Reparaturen besteht nur bei Einsatz von Original-Ersatzteilen.“

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Bei vielen Geräten dieser Klasse muss man raten, welcher Filter auf welche Seite gehört. Bei der WS 250 nicht. Die Anleitung ordnet beide Filtertypen ihrer Aufgabe direkt zu, und zwar wörtlich:

    „Grobstaubfilter (Filterklasse G4): Filtert grobe Verunreinigungen aus Außen- und Abluft.“

    „Pollenfilter (Filterklasse F7): Filtert Pollen, feinste Verschmutzungen sowie Insekten aus der Außenluft.“

    Daraus folgt die Bestückung ohne Interpretationsspielraum: zwei Grobstaubfilter der Klasse G4 und ein Pollenfilter der Klasse F7. Die beiden G4 stehen jeweils am Eintritt – einer nimmt, was von draußen kommt, einer, was aus der Wohnung kommt. Der F7 sitzt zusätzlich in der Außenluft und übernimmt dort die feine Fraktion, die der Grobstaubfilter durchlässt.

    Bemerkenswert ist das Wort „Insekten“ im Herstellerwortlaut. Es beschreibt, was auf der Außenluftseite über eine Saison tatsächlich zusammenkommt und was ein reiner Grobstaubfilter allein nicht zuverlässig zurückhält. Wer beim Wechsel schon einmal einen Außenluftfilter in der Hand hatte, weiß, warum das ausdrücklich dasteht.

    Maico führt für dieses Gerät zwei Filterartikel mit eigener Bestellnummer:

    Artikel Bestellnummer Inhalt Maß (Maico)
    WSG 250 0093.0891 2× G4 480 × 175 × 18 mm je Stück
    WSF 250 0093.0890 2× G4 + 1× F7 485 × 180 × 48 mm (Set)

    Der Unterschied zwischen den beiden Nummern ist der Punkt, an dem beim Bestellen die meisten Fehler passieren. WSG 250 enthält nur die beiden Grobstaubfilter. WSF 250 enthält zusätzlich den Pollenfilter. Wer die komplette Bestückung erneuern will, braucht das Set mit dem F7. Wer nur den Dreimonatsrhythmus der Grobstaubfilter bedient, kommt mit dem Zweierpack aus – dazu gleich mehr im Abschnitt zum Intervall. Was die Kürzel G4 und F7 gegenüber den heutigen ISO-Gruppen genau bedeuten, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Das Maß – und woher es stammt

    Auch hier steht die gute Nachricht: Die Millimeterangaben kommen von Maico selbst, nicht aus einer Händlerbeschreibung. Das ist in dieser Gerätewelt die Ausnahme – die meisten Marken führen ihre Filter nur über Bestellnummern und überlassen das Maß dem Fachhandel.

    Der einzelne Grobstaubfilter misst 480 × 175 × 18 mm. Das ist ein flacher, langgestreckter Filter, wie er in ein schmales Fach am Gerätekörper passt. Für das Set WSF 250 nennt Maico 485 × 180 × 48 mm. Diese Angabe gilt für das Set als Ganzes, nicht für einen einzelnen der drei enthaltenen Filter – die fünf Millimeter mehr in Länge und Breite sowie die deutlich größere Höhe erklären sich daraus, dass der Pollenfilter mit im Paket liegt.

    Für dich heißt das praktisch: Nimm die 480 × 175 × 18 mm als das Maß, an dem du beim Nachmessen den Grobstaubfilter erkennst, und lies die 485 × 180 × 48 mm als Angabe zum Set und nicht als Maß eines Einzelfilters. Wenn du den Pollenfilter einzeln vermessen willst, tu es am ausgebauten Teil.

    Und auch beim gut dokumentierten Gerät gilt: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach, am Rahmen und nicht am gefalteten Medium. Wie das sauber geht und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen.

    Maico Ersatzluftfilter für WS 250, G4 und F7, FSM 250
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    Für Betreiber dieser Baureihe, die die komplette Bestückung auf einmal erneuern. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung genau deine Gerätebezeichnung vom Typenschild nennt, ob die Bestellnummer übereinstimmt und ob alle Positionen des Satzes enthalten sind.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Maico nennt für dieses Gerät nicht ein Intervall, sondern zwei – gestaffelt nach Filtertyp. Der Satz lautet in der Anleitung wörtlich:

    „Wechseln Sie die beiden Grobstaubfilter alle 3 Monate und den Feinstaubfilter alle 6 Monate.“

    Die Logik dahinter ist einleuchtend: Die Grobstaubfilter fangen die Masse ab und setzen sich schneller zu. Der Pollenfilter sitzt hinter dem Grobstaubfilter der Außenluftseite und bekommt damit bereits vorgereinigte Luft – er hält länger. Praktisch bedeutet das einen versetzten Rhythmus: Bei jedem zweiten Grobstaubwechsel kommt der Feinstaubfilter mit heraus. Genau deshalb führt Maico die beiden Bestellnummern getrennt.

    Die drei Monate für die Grobstaubfilter liegen am strengen Ende der Branche. Wolf schreibt „Die Filter sind jährlich zu wechseln“, Pluggit empfiehlt „einmal jährlich (z. B. im Frühjahr)“. Zwischen dem strengsten und dem lockersten belegten Wert liegt der Faktor vier. Alle Wortlaute nebeneinander stehen im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Eine zweite Vorgabe wird oft überlesen, betrifft aber jeden, der die Anlage über den Sommer abschaltet. Maico schreibt: „Wenn die Anlage im Sommer nicht betrieben wird, müssen vor erneuter Inbetriebnahme die Filter aus hygienischen Gründen gewechselt werden.“ Der Grund ist nachvollziehbar: Ein beladener Filter, der monatelang feucht und unbelüftet im Gerät steht, ist ein anderer Ausgangszustand als einer, durch den ständig Luft strömt. Der Wechsel gehört hier vor die Wiederinbetriebnahme, nicht danach.

    Zum Reinigen der Filter sagt Maico in unseren Quellen nichts – weder eine Erlaubnis noch ein ausdrückliches Verbot. Andere Hersteller sind an dieser Stelle deutlicher; einer erlaubt das Reinigen sogar mit einer Zahl, ein anderer untersagt es ausdrücklich. Ohne Herstelleraussage bleibt bei diesem Gerät der Wechsel der belegte Weg.

    Die Filterwechselanzeige

    Hier liegt die eigentliche Besonderheit der WS 250. Die meisten Geräte dieser Klasse zählen einen Timer herunter und wissen nichts über den Zustand des Filters. Die WS 250 misst. Die Anleitung erklärt die Meldung wörtlich so:

    „Der Differenzdruckschalter des Lüftungsgerätes hat vor und nach den beiden Staubfiltern einen Druckunterschied von 80 Pa für mehr als 60 Sekunden registriert.“

    Dieser Satz enthält drei Informationen, die man selten so klar bekommt. Erstens den Messort: vor und nach den beiden Staubfiltern, also über den Filter hinweg – genau dort, wo ein beladenes Medium einen Widerstand aufbaut. Zweitens den Schwellwert: 80 Pascal. Drittens eine Entprellzeit: mehr als 60 Sekunden. Eine kurze Druckspitze, etwa beim Anlaufen des Ventilators oder bei einer geschlossenen Tür, löst also keine Meldung aus. Erst ein Zustand, der eine Minute lang anhält, gilt als Verschmutzung.

    Das ist der einzige konkrete Pascal-Wert, den ein Haushaltsgerät in dieser gesamten Sammlung nennt. Andere Hersteller schreiben allenfalls, die Anzeige reagiere „auf Verschmutzung“, ohne eine Zahl zu nennen. Was Druckverlust überhaupt ist, warum er mit der Beladung steigt und wie sich 80 Pa in die Betriebswerte einer Wohnungslüftung einordnen, steht im Beitrag zum Druckverlust von Filtern.

    Daneben gibt es eine zweite, zeitbezogene Meldung: „Störungsmeldeleuchte, rote LED: Blinkt bei einer Störung oder wenn der Filterwechsel um 4 Wochen überschritten ist.“ Das Gerät fährt also zweigleisig – eine Meldung aus der Messung und eine aus der Frist. Wichtig ist dabei: Die rote LED steht auch für allgemeine Störungen. Ein Blinken heißt nicht automatisch „Filter fällig“, sondern zunächst „nachsehen“.

    Zum Zurücksetzen der Anzeige nach dem Wechsel liegt uns für dieses Gerät kein Wortlaut vor. Wir übertragen den Reset-Ablauf anderer Maico-Geräte nicht hierher – sieh dafür in deine Gerätedokumentation. Wie Filteranzeigen technisch arbeiten und worin sich zeit- und druckbasierte Meldungen unterscheiden, ist unter Filterwechselanzeige verstehen aufgeschlüsselt.

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    Für den kürzeren der beiden Rhythmen, den der Hersteller für die Grobstaubposition vorgibt. Prüfe vor dem Kauf, ob die Bestellnummer im Angebot mit deiner Gerätedokumentation übereinstimmt und ob die Grobstaubklasse angeboten wird und nicht die feinere Ausführung.

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    Original oder Nachbau

    Maico wird bei diesem Gerät deutlich, und zwar an zwei Stellen. Die erste ist eine schlichte Anweisung: „Ersatzfilter: Verwenden Sie nur Originalfilter.“ Die zweite ist die Klausel, auf die es ankommt:

    „Gewährleistungsanspruch bei Reparaturen besteht nur bei Einsatz von Original-Ersatzteilen.“

    Wir geben diesen Satz wieder und ordnen ihn ein, wir bewerten ihn nicht. Wir leisten keine Rechtsberatung, und ob eine solche Klausel im Einzelfall trägt, entscheidet nicht eine Ratgeberseite. Festhalten lässt sich aber, worauf sie sich dem Wortlaut nach bezieht: auf Reparaturen und auf Original-Ersatzteile. Wer die Formulierungen anderer Hersteller danebenlegt, sieht, wie unterschiedlich die Tonlagen ausfallen – von der rein technischen Empfehlung bis zum ausdrücklichen Erlöschen der Garantie. Diese Gegenüberstellung findest du im Intervall- und Garantievergleich, und die Klauseln von Wolf und Zehnder sind zusätzlich unter Filter selbst zuschneiden eingeordnet.

    Technisch hängt die Entscheidung bei diesem Gerät ohnehin an einem Punkt, der schwerer wiegt als bei anderen: Die WS 250 misst den Druckunterschied über den Filter. Ein Nachbau mit abweichendem Druckverlust verschiebt damit nicht nur die Luftmenge, sondern auch den Zeitpunkt, zu dem die 80-Pa-Schwelle erreicht wird. Ein von Haus aus strömungsungünstigeres Medium kann die Meldung früher auslösen, ein zu durchlässiges später. Wer sich für einen Nachbau entscheidet, sollte deshalb neben Rahmenmaß und Klasse auch auf den angegebenen Anfangsdruckverlust achten.

    Häufige Fragen

    Brauche ich WSG 250 oder WSF 250?

    WSG 250 enthält die beiden Grobstaubfilter, WSF 250 zusätzlich den Pollenfilter. Weil Maico für die Grobstaubfilter drei Monate und für den Feinstaubfilter sechs Monate vorgibt, brauchst du den Grobstaubsatz doppelt so oft wie das komplette Set.

    Was heißt „80 Pa für mehr als 60 Sekunden“ praktisch?

    Das Gerät meldet erst, wenn der gemessene Druckunterschied über die Staubfilter diesen Wert eine Minute lang übersteigt. Kurze Spitzen im Betrieb lösen keine Meldung aus. Die Anzeige beruht damit auf einer Messung und nicht auf einem Kalender.

    Ich habe die Anlage über den Sommer abgeschaltet – reicht Kontrollieren?

    Nach Maico nicht: „Wenn die Anlage im Sommer nicht betrieben wird, müssen vor erneuter Inbetriebnahme die Filter aus hygienischen Gründen gewechselt werden.“ Der Wortlaut nennt den Wechsel, nicht die Sichtprüfung, und er nennt ihn vor der Wiederinbetriebnahme.

    Kann ich das Gerät zum Trockenlüften eines Neubaus nutzen?

    Maico schließt das aus: „Das Lüftungsgerät ist nicht zum Austrocknen von Neubauten geeignet!“ Eine Aussage darüber, ob nach einer Bauphase kürzer gewechselt werden sollte, macht der Hersteller dagegen nicht – dazu gibt es keine belegte Angabe.

    Fazit

    Die WS 250 ist das am besten dokumentierte Gerät dieser Sammlung. Zwei G4 in Außen- und Abluft, ein F7 in der Außenluft, Maße direkt vom Hersteller, zwei klar getrennte Intervalle von drei und sechs Monaten und eine Anzeige, die tatsächlich misst statt zu zählen.

    Der Wert „80 Pa für mehr als 60 Sekunden“ ist dabei mehr als eine technische Fußnote: Er zeigt, dass ein Filterwechsel keine Kalenderfrage sein muss. Wer dieses Gerät betreibt, sollte den versetzten Rhythmus im Blick behalten – und den Wechsel nach einer Sommerpause fest einplanen.

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  • Helios EcoVent Verso: die Filter

    Beim Helios EcoVent Verso suchst du im Handbuch vergeblich nach der einen Zahl, die du eigentlich willst: Wie oft muss der Filter raus? Helios nennt für dieses Gerät kein Intervall in Monaten. Es gibt nur eine blinkende Anzeige, die irgendwann kommt. Dieser Artikel sagt dir, was belegt ist, was nicht, und wie du mit dieser Lücke praktisch umgehst, ohne dir eine Frist auszudenken.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Gerät sitzen Rundfilter, verkauft als Satz mit zwei Stück, Bestellnummer 09366.
    • Die Klasse ist G3 beziehungsweise ISO Coarse 50 % – eine Grobstaubstufe, kein Pollenfilter.
    • Ein Millimetermaß gibt es nicht, weder vom Hersteller noch aus dem Handel. Ein Rundfilter hat kein Länge-mal-Breite-mal-Höhe, und ein Durchmesser ist nirgends veröffentlicht.
    • Ein Wechselintervall in Monaten ist für dieses Gerät nicht belegt. Die Montage- und Betriebsvorschrift nennt keinen Zeitwert.
    • Der Wechsel wird durch das „Blinken der LEDs aller Lüftungsstufen“ angezeigt und am Bedienelement quittiert.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Der EcoVent Verso ist ein dezentrales Gerät der Baugröße EC 45-160. Belegt ist für ihn genau ein Filterartikel: ein Rundfilter-Satz mit zwei Stück unter der Bestellnummer 09366, Klasse G3 / ISO Coarse 50 %. Keine optionale Feinfilterstufe, keine Aktivkohle-Variante, keine zweite Nummer für eine andere Position – jedenfalls nichts, was uns belegt vorliegt.

    Diese Kürze ist selbst eine Information. Bei den zentralen Geräten derselben Marke stehen drei bis vier Filterartikel im Katalog, weil dort Außenluft, Abluft, Zuluft und teils der Bypass eigene Positionen haben. Beim EcoVent Verso reduziert sich die Sache auf einen Satz, den du komplett tauschst.

    Wichtig ist die Klassenangabe, weil sie leicht überschätzt wird. G3 beziehungsweise ISO Coarse 50 % ist eine Grobstaubstufe. Sie hält Flusen, Insekten, groben Staub und Blütenteile zurück. Sie ist keine Pollenfilterstufe und keine Feinstaubstufe – dafür bräuchte es eine ePM-Klasse, und die ist für dieses Gerät nicht belegt. Wenn dir jemand einen „Pollenfilter“ für den EcoVent Verso anbietet, prüfe genau, worauf sich diese Bezeichnung stützt. Wie die Gruppen zusammenhängen und warum eine Coarse-Angabe nichts über die feinste Fraktion sagt, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Das Maß – und woher es stammt

    Die ehrliche Antwort lautet: Es gibt keins. Für den Rundfilter 09366 liegt uns weder eine Herstellerangabe noch eine Händlerangabe zu einem Millimetermaß vor. Das hat einen sachlichen Grund und einen Recherchegrund.

    Der sachliche Grund: Ein Rundfilter wird nicht in Länge × Breite × Höhe beschrieben, sondern über Durchmesser und Bauhöhe. Die Kataloglogik der Plattenfilter greift hier gar nicht. Der Recherchegrund: Auch diese beiden Werte veröffentlicht niemand, den wir geprüft haben. Damit fällt für dieses Gerät der übliche Rettungsanker weg – bei Plattenfiltern kannst du im Zweifel über das Maß bestellen, hier nicht.

    Was daraus folgt: Für den EcoVent Verso ist die Bestellnummer die einzige belastbare Identifikation. 09366, dazu die Gerätebezeichnung vom Typenschild. Bestellst du nach Augenmaß oder nach einem Foto, kaufst du auf gut Glück.

    Wenn du den alten Filter in der Hand hast, miss trotzdem nach – nicht, um eine Angebotsangabe zu vergleichen, sondern um überhaupt eine Zahl zu haben. Bei einem runden Filter sind das der Außendurchmesser und die Höhe des Rings. Notiere beides und lege die Notiz zu den Gerätepapieren. Beim nächsten Mal ist sie mehr wert als jede Katalogsuche. Wie du an einem verbauten Filter sauber misst, welche Kante zählt und wo Messfehler entstehen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt – nämlich keine Frist

    Hier steht die Kernaussage dieses Artikels, und sie ist eine Leerstelle: Helios nennt für den EcoVent Verso kein Wechselintervall in Monaten. In der Montage- und Betriebsvorschrift, die uns über eine Anleitungskopie vorliegt, steht an der Stelle zum Filter kein Zeitwert – keine sechs Monate, kein Jahr, keine Spanne. Beschrieben ist nur, dass das Gerät den Wechsel über die Lüftungsstufen-LEDs anzeigt und wie du diese Meldung quittierst.

    Das ist bemerkenswert, weil derselbe Hersteller bei seinen zentralen Baureihen sehr wohl Zahlen nennt: dort steht eine Werkseinstellung von sechs Monaten in der Anzeige und ein Austausch „nach spätestens 1-jährigem Betrieb“. Diese Werte auf den EcoVent Verso zu übertragen, wäre bequem – und falsch. Es ist ein anderes Gerät, ein anderes Dokument, eine andere Filterbauform. Ein Schluss von einem Gerät auf ein anderes ist kein Beleg.

    Was heißt das für dich? Du hast keine Herstellerfrist, an der du dich festhalten kannst, sondern zwei Anhaltspunkte:

    • Die Anzeige des Geräts. Sie ist das einzige, was der Hersteller für diesen Zweck vorgesehen hat.
    • Der Augenschein. Ein Grobstaubfilter zeigt seinen Zustand deutlicher als ein Feinfilter: Er wird sichtbar grau, das Vlies setzt sich zu, an der Anströmseite sammelt sich Flusiges.

    Und du hast einen Vergleichsmaßstab von außen. Der Fachverband BDH empfiehlt für Wohnungslüftungsanlagen bei normalen Luftqualitäten einen halbjährlichen Filterwechsel – das ist eine Verbandsempfehlung für die Gerätegattung, keine Herstellerangabe für dein Modell. Wie weit die Hersteller in dieser Frage auseinanderliegen und wo die Geräte ohne jede Fristangabe stehen, zeigt der Vergleich der Filterwechsel-Intervalle. Welche Faktoren die Standzeit eines Filters tatsächlich bestimmen – Lage, Staubanfall, Betriebsstunden, Filterfläche – ordnet der Beitrag Filterstandzeit ein.

    Die Filterwechselanzeige

    Die Anzeige ist beim EcoVent Verso ungewöhnlich gelöst, weil das Gerät kein Display hat. Die Montage- und Betriebsvorschrift beschreibt sie über das „Blinken der LEDs aller Lüftungsstufen“. Es leuchtet also nicht eine dedizierte Filterlampe, sondern die vorhandenen Stufen-LEDs blinken gemeinsam. Wer das nicht weiß, hält es für eine Störung.

    Der Reset steht ebenfalls im Wortlaut in der Vorschrift: „Am Bedienelement beide Tasten länger als zwei Sekunden drücken, um den Filterwechsel zu quittieren.“ Zwei Tasten, mehr als zwei Sekunden, fertig. Das ist der komplette belegte Ablauf.

    Und hier kommt die zweite Lücke: Worauf die LED reagiert, ist nicht belegt. Ob dahinter ein Betriebsstundenzähler, ein Kalender oder eine Druckmessung steckt, sagt das Dokument nicht. Diese Frage ist nicht akademisch – sie entscheidet, wie viel die Meldung wert ist. Ein Zeitzähler meldet auch dann, wenn das Gerät kaum lief; eine Druckmessung meldet erst, wenn der Filter tatsächlich zusetzt. Wir können dir für dieses Gerät nicht sagen, welches von beidem zutrifft, also behaupten wir es nicht. Was die verschiedenen Anzeigetypen jeweils bedeuten und warum eine quittierte Meldung nichts über den Filter aussagt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Praktisch heißt das: Quittiere die Meldung erst, wenn der Filter wirklich getauscht ist, und nicht, um das Blinken loszuwerden. Und notiere dir das Datum. Bei einem Gerät ohne Herstellerfrist ist deine eigene Aufzeichnung die einzige Historie, die es gibt – nach zwei, drei Wechseln kennst du deinen persönlichen Rhythmus besser als jede Katalogangabe. Ein Streifen Beschriftungsband am Gerät oder am Filterdeckel reicht dafür völlig.

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    Original oder Nachbau

    Zum EcoVent Verso liegt uns kein eigener Garantie- oder Zubehörsatz vor. Helios formuliert seine Haltung zu Fremdteilen aber in anderen Dokumenten deutlich. In einem Herstellerdokument heißt es: „Der Gebrauch von Zubehörteilen, die nicht von Helios empfohlen oder angeboten werden, ist nicht zulässig.“ In der Bedienungsanleitung zweier anderer Baureihen steht die erweiterte Fassung: „Die Verwendung von Zubehörteilen, die nicht von Helios freigegeben, empfohlen oder angeboten werden, ist nicht zulässig.“

    Diese Sätze stammen aus Helios-Unterlagen, aber nicht aus der Vorschrift zum EcoVent Verso. Wir kennzeichnen das, statt es zu verwischen. Beide Formulierungen sprechen von Zulässigkeit; ein ausdrücklicher Satz über den Verlust von Ansprüchen bei Fremdfiltern ist uns für Helios nicht belegt – anders als bei manchem Wettbewerber. Eine Bewertung, ob und wie weit eine solche Klausel im Einzelfall trägt, gehört in eine Rechtsberatung und nicht auf diese Seite.

    Sachlich kommt es beim Nachbau eines Rundfilters auf die Passung im Ring an. Sitzt der Filter zu locker, geht Luft an ihm vorbei, und dann filtert auch das beste Medium nichts. Bei einer Grobstaubstufe ist außerdem die Materialstärke entscheidend, weil sie über die Standzeit bestimmt. Wer mit Zuschnitt aus Meterware liebäugelt, sollte wissen, was dabei technisch und vertraglich auf dem Spiel steht – die Klauseln anderer Hersteller und die Fallstricke stehen im Beitrag Filter selbst zuschneiden.

    Häufige Fragen

    Wie oft muss ich den Filter des EcoVent Verso wechseln?

    Helios nennt dafür keine Frist in Monaten – das ist der ehrliche Stand. Vorgesehen ist der Wechsel dann, wenn die LEDs aller Lüftungsstufen blinken. Als äußeren Anhaltspunkt gibt es die Verbandsempfehlung eines halbjährlichen Wechsels für Wohnungslüftungsanlagen allgemein; eine Herstellerangabe für dein Gerät ist das nicht.

    Kann ich den Rundfilter absaugen statt ihn zu tauschen?

    Für dieses Gerät liegt uns keine Herstelleraussage zum Reinigen vor. Bei einer anderen Helios-Baureihe steht ausdrücklich, dass der Filter durch einmaliges Absaugen fällig wird – also absaugen erlaubt, danach Austausch. Ob dieser Satz für den EcoVent Verso gilt, ist nicht belegt, und wir übertragen ihn nicht.

    Warum blinken alle Lüftungsstufen und nicht eine Filterlampe?

    Weil das Bedienelement dieses Geräts keine eigene Filteranzeige hat. Der Hersteller nutzt die vorhandenen Stufen-LEDs als Signal. Das ist so vorgesehen und keine Störung – gequittiert wird mit beiden Tasten für länger als zwei Sekunden.

    Gibt es für dieses Gerät einen Pollenfilter?

    Belegt ist nur der Rundfilter-Satz in G3 beziehungsweise ISO Coarse 50 %, also eine Grobstaubstufe. Eine feinere Variante mit ePM-Klasse ist für den EcoVent Verso nicht belegt. Angebote, die von Pollenschutz sprechen, solltest du deshalb genau gegen die Bestellnummer prüfen.

    Fazit

    Der EcoVent Verso ist der Musterfall für die Frage, um die es auf dieser Seite geht: Ein Hersteller nennt keine Frist, das Gerät blinkt irgendwann, und der Betreiber steht dazwischen. Belegt sind der Rundfilter-Satz 09366 in G3 beziehungsweise ISO Coarse 50 %, die Anzeige über die blinkenden Stufen-LEDs und der Reset mit beiden Tasten für mehr als zwei Sekunden.

    Nicht belegt sind ein Millimetermaß, ein Intervall in Monaten und die Frage, worauf die Anzeige überhaupt reagiert. Wer das weiß, bestellt über die Nummer, notiert das Wechseldatum und baut sich aus zwei, drei Zyklen die Erfahrung, die der Hersteller nicht liefert.

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  • Filterwechsel bei der Lüftungsanlage: Anleitung

    Der Filterwechsel an einer Wohnungslüftung ist der einzige Handgriff, den fast jeder Betreiber regelmäßig selbst machen muss – und ausgerechnet dazu schreiben viele Hersteller erstaunlich wenig. Dieser Artikel stellt zusammen, was im Wortlaut in Herstelleranleitungen steht: der komplette Ablauf bei Maico, das Grundschema bei Wolf, die Einbaurichtung bei drei Marken. Und er benennt die zwei Stellen, an denen alle Hersteller schweigen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sechs Schritte, im Wortlaut belegt – von „Lüftungsgerät ausschalten.“ bis „Filterwechselintervall zurücksetzen.“, aus einer Maico-Betriebsvorschrift.
    • Der letzte Schritt wird am häufigsten vergessen: das Zurücksetzen der Anzeige. Ohne ihn läuft der alte Zähler weiter.
    • Die Einbaurichtung beschreibt jede Marke anders: Maico nennt einen Luftrichtungspfeil, Viessmann die weiße Seite, Pluggit die Pfeilrichtung zur Gehäusemitte. Bei Zehnder und Wolf fanden wir nichts.
    • Zu Maske und Handschuhen sagt kein geprüfter Hersteller etwas. Wir erfinden dazu keine Empfehlung.
    • Zu verkürzten Intervallen nach der Bauphase gibt es ebenfalls keine Herstelleraussage – nur angrenzende Sätze zu Baufeuchte und Neubau.

    Vorbereitung

    Bevor du das Gerät öffnest, klär drei Dinge. Erstens: Welche Filter gehören hinein? Klasse, Anzahl und Position stehen in deiner Gerätedokumentation und unterscheiden sich von Marke zu Marke erheblich. Bei der Maico WS 250 sind es zwei Grobstaubfilter und ein Pollenfilter, beim Zehnder ComfoAir 70 zwei Fächer übereinander. Kauf über die Bestellnummer, nicht über eine Beschreibung.

    Zweitens: Ein Filter sitzt oft nicht nur im Gerät. Pluggit weist in der Anleitung zum AP180 darauf hin, dass Filter „nicht nur im Gerät, sondern evtl. auch in den Ablufteinlässen (Küche, Bad, WC, Hauswirtschaftsraum und ähnliche) oder im Ansaugturm des Erdwärmetauschers“ sitzen.

    Drittens: Miss das alte Teil, bevor du es entsorgst. Kaum ein Hersteller veröffentlicht Millimetermaße – die Zahlen im Handel stammen fast alle von Händlern und weichen gelegentlich voneinander ab. Wie du am Rahmen misst, steht unter Filtermaße richtig messen.

    An Werkzeug brauchst du für die meisten Geräte nichts – werkzeuglos zu öffnende Filterklappen sind die Regel. Nützlich sind dagegen eine gute Beleuchtung, weil die Geräte oft im dunklen Hauswirtschaftsraum oder unter der Decke hängen, ein Beutel für den alten Filter und etwas zum Notieren des Wechseldatums.

    Und eine Zuständigkeitsfrage vorweg: Der Fachverband BDH schreibt im Infoblatt Nr. 72 vom März 2025 wörtlich: „Der Filterwechsel kann ohne großen Aufwand durch den Anlagenbetreiber selbst ausgeführt werden.“ Als Aufgaben des Nutzers nennt das Infoblatt „Erkennen des Filterwechsels, Durchführung des Filterwechsels, Zurücksetzen des Filterwechselstatus“ – nach Einweisung durch den Fachhandwerker.

    Der Wechsel Schritt für Schritt

    Der einzige vollständige Ablauf, den wir im Wortlaut belegen können, steht in einer Maico-Betriebsvorschrift, abrufbar über eine Anleitungskopie. Er gilt für das dort beschriebene Gerät, zeigt aber, worauf es der Reihe nach ankommt. Maßgeblich für dein Gerät bleibt deine eigene Dokumentation.

    1. „Lüftungsgerät ausschalten.“
      Wer diesen Schritt überspringt, lässt einen laufenden Ventilator Staub aus dem offenen Schacht in Richtung Wärmetauscher ziehen. Wolf geht weiter: „Trennen Sie das Gerät von der Spannungsversorgung, indem Sie den Netzstecker ziehen.“
    2. „Filterabdeckungen aus dem Lüftungsgerät herausnehmen.“
      Bei Wolf heißt derselbe Schritt schlicht „Öffnen Sie die Filtertür.“ Merk dir die Lage der Abdeckung. Bei der WS 120 Trio etwa sind vier Abdeckungen verbaut, hinter denen nur zwei Filter stecken.
    3. „Luftfilter/Pollenfilter aus dem Lüftungsgerät herausziehen.“
      Zieh gerade heraus, nicht schräg. Ein beladener Filter gibt beim Kippen einen Teil seiner Ladung an das Gerät zurück. Maico warnt hier zudem: „VORSICHT: Verletzungsgefahr bei herabfallenden Filtern.“
    4. „Die neuen Filter vorsichtig in den Filterschacht schieben. ACHTUNG: Die Filter nicht eindrücken (Zellstoff). Nur an den verstärkten Ecken drücken. Aufdruck Luftrichtungspfeil unten beachten.“
      Drei Anweisungen stecken darin: nicht auf die Faltung drücken, nur an den verstärkten Ecken anfassen, den Pfeil beachten. Ein eingedrücktes Faltenpaket verliert Fläche – und verlorene Fläche heißt höherer Druckverlust bei geringerer Standzeit.
    5. „Filteröffnungen mit den Filterabdeckungen verschließen. Auf korrekten Einbau achten.“
      Der häufigste Fehler ist eine Abdeckung, die scheinbar sitzt, aber nicht dicht schließt. Luft, die am Filter vorbeiströmt, ist ungefiltert.
    6. „Filterwechselintervall zurücksetzen.“
      Der Schritt, der am häufigsten vergessen wird. Wie er abläuft, ist von Gerät zu Gerät verschieden – der nächste Abschnitt zeigt belegte Varianten.

    Die Einbaurichtung – drei Marken, drei Formulierungen

    Der vierte Schritt nennt einen Pfeil. Das ist nicht bei allen Herstellern das Kriterium:

    • Maico: „Aufdruck Luftrichtungspfeil unten beachten.“
    • Viessmann Vitovent 300: „Die weiße bzw. höher verdichtete Seite der Filtermatte muss zum Gitter des Filterrahmens zeigen.“
    • Pluggit AP310: „neue Filter in Pfeilrichtung zur Gehäusemitte einsetzen“.
    • Zehnder und Wolf: In den geprüften Dokumenten fanden wir keine Angabe zu einem Einbaupfeil.

    Fotografier im Zweifel den alten Filter im eingebauten Zustand, bevor du ihn herausziehst.

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    Für Betreiber, die den anstehenden Wechsel komplett vorbereiten wollen. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung deine Gerätebezeichnung vom Typenschild nennt, ob die Bestellnummer übereinstimmt und ob alle Positionen enthalten sind, die dein Gerät braucht.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Wann gewechselt wird, beantworten die Hersteller sehr unterschiedlich: von drei bis zwölf Monaten, Faktor vier für dieselbe Aufgabe. Maico schreibt für das WS 160 Flat „G4-, F7- und Aktivkohlefilter alle 3 Monate“, Wolf für das CWL Excellent „Die Filter sind jährlich zu wechseln. Das Gerät darf niemals ohne Filter betrieben werden.“

    Der Fachverband liegt dazwischen. Das BDH-Infoblatt Nr. 72 formuliert: „Bei ‚normalen‘ Luftqualitäten wird ein halbjährlicher Filterwechsel empfohlen.“ Und es trennt den Wechsel klar von der Wartung: „Über den Filterwechsel hinaus stellt eine regelmäßige Wartung der Lüftungsanlage durch den Fachhandwerker den hygienischen und zuverlässigen Betrieb sicher. Dies sollte in einem zweijährigen Rhythmus erfolgen.“ Alle belegten Wortlaute nebeneinander stehen im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Wer die Anlage zeitweise abschaltet, findet bei Maico für das WS 250 eine Sonderregel: „Wenn die Anlage im Sommer nicht betrieben wird, müssen vor erneuter Inbetriebnahme die Filter aus hygienischen Gründen gewechselt werden.“

    Und wenn du beim Ausbau einen feuchten oder muffigen Filter in der Hand hältst, ist der Kalender zweitrangig. Helios formuliert für das KWL EC 220: „Sollten die Filter feucht oder schimmlig sein, müssen diese sofort gewechselt werden!“ Woran du das erkennst, steht unter Schimmel am Filter.

    Die Filterwechselanzeige

    Der sechste Schritt – „Filterwechselintervall zurücksetzen“ – sieht bei jedem Hersteller anders aus. Diese Varianten sind im Wortlaut belegt:

    • Maico WS 160 Flat: „die beiden Pfeiltasten der Bedieneinheit 2 Sekunden gemeinsam drücken. Die 3 LEDs blinken kurz auf.“
    • Wolf: „Setzen Sie den Timer der Filtermeldung zurück, indem Sie im Einstellmenü unter Schrittnummer 4.3 den Timer wieder auf Null setzen.“
    • Viessmann Vitovent 300-W: „Hauptmenü → Servicemenü → Filter zurück → Bestätigen“.
    • Helios EcoVent Verso: „Am Bedienelement beide Tasten länger als zwei Sekunden drücken, um den Filterwechsel zu quittieren.“
    • Helios KWL EC 200/300: Quittierung durch „Eingabe des Filterwechseldatums in der Software oder Betätigung der Bedienelemente“.
    • Zehnder: Nach dem Tausch „wird die Filterlaufzeit automatisch zurückgesetzt“.

    Zwei Dinge folgen daraus. Erstens: Es gibt kein allgemeines Reset-Verfahren. Übertrag den Ablauf eines Geräts nicht auf ein anderes, auch nicht innerhalb derselben Marke. Zweitens: Die meisten dieser Anzeigen zählen eine Frist herunter, statt den Zustand zu messen – sie sagen dir, dass Zeit vergangen ist, nicht, dass dein Filter voll ist. Wie die Bauarten arbeiten, steht unter Filterwechselanzeige verstehen.

    Bei einem Gerät ist der Reset ausdrücklich vom Wechsel entkoppelt. Pluggit schreibt zum AP310: „Der Timer für den Filteralarm kann bei Bedarf auch ohne einen Filterwechsel zurückgesetzt werden.“ Wir nennen das, weil es so dasteht – eine Empfehlung ist es nicht.

    Den ausgebauten Filter kannst du in aller Regel über den Hausmüll entsorgen; Viessmann schreibt für das Vitovent 300: „Verschmutzte Filtermatten können mit dem Hausmüll entsorgt werden.“ Was für andere Filterarten gilt, steht unter Filter richtig entsorgen.

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    Die Hersteller sind an dieser Stelle unterschiedlich deutlich. Wolf schreibt: „Bei Veränderungen am Gerät und bei Verwendung von NICHT Original Wolf Ersatzteilen erlischt der Gewährleistungsanspruch gegenüber der Fa. Wolf.“ Pluggit formuliert „Verlust der Garantie bei Verwendung keiner Originalteile der Pluggit GmbH.“ und verlangt die Wartung „durch einen anerkannten SHK Meister-Fachhandwerksbetrieb“. Maico schreibt schlicht: „Verwenden Sie nur Original-Luftfilter.“

    Damit steht ein Spannungsbogen im Raum: Der Fachverband nennt den Filterwechsel eine Betreiberaufgabe, ein Hersteller knüpft Garantieansprüche an einen Fachbetrieb. Wir geben beides wieder und ordnen es ein. Wir leisten keine Rechtsberatung und bewerten nicht, ob eine Klausel im Einzelfall trägt. Die Klauseln von Wolf und Zehnder sind zusätzlich unter Filter selbst zuschneiden eingeordnet. Technisch gilt unabhängig davon: Rahmenmaß, Klasse und Druckverlust müssen passen – welche Klassenbezeichnungen überhaupt vergleichbar sind, steht unter Filterklassen nach ISO 16890.

    Häufige Fragen

    Muss ich das Gerät wirklich ausschalten?

    Beide belegten Abläufe beginnen damit. Maico schreibt „Lüftungsgerät ausschalten.“, Wolf sogar „Trennen Sie das Gerät von der Spannungsversorgung, indem Sie den Netzstecker ziehen.“

    Was passiert, wenn ich den Reset vergesse?

    Der Zähler läuft mit dem alten Stand weiter und meldet zu einem Zeitpunkt, an dem längst ein frischer Filter im Gerät sitzt. Bei manchen Geräten muss auch ein vorzeitiger Wechsel ausdrücklich bestätigt werden.

    Woran erkenne ich die Einbaurichtung ohne Pfeil?

    Viessmann nennt für das Vitovent 300 die „weiße bzw. höher verdichtete Seite“, die zum Gitter des Filterrahmens zeigen muss. Bei Zehnder und Wolf fanden wir keine Angabe. Ein Foto des alten Filters vor dem Ausbau löst die Frage zuverlässig.

    Darf ich den alten Filter absaugen und wiederverwenden?

    Das hängt vom Hersteller ab: Einer erlaubt das Reinigen mit einer Zahl, ein anderer genau einmaliges Absaugen, ein dritter untersagt es. Die Gegenüberstellung steht im Beitrag zum Wolf CWL-2-325 und im Intervallvergleich.

    Was die Hersteller nicht sagen

    Zwei Fragen tauchen bei jedem Filterwechsel auf, und für beide gibt es keine Herstellerantwort. Das ist keine Nachlässigkeit dieser Seite, sondern das Ergebnis der Durchsicht von sieben Herstellern.

    Erstens: Schutzausrüstung. In keiner geprüften Herstelleranleitung steht ein Hinweis auf Maske oder Handschuhe beim Filterwechsel. Kein Hersteller empfiehlt sie, kein Hersteller rät davon ab – das Thema kommt schlicht nicht vor. Der einzige gefundene Warnhinweis rund um den Wechsel ist mechanisch, nämlich Maicos „VORSICHT: Verletzungsgefahr bei herabfallenden Filtern.“ Wir erfinden an dieser Stelle keine Empfehlung und können nur berichten, dass die Dokumente dazu schweigen.

    Zweitens: die Bauphase. Der oft gehörte Satz, nach Bauarbeiten müsse man kürzer wechseln, ist von keinem Hersteller belegt. Belegt sind nur angrenzende Aussagen:

    • Maico zum WS 250: „Das Lüftungsgerät ist nicht zum Austrocknen von Neubauten geeignet!“
    • Zehnder: „Zehnder empfiehlt, die Luftkanäle vor der Inbetriebnahme des Geräts zu reinigen, wenn die Wohnung bewohnt wird.“
    • Wolf: „Bei Neubauwohnungen mit hoher Baufeuchte ist die Wohnung vor ihrem Bezug über einen bestimmten Zeitraum auf natürliche Weise zu belüften.“

    Alle drei Sätze handeln von Feuchte und Inbetriebnahme, keiner von einem verkürzten Filterintervall. Eine Zahl, wie viel früher nach einer Bauphase zu wechseln wäre, nennt niemand. Was du stattdessen tun kannst: den Zustand des Filters ansehen, statt auf eine Frist zu warten – und den Befund mit dem Datum notieren. Beim Wolf CWL-2-400 zeigt sich ohnehin, dass Frist und Werkseinstellung selbst im gleichen Dokument weit auseinanderliegen können.

    Fazit

    Der Wechsel ist in sechs Schritten erledigt; der Fachverband bestätigt, dass er „ohne großen Aufwand durch den Anlagenbetreiber selbst ausgeführt werden“ kann. Es geht immer an denselben drei Stellen schief: Gerät läuft weiter, Abdeckung sitzt nicht dicht, Zähler nicht zurückgesetzt.

    Bei zwei Fragen bleiben die Hersteller stumm – Schutzausrüstung und Bauphase. Wir schreiben das hin, statt eine Empfehlung zu erfinden. Sonst gilt: deine Gerätedokumentation schlägt jede allgemeine Anleitung, auch diese.

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  • Vallox 096 MV: die Filter

    Wer einen Filter für die Vallox 096 MV sucht, erlebt eine Ausnahme: Der Hersteller veröffentlicht die Maße seiner Filter selbst. Drei Filter, drei Maße, eine Paketnummer – und das alles auf der Herstellerseite und nicht in einer Händlerbeschreibung. Dieser Artikel zeigt, was im Gerät sitzt, was Vallox zum Wechselintervall schreibt und warum der oft zitierte „Widerspruch“ im Intervallsatz gar keiner ist.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Gerät sitzen drei Filter: zwei Grobstaubfilter und ein Feinstaubfilter. Alle drei stecken im Filterpaket 3356900, von Vallox als „Filter Pack No. 27″ geführt.
    • Klassen: ISO Coarse > 75 % (EN 779 G4) für die beiden Grobstaubfilter, ISO ePM1 50 % (EN 779 F7) für den Feinstaubfilter.
    • Die Maße kommen von vallox.com, also vom Hersteller selbst: 193 × 224 mm, 194 × 225 mm und 138 × 350 mm. Das ist in dieser Gerätewelt die Ausnahme.
    • Intervall im Wortlaut: „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“
    • Vallox knüpft Fremdfilter nicht an einen Garantieverlust – der Hersteller begründet die Originalfilter technisch, nicht vertraglich.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Die Vallox 096 MV arbeitet mit drei Filtern, und sie verteilen sich auf zwei Aufgaben. Auf der Zuluftseite sitzen zwei: ein Grobstaubfilter, der das Gröbste aus der Außenluft nimmt, und dahinter ein Feinstaubfilter, der die feine Fraktion abfängt, bevor die Luft in die Räume geht. Auf der Abluftseite sitzt ein dritter Grobstaubfilter, der das Gerät vor dem schützt, was aus der Wohnung kommt – Textilfasern, Hausstaub, Küchenpartikel.

    Position Klasse Maß (Hersteller) Paket
    Zuluft, Grobstaub EN 779 G4 / ISO Coarse > 75 % 193 × 224 mm 3356900
    Zuluft, Feinstaub EN 779 F7 / ISO ePM1 50 % 194 × 225 mm im selben Paket
    Abluft, Grobstaub G4 / ISO Coarse > 75 % 138 × 350 mm im selben Paket

    Zwei Dinge sind an dieser Tabelle bemerkenswert. Erstens gibt Vallox die Klassen doppelt an – in der alten EN-779-Systematik und in der heutigen ISO-16890-Systematik. Das ist hilfreich, weil im Handel beide Bezeichnungen nebeneinander laufen. Was die Gruppen bedeuten und warum sich G4 und ISO Coarse nicht exakt ineinander umrechnen lassen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Zweitens liegen die beiden Zuluftfilter mit 193 × 224 mm und 194 × 225 mm nur einen Millimeter auseinander. Das ist kein Druckfehler, sondern die typische Folge unterschiedlicher Rahmen bei nahezu gleicher Einbaugröße. Für dich heißt das: Verlass dich beim Einsetzen nicht auf das Maß, sondern auf die Kennzeichnung des jeweiligen Filters. Der Feinstaubfilter gehört auf die Zuluftseite hinter den Grobstaubfilter, nicht in den Abluftschacht.

    Das Maß – und woher es stammt

    Auf den meisten Geräteseiten dieser Website steht an dieser Stelle ein unangenehmer Satz: Das Maß stammt vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. Bei Vallox steht hier das Gegenteil. Die drei Maße 193 × 224 mm, 194 × 225 mm und 138 × 350 mm stammen von vallox.com, also aus der Quelle, die als einzige verbindlich sein kann.

    Das ist mehr als eine Fußnote. Vallox ist in dieser Zusammenstellung der Hersteller, der Filtermaße systematisch selbst veröffentlicht – während andere Marken ihre Filter ausschließlich über Bestellnummern führen und das Maß dem Handel überlassen. Wenn zwei Händler dort unterschiedliche Zahlen nennen, gibt es keine Instanz, die entscheidet. Bei der 096 MV gibt es sie.

    Eine Einschränkung gehört trotzdem dazu: Vallox nennt für dieses Gerät jeweils zwei Kantenlängen, keine Dicke. Wer eine dreidimensionale Angabe erwartet, findet sie hier nicht. Für die Auswahl ist das meist unkritisch, weil die Fläche über die Passung entscheidet – für die Frage, ob ein Nachbau in den Schacht passt, kann die Bauhöhe aber sehr wohl den Ausschlag geben.

    Deshalb gilt auch beim gut dokumentierten Gerät: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach, und zwar am Rahmen, nicht am gefalteten Medium. Notiere dir zusätzlich die Dicke, die dir der Hersteller nicht nennt. Wie du das sauber machst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen. Die Schwestergeräte haben übrigens eigene Maße und eigene Paketnummern – Vallox 110 MV und Vallox 145 MV unterscheiden sich hier deutlich, obwohl die Geräte verwandt aussehen.

    Vallox 096 MC/SE/MV Filterset F7 + 2x G4, Paket Nr. 27
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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Der Intervallsatz steht in der offiziellen Betriebsanleitung, die Vallox für die MV-Geräte herausgibt, und lautet wörtlich:

    „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“

    Über diesen Satz stolpern viele, weil sie zwei Vorgaben darin sehen, die sich zu widersprechen scheinen: zweimal im Jahr gegen einmal im Jahr. Es ist aber ein einziger Satz mit einer klaren Struktur. Der Hauptteil nennt die Empfehlung: Frühjahr und Herbst, also zweimal jährlich. Der Nachsatz nennt das Minimum: einmal jährlich, keinesfalls seltener. Empfehlung und Untergrenze, nicht Widerspruch.

    Die Wahl der Jahreszeiten ist dabei kein Zufall. Der Frühjahrswechsel setzt einen frischen Feinstaubfilter vor die Pollensaison. Der Herbstwechsel nimmt den beladenen Sommerfilter heraus, bevor die Heizperiode beginnt und das Gerät monatelang durchläuft. Wer nur einmal jährlich wechselt, hält den Herstellerwortlaut ein – aber er hat den Filter in einer der beiden Belastungsphasen bereits gealtert im Gerät.

    Im Vergleich der Branche liegt Vallox damit im Mittelfeld: Einzelne Hersteller verlangen alle drei Monate, andere schreiben schlicht „jährlich“. Zwischen dem strengsten und dem lockersten belegten Wert liegt der Faktor vier. Die vollständige Gegenüberstellung mit allen Wortlauten steht im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Zum Reinigen der Filter sagt Vallox in unseren Quellen nichts. Es gibt also weder eine Erlaubnis noch ein ausdrückliches Verbot – anders als bei zwei anderen Herstellern, von denen einer das Reinigen mit einer Zahl erlaubt und ein anderer es ausdrücklich untersagt. Ohne Herstelleraussage bleibt der Wechsel der belegte Weg.

    Die Filterwechselanzeige

    Hier wird die Faktenlage dünn, und das schreiben wir hin: Für die MV-Geräte ist uns kein elektronischer Reset-Mechanismus der Filteranzeige belegt. Wie die Steuerung eine Filtermeldung erzeugt und wie du sie quittierst, steht in deiner Gerätedokumentation – aus unseren Quellen können wir es nicht mit Wortlaut belegen, und wir übertragen keinen Ablauf von einem anderen Gerät.

    Belegt ist etwas anderes, und es ist ungewöhnlich genug, um es zu erwähnen: Vallox verkauft für die SC-Geräte einen externen Filterwechselindikator zum Aufkleben, einen sogenannten Timestrip, im Fünferpack. Das ist ein Aufkleber, der die verstrichene Zeit sichtbar macht – keine Elektronik, kein Sensor, kein Reset. Ein Hersteller, der so etwas anbietet, sagt damit indirekt: Beim Filterwechsel geht es um verstrichene Zeit, nicht um eine Messung.

    Für dich als Betreiber einer 096 MV ist das Prinzip unabhängig vom Produkt brauchbar. Wenn deine Steuerung keine verlässliche Meldung liefert oder du ihr nicht traust, führe die Frist selbst: Datum des letzten Wechsels auf den Filterrahmen schreiben oder einen Aufkleber an die Gerätetür setzen, dazu die beiden Termine Frühjahr und Herbst im Kalender. Was Filteranzeigen technisch überhaupt messen – Zeit, Betriebsstunden oder Druck – und warum eine zeitbasierte Meldung nichts über den Zustand deines Filters aussagt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Den Wechseltermin am Gerät sichtbar machen

    Für alle, deren Gerät die Frist nicht selbst überwacht und die den Wechseltermin am Gerät sichtbar machen wollen. Vallox bietet für die SC-Geräte einen aufklebbaren Filterwechselindikator an; für die MV-Geräte liegt uns zum Zurücksetzen der Anzeige keine Herstellerangabe vor.

    Zu einem Indikator dieser Art haben wir über die Amazon-Produktsuche kein Angebot gefunden, das eine Laufzeit ausweist. Deshalb steht hier kein Produkt. Wie du dir stattdessen mit einem beschrifteten Etikett hilfst, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Original oder Nachbau

    Vallox fällt bei dieser Frage aus dem Rahmen der Branche – im Ton. Der Hersteller schreibt zu seinen Originalfiltern: „Original Vallox filters guarantee optimum and designed filtration performance and heat recovery.“ Sinngemäß: Originalfilter sichern die Filterleistung und die Wärmerückgewinnung, für die das Gerät ausgelegt wurde.

    Begründet wird das technisch. Vallox nennt als Risiken bei unpassenden Filtern einen abweichenden Druckverlust, Leckagen an schlecht sitzenden Rahmen, Überdruck im System sowie ein erhöhtes Feuchte- und Schimmelrisiko. Das sind nachvollziehbare Argumente, die auch für jeden anderen Hersteller gelten würden.

    Bemerkenswert ist, was nicht dasteht: Vallox verknüpft die Verwendung von Fremdfiltern in unseren Quellen nicht mit einem Garantieverlust. Andere Hersteller dieser Gerätewelt formulieren an derselben Stelle deutlich schärfer und schreiben ausdrücklich vom Erlöschen von Ansprüchen. Vallox argumentiert stattdessen über Funktion und Risiko. Diesen Unterschied halten wir fest – bewerten tun wir ihn nicht, und eine Aussage darüber, welche Klauseln im Einzelfall tragen, gehört in eine Rechtsberatung.

    Praktisch heißt das für dich: Die Entscheidung ist bei diesem Gerät stärker eine technische als eine vertragliche. Achte auf Rahmenmaß und Rahmenstabilität, auf die Klasse in der für die Position vorgesehenen Ausführung und auf einen vergleichbaren Druckverlust. Ein zu feiner Filter an der falschen Stelle ist kein Upgrade, sondern zusätzlicher Widerstand.

    Häufige Fragen

    Zweimal jährlich oder einmal jährlich – was gilt jetzt?

    Beides, in dieser Reihenfolge: Vallox empfiehlt Frühjahr und Herbst und nennt einmal jährlich als absolutes Minimum. Der Satz ist eine Staffelung, kein Widerspruch. Wer in staubiger Lage wohnt oder viel lüftet, sollte sich am empfohlenen Halbjahresrhythmus orientieren.

    Kann ich einzelne Filter des Pakets nachkaufen?

    Belegt ist das Paket 3356900 mit allen drei Positionen. Alle drei Filter sitzen seit demselben Tag im Gerät und haben dieselbe Betriebszeit hinter sich – ein einzelner Tausch bringt deshalb selten etwas und macht die Terminverfolgung unübersichtlich.

    Passt ein Filterpaket der Vallox 110 MV auch in die 096 MV?

    Nein. Die Geräte haben unterschiedliche Filtermaße und unterschiedliche Paketnummern – die 096 MV führt Paket Nummer 27, die 110 MV eine andere. Genau deshalb lohnt sich der Blick aufs Typenschild, bevor du bestellst.

    Warum nennt Vallox nur zwei Kantenlängen und keine Dicke?

    Das ist die Form, in der der Hersteller die Angaben veröffentlicht. Für den Originalfilter reicht sie, weil die Paketnummer alles Weitere festlegt. Wer einen Nachbau erwägt, muss die Bauhöhe selbst am alten Filter abnehmen.

    Fazit

    Die Vallox 096 MV ist eines der wenigen Geräte, bei denen du dich beim Maß auf den Hersteller stützen kannst: 193 × 224 mm, 194 × 225 mm und 138 × 350 mm, alle drei aus dem Paket 3356900, alle drei von vallox.com. Das ist der Gegenentwurf zu den Marken, die das Maß dem Handel überlassen.

    Beim Intervall ist der Wortlaut eindeutig, sobald man ihn als einen Satz liest: Frühjahr und Herbst als Empfehlung, einmal jährlich als Untergrenze. Und bei der Frage nach Originalteilen argumentiert Vallox technisch statt vertraglich – auch das ein Unterschied, den man kennen sollte.

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  • Wie oft Filter wechseln? Der Herstellervergleich

    Wie oft muss der Filter einer Wohnungslüftung gewechselt werden? Die Antwort hängt weniger von deiner Wohnung ab als davon, welches Typenschild an deinem Gerät klebt. Zwischen dem strengsten und dem lockersten Herstellerwert liegt der Faktor vier – drei Monate gegen zwölf, für dieselbe Aufgabe im gleichen Klima. Dieser Artikel stellt alle belegten Wortlaute nebeneinander, klärt die Frage nach dem Reinigen und zeigt, wie unterschiedlich sieben Hersteller über Originalfilter schreiben.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Spanne reicht von 3 bis 12 Monaten. Maico schreibt „alle 3 Monate“, Wolf und Pluggit schreiben „jährlich“.
    • Ein Hersteller widerspricht sich im eigenen Dokument: Wolf nennt für das CWL-2-400 im Text „jährlich“ und als Werkseinstellung der Filtermeldung 90 Tage.
    • Der Fachverband BDH liegt in der Mitte: „Bei ‚normalen‘ Luftqualitäten wird ein halbjährlicher Filterwechsel empfohlen.“
    • Beim Reinigen gehen die Hersteller auseinander: Wolf erlaubt dreimal, Helios genau einmal absaugen, Viessmann verbietet es bei einem Gerät ausdrücklich – vier weitere sagen gar nichts.
    • Garantie und Gewährleistung sind zwei verschiedene Dinge. Wir geben die Klauseln wieder und ordnen sie ein – eine Rechtsberatung leisten wir nicht.

    Die Tabelle

    Jede Zeile ist ein Wortlaut aus einem Hersteller- oder Verbandsdokument. Wo nichts steht, steht auch hier nichts – Lücken haben wir nicht mit Schätzungen gefüllt.

    Hersteller Wortlaut Umgerechnet
    Maico WS 160 / 300 Flat „G4-, F7- und Aktivkohlefilter alle 3 Monate“ 3 Monate
    Maico WS 250 „die beiden Grobstaubfilter alle 3 Monate und den Feinstaubfilter alle 6 Monate“ 3 bzw. 6 Monate
    Zehnder „alle Filter nach spätestens sechs Monaten“, je Filtertyp gestaffelt 3–7 Monate
    Helios EC 170, 200/300, 270/370 Werkseinstellung 6 Monate, „mind. 1× jährlich“, „spätestens 1-jährigem Betrieb“ 6–12 Monate
    Vallox „jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich“ 6–12 Monate
    Wolf CWL Excellent / CWL-2 „Die Filter sind jährlich zu wechseln.“ 12 Monate
    Pluggit „einmal jährlich (z. B. im Frühjahr)“ 12 Monate
    Viessmann Vitovent 300 „Filtermatten einmal jährlich wechseln.“ 12 Monate
    Viessmann Vitovent 300-W keine belegte Angabe im Handbuch –
    Helios EcoVent Verso keine belegte Angabe, nur eine blinkende LED –
    Maico WS 120 Trio nur die Spanne „3 bis 12 Monate“ –
    BDH-Fachverband „Bei ‚normalen‘ Luftqualitäten wird ein halbjährlicher Filterwechsel empfohlen.“ 6 Monate

    Warum die Spanne so groß ist

    Drei Monate gegen zwölf – das ist kein Rundungsfehler, sondern eine echte Differenz. Belastbar erklären lässt sie sich aus den Dokumenten heraus nur teilweise, und wir schreiben nicht mehr hinein, als dort steht. Vier Beobachtungen sind aber belegbar.

    Erstens: Manche Hersteller staffeln, andere nicht. Maico gibt für das WS 250 zwei Werte an – drei Monate für die beiden Grobstaubfilter, sechs für den Feinstaubfilter. Zehnder staffelt ebenfalls nach Filtertyp: je feiner der Filter, desto kürzer das Intervall. Wolf und Pluggit nennen dagegen einen einzigen Wert für alles.

    Zweitens: Viele Werte sind Obergrenzen, keine Empfehlungen. Helios schreibt „mind. 1× jährlich“ und setzt die Werkseinstellung der Anzeige trotzdem auf sechs Monate. Vallox empfiehlt Frühjahr und Herbst und nennt einmal jährlich als Minimum. Wer nur die große Zahl liest, verwechselt die Untergrenze mit dem Regelfall.

    Drittens: Ein Hersteller widerspricht sich selbst. Beim Wolf CWL-2-400 steht im Bedientext „Die Filter müssen jährlich ausgetauscht werden.“ – und dieselbe Anleitung führt als Werkseinstellung „Anzahl Tage bis zur Filtermeldung“ den Wert 90 Tage. Faktor vier, in einem einzigen Dokument.

    Viertens: Manche schweigen ganz. Für das Helios EcoVent Verso nennt der Hersteller kein Intervall in Monaten, nur eine LED, die irgendwann blinkt. Beim Viessmann Vitovent 300-W steht an der Handbuchstelle zum Filterwechsel kein Zeitwert; die kursierenden Zahlen stammen aus einem Forum, nicht aus einer Anleitung.

    Was du praktisch daraus machst: Der Wert aus deiner eigenen Gerätedokumentation gilt, nicht der aus dieser Tabelle. Wo dein Hersteller schweigt oder nur eine Spanne nennt, ist die BDH-Empfehlung von sechs Monaten ein brauchbarer Ausgangspunkt – und der Blick auf den ausgebauten Filter das ehrlichste Argument. Welche Faktoren die Standzeit tatsächlich treiben, steht unter Filterstandzeit – was sie bestimmt.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt – und wo er schweigt

    Zwei Sonderfälle verdienen eine eigene Erwähnung, weil sie oft falsch wiedergegeben werden.

    Vallox wird häufig als widersprüchlich zitiert – zu Unrecht. Der Satz lautet: „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“ Das ist ein Satz mit zwei Ebenen: Der Hauptteil nennt die Empfehlung, zweimal jährlich. Der Nachsatz nennt das Minimum, einmal jährlich. Empfehlung und Untergrenze, kein Widerspruch. Details stehen beim Vallox 096 MV.

    Wolf verbindet den Intervallsatz mit einer Betriebsregel, die man nicht überlesen sollte: „Die Filter sind jährlich zu wechseln. Das Gerät darf niemals ohne Filter betrieben werden.“ Ähnlich Viessmann: „Schalten Sie das Gerät nur mit Außenluft- und Abluftfilter ein.“ Ein Gerät ohne Filter zu betreiben, weil der neue noch nicht geliefert ist, ist damit ausdrücklich ausgeschlossen.

    Eine dritte Regel betrifft Betriebspausen. Maico schreibt für das WS 250: „Wenn die Anlage im Sommer nicht betrieben wird, müssen vor erneuter Inbetriebnahme die Filter aus hygienischen Gründen gewechselt werden.“ Wie der Wechsel selbst abläuft, steht Schritt für Schritt in der Anleitung zum Filterwechsel.

    Die Filterwechselanzeige – Zeit oder Druck

    Die Intervallfrage hat eine technische Zwillingsfrage: Woher weiß das Gerät überhaupt, dass der Filter fällig ist? In den geprüften Dokumenten gibt es dafür drei Bauarten.

    • Zeit- oder kalenderbasiert – der Regelfall. Zehnder zählt „die Tage regelmäßig von 180 Tagen“ herunter, gemessen über die Netzfrequenz. Helios erlaubt beim KWL EC 170 „eine Einstellung zwischen 1 und 12 Monaten“, Herstellervorgabe sechs Monate. Pluggit meldet beim AP180 nach einem Jahr mit blinkendem Symbol und „nach weiteren 3 Monaten“ mit einer Fehlermeldung.
    • Druckbasiert – die Ausnahme. Nur beim Maico WS 250 ist eine Zahl belegt: Das Gerät meldet, wenn der Differenzdruckschalter „einen Druckunterschied von 80 Pa für mehr als 60 Sekunden registriert“ hat. Beim Maico WS 160 Flat ist die Druckmessung ein Zubehör – „ZP 2 dient zur Filterüberwachung mit Differenzdrucksensor (statt Timer)“.
    • Nur eine Lampe. Beim Helios EcoVent Verso zeigt sich der Wechselbedarf am „Blinken der LEDs aller Lüftungsstufen“ – worauf die LED reagiert, ist nicht belegt.

    Der Unterschied ist keine Spitzfindigkeit: Eine zeitbasierte Anzeige sagt dir, dass Zeit vergangen ist, nicht, dass dein Filter voll ist. Und beim Pluggit AP310 ist der Zähler sogar ausdrücklich vom Wechsel entkoppelt: „Der Timer für den Filteralarm kann bei Bedarf auch ohne einen Filterwechsel zurückgesetzt werden.“ Wie die Bauarten arbeiten, steht unter Filterwechselanzeige verstehen.

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    Reinigen statt wechseln – wer es erlaubt und wer nicht

    Kaum eine Frage wird häufiger gestellt, und kaum eine wird von den Herstellern unterschiedlicher beantwortet. Belegt ist Folgendes:

    • Wolf erlaubt es mit einer Zahl: „Die Filter können 3 Mal gereinigt und müssen beim 4. Mal ausgetauscht werden.“ Das ist der einzige Hersteller dieser Sammlung, der eine Reinigungszahl nennt.
    • Helios erlaubt genau einmal: „Durch einmaliges Absaugen oder nach spätestens 1-jährigem Betrieb müssen sie aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden.“
    • Viessmann, zweigeteilt: Beim Vitovent 300 dürfen die Matten vor dem endgültigen Austausch mehrfach abgesaugt werden. Beim verwandten Vitovent 300-F dagegen dürfen beide Filter nicht gereinigt werden.
    • Zehnder, Pluggit, Maico und Vallox: keine belegte Angabe – weder Erlaubnis noch Verbot.

    Daraus folgt eine unbequeme, aber klare Regel: Absaugen ist keine allgemeine Technik, sondern eine Erlaubnis, die dein Hersteller ausgesprochen haben muss. Wer sie nicht ausspricht, hat sie nicht ausgesprochen – und ein Reinigungsverfahren aus der Anleitung eines anderen Fabrikats zu übernehmen, ist keine Herstellerfreigabe. Warum Reinigen bei feinen Medien ohnehin an Grenzen stößt, steht unter Filter waschen oder wechseln.

    Originalteile und Garantie – die Tabelle der sieben Hersteller

    Vorab zwei Klarstellungen, die für diesen ganzen Abschnitt gelten. Erstens: Wir leisten keine Rechtsberatung. Wir geben die Formulierungen wieder und zeigen die Unterschiede – ob eine Klausel im Einzelfall trägt, entscheidet keine Ratgeberseite. Zweitens: Garantie und Gewährleistung sind zwei verschiedene Dinge. Die Garantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers mit selbst gesetzten Bedingungen. Die Gewährleistung ist gesetzlich geregelt und richtet sich gegen den Verkäufer. Wenn ein Dokument „Garantie“ schreibt und ein anderes „Gewährleistungsanspruch“, sind das nicht zwei Wörter für dieselbe Sache.

    Hersteller Wortlaut
    Zehnder „Durch die Verwendung von nicht-originalen Filtern erlischt die Garantie für Ihr Lüftungsgerät …“
    Wolf „Bei Veränderungen am Gerät und bei Verwendung von NICHT Original Wolf Ersatzteilen erlischt der Gewährleistungsanspruch gegenüber der Fa. Wolf.“
    Pluggit „Verlust der Garantie bei Verwendung keiner Originalteile der Pluggit GmbH.“
    Helios „Der Gebrauch von Zubehörteilen, die nicht von Helios empfohlen oder angeboten werden, ist nicht zulässig.“
    Maico „Verwenden Sie nur Original-Luftfilter.“ / „Gewährleistungsanspruch bei Reparaturen besteht nur bei Einsatz von Original-Ersatzteilen.“
    Vallox keine Garantieklausel – nur die technische Empfehlung, Originalfilter zu verwenden
    Viessmann produktspezifisch keine belegte Angabe, nur allgemeine Garantiebedingungen

    Sieben Hersteller, sieben Tonlagen. Pluggit ist am weitreichendsten und verlangt dreierlei zugleich: Originalteile, mindestens jährlichen Wechsel und die Wartung „durch einen anerkannten SHK Meister-Fachhandwerksbetrieb“. Das steht in Spannung zum Fachverband, der schreibt: „Der Filterwechsel kann ohne großen Aufwand durch den Anlagenbetreiber selbst ausgeführt werden.“ Beides zitieren wir, beides ordnen wir ein – bewerten tun wir es nicht.

    Vallox fällt in die andere Richtung aus dem Rahmen: Der Hersteller begründet Originalfilter technisch – Druckverlust, Leckagen, Überdruck, Feuchte- und Schimmelrisiko – und verknüpft Fremdfilter in unseren Quellen nicht mit einem Garantieverlust. Die Klauseln von Wolf und Zehnder sind zusätzlich unter Filter selbst zuschneiden eingeordnet. Worauf du bei einem Nachbau technisch achten musst, steht unter Filterklassen nach ISO 16890.

    Häufige Fragen

    Welcher Wert gilt für mich?

    Der aus der Dokumentation deines Geräts. Diese Tabelle zeigt, wie weit die Angaben auseinanderliegen, sie ersetzt sie nicht. Wo dein Hersteller schweigt, ist die BDH-Empfehlung von sechs Monaten ein Ausgangspunkt.

    Mein Gerät meldet nach 90 Tagen, die Anleitung sagt jährlich – was denn nun?

    Genau dieser Fall ist beim Wolf CWL-2-400 belegt: Bedientext „jährlich“, Werkseinstellung der Meldung 90 Tage. Beide Angaben stehen im selben Dokument. Auflösen kann das nur der Hersteller; wir zeigen den Widerspruch, statt ihn zu glätten.

    Darf ich meinen Filter absaugen?

    Nur wenn dein Hersteller es sagt. Wolf erlaubt dreimaliges Reinigen, Helios genau einmaliges Absaugen, Viessmann untersagt es beim Vitovent 300-F ausdrücklich. Vier Hersteller äußern sich gar nicht – das ist keine stillschweigende Erlaubnis.

    Verliere ich mit einem Nachbaufilter meine Garantie?

    Das hängt von der Klausel deines Herstellers ab, und die Formulierungen unterscheiden sich erheblich. Wir geben sie oben im Wortlaut wieder. Eine Bewertung, ob eine bestimmte Klausel im Einzelfall trägt, ist Rechtsberatung – und die leisten wir nicht.

    Fazit

    Drei Monate bei Maico, zwölf bei Wolf und Pluggit, sechs beim Fachverband: Der Filterwechsel ist keine physikalische Konstante, sondern eine Herstellerentscheidung. Wer das weiß, liest die eigene Anleitung anders – und erkennt, ob dort eine Empfehlung, eine Untergrenze oder eine Werkseinstellung steht.

    Beim Reinigen und bei den Garantieklauseln gilt dasselbe: Es gibt keine Branchenregel, nur Wortlaute. Wir haben sie nebeneinandergelegt. Die Entscheidung – und der Blick in die Unterlagen deines Geräts – bleibt bei dir.

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  • Vallox 110 MV: die Filter

    Die Vallox 110 MV gehört zu den wenigen Wohnraumlüftungsgeräten, bei denen du die Filtermaße nicht aus einer Händlerbeschreibung zusammensuchen musst: Der Hersteller nennt sie selbst. Drei Filter, drei Maße, ein Paket mit der Nummer 22. Dieser Artikel zeigt, was genau im Gerät steckt, was Vallox zum Wechselrhythmus schreibt – und warum du die Paketnummer wichtiger nehmen solltest als jede Ähnlichkeit zum Nachbargerät.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Drei Filter gehören zum Gerät: zwei Grobstaubfilter und ein Feinstaubfilter, gebündelt im Paket 3354200, bei Vallox als „No. 22″ geführt.
    • Klassen: ISO Coarse > 75 % für beide Grobstaubfilter, ISO ePM1 50 % für den Feinstaubfilter in der Zuluft.
    • Die Maße stammen von vallox.com, also vom Hersteller: 15 × 230 × 245 mm, 230 × 248 mm und 15 × 252 × 400 mm.
    • Intervall im Wortlaut: „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“ Empfehlung zweimal, Minimum einmal.
    • Achtung bei der Bestellnummer: Zwischen den Vallox-Geräten wandern Paketnummern in Angeboten gern durcheinander. Prüfe sie gegen dein Typenschild.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Die Aufteilung folgt dem Prinzip, das Vallox bei den MV-Geräten durchhält: Auf der Zuluftseite arbeiten zwei Filter hintereinander, auf der Abluftseite einer. Der erste Zuluftfilter hält Grobes aus der Außenluft zurück, der zweite nimmt die feine Fraktion, bevor die Luft in die Räume geht. Der Abluftfilter schützt Wärmetauscher und Ventilator vor dem, was aus der Wohnung kommt.

    Position Klasse Maß (Hersteller) Paket
    Zuluft, Grobstaub ISO Coarse > 75 % 15 × 230 × 245 mm 3354200
    Zuluft, Feinstaub ISO ePM1 50 % 230 × 248 mm im selben Paket
    Abluft, Grobstaub ISO Coarse > 75 % 15 × 252 × 400 mm im selben Paket

    Die Klassen sind hier durchgängig in der ISO-Systematik angegeben. „ISO Coarse > 75 %“ heißt: Von der groben Staubfraktion hält der Filter mehr als drei Viertel zurück – eine Vorfilterstufe, die vor allem das Gerät schützt. „ISO ePM1 50 %“ beschreibt dagegen die Leistung gegenüber der feinsten Fraktion bis ein Mikrometer und ist die Stufe, die für die Qualität der Zuluft zuständig ist. Warum sich diese beiden Angaben nicht gegeneinander aufrechnen lassen und wie die alten Buchstabenklassen dazu passen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Beim Einsetzen ist die Reihenfolge entscheidend: Der Feinstaubfilter gehört in die Zuluft, nicht in den Abluftschacht. Das Maß hilft dir dabei, weil der Abluftfilter mit 252 × 400 mm deutlich größer ist als die beiden Zuluftfilter. Verwechseln lassen sich am ehesten die beiden Zuluftpositionen – die liegen mit 230 × 245 und 230 × 248 mm nur drei Millimeter auseinander.

    Das Maß – und woher es stammt

    Alle drei Maße kommen von vallox.com, also direkt vom Hersteller. Das ist in dieser Gerätewelt die Ausnahme und nicht die Regel: Die meisten Marken führen ihre Filter ausschließlich über Bestellnummern, und was du dann an Millimetern findest, stammt aus Händlerbeschreibungen. Widersprechen sich zwei Händler, gibt es keine Instanz, die entscheidet. Bei der 110 MV gibt es sie.

    Interessant ist, wie uneinheitlich der Hersteller die Angaben aufbaut. Für die beiden Grobstaubfilter nennt Vallox drei Werte, jeweils beginnend mit einer Dicke von 15 mm. Für den Feinstaubfilter nennt er nur zwei Kantenlängen und keine Dicke. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Lücke: Die Bauhöhe des Feinstaubfilters ist schlicht nicht veröffentlicht. Wir ergänzen sie nicht durch eine Schätzung, denn geraten ist nicht belegt.

    Wenn du einen Nachbau in Betracht ziehst, ist genau diese fehlende Dicke die Zahl, die du selbst ermitteln musst. Mit einem Messschieber gelingt das am ausgebauten Filter in wenigen Sekunden – gemessen wird am Rahmen und an einer unbeschädigten Stelle, nicht am aufgeworfenen Vlies. Notiere den Wert und lege ihn zu den Gerätepapieren. Wie du Filter sauber ausmisst, welche Kante zählt und welche Toleranz in der Praxis noch trägt, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen.

    Und der Vollständigkeit halber: Miss auch dann nach, wenn der Hersteller Zahlen liefert. Die Herstellerangabe beschreibt den Originalfilter, nicht das, was ein beliebiger Anbieter unter dieser Bezeichnung verkauft.

    Vallox 110 SE/MV Filterset F7 + 2x G4, Paket Nr. 22
    Vallox 110 SE/MV Filterset F7 + 2x G4, Paket Nr. 22

    17,07 €

    Für Betreiber dieses Geräts, die den kompletten Satz in einem Zug erneuern. Prüfe vor dem Kauf, ob das Angebot genau deine Gerätebezeichnung vom Typenschild und die dazugehörige Paketnummer nennt und ob alle Positionen des Satzes enthalten sind.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    In der offiziellen Betriebsanleitung für die MV-Geräte steht der Intervallsatz wörtlich so:

    „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“

    Dieser Satz wird häufig als Widerspruch gelesen – zweimal jährlich hier, einmal jährlich dort. Er ist keiner. Es handelt sich um eine Empfehlung mit angehängter Untergrenze: Gewünscht sind zwei Wechsel pro Jahr, unterschreiten darfst du einen. Wer einmal jährlich wechselt, hält den Wortlaut ein; wer zweimal wechselt, folgt der Empfehlung.

    Der Halbjahresrhythmus hat einen praktischen Sinn. Im Frühjahr geht ein frischer Feinstaubfilter in die Pollensaison. Im Herbst kommt der Sommerfilter heraus, bevor die Heizperiode beginnt und das Gerät über Monate durchläuft. Beide Termine liegen an natürlichen Wendepunkten der Belastung, und beide lassen sich leicht merken – was bei einem Gerät, das im Hauswirtschaftsraum still vor sich hin arbeitet, kein kleiner Vorteil ist.

    Ob du eher zum Minimum oder zur Empfehlung greifst, hängt an deiner Lage: viel Verkehr, offene Felder mit Erntestaub, Baustelle in der Nachbarschaft oder Haustiere im Haus sprechen für zwei Wechsel. Wie andere Hersteller dieselbe Frage beantworten – von „alle 3 Monate“ bis „jährlich“, also mit dem Faktor vier dazwischen – zeigt der Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Eine Aussage zum Reinigen der Filter macht Vallox in unseren Quellen nicht. Weder eine ausdrückliche Erlaubnis noch ein Verbot. Damit bleibt der Austausch der einzige belegte Weg – anders als bei zwei anderen Herstellern dieser Gerätewelt, die sich zu dieser Frage klar äußern, allerdings in entgegengesetzte Richtungen.

    Die Filterwechselanzeige

    Die ehrliche Auskunft zuerst: Für die MV-Geräte liegt uns kein belegter Wortlaut zum elektronischen Reset der Filteranzeige vor. Wie deine Steuerung eine Filtermeldung erzeugt und mit welcher Tastenfolge du sie quittierst, entnimmst du deiner Gerätedokumentation. Wir übertragen keinen Ablauf von einem anderen Modell, auch nicht von einem verwandten.

    Belegt ist ein anderer, aufschlussreicher Punkt: Vallox bietet für die SC-Geräte einen externen Filterwechselindikator zum Aufkleben an, einen Timestrip, im Fünferpack. Das ist reine Zeitanzeige – kein Sensor, keine Messung, kein Rücksetzknopf. Ein Hersteller, der so etwas ins Sortiment nimmt, sagt damit zwischen den Zeilen: Für den Filterwechsel zählt die verstrichene Zeit.

    Übertrage das Prinzip, nicht das Produkt. Für deine 110 MV heißt das: Schreibe das Wechseldatum auf den Rahmen des neuen Filters oder klebe es an die Innenseite der Gerätetür, und trage dir Frühjahr und Herbst ein. Wenn dein Gerät eine Meldung anzeigt, quittiere sie erst nach dem tatsächlichen Wechsel – eine weggedrückte Meldung ist kein sauberer Filter. Was Anzeigen technisch überhaupt erfassen und warum eine zeitbasierte Meldung nichts über den Zustand des Mediums sagt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    STEINLE 1321 Messschieber digital, Schieblehre 150 mm
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    Für alle, die die Bauhöhe eines Filters selbst abnehmen wollen, weil der Hersteller sie für diese Position nicht veröffentlicht. Prüfe vor dem Kauf, ob der Messbereich für deine Filterrahmen ausreicht und ob sich das Gerät auch mit einer Hand ablesen lässt.

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    Original oder Nachbau

    Vallox begründet seine Originalfilter technisch. Der Herstellersatz lautet: „Original Vallox filters guarantee optimum and designed filtration performance and heat recovery.“ Also: Originalfilter sichern die Filterleistung und die Wärmerückgewinnung in dem Zustand, für den das Gerät ausgelegt wurde.

    Als Risiken bei unpassenden Filtern nennt der Hersteller einen abweichenden Druckverlust, Leckagen, Überdruck im System sowie ein erhöhtes Feuchte- und Schimmelrisiko. Das ist eine Argumentation über Funktion, nicht über Vertragsfolgen – und darin unterscheidet sich Vallox von mehreren Wettbewerbern dieser Gerätewelt, die an derselben Stelle ausdrücklich vom Erlöschen von Ansprüchen schreiben. Ein solcher Satz ist uns für Vallox nicht belegt. Wir halten den Unterschied fest, ohne ihn zu bewerten; Aussagen darüber, welche Klausel im Einzelfall trägt, gehören in eine Rechtsberatung.

    Für die Kaufentscheidung heißt das: Es geht um Passung und Leistung. Rahmenmaß und Rahmenstabilität, damit keine Luft am Filter vorbeizieht. Die richtige Klasse an der richtigen Position – der feine Filter gehört in die Zuluft. Und ein Druckverlust in der Größenordnung des Originals, denn ein zu dichtes Medium erkauft die feinere Filtration mit Widerstand, den der Ventilator ausgleichen muss.

    Häufige Fragen

    Passt das Filterpaket der Vallox 096 MV in die 110 MV?

    Nein. Beide Geräte haben eigene Maße und eigene Paketnummern; die 110 MV führt Paket Nummer 22 unter 3354200. Die Ähnlichkeit der Gerätenamen führt hier regelmäßig zu Fehlkäufen – was für das Schwestergerät belegt ist, steht im Beitrag zur Vallox 096 MV.

    Wie sicher sind die Bestellnummern in Händlerangeboten?

    Nicht so sicher, wie man hoffen würde. Bei einer anderen Vallox-Baureihe führt ein Händler nachweislich die Nummer eines ganz anderen Geräts – der Fall ist im Beitrag zu Vallox ValloPlus dokumentiert. Prüfe die Nummer deshalb immer gegen dein Typenschild und nicht gegen die Produktüberschrift eines Angebots.

    Muss ich alle drei Filter gleichzeitig tauschen?

    Sie kommen als ein Paket, sitzen seit demselben Tag im Gerät und haben dieselbe Betriebszeit hinter sich. Einzeln zu wechseln bringt selten etwas und macht die Terminverfolgung unübersichtlich. Der Intervallsatz von Vallox spricht ebenfalls von einem gemeinsamen Wechsel.

    Was mache ich, wenn der Filter vor dem Termin sichtbar zugesetzt ist?

    Dann wechselst du früher. Die Halbjahresempfehlung ist ein Rhythmus für normale Verhältnisse, keine Mindesthaltbarkeit. Ein sichtbar zugesetzter Grobstaubfilter kostet Volumenstrom und belastet den Ventilator – und die Untergrenze „einmal jährlich“ ist eine Höchstdauer, kein Ziel.

    Fazit

    Bei der Vallox 110 MV bekommst du beides, was auf den meisten Geräteseiten fehlt: eine klare Bestellnummer und Maße vom Hersteller selbst. 15 × 230 × 245 mm, 230 × 248 mm und 15 × 252 × 400 mm, gebündelt im Paket 3354200. Nur die Bauhöhe des Feinstaubfilters bleibt offen – die misst du selbst.

    Das Intervall ist ein Satz mit zwei Ebenen: Frühjahr und Herbst als Empfehlung, einmal jährlich als Untergrenze. Und beim Thema Originalfilter argumentiert Vallox über Technik statt über Vertragsfolgen. Wer die Paketnummer beim Bestellen ernst nimmt, hat bei diesem Gerät alles Wesentliche im Griff.

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