Autor: inselcamper@gmx.de

  • Helios KWL EC 270 und 370: die Filter

    Du hast eine Helios KWL EC 270 oder KWL EC 370 im Haus, das Bedienelement meldet Filterwechsel, und du stehst vor der Frage, was du eigentlich bestellen musst. Bei diesem Gerät sind es womöglich mehr Positionen, als du denkst: Neben den beiden Filtern in Außen- und Abluft hat der Bypass eigene Filter mit eigenen Bestellnummern. Und Helios erlaubt bei dieser Baureihe etwas, das sonst kaum ein Hersteller so klar hinschreibt – einmal absaugen. Dieser Artikel sortiert, was belegt ist und was nicht.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Serienmäßig sitzen G4-Filter im Gerät, Bestellnummer 09613 für Außen- und Abluft. Das steht so in der Montage- und Betriebsvorschrift, abrufbar über eine Anleitungskopie.
    • Der Bypass hat eigene Filterpositionen: 09617 in G4, 09618 als F7-Variante. Wer nur den Hauptsatz bestellt, hat den halben Bedarf gedeckt.
    • Ein Millimetermaß gibt es nur für den optionalen F7-Filter (09614): 397 × 190 × 20 mm – und das nennt der Fachhandel, nicht Helios. Für die G4-Positionen gibt es gar kein veröffentlichtes Maß.
    • Intervall laut Anleitung: Kontrolle regelmäßig, Werkseinstellung alle 6 Monate, Austausch spätestens nach einjährigem Betrieb.
    • Die belegte Reinigungsausnahme lautet wörtlich „Durch einmaliges Absaugen“ – danach ist Schluss, egal wie der Filter aussieht.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Die Montage- und Betriebsvorschrift zur KWL EC 270 Pro sagt zur Bestückung einen Satz, der kurz ist und trotzdem alles Wesentliche enthält: „Das Gerät ist serienmäßig mit G4-Filtern (nach DIN EN 13779) ausgestattet. Optional sind F7-Filter erhältlich.“ Das Dokument liegt uns über eine Anleitungskopie vor, nicht über den Herstellerdownload – die Formulierung stammt aber aus dem Helios-Dokument selbst.

    Wichtig ist der Klammerzusatz. „G4 nach DIN EN 13779″ ist die alte Bezeichnungswelt. Auf neuen Packungen findest du stattdessen Angaben wie „ISO Coarse 65 %“, weil die Filterprüfung inzwischen nach ISO 16890 läuft. Was diese Gruppen bedeuten und warum die Umrechnung zwischen alter und neuer Kennzeichnung keine saubere Formel kennt, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Die zweite Besonderheit ist die Zahl der Positionen. Für diese Baureihe sind vier verschiedene Filterartikel belegt:

    Position Klasse Bestellnummer Maß
    Außenluft und Abluft, serienmäßig G4 09613 keine veröffentlichte Angabe
    Bypass, serienmäßig G4 09617 keine veröffentlichte Angabe
    Zuluft, optional F7 09614 397 × 190 × 20 mm (Fachhandel)
    Bypass, optional F7 09618 keine veröffentlichte Angabe

    Der Bypass ist die Umgehung des Wärmetauschers, über die im Sommer kühle Nachtluft ins Haus geführt wird, ohne dass sie vorher aufgeheizt wird. Dass diese Luftführung eigene Filterpositionen mit eigenen Nummern hat, übersehen viele Betreiber – sie bestellen 09613, wechseln zwei Filter und wundern sich, dass in einem weiteren Fach noch etwas Graues sitzt. Wenn du nicht sicher bist, welche Fächer dein Gerät hat, zähle sie vor der Bestellung ab, statt von der Zahl der Filter im Nachbargerät auszugehen.

    Das Maß – und woher es stammt

    Hier wird es unbefriedigend, und das schreiben wir lieber hin, als es zu überspielen. Für die serienmäßigen G4-Filter der KWL EC 270 und 370 liegt uns kein Millimetermaß vor – weder von Helios noch aus dem Fachhandel. Belegt ist nur die Bestellnummer 09613. Dasselbe gilt für die beiden Bypass-Positionen 09617 und 09618.

    Ein einziges Maß ist belegt, und zwar für den optionalen F7-Filter mit der Nummer 09614: 397 × 190 × 20 mm. Diese Angabe stammt vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. Sie ist kein Helios-Datenblattwert, sondern eine Händlerbeschreibung, und sie sagt nichts über die G4-Positionen im selben Gerät. Von einem Filter auf den anderen zu schließen, wäre in beide Richtungen geraten.

    Das ist bei Lüftungsfiltern die Regel und nicht die Ausnahme: Kaum ein Hersteller veröffentlicht Millimeter, weil er über die Bestellnummer verkauft und nicht über das Maß. Für dich heißt das ganz praktisch: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach. Länge, Breite und Höhe am Rahmen, nicht am ausgebeulten Vlies, und notiere dir die Werte gleich auf dem Karton des neuen Satzes. Wie du sauber misst und welche Toleranz noch passt, steht im Beitrag zum Filtermaß richtig messen.

    Sparhai24 Filter passend für Helios KWL EC 270/370, ELF-KWL 270/370 4/4
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    Für Betreiber dieser Baureihe, die die serienmäßige Bestückung in Außen- und Abluft turnusmäßig tauschen. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung genau deine Gerätebezeichnung vom Typenschild nennt und ob die im Angebot genannte Bestellnummer zu der Position passt, die du wechseln willst.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Der Intervallsatz steht in der Montage- und Betriebsvorschrift und lautet wörtlich:

    „Die Filter sind je nach Verschmutzungsgrad (Gefahr von Schimmelbildung) regelmäßig (siehe Anzeige Bedienelement Werkseinstellung alle 6 Monate) zu kontrollieren, ggf. zu reinigen. Durch einmaliges Absaugen oder nach spätestens 1-jährigem Betrieb müssen sie aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden.“

    In diesem einen Satz stecken drei Anweisungen, die auseinandergehalten werden wollen. Erstens die Kontrolle: regelmäßig, mit der Werkseinstellung der Anzeige alle sechs Monate als Taktgeber. Zweitens die Obergrenze: nach spätestens einjährigem Betrieb muss der Filter raus, unabhängig davon, wie sauber er aussieht. Drittens die Reinigungsausnahme, und die ist der eigentlich bemerkenswerte Teil.

    „Durch einmaliges Absaugen“ – was das genau heißt

    Die meisten Hersteller dieser Geräteklasse sagen zum Reinigen gar nichts. Helios sagt hier etwas, und zwar präzise: „Durch einmaliges Absaugen“. Der Filter darf also abgesaugt werden – aber das Absaugen ist kein Weg, die Standzeit beliebig zu strecken. Es ist ein Ereignis, das die Uhr beendet. Nach dem einen Mal Absaugen muss der Filter aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden, genauso wie nach einem Jahr Betrieb. Die beiden Bedingungen stehen im Original mit „oder“ verbunden: Was zuerst eintritt, zählt.

    Praktisch bedeutet das: Wenn du im Herbst absaugst, weil der Filter grau ist, hast du dir keine zusätzlichen Monate gekauft, sondern den letzten Zug vor dem Wechsel gemacht. Wer das anders liest und alle zwei Monate absaugt, verlässt den belegten Herstellerwortlaut. Warum Absaugen bei einem Feinfilter ohnehin weniger bringt, als das Auge vermuten lässt, ordnet der Beitrag Filter waschen oder wechseln ein. Waschen steht in dem Helios-Satz übrigens nicht – dort steht Absaugen, und nur das.

    Der Vergleich lohnt sich: Wolf erlaubt bei einer anderen Baureihe ausdrücklich drei Reinigungen, Viessmann verbietet das Reinigen bei einem seiner Geräte ebenso ausdrücklich. Die ganze Bandbreite der Herstelleraussagen von drei Monaten bis zwölf Monaten steht im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Die Filterwechselanzeige

    Der Anleitungssatz verweist auf die „Anzeige Bedienelement Werkseinstellung alle 6 Monate“. Das ist der einzige belegte Hinweis zur Anzeige bei dieser Baureihe – und er sagt etwas Wichtiges über die Art der Überwachung: Sechs Monate sind eine Zeitvorgabe, keine Messung. Eine Anzeige, die eine Werkseinstellung in Monaten hat, zählt Zeit, sie wiegt keinen Staub.

    Ob bei der KWL EC 270 und 370 zusätzlich ein Differenzdrucksensor mitspricht, ist in unseren Quellen nicht belegt. Wir behaupten es deshalb nicht. Bei anderen Helios-Geräten ist die Anzeige ausdrücklich kalenderbasiert – dort wird ein Wechseldatum hinterlegt und daraus das Fälligkeitsdatum errechnet. Dass das hier genauso funktioniert, liegt nahe, ist aber für diese Baureihe nicht dokumentiert, und Naheliegendes ist kein Beleg.

    Zwei Konsequenzen für den Alltag. Erstens: Eine zeitbasierte Meldung weiß nichts über deinen Filter. Wenn du in einer staubigen Lage wohnst, an einer Straße oder mit Baustelle nebenan, ist der Filter womöglich vor der Meldung fällig – deshalb steht in der Anleitung die Kontrolle neben dem Intervall. Zweitens: Eine zeitbasierte Meldung kommt auch dann, wenn das Gerät wochenlang stillstand. Was Wechselanzeigen technisch messen und was sie nur zählen, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen. Setze die Anzeige nach jedem Wechsel zurück, sonst verlierst du den einzigen Taktgeber, den du hast.

    Sparhai24 Filter passend zu Helios KWL EC 270/370, Bypass 09617
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    Für die Bypass-Position, die eine eigene Bestellnummer hat und beim Nachkauf gern vergessen wird. Prüfe vor dem Kauf, ob das Angebot ausdrücklich diese Position bezeichnet und nicht den Satz für Außen- und Abluft, und ob dein Gerät die Bypass-Ausführung überhaupt besitzt.

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    Original oder Nachbau

    Zu dieser Baureihe liegt uns kein eigener Garantiesatz vor. Helios formuliert die Haltung zu Fremdteilen aber an anderer Stelle in den eigenen Unterlagen, und der Wortlaut ist eindeutig: „Der Gebrauch von Zubehörteilen, die nicht von Helios empfohlen oder angeboten werden, ist nicht zulässig.“ In der gemeinsamen Bedienungsanleitung zweier anderer Helios-Baureihen steht eine leicht erweiterte Fassung desselben Gedankens: „Die Verwendung von Zubehörteilen, die nicht von Helios freigegeben, empfohlen oder angeboten werden, ist nicht zulässig.“

    Beides sind Herstellersätze aus Helios-Dokumenten, aber nicht aus dem Dokument zur KWL EC 270 Pro. Das ist ein Unterschied, den wir kennzeichnen, statt ihn wegzulassen: Was der Hersteller allgemein zu Zubehör schreibt, ist keine Klausel, die wir für dein Gerät zitieren könnten. Wir geben den Wortlaut wieder und ordnen ihn ein – eine Bewertung, ob eine solche Formulierung im Einzelfall trägt, ist Sache einer Rechtsberatung und nicht dieser Seite.

    Sachlich lässt sich sagen, worauf es beim Nachbau ankommt: Rahmenmaß und Rahmenstabilität, damit keine Luft am Filter vorbeigeht, die Filterklasse in der Ausführung, die für die jeweilige Position vorgesehen ist, und ein Druckverlust in der Größenordnung des Originals. Ein zu feiner Filter in der falschen Position ist kein Upgrade, sondern ein Widerstand, den der Ventilator ausgleichen muss. Wer über Zuschnitt und Meterware nachdenkt, findet die Klauseln anderer Hersteller und die technischen Fallstricke im Beitrag Filter selbst zuschneiden.

    Häufige Fragen

    Sind die Filter der KWL EC 270 und der KWL EC 370 identisch?

    Für beide Geräte sind dieselben Bestellnummern belegt: 09613 für Außen- und Abluft, 09617 für den Bypass, 09614 und 09618 als F7-Varianten. Ein Millimetermaß, mit dem du das nachprüfen könntest, gibt es für die G4-Positionen nicht. Nimm deshalb die Bestellnummer als führende Angabe und die Bezeichnung auf dem Typenschild als Gegenprobe.

    Kann ich statt G4 einfach F7 einbauen?

    Helios nennt F7 ausdrücklich als Option, sowohl im Hauptgerät als auch im Bypass, und vergibt dafür eigene Nummern. Es ist also kein Umbau, sondern eine vorgesehene Variante. Bedenke aber, dass ein feinerer Filter mehr Druckverlust bedeutet und die Standzeit anders verläuft. Der Grobfilter schützt vor allem das Gerät, der Feinfilter vor allem die Zuluft.

    Reicht es, den Filter abzusaugen, wenn er nur leicht grau ist?

    Nach dem Anleitungswortlaut darfst du das einmal tun – und danach ist der Filter fällig. Der Satz nennt das Absaugen und die Jahresfrist als gleichrangige Auslöser für den Austausch. Wer den Wortlaut ernst nimmt, spart mit dem Absaugen keine Filter, sondern verschiebt den Wechsel um Wochen.

    Woher weiß ich, ob mein Gerät Bypass-Filter hat?

    Am sichersten über die Gerätedokumentation und über einen Blick in die Filterfächer bei ausgeschaltetem Gerät. Belegt ist, dass es für diese Baureihe die Bypass-Positionen 09617 und 09618 als eigene Artikel gibt. Welche Fächer dein konkretes Gerät hat, entscheidet die Ausstattung, und die steht in deinen Unterlagen, nicht in einem Ratgeber.

    Fazit

    Die KWL EC 270 und 370 sind Geräte, bei denen die Bestellnummer mehr wert ist als jede Maßangabe: G4 serienmäßig unter 09613, der Bypass mit 09617 als eigene Position, F7 optional unter 09614 und 09618. Nur für den F7-Filter existiert überhaupt ein Millimetermaß, und das kommt aus dem Fachhandel.

    Beim Intervall ist Helios ungewöhnlich konkret: Kontrolle im Halbjahrestakt, Austausch spätestens nach einem Jahr – und einmal absaugen ist erlaubt, aber es beendet die Standzeit, statt sie zu verlängern. Wer diesen einen Satz richtig liest, braucht für dieses Gerät keine weitere Regel.

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  • Helios KWL EC 340: die Filter

    Bei der Helios KWL EC 340 passiert etwas, das in dieser Geräteklasse selten ist: Der Hersteller nennt selbst ein Millimetermaß für seinen Filter. Und trotzdem hast du am Ende zwei Zahlen vor dir, weil der Fachhandel dasselbe Teil zwei Millimeter dicker beschreibt. Dieser Artikel zeigt beide Werte, sagt, wo sie herkommen, und klärt, was im Gerät steckt und wann es raus muss.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Serienmäßig sitzen zwei G4-Filter im Gerät, einer in der Außenluft, einer in der Abluft. Bestellnummer des Satzes: 4239.
    • Das Maß nennt Helios im eigenen Shop selbst: 582 × 96 × 18 mm. Der Fachhandel nennt für dasselbe Teil 580 × 95 × 20 mm. Beide Werte stehen hier, weil keiner den anderen widerlegt.
    • Optional gibt es einen F7-Pollenfilter (4240) oder einen Aktivkohlefilter (3051) in der Zuluft nach dem Wärmetauscher. Für diese Positionen ist kein Maß veröffentlicht.
    • Intervall laut Bedienungsanleitung: „Nach spätestens 1-jährigem Betrieb“ austauschen, bei Feuchte oder Schimmel sofort.
    • Eine automatische Filterwechselanzeige beschreibt dieses Dokument nicht – es verlangt stattdessen regelmäßige Kontrolle.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Die Bedienungsanleitung, die Helios für die KWL EC 340 gemeinsam mit der KWL EC 220 herausgegeben hat, beschreibt die Bestückung so: „Außenluft: G4-Filter. Abluft: G4-Filter. Optional: F7-Pollenfilter oder Aktivkohlefilter in der Zuluft nach dem Wärmetauscher.“ Das Dokument liegt uns über eine Anleitungskopie vor. Wenn du unsicher bist, ob du das richtige Handbuch in der Hand hältst: Es deckt beide Baureihen ab, was auch heißt, dass nicht jeder Satz darin für dein Gerät gilt. Was für das Schwestergerät belegt ist, steht im Beitrag zur Helios KWL EC 220.

    Drei Positionen sind für die KWL EC 340 belegt:

    Position Klasse Bestellnummer Maß
    Außenluft und Abluft, Satz mit zwei Stück G4 4239 582 × 96 × 18 mm (Helios-Shop) bzw. 580 × 95 × 20 mm (Fachhandel)
    Zuluft nach Wärmetauscher, optional F7 4240 keine veröffentlichte Angabe
    Zuluft, alternativ zum F7 Aktivkohle 3051 keine veröffentlichte Angabe

    Beachte die Reihenfolge im Herstellersatz: Der Feinfilter sitzt nach dem Wärmetauscher. Er filtert damit nicht die Außenluft, bevor sie durch das Gerät läuft, sondern die Zuluft, bevor sie in die Räume geht. Das ist eine andere Aufgabe als die der beiden G4-Filter, die zuerst das Gerät selbst schützen. Und es ist ein Entweder-oder: F7 oder Aktivkohle, nicht beides an derselben Stelle. Was die alten Buchstabenklassen mit den heutigen ISO-Gruppen zu tun haben, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Das Maß – und woher es stammt

    Jetzt der Teil, wegen dem diese Seite existiert. Für den G4-Satz 4239 gibt es zwei Maßangaben:

    • 582 × 96 × 18 mm – das ist die Angabe aus dem Helios-Shop, also vom Hersteller selbst.
    • 580 × 95 × 20 mm – das nennt der Fachhandel für dasselbe Teil.

    Der Unterschied ist klein und trotzdem lehrreich. In Länge und Breite liegen zwei beziehungsweise ein Millimeter dazwischen – das ist die typische Differenz zwischen einem gerundeten Katalogwert und einer genaueren Messung. In der Dicke steht 18 gegen 20 mm, und das ist die Angabe, die beim Einschieben in ein Fach am ehesten spürbar wird.

    Wir wählen keinen der beiden Werte aus. Die Herstellerangabe hat das höhere Gewicht, weil sie aus dem Shop des Herstellers stammt und nicht aus einer Händlerbeschreibung. Aber sie widerlegt die Händlerangabe nicht: Beide beschreiben ein weiches Produkt mit einem gefalteten Medium, das je nach Messpunkt unterschiedlich ausfällt. Wer 18 mm bestellt und 20 mm bekommt, hat vermutlich denselben Filter in der Hand.

    Trotzdem gilt der Satz, der in dieser Rubrik auf jeder Geräteseite steht: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach. Miss am Rahmen und nicht am aufgeblähten Vlies, notiere alle drei Werte und vergleiche sie mit der Angebotsbeschreibung. Dass zwei Quellen sich um zwei Millimeter unterscheiden, ist harmlos – dass ein Angebot ein ganz anderes Format meint, ist es nicht. Wie du sauber misst und welche Abweichung in der Praxis noch trägt, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen.

    Ein Hinweis zur Einordnung: Dass ein Hersteller in dieser Gerätewelt überhaupt Millimeter veröffentlicht, ist die Ausnahme. Die meisten verkaufen ausschließlich über die Bestellnummer und lassen das Maß im Katalog offen. Für die KWL EC 340 hast du damit mehr Information als für die meisten anderen Wohnraumlüftungsgeräte – nutze sie, aber verlasse dich nicht blind darauf.

    Ersatzfilter für dieses Gerät – wo wir nichts gefunden haben

    Für die serienmäßige Bestückung in Außen- und Abluft gibt es den Satz unter der Bestellnummer 4239, für die optionale Feinstufe in der Zuluft die 4240. Beide Nummern stehen im Helios-Ersatzteilprogramm.

    Über die Amazon-Produktsuche haben wir zu keiner der beiden Nummern ein Angebot gefunden, das diese Baureihe ausdrücklich nennt – in drei Anläufen nicht. Für andere Helios-Baureihen war das kein Problem. Deshalb steht hier kein Produkt: Der Weg führt über den Fachhandel oder den Helios-Ersatzteilshop. Wenn du dort bestellst, nimm die Bestellnummer mit und vergleiche das Maß mit deinem ausgebauten Filter – die Angaben von Hersteller und Handel gehen bei diesem Gerät um zwei Millimeter auseinander.

    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Der Intervallsatz in der gemeinsamen Bedienungsanleitung lautet wörtlich:

    „Nach spätestens 1-jährigem Betrieb müssen die Filter aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden. Sollten die Filter feucht oder schimmlig sein, müssen diese sofort gewechselt werden!“

    Zwei Aussagen, zwei Auslöser. Der erste ist eine Höchstdauer: ein Jahr Betrieb, nicht mehr. Das Wort „spätestens“ trägt dabei mehr Gewicht, als es aussieht – es ist eine Obergrenze, kein empfohlener Turnus. Der zweite Auslöser ist zustandsabhängig und sofort wirksam: Feuchtigkeit oder Schimmelbefall beenden die Standzeit unabhängig vom Kalender. Helios setzt an dieser Stelle ein Ausrufezeichen, und das ist im Original so gemeint.

    Ergänzend verlangt dieselbe Anleitung: „Die Filter sind je nach Verschmutzungsgrad regelmäßig zu kontrollieren.“ Ein Zahlenwert für diese Kontrolle steht dort nicht. Der Hersteller nennt also eine harte Obergrenze und überlässt dir den Rhythmus dazwischen. Ein halbjährlicher Blick ins Filterfach ist die gängige Praxis in dieser Geräteklasse und deckt sich mit dem, was andere Hersteller ihren Kunden vorgeben – belegt für die KWL EC 340 ist er nicht.

    Wie weit die Herstellerangaben in dieser Gerätewelt auseinanderliegen, zeigt der Vergleich der Filterwechsel-Intervalle: Zwischen dem strengsten und dem lockersten belegten Wert liegt der Faktor vier – drei Monate gegen zwölf, für dieselbe Aufgabe. Helios liegt mit „spätestens ein Jahr“ am oberen Ende dieser Spanne.

    Die Filterwechselanzeige

    Hier ist die ehrliche Auskunft eine Leerstelle: In der Bedienungsanleitung zur KWL EC 340 wird keine automatische Filterwechselanzeige beschrieben. Es gibt in diesem Dokument keinen Timer, keine Werkseinstellung in Monaten, keine LED-Beschreibung und keine Reset-Anleitung. Stattdessen steht dort der Satz zur regelmäßigen Kontrolle nach Verschmutzungsgrad.

    Das heißt nicht zwingend, dass dein Gerät nichts anzeigt – eine Bedienung oder Regelung kann je nach Ausstattung mehr können, als das gemeinsame Handbuch beschreibt. Es heißt, dass wir dir dazu keine belegte Angabe machen können, und wir erfinden keine. Andere Helios-Baureihen haben ein kalenderbasiertes System mit einstellbarem Intervall und einem Wechseldatum, das in der Software hinterlegt wird. Diese Funktion einfach auf die KWL EC 340 zu übertragen, wäre ein Schluss von einem Gerät auf ein anderes, und genau den vermeiden wir.

    Praktisch bedeutet eine fehlende Anzeige, dass du selbst der Timer bist. Bewährt hat sich, das Wechseldatum direkt auf den Rahmen des neuen Filters zu schreiben oder es an die Innenseite der Gerätetür zu kleben. Dann steht die Antwort dort, wo die Frage entsteht. Was die verschiedenen Anzeigetypen technisch messen – Zeit, Betriebsstunden oder wirklich Druck – und warum eine erloschene Meldung nichts über den Filterzustand sagt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Original oder Nachbau

    In derselben Bedienungsanleitung steht ein Satz zum Zubehör, und er ist deutlich:

    „Die Verwendung von Zubehörteilen, die nicht von Helios freigegeben, empfohlen oder angeboten werden, ist nicht zulässig.“

    In einem anderen Helios-Dokument steht die kürzere Fassung: „Der Gebrauch von Zubehörteilen, die nicht von Helios empfohlen oder angeboten werden, ist nicht zulässig.“ Beide Sätze sprechen von Zulässigkeit, nicht ausdrücklich von Garantieverlust. Andere Hersteller dieser Branche formulieren an derselben Stelle härter und knüpfen den Anspruch direkt an Originalteile. Wir geben die Wortlaute wieder und ordnen sie ein; ob eine solche Klausel im Einzelfall trägt, ist eine Rechtsfrage, die wir nicht beantworten.

    Technisch entscheidet beim Nachbau dreierlei: das Rahmenmaß, damit keine Luft am Filter vorbeiströmt, die Filterklasse in der für die Position vorgesehenen Ausführung, und ein vergleichbarer Druckverlust. Gerade bei einem Filter mit rund 96 Millimetern Breite ist die Passung eng – ein paar Millimeter zu schmal, und die Falschluft nimmt den bequemeren Weg. Wer mit Zuschnitt oder Meterware liebäugelt, findet die Klauseln anderer Hersteller und die technischen Grenzen im Beitrag Filter selbst zuschneiden.

    Häufige Fragen

    Welches der beiden Maße soll ich beim Kauf zugrunde legen?

    Nimm die Herstellerangabe 582 × 96 × 18 mm als Referenz, weil sie aus dem Helios-Shop stammt. Wenn ein Angebot 580 × 95 × 20 mm nennt, ist das kein Widerspruch, sondern dieselbe Filtergröße in einer anderen Beschreibung. Entscheidend bleibt der Abgleich mit deinem ausgebauten Filter.

    Passt der Filter der KWL EC 220 auch in die KWL EC 340?

    Nein, dafür gibt es keinen Beleg – und die Bestellnummern sprechen dagegen. Für die KWL EC 340 ist der Satz 4239 belegt, für die KWL EC 220 eine andere Nummer. Dass beide Geräte sich eine Bedienungsanleitung teilen, heißt nicht, dass sie sich Filter teilen.

    Muss ich beide G4-Filter gleichzeitig wechseln?

    Der Satz 4239 enthält zwei Stück, und der Anleitungssatz spricht von „den Filtern“ im Plural mit einer gemeinsamen Frist. Beide sitzen seit demselben Tag im Gerät und haben dieselbe Betriebszeit hinter sich. Sie einzeln zu wechseln, bringt keinen Vorteil und kostet dich den Überblick über das Datum.

    Was mache ich, wenn der Filter feucht ist?

    Die Anleitung ist an dieser Stelle eindeutig: sofort wechseln, ohne auf das Jahresende zu warten. Feuchtigkeit im Filtermedium ist der Zustand, den Helios ausdrücklich vom normalen Verschmutzungsverlauf trennt. Wenn Feuchte wiederholt auftritt, ist die Ursache am Gerät oder an der Luftführung zu suchen und nicht am Filter.

    Fazit

    Die KWL EC 340 ist der seltene Fall, in dem der Hersteller ein Filtermaß selbst veröffentlicht: 582 × 96 × 18 mm für den G4-Satz 4239. Dass der Fachhandel 580 × 95 × 20 mm nennt, ist kein Grund zur Verunsicherung – beide Angaben beschreiben dasselbe Teil, und die zwei Millimeter in der Dicke gehen auf unterschiedliche Messpunkte zurück.

    Beim Wechsel gilt „spätestens 1-jährigem Betrieb“ als Obergrenze und Feuchte oder Schimmel als sofortiger Auslöser. Eine automatische Anzeige beschreibt das Handbuch nicht, also übernimmst du diese Rolle: Datum notieren, halbjährlich hineinschauen, spätestens nach zwölf Monaten tauschen.

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  • Helios EcoVent Verso: die Filter

    Beim Helios EcoVent Verso suchst du im Handbuch vergeblich nach der einen Zahl, die du eigentlich willst: Wie oft muss der Filter raus? Helios nennt für dieses Gerät kein Intervall in Monaten. Es gibt nur eine blinkende Anzeige, die irgendwann kommt. Dieser Artikel sagt dir, was belegt ist, was nicht, und wie du mit dieser Lücke praktisch umgehst, ohne dir eine Frist auszudenken.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Gerät sitzen Rundfilter, verkauft als Satz mit zwei Stück, Bestellnummer 09366.
    • Die Klasse ist G3 beziehungsweise ISO Coarse 50 % – eine Grobstaubstufe, kein Pollenfilter.
    • Ein Millimetermaß gibt es nicht, weder vom Hersteller noch aus dem Handel. Ein Rundfilter hat kein Länge-mal-Breite-mal-Höhe, und ein Durchmesser ist nirgends veröffentlicht.
    • Ein Wechselintervall in Monaten ist für dieses Gerät nicht belegt. Die Montage- und Betriebsvorschrift nennt keinen Zeitwert.
    • Der Wechsel wird durch das „Blinken der LEDs aller Lüftungsstufen“ angezeigt und am Bedienelement quittiert.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Der EcoVent Verso ist ein dezentrales Gerät der Baugröße EC 45-160. Belegt ist für ihn genau ein Filterartikel: ein Rundfilter-Satz mit zwei Stück unter der Bestellnummer 09366, Klasse G3 / ISO Coarse 50 %. Keine optionale Feinfilterstufe, keine Aktivkohle-Variante, keine zweite Nummer für eine andere Position – jedenfalls nichts, was uns belegt vorliegt.

    Diese Kürze ist selbst eine Information. Bei den zentralen Geräten derselben Marke stehen drei bis vier Filterartikel im Katalog, weil dort Außenluft, Abluft, Zuluft und teils der Bypass eigene Positionen haben. Beim EcoVent Verso reduziert sich die Sache auf einen Satz, den du komplett tauschst.

    Wichtig ist die Klassenangabe, weil sie leicht überschätzt wird. G3 beziehungsweise ISO Coarse 50 % ist eine Grobstaubstufe. Sie hält Flusen, Insekten, groben Staub und Blütenteile zurück. Sie ist keine Pollenfilterstufe und keine Feinstaubstufe – dafür bräuchte es eine ePM-Klasse, und die ist für dieses Gerät nicht belegt. Wenn dir jemand einen „Pollenfilter“ für den EcoVent Verso anbietet, prüfe genau, worauf sich diese Bezeichnung stützt. Wie die Gruppen zusammenhängen und warum eine Coarse-Angabe nichts über die feinste Fraktion sagt, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Das Maß – und woher es stammt

    Die ehrliche Antwort lautet: Es gibt keins. Für den Rundfilter 09366 liegt uns weder eine Herstellerangabe noch eine Händlerangabe zu einem Millimetermaß vor. Das hat einen sachlichen Grund und einen Recherchegrund.

    Der sachliche Grund: Ein Rundfilter wird nicht in Länge × Breite × Höhe beschrieben, sondern über Durchmesser und Bauhöhe. Die Kataloglogik der Plattenfilter greift hier gar nicht. Der Recherchegrund: Auch diese beiden Werte veröffentlicht niemand, den wir geprüft haben. Damit fällt für dieses Gerät der übliche Rettungsanker weg – bei Plattenfiltern kannst du im Zweifel über das Maß bestellen, hier nicht.

    Was daraus folgt: Für den EcoVent Verso ist die Bestellnummer die einzige belastbare Identifikation. 09366, dazu die Gerätebezeichnung vom Typenschild. Bestellst du nach Augenmaß oder nach einem Foto, kaufst du auf gut Glück.

    Wenn du den alten Filter in der Hand hast, miss trotzdem nach – nicht, um eine Angebotsangabe zu vergleichen, sondern um überhaupt eine Zahl zu haben. Bei einem runden Filter sind das der Außendurchmesser und die Höhe des Rings. Notiere beides und lege die Notiz zu den Gerätepapieren. Beim nächsten Mal ist sie mehr wert als jede Katalogsuche. Wie du an einem verbauten Filter sauber misst, welche Kante zählt und wo Messfehler entstehen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt – nämlich keine Frist

    Hier steht die Kernaussage dieses Artikels, und sie ist eine Leerstelle: Helios nennt für den EcoVent Verso kein Wechselintervall in Monaten. In der Montage- und Betriebsvorschrift, die uns über eine Anleitungskopie vorliegt, steht an der Stelle zum Filter kein Zeitwert – keine sechs Monate, kein Jahr, keine Spanne. Beschrieben ist nur, dass das Gerät den Wechsel über die Lüftungsstufen-LEDs anzeigt und wie du diese Meldung quittierst.

    Das ist bemerkenswert, weil derselbe Hersteller bei seinen zentralen Baureihen sehr wohl Zahlen nennt: dort steht eine Werkseinstellung von sechs Monaten in der Anzeige und ein Austausch „nach spätestens 1-jährigem Betrieb“. Diese Werte auf den EcoVent Verso zu übertragen, wäre bequem – und falsch. Es ist ein anderes Gerät, ein anderes Dokument, eine andere Filterbauform. Ein Schluss von einem Gerät auf ein anderes ist kein Beleg.

    Was heißt das für dich? Du hast keine Herstellerfrist, an der du dich festhalten kannst, sondern zwei Anhaltspunkte:

    • Die Anzeige des Geräts. Sie ist das einzige, was der Hersteller für diesen Zweck vorgesehen hat.
    • Der Augenschein. Ein Grobstaubfilter zeigt seinen Zustand deutlicher als ein Feinfilter: Er wird sichtbar grau, das Vlies setzt sich zu, an der Anströmseite sammelt sich Flusiges.

    Und du hast einen Vergleichsmaßstab von außen. Der Fachverband BDH empfiehlt für Wohnungslüftungsanlagen bei normalen Luftqualitäten einen halbjährlichen Filterwechsel – das ist eine Verbandsempfehlung für die Gerätegattung, keine Herstellerangabe für dein Modell. Wie weit die Hersteller in dieser Frage auseinanderliegen und wo die Geräte ohne jede Fristangabe stehen, zeigt der Vergleich der Filterwechsel-Intervalle. Welche Faktoren die Standzeit eines Filters tatsächlich bestimmen – Lage, Staubanfall, Betriebsstunden, Filterfläche – ordnet der Beitrag Filterstandzeit ein.

    Die Filterwechselanzeige

    Die Anzeige ist beim EcoVent Verso ungewöhnlich gelöst, weil das Gerät kein Display hat. Die Montage- und Betriebsvorschrift beschreibt sie über das „Blinken der LEDs aller Lüftungsstufen“. Es leuchtet also nicht eine dedizierte Filterlampe, sondern die vorhandenen Stufen-LEDs blinken gemeinsam. Wer das nicht weiß, hält es für eine Störung.

    Der Reset steht ebenfalls im Wortlaut in der Vorschrift: „Am Bedienelement beide Tasten länger als zwei Sekunden drücken, um den Filterwechsel zu quittieren.“ Zwei Tasten, mehr als zwei Sekunden, fertig. Das ist der komplette belegte Ablauf.

    Und hier kommt die zweite Lücke: Worauf die LED reagiert, ist nicht belegt. Ob dahinter ein Betriebsstundenzähler, ein Kalender oder eine Druckmessung steckt, sagt das Dokument nicht. Diese Frage ist nicht akademisch – sie entscheidet, wie viel die Meldung wert ist. Ein Zeitzähler meldet auch dann, wenn das Gerät kaum lief; eine Druckmessung meldet erst, wenn der Filter tatsächlich zusetzt. Wir können dir für dieses Gerät nicht sagen, welches von beidem zutrifft, also behaupten wir es nicht. Was die verschiedenen Anzeigetypen jeweils bedeuten und warum eine quittierte Meldung nichts über den Filter aussagt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Praktisch heißt das: Quittiere die Meldung erst, wenn der Filter wirklich getauscht ist, und nicht, um das Blinken loszuwerden. Und notiere dir das Datum. Bei einem Gerät ohne Herstellerfrist ist deine eigene Aufzeichnung die einzige Historie, die es gibt – nach zwei, drei Wechseln kennst du deinen persönlichen Rhythmus besser als jede Katalogangabe. Ein Streifen Beschriftungsband am Gerät oder am Filterdeckel reicht dafür völlig.

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    Original oder Nachbau

    Zum EcoVent Verso liegt uns kein eigener Garantie- oder Zubehörsatz vor. Helios formuliert seine Haltung zu Fremdteilen aber in anderen Dokumenten deutlich. In einem Herstellerdokument heißt es: „Der Gebrauch von Zubehörteilen, die nicht von Helios empfohlen oder angeboten werden, ist nicht zulässig.“ In der Bedienungsanleitung zweier anderer Baureihen steht die erweiterte Fassung: „Die Verwendung von Zubehörteilen, die nicht von Helios freigegeben, empfohlen oder angeboten werden, ist nicht zulässig.“

    Diese Sätze stammen aus Helios-Unterlagen, aber nicht aus der Vorschrift zum EcoVent Verso. Wir kennzeichnen das, statt es zu verwischen. Beide Formulierungen sprechen von Zulässigkeit; ein ausdrücklicher Satz über den Verlust von Ansprüchen bei Fremdfiltern ist uns für Helios nicht belegt – anders als bei manchem Wettbewerber. Eine Bewertung, ob und wie weit eine solche Klausel im Einzelfall trägt, gehört in eine Rechtsberatung und nicht auf diese Seite.

    Sachlich kommt es beim Nachbau eines Rundfilters auf die Passung im Ring an. Sitzt der Filter zu locker, geht Luft an ihm vorbei, und dann filtert auch das beste Medium nichts. Bei einer Grobstaubstufe ist außerdem die Materialstärke entscheidend, weil sie über die Standzeit bestimmt. Wer mit Zuschnitt aus Meterware liebäugelt, sollte wissen, was dabei technisch und vertraglich auf dem Spiel steht – die Klauseln anderer Hersteller und die Fallstricke stehen im Beitrag Filter selbst zuschneiden.

    Häufige Fragen

    Wie oft muss ich den Filter des EcoVent Verso wechseln?

    Helios nennt dafür keine Frist in Monaten – das ist der ehrliche Stand. Vorgesehen ist der Wechsel dann, wenn die LEDs aller Lüftungsstufen blinken. Als äußeren Anhaltspunkt gibt es die Verbandsempfehlung eines halbjährlichen Wechsels für Wohnungslüftungsanlagen allgemein; eine Herstellerangabe für dein Gerät ist das nicht.

    Kann ich den Rundfilter absaugen statt ihn zu tauschen?

    Für dieses Gerät liegt uns keine Herstelleraussage zum Reinigen vor. Bei einer anderen Helios-Baureihe steht ausdrücklich, dass der Filter durch einmaliges Absaugen fällig wird – also absaugen erlaubt, danach Austausch. Ob dieser Satz für den EcoVent Verso gilt, ist nicht belegt, und wir übertragen ihn nicht.

    Warum blinken alle Lüftungsstufen und nicht eine Filterlampe?

    Weil das Bedienelement dieses Geräts keine eigene Filteranzeige hat. Der Hersteller nutzt die vorhandenen Stufen-LEDs als Signal. Das ist so vorgesehen und keine Störung – gequittiert wird mit beiden Tasten für länger als zwei Sekunden.

    Gibt es für dieses Gerät einen Pollenfilter?

    Belegt ist nur der Rundfilter-Satz in G3 beziehungsweise ISO Coarse 50 %, also eine Grobstaubstufe. Eine feinere Variante mit ePM-Klasse ist für den EcoVent Verso nicht belegt. Angebote, die von Pollenschutz sprechen, solltest du deshalb genau gegen die Bestellnummer prüfen.

    Fazit

    Der EcoVent Verso ist der Musterfall für die Frage, um die es auf dieser Seite geht: Ein Hersteller nennt keine Frist, das Gerät blinkt irgendwann, und der Betreiber steht dazwischen. Belegt sind der Rundfilter-Satz 09366 in G3 beziehungsweise ISO Coarse 50 %, die Anzeige über die blinkenden Stufen-LEDs und der Reset mit beiden Tasten für mehr als zwei Sekunden.

    Nicht belegt sind ein Millimetermaß, ein Intervall in Monaten und die Frage, worauf die Anzeige überhaupt reagiert. Wer das weiß, bestellt über die Nummer, notiert das Wechseldatum und baut sich aus zwei, drei Zyklen die Erfahrung, die der Hersteller nicht liefert.

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  • Vallox 096 MV: die Filter

    Wer einen Filter für die Vallox 096 MV sucht, erlebt eine Ausnahme: Der Hersteller veröffentlicht die Maße seiner Filter selbst. Drei Filter, drei Maße, eine Paketnummer – und das alles auf der Herstellerseite und nicht in einer Händlerbeschreibung. Dieser Artikel zeigt, was im Gerät sitzt, was Vallox zum Wechselintervall schreibt und warum der oft zitierte „Widerspruch“ im Intervallsatz gar keiner ist.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Gerät sitzen drei Filter: zwei Grobstaubfilter und ein Feinstaubfilter. Alle drei stecken im Filterpaket 3356900, von Vallox als „Filter Pack No. 27″ geführt.
    • Klassen: ISO Coarse > 75 % (EN 779 G4) für die beiden Grobstaubfilter, ISO ePM1 50 % (EN 779 F7) für den Feinstaubfilter.
    • Die Maße kommen von vallox.com, also vom Hersteller selbst: 193 × 224 mm, 194 × 225 mm und 138 × 350 mm. Das ist in dieser Gerätewelt die Ausnahme.
    • Intervall im Wortlaut: „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“
    • Vallox knüpft Fremdfilter nicht an einen Garantieverlust – der Hersteller begründet die Originalfilter technisch, nicht vertraglich.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Die Vallox 096 MV arbeitet mit drei Filtern, und sie verteilen sich auf zwei Aufgaben. Auf der Zuluftseite sitzen zwei: ein Grobstaubfilter, der das Gröbste aus der Außenluft nimmt, und dahinter ein Feinstaubfilter, der die feine Fraktion abfängt, bevor die Luft in die Räume geht. Auf der Abluftseite sitzt ein dritter Grobstaubfilter, der das Gerät vor dem schützt, was aus der Wohnung kommt – Textilfasern, Hausstaub, Küchenpartikel.

    Position Klasse Maß (Hersteller) Paket
    Zuluft, Grobstaub EN 779 G4 / ISO Coarse > 75 % 193 × 224 mm 3356900
    Zuluft, Feinstaub EN 779 F7 / ISO ePM1 50 % 194 × 225 mm im selben Paket
    Abluft, Grobstaub G4 / ISO Coarse > 75 % 138 × 350 mm im selben Paket

    Zwei Dinge sind an dieser Tabelle bemerkenswert. Erstens gibt Vallox die Klassen doppelt an – in der alten EN-779-Systematik und in der heutigen ISO-16890-Systematik. Das ist hilfreich, weil im Handel beide Bezeichnungen nebeneinander laufen. Was die Gruppen bedeuten und warum sich G4 und ISO Coarse nicht exakt ineinander umrechnen lassen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Zweitens liegen die beiden Zuluftfilter mit 193 × 224 mm und 194 × 225 mm nur einen Millimeter auseinander. Das ist kein Druckfehler, sondern die typische Folge unterschiedlicher Rahmen bei nahezu gleicher Einbaugröße. Für dich heißt das: Verlass dich beim Einsetzen nicht auf das Maß, sondern auf die Kennzeichnung des jeweiligen Filters. Der Feinstaubfilter gehört auf die Zuluftseite hinter den Grobstaubfilter, nicht in den Abluftschacht.

    Das Maß – und woher es stammt

    Auf den meisten Geräteseiten dieser Website steht an dieser Stelle ein unangenehmer Satz: Das Maß stammt vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. Bei Vallox steht hier das Gegenteil. Die drei Maße 193 × 224 mm, 194 × 225 mm und 138 × 350 mm stammen von vallox.com, also aus der Quelle, die als einzige verbindlich sein kann.

    Das ist mehr als eine Fußnote. Vallox ist in dieser Zusammenstellung der Hersteller, der Filtermaße systematisch selbst veröffentlicht – während andere Marken ihre Filter ausschließlich über Bestellnummern führen und das Maß dem Handel überlassen. Wenn zwei Händler dort unterschiedliche Zahlen nennen, gibt es keine Instanz, die entscheidet. Bei der 096 MV gibt es sie.

    Eine Einschränkung gehört trotzdem dazu: Vallox nennt für dieses Gerät jeweils zwei Kantenlängen, keine Dicke. Wer eine dreidimensionale Angabe erwartet, findet sie hier nicht. Für die Auswahl ist das meist unkritisch, weil die Fläche über die Passung entscheidet – für die Frage, ob ein Nachbau in den Schacht passt, kann die Bauhöhe aber sehr wohl den Ausschlag geben.

    Deshalb gilt auch beim gut dokumentierten Gerät: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach, und zwar am Rahmen, nicht am gefalteten Medium. Notiere dir zusätzlich die Dicke, die dir der Hersteller nicht nennt. Wie du das sauber machst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen. Die Schwestergeräte haben übrigens eigene Maße und eigene Paketnummern – Vallox 110 MV und Vallox 145 MV unterscheiden sich hier deutlich, obwohl die Geräte verwandt aussehen.

    Vallox 096 MC/SE/MV Filterset F7 + 2x G4, Paket Nr. 27
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    Für Betreiber dieses Geräts, die den kompletten Satz auf einmal erneuern. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung genau deine Gerätebezeichnung vom Typenschild nennt, ob die Paketnummer übereinstimmt und ob alle Positionen des Satzes enthalten sind.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Der Intervallsatz steht in der offiziellen Betriebsanleitung, die Vallox für die MV-Geräte herausgibt, und lautet wörtlich:

    „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“

    Über diesen Satz stolpern viele, weil sie zwei Vorgaben darin sehen, die sich zu widersprechen scheinen: zweimal im Jahr gegen einmal im Jahr. Es ist aber ein einziger Satz mit einer klaren Struktur. Der Hauptteil nennt die Empfehlung: Frühjahr und Herbst, also zweimal jährlich. Der Nachsatz nennt das Minimum: einmal jährlich, keinesfalls seltener. Empfehlung und Untergrenze, nicht Widerspruch.

    Die Wahl der Jahreszeiten ist dabei kein Zufall. Der Frühjahrswechsel setzt einen frischen Feinstaubfilter vor die Pollensaison. Der Herbstwechsel nimmt den beladenen Sommerfilter heraus, bevor die Heizperiode beginnt und das Gerät monatelang durchläuft. Wer nur einmal jährlich wechselt, hält den Herstellerwortlaut ein – aber er hat den Filter in einer der beiden Belastungsphasen bereits gealtert im Gerät.

    Im Vergleich der Branche liegt Vallox damit im Mittelfeld: Einzelne Hersteller verlangen alle drei Monate, andere schreiben schlicht „jährlich“. Zwischen dem strengsten und dem lockersten belegten Wert liegt der Faktor vier. Die vollständige Gegenüberstellung mit allen Wortlauten steht im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Zum Reinigen der Filter sagt Vallox in unseren Quellen nichts. Es gibt also weder eine Erlaubnis noch ein ausdrückliches Verbot – anders als bei zwei anderen Herstellern, von denen einer das Reinigen mit einer Zahl erlaubt und ein anderer es ausdrücklich untersagt. Ohne Herstelleraussage bleibt der Wechsel der belegte Weg.

    Die Filterwechselanzeige

    Hier wird die Faktenlage dünn, und das schreiben wir hin: Für die MV-Geräte ist uns kein elektronischer Reset-Mechanismus der Filteranzeige belegt. Wie die Steuerung eine Filtermeldung erzeugt und wie du sie quittierst, steht in deiner Gerätedokumentation – aus unseren Quellen können wir es nicht mit Wortlaut belegen, und wir übertragen keinen Ablauf von einem anderen Gerät.

    Belegt ist etwas anderes, und es ist ungewöhnlich genug, um es zu erwähnen: Vallox verkauft für die SC-Geräte einen externen Filterwechselindikator zum Aufkleben, einen sogenannten Timestrip, im Fünferpack. Das ist ein Aufkleber, der die verstrichene Zeit sichtbar macht – keine Elektronik, kein Sensor, kein Reset. Ein Hersteller, der so etwas anbietet, sagt damit indirekt: Beim Filterwechsel geht es um verstrichene Zeit, nicht um eine Messung.

    Für dich als Betreiber einer 096 MV ist das Prinzip unabhängig vom Produkt brauchbar. Wenn deine Steuerung keine verlässliche Meldung liefert oder du ihr nicht traust, führe die Frist selbst: Datum des letzten Wechsels auf den Filterrahmen schreiben oder einen Aufkleber an die Gerätetür setzen, dazu die beiden Termine Frühjahr und Herbst im Kalender. Was Filteranzeigen technisch überhaupt messen – Zeit, Betriebsstunden oder Druck – und warum eine zeitbasierte Meldung nichts über den Zustand deines Filters aussagt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Den Wechseltermin am Gerät sichtbar machen

    Für alle, deren Gerät die Frist nicht selbst überwacht und die den Wechseltermin am Gerät sichtbar machen wollen. Vallox bietet für die SC-Geräte einen aufklebbaren Filterwechselindikator an; für die MV-Geräte liegt uns zum Zurücksetzen der Anzeige keine Herstellerangabe vor.

    Zu einem Indikator dieser Art haben wir über die Amazon-Produktsuche kein Angebot gefunden, das eine Laufzeit ausweist. Deshalb steht hier kein Produkt. Wie du dir stattdessen mit einem beschrifteten Etikett hilfst, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Original oder Nachbau

    Vallox fällt bei dieser Frage aus dem Rahmen der Branche – im Ton. Der Hersteller schreibt zu seinen Originalfiltern: „Original Vallox filters guarantee optimum and designed filtration performance and heat recovery.“ Sinngemäß: Originalfilter sichern die Filterleistung und die Wärmerückgewinnung, für die das Gerät ausgelegt wurde.

    Begründet wird das technisch. Vallox nennt als Risiken bei unpassenden Filtern einen abweichenden Druckverlust, Leckagen an schlecht sitzenden Rahmen, Überdruck im System sowie ein erhöhtes Feuchte- und Schimmelrisiko. Das sind nachvollziehbare Argumente, die auch für jeden anderen Hersteller gelten würden.

    Bemerkenswert ist, was nicht dasteht: Vallox verknüpft die Verwendung von Fremdfiltern in unseren Quellen nicht mit einem Garantieverlust. Andere Hersteller dieser Gerätewelt formulieren an derselben Stelle deutlich schärfer und schreiben ausdrücklich vom Erlöschen von Ansprüchen. Vallox argumentiert stattdessen über Funktion und Risiko. Diesen Unterschied halten wir fest – bewerten tun wir ihn nicht, und eine Aussage darüber, welche Klauseln im Einzelfall tragen, gehört in eine Rechtsberatung.

    Praktisch heißt das für dich: Die Entscheidung ist bei diesem Gerät stärker eine technische als eine vertragliche. Achte auf Rahmenmaß und Rahmenstabilität, auf die Klasse in der für die Position vorgesehenen Ausführung und auf einen vergleichbaren Druckverlust. Ein zu feiner Filter an der falschen Stelle ist kein Upgrade, sondern zusätzlicher Widerstand.

    Häufige Fragen

    Zweimal jährlich oder einmal jährlich – was gilt jetzt?

    Beides, in dieser Reihenfolge: Vallox empfiehlt Frühjahr und Herbst und nennt einmal jährlich als absolutes Minimum. Der Satz ist eine Staffelung, kein Widerspruch. Wer in staubiger Lage wohnt oder viel lüftet, sollte sich am empfohlenen Halbjahresrhythmus orientieren.

    Kann ich einzelne Filter des Pakets nachkaufen?

    Belegt ist das Paket 3356900 mit allen drei Positionen. Alle drei Filter sitzen seit demselben Tag im Gerät und haben dieselbe Betriebszeit hinter sich – ein einzelner Tausch bringt deshalb selten etwas und macht die Terminverfolgung unübersichtlich.

    Passt ein Filterpaket der Vallox 110 MV auch in die 096 MV?

    Nein. Die Geräte haben unterschiedliche Filtermaße und unterschiedliche Paketnummern – die 096 MV führt Paket Nummer 27, die 110 MV eine andere. Genau deshalb lohnt sich der Blick aufs Typenschild, bevor du bestellst.

    Warum nennt Vallox nur zwei Kantenlängen und keine Dicke?

    Das ist die Form, in der der Hersteller die Angaben veröffentlicht. Für den Originalfilter reicht sie, weil die Paketnummer alles Weitere festlegt. Wer einen Nachbau erwägt, muss die Bauhöhe selbst am alten Filter abnehmen.

    Fazit

    Die Vallox 096 MV ist eines der wenigen Geräte, bei denen du dich beim Maß auf den Hersteller stützen kannst: 193 × 224 mm, 194 × 225 mm und 138 × 350 mm, alle drei aus dem Paket 3356900, alle drei von vallox.com. Das ist der Gegenentwurf zu den Marken, die das Maß dem Handel überlassen.

    Beim Intervall ist der Wortlaut eindeutig, sobald man ihn als einen Satz liest: Frühjahr und Herbst als Empfehlung, einmal jährlich als Untergrenze. Und bei der Frage nach Originalteilen argumentiert Vallox technisch statt vertraglich – auch das ein Unterschied, den man kennen sollte.

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  • Vallox 110 MV: die Filter

    Die Vallox 110 MV gehört zu den wenigen Wohnraumlüftungsgeräten, bei denen du die Filtermaße nicht aus einer Händlerbeschreibung zusammensuchen musst: Der Hersteller nennt sie selbst. Drei Filter, drei Maße, ein Paket mit der Nummer 22. Dieser Artikel zeigt, was genau im Gerät steckt, was Vallox zum Wechselrhythmus schreibt – und warum du die Paketnummer wichtiger nehmen solltest als jede Ähnlichkeit zum Nachbargerät.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Drei Filter gehören zum Gerät: zwei Grobstaubfilter und ein Feinstaubfilter, gebündelt im Paket 3354200, bei Vallox als „No. 22″ geführt.
    • Klassen: ISO Coarse > 75 % für beide Grobstaubfilter, ISO ePM1 50 % für den Feinstaubfilter in der Zuluft.
    • Die Maße stammen von vallox.com, also vom Hersteller: 15 × 230 × 245 mm, 230 × 248 mm und 15 × 252 × 400 mm.
    • Intervall im Wortlaut: „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“ Empfehlung zweimal, Minimum einmal.
    • Achtung bei der Bestellnummer: Zwischen den Vallox-Geräten wandern Paketnummern in Angeboten gern durcheinander. Prüfe sie gegen dein Typenschild.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Die Aufteilung folgt dem Prinzip, das Vallox bei den MV-Geräten durchhält: Auf der Zuluftseite arbeiten zwei Filter hintereinander, auf der Abluftseite einer. Der erste Zuluftfilter hält Grobes aus der Außenluft zurück, der zweite nimmt die feine Fraktion, bevor die Luft in die Räume geht. Der Abluftfilter schützt Wärmetauscher und Ventilator vor dem, was aus der Wohnung kommt.

    Position Klasse Maß (Hersteller) Paket
    Zuluft, Grobstaub ISO Coarse > 75 % 15 × 230 × 245 mm 3354200
    Zuluft, Feinstaub ISO ePM1 50 % 230 × 248 mm im selben Paket
    Abluft, Grobstaub ISO Coarse > 75 % 15 × 252 × 400 mm im selben Paket

    Die Klassen sind hier durchgängig in der ISO-Systematik angegeben. „ISO Coarse > 75 %“ heißt: Von der groben Staubfraktion hält der Filter mehr als drei Viertel zurück – eine Vorfilterstufe, die vor allem das Gerät schützt. „ISO ePM1 50 %“ beschreibt dagegen die Leistung gegenüber der feinsten Fraktion bis ein Mikrometer und ist die Stufe, die für die Qualität der Zuluft zuständig ist. Warum sich diese beiden Angaben nicht gegeneinander aufrechnen lassen und wie die alten Buchstabenklassen dazu passen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Beim Einsetzen ist die Reihenfolge entscheidend: Der Feinstaubfilter gehört in die Zuluft, nicht in den Abluftschacht. Das Maß hilft dir dabei, weil der Abluftfilter mit 252 × 400 mm deutlich größer ist als die beiden Zuluftfilter. Verwechseln lassen sich am ehesten die beiden Zuluftpositionen – die liegen mit 230 × 245 und 230 × 248 mm nur drei Millimeter auseinander.

    Das Maß – und woher es stammt

    Alle drei Maße kommen von vallox.com, also direkt vom Hersteller. Das ist in dieser Gerätewelt die Ausnahme und nicht die Regel: Die meisten Marken führen ihre Filter ausschließlich über Bestellnummern, und was du dann an Millimetern findest, stammt aus Händlerbeschreibungen. Widersprechen sich zwei Händler, gibt es keine Instanz, die entscheidet. Bei der 110 MV gibt es sie.

    Interessant ist, wie uneinheitlich der Hersteller die Angaben aufbaut. Für die beiden Grobstaubfilter nennt Vallox drei Werte, jeweils beginnend mit einer Dicke von 15 mm. Für den Feinstaubfilter nennt er nur zwei Kantenlängen und keine Dicke. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Lücke: Die Bauhöhe des Feinstaubfilters ist schlicht nicht veröffentlicht. Wir ergänzen sie nicht durch eine Schätzung, denn geraten ist nicht belegt.

    Wenn du einen Nachbau in Betracht ziehst, ist genau diese fehlende Dicke die Zahl, die du selbst ermitteln musst. Mit einem Messschieber gelingt das am ausgebauten Filter in wenigen Sekunden – gemessen wird am Rahmen und an einer unbeschädigten Stelle, nicht am aufgeworfenen Vlies. Notiere den Wert und lege ihn zu den Gerätepapieren. Wie du Filter sauber ausmisst, welche Kante zählt und welche Toleranz in der Praxis noch trägt, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen.

    Und der Vollständigkeit halber: Miss auch dann nach, wenn der Hersteller Zahlen liefert. Die Herstellerangabe beschreibt den Originalfilter, nicht das, was ein beliebiger Anbieter unter dieser Bezeichnung verkauft.

    Vallox 110 SE/MV Filterset F7 + 2x G4, Paket Nr. 22
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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    In der offiziellen Betriebsanleitung für die MV-Geräte steht der Intervallsatz wörtlich so:

    „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“

    Dieser Satz wird häufig als Widerspruch gelesen – zweimal jährlich hier, einmal jährlich dort. Er ist keiner. Es handelt sich um eine Empfehlung mit angehängter Untergrenze: Gewünscht sind zwei Wechsel pro Jahr, unterschreiten darfst du einen. Wer einmal jährlich wechselt, hält den Wortlaut ein; wer zweimal wechselt, folgt der Empfehlung.

    Der Halbjahresrhythmus hat einen praktischen Sinn. Im Frühjahr geht ein frischer Feinstaubfilter in die Pollensaison. Im Herbst kommt der Sommerfilter heraus, bevor die Heizperiode beginnt und das Gerät über Monate durchläuft. Beide Termine liegen an natürlichen Wendepunkten der Belastung, und beide lassen sich leicht merken – was bei einem Gerät, das im Hauswirtschaftsraum still vor sich hin arbeitet, kein kleiner Vorteil ist.

    Ob du eher zum Minimum oder zur Empfehlung greifst, hängt an deiner Lage: viel Verkehr, offene Felder mit Erntestaub, Baustelle in der Nachbarschaft oder Haustiere im Haus sprechen für zwei Wechsel. Wie andere Hersteller dieselbe Frage beantworten – von „alle 3 Monate“ bis „jährlich“, also mit dem Faktor vier dazwischen – zeigt der Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Eine Aussage zum Reinigen der Filter macht Vallox in unseren Quellen nicht. Weder eine ausdrückliche Erlaubnis noch ein Verbot. Damit bleibt der Austausch der einzige belegte Weg – anders als bei zwei anderen Herstellern dieser Gerätewelt, die sich zu dieser Frage klar äußern, allerdings in entgegengesetzte Richtungen.

    Die Filterwechselanzeige

    Die ehrliche Auskunft zuerst: Für die MV-Geräte liegt uns kein belegter Wortlaut zum elektronischen Reset der Filteranzeige vor. Wie deine Steuerung eine Filtermeldung erzeugt und mit welcher Tastenfolge du sie quittierst, entnimmst du deiner Gerätedokumentation. Wir übertragen keinen Ablauf von einem anderen Modell, auch nicht von einem verwandten.

    Belegt ist ein anderer, aufschlussreicher Punkt: Vallox bietet für die SC-Geräte einen externen Filterwechselindikator zum Aufkleben an, einen Timestrip, im Fünferpack. Das ist reine Zeitanzeige – kein Sensor, keine Messung, kein Rücksetzknopf. Ein Hersteller, der so etwas ins Sortiment nimmt, sagt damit zwischen den Zeilen: Für den Filterwechsel zählt die verstrichene Zeit.

    Übertrage das Prinzip, nicht das Produkt. Für deine 110 MV heißt das: Schreibe das Wechseldatum auf den Rahmen des neuen Filters oder klebe es an die Innenseite der Gerätetür, und trage dir Frühjahr und Herbst ein. Wenn dein Gerät eine Meldung anzeigt, quittiere sie erst nach dem tatsächlichen Wechsel – eine weggedrückte Meldung ist kein sauberer Filter. Was Anzeigen technisch überhaupt erfassen und warum eine zeitbasierte Meldung nichts über den Zustand des Mediums sagt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

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    Für alle, die die Bauhöhe eines Filters selbst abnehmen wollen, weil der Hersteller sie für diese Position nicht veröffentlicht. Prüfe vor dem Kauf, ob der Messbereich für deine Filterrahmen ausreicht und ob sich das Gerät auch mit einer Hand ablesen lässt.

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    Original oder Nachbau

    Vallox begründet seine Originalfilter technisch. Der Herstellersatz lautet: „Original Vallox filters guarantee optimum and designed filtration performance and heat recovery.“ Also: Originalfilter sichern die Filterleistung und die Wärmerückgewinnung in dem Zustand, für den das Gerät ausgelegt wurde.

    Als Risiken bei unpassenden Filtern nennt der Hersteller einen abweichenden Druckverlust, Leckagen, Überdruck im System sowie ein erhöhtes Feuchte- und Schimmelrisiko. Das ist eine Argumentation über Funktion, nicht über Vertragsfolgen – und darin unterscheidet sich Vallox von mehreren Wettbewerbern dieser Gerätewelt, die an derselben Stelle ausdrücklich vom Erlöschen von Ansprüchen schreiben. Ein solcher Satz ist uns für Vallox nicht belegt. Wir halten den Unterschied fest, ohne ihn zu bewerten; Aussagen darüber, welche Klausel im Einzelfall trägt, gehören in eine Rechtsberatung.

    Für die Kaufentscheidung heißt das: Es geht um Passung und Leistung. Rahmenmaß und Rahmenstabilität, damit keine Luft am Filter vorbeizieht. Die richtige Klasse an der richtigen Position – der feine Filter gehört in die Zuluft. Und ein Druckverlust in der Größenordnung des Originals, denn ein zu dichtes Medium erkauft die feinere Filtration mit Widerstand, den der Ventilator ausgleichen muss.

    Häufige Fragen

    Passt das Filterpaket der Vallox 096 MV in die 110 MV?

    Nein. Beide Geräte haben eigene Maße und eigene Paketnummern; die 110 MV führt Paket Nummer 22 unter 3354200. Die Ähnlichkeit der Gerätenamen führt hier regelmäßig zu Fehlkäufen – was für das Schwestergerät belegt ist, steht im Beitrag zur Vallox 096 MV.

    Wie sicher sind die Bestellnummern in Händlerangeboten?

    Nicht so sicher, wie man hoffen würde. Bei einer anderen Vallox-Baureihe führt ein Händler nachweislich die Nummer eines ganz anderen Geräts – der Fall ist im Beitrag zu Vallox ValloPlus dokumentiert. Prüfe die Nummer deshalb immer gegen dein Typenschild und nicht gegen die Produktüberschrift eines Angebots.

    Muss ich alle drei Filter gleichzeitig tauschen?

    Sie kommen als ein Paket, sitzen seit demselben Tag im Gerät und haben dieselbe Betriebszeit hinter sich. Einzeln zu wechseln bringt selten etwas und macht die Terminverfolgung unübersichtlich. Der Intervallsatz von Vallox spricht ebenfalls von einem gemeinsamen Wechsel.

    Was mache ich, wenn der Filter vor dem Termin sichtbar zugesetzt ist?

    Dann wechselst du früher. Die Halbjahresempfehlung ist ein Rhythmus für normale Verhältnisse, keine Mindesthaltbarkeit. Ein sichtbar zugesetzter Grobstaubfilter kostet Volumenstrom und belastet den Ventilator – und die Untergrenze „einmal jährlich“ ist eine Höchstdauer, kein Ziel.

    Fazit

    Bei der Vallox 110 MV bekommst du beides, was auf den meisten Geräteseiten fehlt: eine klare Bestellnummer und Maße vom Hersteller selbst. 15 × 230 × 245 mm, 230 × 248 mm und 15 × 252 × 400 mm, gebündelt im Paket 3354200. Nur die Bauhöhe des Feinstaubfilters bleibt offen – die misst du selbst.

    Das Intervall ist ein Satz mit zwei Ebenen: Frühjahr und Herbst als Empfehlung, einmal jährlich als Untergrenze. Und beim Thema Originalfilter argumentiert Vallox über Technik statt über Vertragsfolgen. Wer die Paketnummer beim Bestellen ernst nimmt, hat bei diesem Gerät alles Wesentliche im Griff.

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  • Vallox 145 MV: die Filter

    Die Vallox 145 MV ist das größte der drei MV-Geräte, über die wir hier schreiben – und sie hat, wie ihre kleineren Geschwister, einen seltenen Vorteil: Der Hersteller nennt die Filtermaße selbst. Drei Filter, drei Maße, eine Paketnummer, und dazu eine Variante mit Aktivkohle, die es nicht bei jedem Gerät gibt. Dieser Artikel zeigt, was drinsteckt, was Vallox zum Wechsel schreibt und wo die Angaben aufhören.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Gerät sitzen drei Filter: zwei Grobstaubfilter und ein Feinstaubfilter. Alle drei gehören zum Filterpaket 3357000, das Vallox als „No. 28″ führt.
    • Klassen: ISO Coarse > 75 % für die beiden Grobstaubfilter, ISO ePM1 50 % für den Feinstaubfilter in der Zuluft.
    • Die Maße stammen von vallox.com, also vom Hersteller: 285 × 306 mm, 288 × 306 mm und 295 × 501 mm. Das ist in dieser Gerätewelt die Ausnahme, nicht die Regel.
    • Intervall im Wortlaut: „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“
    • Zusätzlich gibt es eine Aktivkohle-Variante („F7/AC + 2× G4″) – diese Angabe kommt allerdings aus dem Fachhandel, nicht aus einem Herstellerdokument.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Die 145 MV arbeitet mit drei Filtern, und sie haben zwei verschiedene Aufgaben. Auf der Zuluftseite stecken zwei hintereinander: zuerst ein Grobstaubfilter, der das Gröbste aus der Außenluft nimmt, dahinter ein Feinstaubfilter, der die feine Fraktion abfängt, bevor die Luft in die Wohnräume geht. Auf der Abluftseite sitzt ein dritter Filter, wieder ein Grobstaubfilter. Er filtert nicht für dich, sondern für das Gerät: Er hält Textilfasern, Hausstaub und Küchenpartikel vom Wärmetauscher und vom Ventilator fern.

    Position Klasse Maß (Hersteller) Paket
    Zuluft, Grobstaub ISO Coarse > 75 % 285 × 306 mm 3357000
    Zuluft, Feinstaub ISO ePM1 50 % 288 × 306 mm im selben Paket
    Abluft, Grobstaub ISO Coarse > 75 % 295 × 501 mm im selben Paket

    Die beiden Zuluftfilter unterscheiden sich in der Breite um drei Millimeter, bei gleicher Höhe. Das ist kein Druckfehler, sondern die Folge unterschiedlicher Rahmen bei nahezu gleicher Einbaugröße. Für den Einbau heißt das: Sortiere die beiden nicht nach Augenmaß, sondern nach der Kennzeichnung auf dem Rahmen. Der Feinstaubfilter gehört hinter den Grobstaubfilter in die Zuluft und nicht in den Abluftschacht – dort würde er nur Druckverlust erzeugen, ohne dass jemand etwas davon hat.

    Auffällig ist außerdem, dass Vallox die Klassen konsequent nach der heutigen Systematik ISO 16890 angibt, während im Handel dieselben Filter oft noch unter den älteren Kürzeln laufen. Was ISO Coarse und ISO ePM1 messen und warum sich die alten und neuen Bezeichnungen nicht sauber ineinander umrechnen lassen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Die Aktivkohle-Variante

    Für die 145 MV gibt es zusätzlich zum Standardpaket eine Bestückung mit Aktivkohle, im Handel beschrieben als „F7/AC + 2× G4″: ein Feinstaubfilter mit Aktivkohleanteil in der Zuluft, dazu die beiden Grobstaubfilter wie gehabt. Ein Wort dazu, woher diese Angabe stammt: Sie kommt vom Fachhandel, nicht aus einem Vallox-Dokument. Für das Standardpaket 3357000 haben wir die Herstellerquelle, für die Aktivkohle-Variante nicht.

    Sinnvoll ist so eine Bestückung, wenn draußen etwas ist, das ein normaler Feinstaubfilter nicht zurückhält: eine viel befahrene Straße, ein Betrieb mit Geruchsemissionen, Landwirtschaft in der Nachbarschaft. Aktivkohle bindet Gase und Gerüche, keine Partikel – und sie arbeitet nur, solange sie aufnahmefähig ist; ihre Erschöpfung sieht man dem Filter nicht an. Wie das funktioniert, steht im Beitrag zur Funktionsweise von Aktivkohlefiltern.

    Das Maß – und woher es stammt

    Auf den meisten Geräteseiten dieser Website steht hier ein unangenehmer Satz: Das Maß stammt vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. Bei der Vallox 145 MV steht das Gegenteil. Die drei Maße 285 × 306 mm, 288 × 306 mm und 295 × 501 mm stammen von vallox.com – aus der einzigen Quelle, die in dieser Frage verbindlich sein kann.

    Das ist mehr als eine Formalie. Praktisch kein Hersteller von Wohnraumlüftungsgeräten veröffentlicht Millimetermaße; die Geräte werden über Bestellnummern bedient, das Maß überlässt man dem Handel. Nennen dann zwei Händler unterschiedliche Zahlen zu derselben Artikelnummer – und das kommt vor –, gibt es keine Instanz, die entscheidet. Bei der 145 MV gibt es sie.

    Eine Einschränkung gehört trotzdem dazu: Vallox nennt jeweils zwei Kantenlängen, keine Dicke. Wer eine dreidimensionale Angabe erwartet, findet sie hier nicht. Für den Originalfilter ist das unkritisch, weil die Paketnummer alles Weitere festlegt. Wer über einen Nachbau nachdenkt, braucht die Bauhöhe aber – sie entscheidet mit darüber, ob der Filter im Schacht sitzt oder ob er sich verkantet und Luft an sich vorbeiströmen lässt.

    Deshalb gilt auch beim gut dokumentierten Gerät: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach, und zwar am Rahmen, nicht am gefalteten Medium. Notiere dir dabei die Dicke, die dir der Hersteller nicht nennt. Wie du das sauber machst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen. Und noch ein Hinweis, der bares Geld spart: Die Schwestergeräte haben eigene Maße und eigene Paketnummern. Das Paket der Vallox 096 MV passt nicht in die 145 MV, auch wenn die Geräte verwandt aussehen. Prüfe die Typenbezeichnung am Gerät, bevor du bestellst.

    Vallox 145 SE/MV Filterset F7 + 2x G4, Paket Nr. 28
    Vallox 145 SE/MV Filterset F7 + 2x G4, Paket Nr. 28

    20,59 €

    Für Betreiber dieses Geräts, die den kompletten Satz auf einmal erneuern. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung genau deine Gerätebezeichnung vom Typenschild nennt, ob die Paketnummer übereinstimmt und ob alle Positionen des Satzes enthalten sind.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Der Intervallsatz steht in der offiziellen Betriebsanleitung, die Vallox für die MV-Geräte herausgibt, und lautet wörtlich:

    „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“

    Viele lesen darin zwei Vorgaben, die sich widersprechen: zweimal im Jahr gegen einmal im Jahr. Es ist aber ein einziger Satz mit einer klaren Struktur. Der Hauptteil nennt die Empfehlung – Frühjahr und Herbst, also zweimal jährlich. Der Nachsatz nennt die Untergrenze – einmal jährlich, keinesfalls seltener. Das ist eine Staffelung, kein Widerspruch.

    Die Wahl der Jahreszeiten ist kein Zufall. Der Frühjahrswechsel setzt einen frischen Feinstaubfilter vor die Pollensaison. Der Herbstwechsel nimmt den beladenen Sommerfilter heraus, bevor die Heizperiode beginnt und das Gerät monatelang durchläuft. Wer nur einmal jährlich wechselt, hält den Wortlaut ein – geht aber mit einem gealterten Filter in eine der beiden Belastungsphasen.

    Setzt du die Aktivkohle-Variante ein, gilt derselbe belegte Satz: Ein eigenes, kürzeres Intervall für Aktivkohle nennt Vallox in unseren Quellen nicht. Wer sich am Halbjahresrhythmus orientiert, liegt bei dieser Bestückung ohnehin auf der sicheren Seite, weil ein Aktivkohlefilter aufhört zu wirken, lange bevor er sichtbar zu ist.

    Im Branchenvergleich liegt Vallox damit im Mittelfeld. Einzelne Hersteller verlangen alle drei Monate, andere schreiben schlicht „jährlich“ – zwischen dem strengsten und dem lockersten belegten Wert liegt der Faktor vier, für dieselbe Aufgabe im selben Klima. Die vollständige Gegenüberstellung mit allen Wortlauten steht im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Zum Reinigen der Filter sagt Vallox in unseren Quellen nichts – weder eine Erlaubnis noch ein ausdrückliches Verbot. Andere Hersteller sind hier deutlicher: Einer erlaubt das Reinigen mit einer festen Zahl, ein anderer untersagt es ausdrücklich. Ohne Herstelleraussage bleibt für die 145 MV der Wechsel der belegte Weg.

    Die Filterwechselanzeige

    Hier wird die Faktenlage dünn, und das schreiben wir hin: Für die MV-Geräte ist uns kein elektronischer Reset-Mechanismus der Filteranzeige belegt. Wie deine Steuerung eine Filtermeldung erzeugt und wie du sie quittierst, steht in der Dokumentation, die zum Gerät gehört. Aus unseren Quellen können wir es nicht mit Wortlaut belegen – und wir übertragen keinen Ablauf von einem anderen Gerät auf dieses.

    Belegt ist etwas anderes: Vallox verkauft für die SC-Geräte einen externen Filterwechselindikator zum Aufkleben, einen sogenannten Timestrip, im Fünferpack. Ein Aufkleber, der verstrichene Zeit sichtbar macht – keine Elektronik, kein Sensor, kein Reset. Ein Hersteller, der so etwas anbietet, sagt damit indirekt: Hier geht es um verstrichene Zeit, nicht um eine Messung am Filter.

    Für dich als Betreiber einer 145 MV ist das Prinzip unabhängig vom Produkt brauchbar. Wenn deine Steuerung keine verlässliche Meldung liefert oder du ihr nicht traust, führe die Frist selbst: Wechseldatum auf den Filterrahmen schreiben, dazu die beiden Termine Frühjahr und Herbst in den Kalender. Was Filteranzeigen technisch überhaupt auswerten – Zeit, Betriebsstunden oder Druck – und warum eine zeitbasierte Meldung nichts über den Zustand deines Filters aussagt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Die Aktivkohle-Ausführung für dieses Gerät

    Für Betreiber dieses Geräts an einer geruchsbelasteten Lage, die statt der Standardbestückung die Aktivkohle-Ausführung einsetzen wollen. Dass es eine solche Ausführung gibt, ist eine Händlerangabe – Vallox selbst führt sie in den von uns geprüften Unterlagen nicht.

    Zu dieser Ausführung haben wir über die Amazon-Produktsuche kein Angebot gefunden, das die Gerätebezeichnung ausdrücklich nennt. Deshalb steht hier kein Produkt.

    Original oder Nachbau

    Bei dieser Frage fällt Vallox im Ton aus dem Rahmen der Branche. Zu den Originalfiltern schreibt der Hersteller: „Original Vallox filters guarantee optimum and designed filtration performance and heat recovery.“ Sinngemäß: Originalfilter sichern die Filterleistung und die Wärmerückgewinnung, für die das Gerät ausgelegt wurde.

    Begründet wird das technisch. Vallox nennt als Risiken bei unpassenden Filtern einen abweichenden Druckverlust, Leckagen an schlecht sitzenden Rahmen, Überdruck im System sowie ein erhöhtes Feuchte- und Schimmelrisiko. Das sind nachvollziehbare Argumente, die genauso für jedes andere Gerät gelten.

    Bemerkenswert ist, was nicht dasteht: Vallox verknüpft die Verwendung von Fremdfiltern in unseren Quellen nicht mit einem Garantieverlust. Andere Hersteller dieser Gerätewelt formulieren an derselben Stelle deutlich schärfer und schreiben ausdrücklich vom Erlöschen von Ansprüchen. Vallox argumentiert über Funktion und Risiko. Diesen Unterschied halten wir fest; bewerten tun wir ihn nicht, und eine Aussage darüber, welche Klausel im Einzelfall trägt, gehört in eine Rechtsberatung und nicht in einen Ratgebertext.

    Praktisch heißt das: Die Entscheidung ist hier eher eine technische als eine vertragliche. Achte auf Rahmenmaß und Rahmenstabilität, auf die Klasse in der für die Position vorgesehenen Ausführung und auf einen vergleichbaren Druckverlust. Ein zu feiner Filter an der falschen Stelle ist kein Upgrade, sondern zusätzlicher Widerstand.

    Häufige Fragen

    Zweimal jährlich oder einmal jährlich – was gilt?

    Beides, in dieser Reihenfolge: Vallox empfiehlt Frühjahr und Herbst und nennt einmal jährlich als absolutes Minimum. Wer in staubiger Lage wohnt, an einer Baustelle oder an einer stark befahrenen Straße, sollte sich am Halbjahresrhythmus orientieren.

    Passt das Filterpaket der 096 MV oder der 110 MV in die 145 MV?

    Nein. Jedes der drei MV-Geräte hat eigene Filtermaße und eine eigene Paketnummer – die 145 MV führt Paket 3357000, „No. 28″. Die Verwandtschaft der Geräte sagt nichts über die Austauschbarkeit der Filter aus.

    Kann ich nur den Feinstaubfilter tauschen?

    Belegt ist das Paket mit allen drei Positionen. Alle drei Filter haben dieselbe Betriebszeit hinter sich – ein einzelner Tausch bringt deshalb selten etwas und macht die Terminverfolgung unübersichtlich.

    Bringt die Aktivkohle-Variante immer mehr?

    Nur, wenn dein Problem Gerüche oder Gase sind. Gegen Pollen und Feinstaub arbeitet weiterhin das Filtermedium, nicht die Kohle. Und beachte: Die Beschreibung dieser Variante stammt aus dem Fachhandel, nicht aus einem Vallox-Dokument.

    Fazit

    Die Vallox 145 MV gehört zu den wenigen Geräten, bei denen du dich beim Maß auf den Hersteller stützen kannst: 285 × 306 mm, 288 × 306 mm und 295 × 501 mm, alle drei aus Paket 3357000, alle drei von vallox.com. Beim Intervall ist der Wortlaut eindeutig, sobald man ihn als einen Satz liest – Frühjahr und Herbst als Empfehlung, einmal jährlich als Untergrenze.

    Zwei Dinge bleiben offen, und die solltest du kennen: Wie die Filteranzeige der MV-Geräte zurückgesetzt wird, ist uns nicht belegt, und die Aktivkohle-Bestückung kennen wir nur aus dem Handel. Alles andere steht schwarz auf weiß beim Hersteller – mehr, als die meisten Marken dieser Klasse liefern.

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  • Vallox ValloPlus: die Filter der Baureihe

    ValloPlus ist keine einzelne Maschine, sondern eine Baureihe – und genau daraus entsteht der Fehler, der Betreiber dieser Geräte Geld kostet: Ein Händler führt für den ValloPlus 180 MV die Bestellnummer eines völlig anderen Vallox-Geräts. Dieser Artikel sagt, welche Nummer laut Vallox-Shop richtig ist, was in den Geräten steckt, was der Hersteller zum Wechsel schreibt – und warum es hier ausgerechnet keine Millimeterangaben gibt.

    Das Wichtigste in Kürze

    • ValloPlus 180 MV: zwei Grobstaubfilter ISO Coarse > 75 % und ein Feinstaubfilter ISO ePM1 > 50 %, Filterpaket 3240 laut Vallox-Shop.
    • ValloPlus 350 MV / SE / SC: G4 und F7, Filterpaket 1511 laut Vallox-Shop.
    • Die Warnung dieser Seite: Ein Händler führt für den ValloPlus 180 die Nummer 3356900 – das ist das Paket des Vallox 096, nicht das des ValloPlus. Richtig ist laut Vallox-Shop 3240.
    • Ein Millimetermaß gibt es für diese Baureihe nicht – weder vom Hersteller noch aus dem Handel. Hier hilft nur Messen am alten Filter.
    • Intervall im Wortlaut: „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“

    Welche Filter im Gerät sitzen

    ValloPlus steht bei Vallox über mehreren Geräten mit unterschiedlicher Luftleistung und unterschiedlichen Ausführungskürzeln – MV, SE, SC. Für die Filterfrage heißt das: Die Baureihe allein reicht nicht als Bestellinformation. Du brauchst die vollständige Bezeichnung vom Typenschild, also die Zahl und das Kürzel dahinter.

    Modell Bestückung Maß Paket (Vallox-Shop)
    ValloPlus 180 MV 2× ISO Coarse > 75 % + 1× ISO ePM1 > 50 % keine belegte Angabe 3240
    ValloPlus 350 MV / SE / SC G4 und F7 keine belegte Angabe 1511

    Beim 180 MV ist die Aufteilung die übliche: Zwei Grobstaubfilter übernehmen die groben Verunreinigungen – einer in der Außenluft, einer in der Abluft, wo er das Gerät vor Textilfasern und Hausstaub schützt. Der Feinstaubfilter der Klasse ISO ePM1 > 50 % sitzt in der Zuluft, also auf der Seite, auf der die Luft in die Wohnung geht. Das ist die einzige Position, an der ein feiner Filter für dich arbeitet statt nur für die Maschine.

    Beim 350er nennt der Hersteller die Bestückung in den älteren Kürzeln, G4 und F7. Beide Systematiken laufen im Handel bis heute nebeneinander, und sie lassen sich nicht sauber ineinander umrechnen – ein F7 ist kein exaktes Synonym für ePM1 50 %, auch wenn die Filter im Regal nebeneinander liegen. Was die Gruppen jeweils messen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Die falsche Bestellnummer – der teure Irrtum

    Jetzt der Punkt, für den diese Seite existiert. Ein Händler führt für den ValloPlus 180 die Bestellnummer 3356900. Diese Nummer gehört nicht zum ValloPlus. Sie gehört zum Vallox 096 – einem anderen Gerät, mit anderen Filtermaßen und einem anders geschnittenen Satz. Der Vallox-Shop führt für den ValloPlus 180 die Nummer 3240.

    So etwas passiert leicht: Vallox-Paketnummern sehen einander ähnlich, viele Händler pflegen ihre Zuordnungstabellen manuell, und ein einmal falsch verknüpfter Artikel bleibt jahrelang falsch verknüpft. Für dich ist der Effekt trotzdem ärgerlich: Du bestellst einen Satz, der nicht in dein Gerät passt, merkst es erst mit dem Karton in der Hand und stehst am Wechseltag ohne Filter da. Welche Maße hinter der Nummer 3356900 tatsächlich stecken, kannst du auf unserer Seite zur Vallox 096 MV nachlesen – dort sind sie vom Hersteller belegt und passen genau zu diesem Gerät.

    Die praktische Regel: Vergleiche vor dem Kauf nicht die Gerätefamilie, sondern die vollständige Typenbezeichnung mit dem, was in der Angebotsbeschreibung steht. Steht dort eine Paketnummer, prüfe sie gegen den Vallox-Shop. Und wenn ein Angebot mehrere Geräte gleichzeitig als passend ausweist, ist das ein Grund, genauer hinzusehen – nicht automatisch ein Fehler, aber die Stelle, an der Verwechslungen entstehen.

    Das Maß – und woher es stammt

    An dieser Stelle steht bei den MV-Einzelgeräten von Vallox normalerweise eine gute Nachricht: Der Hersteller veröffentlicht seine Filtermaße selbst. Für die ValloPlus-Baureihe gilt das nicht. Wir haben weder für den 180 MV noch für den 350er ein Millimetermaß gefunden – nicht beim Hersteller und auch nicht im Fachhandel.

    Das schreiben wir hin, statt eine Zahl aus einem verwandten Gerät zu übernehmen. Genau diese Übertragung ist der Mechanismus, aus dem die falsche Bestellnummer weiter oben entstanden ist: Ein Gerät sieht aus wie das andere, also nimmt man an, dass die Filter dieselben sind. Beim ValloPlus ist das nicht belegt, und deshalb steht hier keine Zahl.

    Was heißt das praktisch? Wenn du beim Originalpaket bleibst, brauchst du das Maß gar nicht – die Paketnummer legt alles fest, und das ist der Grund, warum die Hersteller Millimeter für verzichtbar halten. Sobald du aber einen Nachbau erwägst, einen Filter irgendwo einzeln nachkaufst oder einfach nur prüfen willst, ob ein Angebot plausibel ist, brauchst du eigene Zahlen.

    Dann gilt: Miss am alten Filter nach. Nimm den Rahmen, nicht das gefaltete Medium, notiere Länge, Breite und Bauhöhe getrennt für jede der drei Positionen und schreibe dazu, aus welchem Schacht der Filter kam. Wie du dabei vorgehst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen. Ein Foto vom eingebauten Filter vor dem Herausziehen hilft zusätzlich – es beantwortet später die Frage, welcher Filter in welchem Schacht saß.

    CleanFilter Vallox ValloPlus 180 SE/MV/SC Filterset Nr. 32, F7 + 2x G4
    CleanFilter Vallox ValloPlus 180 SE/MV/SC Filterset Nr. 32, F7 + 2x G4

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    Für Betreiber dieses Modells, die den Satz komplett erneuern. Prüfe vor dem Kauf besonders sorgfältig, ob die genannte Paketnummer zu deinem Modell gehört und nicht zu einem anderen Gerät des Herstellers, und ob die Angebotsbeschreibung deine vollständige Typenbezeichnung nennt.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Der Intervallsatz steht in den ValloPlus-Anleitungen, abrufbar über eine Anleitungskopie, und er ist wortgleich mit dem, was Vallox für die MV-Einzelgeräte schreibt:

    „Der Filter sollte jedes Frühjahr und jeden Herbst, mindestens jedoch einmal jährlich gewechselt werden.“

    Viele lesen darin einen Widerspruch: zweimal jährlich gegen einmal jährlich. Es ist aber ein Satz mit zwei Ebenen. Der Hauptteil nennt die Empfehlung – Frühjahr und Herbst. Der Nachsatz nennt die Untergrenze – einmal im Jahr, keinesfalls seltener. Empfehlung und Minimum, nicht Widerspruch.

    Die Jahreszeiten sind bewusst gewählt. Im Frühjahr geht ein frischer Feinstaubfilter in die Pollensaison. Im Herbst verlässt der beladene Sommerfilter das Gerät, bevor die Heizperiode beginnt und die Anlage monatelang durchläuft. Wer nur einmal jährlich wechselt, hält den Wortlaut ein – hat aber in einer der beiden Phasen einen gealterten Filter im Schacht.

    Dass derselbe Satz für die ganze Baureihe gilt, ist übrigens die einzige Stelle, an der du hier gefahrlos von einem Gerät auf das andere schließen darfst: Der Wortlaut ist für die ValloPlus-Geräte selbst belegt und nicht von den MV-Einzelgeräten übernommen. Wie andere Hersteller dieselbe Frage beantworten – der kürzeste belegte Wert liegt bei drei Monaten, der längste bei zwölf – steht im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Zum Reinigen der Filter sagt Vallox in unseren Quellen nichts. Es gibt weder eine Erlaubnis mit einer Zahl, wie sie ein anderer Hersteller dieser Übersicht ausspricht, noch ein ausdrückliches Verbot. Ohne Herstelleraussage bleibt der Wechsel der belegte Weg.

    Die Filterwechselanzeige

    Hier ist die Faktenlage dünn, und wir schreiben es hin: Für die MV-Geräte ist uns kein elektronischer Reset-Mechanismus der Filteranzeige belegt. Wie deine Steuerung eine Meldung erzeugt und wie du sie quittierst, steht in der Dokumentation, die zum Gerät gehört. Wir übertragen an dieser Stelle nichts von einem anderen Modell.

    Belegt ist etwas anderes, und es passt zum Rest des Bildes: Für die SC-Geräte verkauft Vallox einen externen Filterwechselindikator zum Aufkleben, einen Timestrip, im Fünferpack. Kein Sensor, keine Elektronik, kein Reset – ein Aufkleber, der verstrichene Zeit sichtbar macht. Ein Hersteller, der so etwas anbietet, sagt damit indirekt: Maßgeblich ist die Zeit seit dem letzten Wechsel.

    Für dich heißt das unabhängig vom Produkt: Führe die Frist selbst. Schreib das Wechseldatum auf den Filterrahmen oder auf einen Aufkleber an der Gerätetür und trag dir Frühjahr und Herbst in den Kalender ein. Was Filteranzeigen technisch überhaupt auswerten – Zeit, Betriebsstunden oder Druck – und warum eine zeitbasierte Meldung nichts über den tatsächlichen Zustand deines Filters aussagt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Trade-Shop 15in1 Filter-Set, 5x Feinfilter und 10x Grobfilter für Vallox ValloPlus
    Trade-Shop 15in1 Filter-Set, 5x Feinfilter und 10x Grobfilter für Vallox ValloPlus

    99,90 €

    Für Betreiber der größeren Ausführung dieser Baureihe. Prüfe vor dem Kauf, ob die Beschreibung dein Ausführungskürzel vom Typenschild ausdrücklich nennt und ob die angegebene Paketnummer zu diesem Modell gehört.

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    Original oder Nachbau

    Vallox fällt bei dieser Frage im Ton aus dem Rahmen der Branche. Zu den Originalfiltern schreibt der Hersteller: „Original Vallox filters guarantee optimum and designed filtration performance and heat recovery.“ Sinngemäß: Originalfilter sichern die Filterleistung und die Wärmerückgewinnung, für die das Gerät ausgelegt wurde.

    Die Begründung ist technisch. Vallox nennt abweichenden Druckverlust, Leckagen an schlecht sitzenden Rahmen, Überdruck im System sowie ein erhöhtes Feuchte- und Schimmelrisiko. Bemerkenswert ist, was nicht dasteht: Vallox verknüpft Fremdfilter in unseren Quellen nicht mit einem Garantieverlust. Andere Hersteller dieser Gerätewelt schreiben an derselben Stelle ausdrücklich vom Erlöschen von Ansprüchen. Wir halten den Unterschied fest, bewerten ihn aber nicht – was eine Klausel im Einzelfall bedeutet, gehört in eine Rechtsberatung.

    Bei einer Baureihe ohne veröffentlichte Maße hat der Nachbau ein zusätzliches Problem, das nichts mit Garantie zu tun hat: Du hast keine Referenzzahl, gegen die du ein Angebot prüfen könntest. Wer trotzdem einen Fremdfilter einsetzt, sollte die drei Positionen selbst ausgemessen haben und auf Rahmenstabilität achten – ein Filter, der sich im Schacht verzieht, lässt Luft an sich vorbei, und dann filtert er gar nicht mehr.

    Häufige Fragen

    Ich habe die Nummer 3356900 für meinen ValloPlus 180 gefunden – stimmt die?

    Nein. 3356900 ist die Paketnummer des Vallox 096. Für den ValloPlus 180 MV führt der Vallox-Shop die Nummer 3240. Wenn dir ein Angebot die 096er-Nummer für dein Gerät anbietet, ist die Zuordnung im Shopsystem falsch.

    Passt das Paket des 180 MV auch in den 350er?

    Nein – die beiden Geräte haben unterschiedliche Paketnummern, 3240 gegen 1511. Innerhalb einer Baureihe von der Passung auszugehen, ist genau der Denkfehler, der in diesem Artikel die falsche Bestellnummer erklärt.

    Warum nennt ihr keine Millimeter?

    Weil es für diese Baureihe keine belegte Angabe gibt – weder vom Hersteller noch aus dem Handel. Eine Zahl vom Nachbargerät zu übernehmen wäre geraten, nicht belegt. Miss am alten Filter nach.

    Was muss ich vom Typenschild ablesen?

    Die vollständige Bezeichnung mit Zahl und Kürzel, also zum Beispiel „ValloPlus 350 SE“ statt nur „ValloPlus“. Erst damit lässt sich die richtige Paketnummer zuordnen.

    Fazit

    Beim ValloPlus entscheidet die Bestellnummer, nicht das Maß – denn ein Maß gibt es nicht. Belegt sind 3240 für den 180 MV und 1511 für den 350er, beides aus dem Vallox-Shop. Die im Umlauf befindliche 3356900 gehört zu einem anderen Gerät und ist für diese Baureihe schlicht falsch.

    Beim Intervall ist der Wortlaut eindeutig, sobald man ihn als einen Satz liest: Frühjahr und Herbst als Empfehlung, einmal jährlich als Untergrenze. Und wer einen Nachbau erwägt, kommt hier ums eigene Messen nicht herum – die Schwestergeräte helfen dabei nicht weiter, siehe Vallox 145 MV.

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  • Viessmann Vitovent 300-W: die Filter

    Wer für sein Vitovent 300-W wissen will, wann der Filter fällig ist, sucht in der Bedienungsanleitung vergeblich: An der Stelle, an der andere Hersteller eine Frist nennen, steht bei Viessmann keine. Die Zahlen, die man im Netz findet – ein Jahr, 90 Tage –, stammen aus einem Forum. Dieser Artikel zeigt, was im Gerät steckt, was belegt ist und was ausdrücklich nicht.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Gerät sitzen zwei Filter: ein Feinfilter EN 779 F7 / ISO ePM1 50 % in der Zuluft und ein Filter EN 779 G4 / ISO Coarse 60 % in der Abluft. Beide stecken im Set ZK05287.
    • Ein Millimetermaß gibt es nicht – weder vom Hersteller noch aus dem Fachhandel. Für einen Nachbau musst du selbst messen.
    • Die Bedienungsanleitung nennt kein Wechselintervall. An der Stelle zum Filterwechsel und zum Zurücksetzen der Wartungsanzeige steht keine Zeitangabe.
    • Die kursierenden Werte – ein Jahr und 90 Tage – stammen ausschließlich aus dem Viessmann-Community-Forum, einmal von einem Mitarbeiter, einmal von einer Nutzerin. Ein Handbuchbeleg ist das nicht.
    • Belegt aus dem Handbuch ist dagegen der Reset-Weg: „Hauptmenü → Servicemenü → Filter zurück → Bestätigen“.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Das Vitovent 300-W ist ein wandhängendes Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung; die hier behandelten Ausführungen sind die Typen C325 und C400. Es arbeitet mit zwei Filtern, und die haben zwei verschiedene Aufgaben.

    Position Klasse Maß Bestellnummer
    Zuluft, Feinfilter EN 779 F7 / ISO ePM1 50 % keine belegte Angabe Set ZK05287
    Abluft EN 779 G4 / ISO Coarse 60 % keine belegte Angabe im selben Set

    Der Feinfilter sitzt auf der Zuluftseite, also dort, wo die Luft in die Wohnung geht. Er ist der einzige der beiden, der für dich filtert – Pollen, feine Partikel, Ruß. Der gröbere Filter in der Abluft arbeitet für die Maschine: Er hält Textilfasern, Hausstaub und Küchenpartikel vom Wärmetauscher und von den Ventilatoren fern. Beide Klassen werden von Viessmann doppelt bezeichnet, in der alten EN-779-Systematik und nach ISO 16890. Warum sich diese Systematiken nicht exakt ineinander umrechnen lassen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Ein Wort zur Bestellnummer, denn ihre Quelle ist ungewöhnlich. Sie stammt aus einer Forenantwort eines Herstellermitarbeiters, der schreibt: „bei deinem Modell Vitovent 300-W, Typ H32S C400 lautet die korrekte Bestellnummer für den Feinfiltersatz mit F7 Zuluft- und G4 Abluftfilter ZK05287.“ Zwei Händler führen dasselbe Set unter derselben Nummer. Damit ist die Nummer aus unserer Sicht gut abgesichert – aber sie kommt aus einem Forum und aus dem Handel, nicht aus einer Ersatzteilliste, die wir einsehen konnten. Das sagen wir dazu, statt es zu verschweigen.

    Und ein Satz, der aus dem Handbuch stammt und der wichtiger ist, als er klingt: „Staubablagerungen im Lüftungsgerät können zu Defekten führen. Schalten Sie das Gerät nur mit Außenluft- und Abluftfilter ein.“ Das Gerät ohne Filter laufen zu lassen, weil der neue Satz noch nicht da ist, ist also ausdrücklich nicht vorgesehen.

    Das Maß – und woher es stammt

    Kurz und unangenehm: Für dieses Gerät gibt es kein belegtes Millimetermaß. Viessmann veröffentlicht keines, und auch im Fachhandel haben wir keine Zahl gefunden, die wir hier guten Gewissens hinschreiben könnten. Andere Geräteseiten dieser Website nennen wenigstens ein Händlermaß mit dem Hinweis, dass es eben aus dem Handel stammt. Hier fehlt selbst das.

    Das ist keine Nachlässigkeit des Herstellers, sondern die übliche Logik: Wer über die Bestellnummer bestellt, braucht kein Maß. Das Set ZK05287 legt beide Positionen fest, und solange du beim Original bleibst, passt es. Das Maß wird erst in dem Moment interessant, in dem du davon abweichst oder ein Angebot prüfen willst, das dein Gerät nur beiläufig erwähnt.

    Dann hilft nur eigenes Messen. Nimm den alten Filter heraus, miss am Rahmen und nicht am gefalteten Medium, notiere Länge, Breite und Bauhöhe getrennt für Zuluft und Abluft und schreibe dazu, aus welchem Schacht der Filter kam. Wie du das sauber machst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen. Übernimm dabei keine Zahl von einem ähnlich aussehenden Viessmann-Gerät: Das Vitovent 300 ist eine andere, ältere Baureihe mit eigenen Filtermatten und eigenen Teilenummern – die Namensähnlichkeit führt regelmäßig in die Irre.

    Viessmann Feinfiltersatz F7/G4 Ersatzfilter für Vitovent 300
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    Für Betreiber dieser Baureihe, die beide Positionen gemeinsam erneuern. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung deine Typenbezeichnung vom Typenschild nennt, ob die Bestellnummer übereinstimmt und ob beide Positionen im Satz enthalten sind.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt – nämlich nichts

    Das ist der Kern dieser Seite, und deshalb steht er so deutlich hier: Die offizielle Bedienungsanleitung nennt an der Stelle zum Filterwechsel und zum Zurücksetzen der Wartungsanzeige kein Zeitintervall. Kein „jährlich“, kein „alle sechs Monate“, keine Zahl. Der Hersteller beschreibt, wie du wechselst und wie du die Anzeige quittierst – aber nicht, wann.

    Belegt ist im Handbuch nur ein allgemeiner Wartungssatz, und der betrifft nicht den Filterwechsel durch dich, sondern die Wartung durch den Fachbetrieb:

    „Wir empfehlen, das Lüftungsgerät sowie das Leitungssystem regelmäßig (einmal jährlich) durch den Heizungs-/Lüftungsfachbetrieb warten und ggf. reinigen zu lassen.“

    Das ist eine Empfehlung zur Anlagenwartung, keine Filterfrist. Wer daraus „Filter einmal jährlich“ macht, legt dem Hersteller einen Satz in den Mund, den er nicht geschrieben hat.

    Was im Forum steht – und was das wert ist

    Die beiden Zahlen, die man zu diesem Gerät überall findet, stammen aus dem Viessmann-Community-Forum. Wir geben sie wieder, weil sie kursieren und weil Betreiber sie ohnehin lesen – aber mit klarer Kennzeichnung.

    Erstens, ein Herstellermitarbeiter schreibt im Forum: „Der Filterwechsel wird entweder nach Zeit (1 Jahr) oder nach Verschmutzung (Druckunterschied wird größer) angezeigt.“ Das klingt nach einer verbindlichen Auskunft, ist aber eine Forenaussage. Ein Handbuchbeleg ist das nicht, und wir behandeln sie auch nicht als solchen.

    Zweitens, eine Nutzerin berichtet im selben Forum, ihre Anlage melde den Filterwechsel bereits nach 90 Tagen – unabhängig vom Verschmutzungsgrad. Auch das ist eine Forenaussage, diesmal ein Erfahrungsbericht ohne Herstellerbezug.

    Zwischen den beiden Angaben liegt der Faktor vier, und beide stehen im selben Forum. Aufgelöst wird das durch keine uns bekannte Herstellerquelle. Was du daraus praktisch machst: Verlass dich nicht auf eine Zahl aus zweiter Hand, sondern auf zwei Dinge, die du selbst hast – die Meldung deines Geräts und einen Blick auf den ausgebauten Filter. Wie die belegten Herstellerfristen anderer Marken aussehen und wie groß die Spanne dort ist, zeigt der Vergleich der Filterwechsel-Intervalle. In dieser Übersicht ist das Vitovent 300-W eine der wenigen Zeilen ohne belegten Wert.

    Die Filterwechselanzeige

    Das Gerät meldet den Filterwechsel selbst – und für das Zurücksetzen gibt es im Handbuch einen belegten Weg. Er lautet wörtlich: „Hauptmenü → Servicemenü → Filter zurück → Bestätigen“. Das ist die Stelle, an der du nach dem Wechsel bestätigst, dass ein frischer Filter im Gerät sitzt.

    Woran die Meldung hängt, ist die eigentlich spannende Frage – und sie ist nicht sauber belegt. Der Forenbeitrag des Mitarbeiters nennt zwei Auslöser nebeneinander, Zeit und Druckunterschied. Die Nutzerin beschreibt ein Verhalten, das nach reiner Zeitzählung aussieht: Meldung nach 90 Tagen, unabhängig vom Zustand. Beides sind Forenaussagen, und aus dem Handbuch können wir keine der beiden Varianten bestätigen.

    Der Unterschied ist nicht akademisch. Eine zeitbasierte Meldung sagt nur, dass Tage vergangen sind – sie weiß nichts über deinen Filter. Eine druckbasierte Meldung reagiert auf den steigenden Widerstand des beladenen Mediums und trifft damit den tatsächlichen Zustand deutlich besser. Was hinter diesem Widerstand steckt und warum er die ehrlichere Größe ist, steht im Beitrag zum Druckverlust am Filter. Wie die verschiedenen Anzeigetypen technisch arbeiten und woran du erkennst, welchen dein Gerät hat, erklärt der Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Solange du das für dein Gerät nicht sicher weißt, ist die einfachste Absicherung eine eigene Aufzeichnung: Schreib das Datum des letzten Wechsels auf den Filterrahmen oder auf einen Aufkleber an der Gerätetür. Dann siehst du beim nächsten Öffnen sofort, wie lange der Filter tatsächlich gelaufen ist – unabhängig davon, was die Steuerung meldet oder nicht meldet.

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    Für alle, deren Gerät keine belegte Frist hat und die den Einbautag direkt am Filter festhalten wollen. Prüfe vor dem Kauf, ob die Schrift wischfest auf Pappe und Kunststoff hält und ob sie auch nach Monaten im Gerät noch lesbar bleibt.

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    Original oder Nachbau

    Für das Vitovent 300-W haben wir keine produktspezifische Garantieklausel zu Filtern gefunden. Was es gibt, ist die allgemeine Viessmann-Garantieseite, die die „ausschließliche Verwendung von Viessmann Original-Ersatzteilen“ verlangt. Dieser Satz ist nicht auf Lüftungsfilter gemünzt, sondern allgemein formuliert – wir geben ihn wieder, ohne ihn auf den Filterwechsel zu übertragen und ohne ihn zu bewerten. Was eine solche Klausel im Einzelfall bedeutet, ist eine Rechtsfrage und gehört nicht in einen Ratgebertext.

    Praktisch ist die Lage bei diesem Gerät ohnehin von einer anderen Seite her eng: Ohne veröffentlichtes Maß fehlt dir die Referenz, gegen die du einen Nachbau prüfen könntest. Wer trotzdem abweichen will, sollte beide Positionen selbst ausgemessen haben, auf einen stabilen Rahmen achten und die Klassen einhalten – den feineren Filter in die Zuluft, den gröberen in die Abluft. Ein Filter, der sich im Schacht verzieht, lässt Luft an sich vorbeiströmen; dann filtert er nicht mehr, sondern kostet nur noch Druck.

    Häufige Fragen

    Wie oft muss ich beim Vitovent 300-W wechseln?

    Eine Herstellerfrist dafür gibt es nicht – die Bedienungsanleitung nennt an dieser Stelle keine Zeitangabe. Die Werte „ein Jahr“ und „90 Tage“ stammen aus dem Viessmann-Community-Forum, einmal von einem Mitarbeiter, einmal von einer Nutzerin. Richte dich nach der Meldung deines Geräts und nach dem Zustand des ausgebauten Filters.

    Ist ZK05287 die richtige Nummer für mein Gerät?

    Für den Feinfiltersatz mit F7 in der Zuluft und G4 in der Abluft nennt ein Herstellermitarbeiter im Forum diese Nummer, und zwei Händler führen dasselbe Set darunter. Gleich abgleichen solltest du trotzdem die Typenbezeichnung auf deinem Typenschild.

    Darf ich das Gerät kurz ohne Filter laufen lassen?

    Das Handbuch sagt dazu klar: „Staubablagerungen im Lüftungsgerät können zu Defekten führen. Schalten Sie das Gerät nur mit Außenluft- und Abluftfilter ein.“ Wenn der neue Satz noch nicht da ist, ist Warten die vom Hersteller vorgesehene Variante.

    Kann ich die Filter absaugen statt zu wechseln?

    Für dieses Gerät ist uns dazu keine Herstelleraussage belegt – weder eine Erlaubnis noch ein Verbot. Andere Hersteller sind hier deutlich: Einer erlaubt eine feste Zahl an Reinigungen, ein anderer untersagt das Reinigen ausdrücklich. Ohne Aussage bleibt der Wechsel der belegte Weg.

    Fazit

    Beim Vitovent 300-W ist die Filterbestückung klar – F7 in der Zuluft, G4 in der Abluft, beides im Set ZK05287. Unklar bleibt alles, was mit Zahlen zu tun hat: kein Maß, keine Handbuchfrist, und zwei Forenwerte, die um den Faktor vier auseinanderliegen.

    Das ist keine angenehme Auskunft, aber die ehrliche. Halte dich an das, was belegt ist: den Reset-Weg im Servicemenü, den Betrieb nur mit eingesetzten Filtern – und an das, was du selbst siehst, wenn du den alten Filter in der Hand hältst.

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  • Viessmann Vitovent 300: die Filter

    Das Vitovent 300 ist nicht das Vitovent 300-W. Die beiden Namen unterscheiden sich um zwei Zeichen, die Geräte um eine Gerätegeneration – und wer das verwechselt, bestellt den falschen Filter. Diese Seite behandelt die ältere Baureihe mit den Filtermatten: was drinsteckt, welche Maße der Handel nennt, und warum hier ausnahmsweise ein echter Handbuchsatz zum Intervall existiert.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Verwechslungsgefahr: Diese Seite gilt für das Vitovent 300 mit 180, 300 oder 400 m³/h – nicht für das jüngere Vitovent 300-W. Andere Baureihe, andere Filter, andere Nummern.
    • Grobfiltersatz für Zu- und Abluft (300/400 m³/h): ISO Coarse 45 %, Teilenummer 7501793, Maß 416 × 238 × 25 mm.
    • Feinfiltersatz: F7 (ISO ePM1 50 %) und G4 (ISO Coarse 60 %), Teilenummer 7501790, Maß 288 × 138 × 25 mm. Die Maße stammen aus dem Fachhandel, nicht vom Hersteller.
    • Intervall im Wortlaut aus dem Handbuch: „Filtermatten einmal jährlich wechseln.“
    • Einbaurichtung, ebenfalls wörtlich: „Die weiße bzw. höher verdichtete Seite der Filtermatte muss zum Gitter des Filterrahmens zeigen.“

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Zuerst: welches Gerät hast du überhaupt?

    Diese Frage steht hier ganz oben, weil sie in diesem Fall über die Bestellung entscheidet. Viessmann führt unter dem Namen Vitovent mehrere Gerätefamilien nebeneinander. Das Vitovent 300-W ist ein wandhängendes Gerät der jüngeren Generation mit einem Filterset unter einer ZK-Nummer. Das hier behandelte Vitovent 300 ist die ältere Baureihe – mit Filtermatten, mit Teilenummern im 75-er Format und mit einer eigenen Bedienlogik samt „FIL“-Anzeige an der Fernbedienung.

    Praktisch heißt das: Ein Filterset, das für das 300-W ausgewiesen ist, gehört nicht in dieses Gerät, und umgekehrt genauso wenig. Lies die Typenbezeichnung vom Typenschild ab, vollständig, inklusive der Luftleistungsangabe in m³/h. Erst damit lässt sich die richtige Nummer zuordnen.

    Die Sätze im Überblick

    Satz Klasse Maß (Fachhandel) Teilenummer
    Grobfiltersatz Zu- und Abluft, 300/400 m³/h ISO Coarse 45 % (etwa G3) 416 × 238 × 25 mm 7501793
    Feinfiltersatz F7 (ISO ePM1 50 %) und G4 (ISO Coarse 60 %) 288 × 138 × 25 mm 7501790
    Variante mit 180 m³/h 2× G4 + 1× M6 laut Händler keine belegte Angabe keine belegte Angabe

    Der Grobfiltersatz ist die Grundausstattung für Zu- und Abluft. Seine Klasse ISO Coarse 45 % liegt unterhalb dessen, was viele andere Geräte dieser Bauart mitbringen – das ist ein Schutzfilter für die Maschine, kein Pollenfilter für dich. Wer Pollen oder feinen Staub zurückhalten will, braucht den Feinfiltersatz mit F7 in der Zuluft. Was die Klassen im Einzelnen messen und warum ISO Coarse 45 % und ISO Coarse 60 % nicht dasselbe sind, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Eine Einschränkung, die in die Bestellung gehört: Welchem Luftleistungsbereich der Feinfiltersatz 7501790 genau zugeordnet ist, konnten wir nicht eindeutig belegen. Beim Grobfiltersatz ist die Zuordnung zu den Varianten mit 300 und 400 m³/h dokumentiert, beim Feinfiltersatz nicht in derselben Klarheit. Wenn du auf F7 umrüsten willst, lass dir die Passung zu deiner Luftleistungsstufe vom Verkäufer oder vom Fachbetrieb bestätigen, bevor du bestellst.

    Für die kleine Variante mit 180 m³/h gilt: Ein Händler beschreibt die Bestückung als zwei G4 und einen M6. Eine Original-Teilenummer dafür haben wir nicht gefunden, und ein Maß auch nicht. Das ist die dünnste Stelle in der Datenlage dieses Geräts.

    Die Einbaurichtung – der Fehler, der niemandem auffällt

    Filtermatten haben eine Vorder- und eine Rückseite, und das Handbuch sagt dazu wörtlich: „Die weiße bzw. höher verdichtete Seite der Filtermatte muss zum Gitter des Filterrahmens zeigen.“ Verkehrt herum eingelegt sieht die Matte im Rahmen genauso aus wie richtig herum – nur arbeitet sie anders. Die offene, gröbere Seite soll die Anströmseite sein und den Staub in der Tiefe des Materials aufnehmen; die dichtere Seite ist die Feinstufe und gehört ans Gitter. Prüf das bei jedem Wechsel, bevor du die Abdeckung schließt.

    Das Maß – und woher es stammt

    Hier steht der Satz, der auf den meisten Geräteseiten dieser Website steht: Die Millimeterangaben stammen vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. 416 × 238 × 25 mm für den Grobfiltersatz und 288 × 138 × 25 mm für den Feinfiltersatz sind Händlerangaben zu Original-Teilenummern. Viessmann selbst veröffentlicht diese Zahlen in den von uns geprüften Unterlagen nicht.

    Das relativiert die Zahlen nicht ins Nichts – sie hängen an echten Viessmann-Teilenummern, und dahinter steht ein konkretes Bauteil. Aber es fehlt die Instanz, die entscheidet, wenn zwei Händler unterschiedliche Werte nennen. Genau dieser Fall kommt in dieser Gerätewelt regelmäßig vor.

    Deshalb der praktische Rat, der hier mehr zählt als anderswo: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach. Bei Filtermatten ist das leicht, weil sie flach und rechteckig sind – aber genau deshalb wird es oft übersprungen. Miss am Rahmen beziehungsweise an der Mattenkante, notiere Länge, Breite und Dicke, und schreib dazu, aus welcher Position die Matte kam. Wie du dabei vorgehst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen. Ein Foto vom eingelegten Filter vor dem Herausnehmen erspart dir später die Frage, welche Seite zum Gitter zeigte.

    Viessmann Grobfiltersatz G3/G3 Ersatzfilter für Vitovent 300
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    Für Betreiber dieser älteren Baureihe, die die Standardbestückung erneuern. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung genau diese Baureihe und deine Luftleistungsstufe nennt – und nicht die ähnlich benannte jüngere Gerätegeneration.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Anders als beim jüngeren Schwestergerät gibt es hier einen echten Handbuchsatz, und er ist kurz:

    „Filtermatten einmal jährlich wechseln.“

    Das ist eine klare Frist, und sie liegt am oberen Ende dessen, was in dieser Gerätewelt üblich ist. Andere Hersteller verlangen alle drei oder alle sechs Monate; zwischen dem strengsten und dem lockersten belegten Wert liegt der Faktor vier. Die vollständige Gegenüberstellung aller Wortlaute steht im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Interessant ist die zweite, oft übersehene Aussage: Die Matten dürfen vor dem endgültigen Austausch mehrfach abgesaugt werden. Damit gehört Viessmann bei dieser Baureihe zu der Minderheit von Herstellern, die das Reinigen überhaupt zulassen – die meisten schweigen dazu, und ein anderer Hersteller untersagt es für ein verwandtes Gerät ausdrücklich. Was Absaugen leistet und wo seine Grenze liegt, steht im Beitrag Filter waschen oder wechseln. Kurz gesagt: Absaugen nimmt aufliegenden Staub weg, aber nicht das, was tief im Material sitzt – und mit jedem Durchgang leidet die Struktur der Matte.

    Zur Entsorgung ist das Handbuch ebenfalls eindeutig: „Verschmutzte Filtermatten können mit dem Hausmüll entsorgt werden.“ Kein Sondermüll, keine Rückgabepflicht.

    Für das verwandte Vitovent 300-F beschreibt Viessmann übrigens ein anderes Vorgehen: Dort wird gewechselt, wenn im Display „Lüftung: Filter prüfen“ erscheint oder wenn der letzte Wechsel länger als ein Jahr zurückliegt, beide Filter werden gleichzeitig getauscht – und sie dürfen nicht gereinigt werden. Das ist ein anderes Gerät mit anderen Regeln, und es zeigt, wie wenig sich innerhalb einer Marke übertragen lässt.

    Die Filterwechselanzeige

    Das Vitovent 300 meldet den fälligen Wechsel über die Fernbedienung: Im Display erscheint die Anzeige „FIL“. Das ist keine Messung am Filter, sondern eine abgelaufene Frist – und diese Frist kannst du beeinflussen.

    Das Handbuch schreibt dazu: „Der Zeitintervall für den Filterwechsel kann je nach Verschmutzungsgrad der Filtermatten länger oder kürzer eingestellt werden“, und ergänzt, dass „der lange Skalenstrich 4 Monaten entspricht“. Die Einstellung erfolgt also nicht über eine Zahleneingabe, sondern über eine Skala am Regler, deren lange Striche jeweils vier Monate markieren.

    Das ist praktischer, als es klingt: Wenn deine Matten nach einem Jahr regelmäßig noch gut aussehen, kannst du die Meldung nach hinten schieben – die Herstellerfrist „einmal jährlich“ bleibt davon unberührt. Wohnst du staubig, an einer stark befahrenen Straße oder mit Baustelle nebenan, stellst du kürzer ein und bekommst die Erinnerung früher. Wichtig ist nur, das bewusst zu tun und nicht als Reaktion auf eine lästige Anzeige. Warum eine zeitbasierte Meldung grundsätzlich nichts über den Zustand deines Filters aussagt und welche Anzeigetypen es sonst gibt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Viessmann Feinfiltersatz F7/G4 Filtereinsatz für Vitovent 300
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    Für Betreiber dieser Baureihe, die in der Zuluft auf die feinere Ausführung gehen wollen. Prüfe vor dem Kauf, ob der Satz ausdrücklich für deine Luftleistungsstufe ausgewiesen ist – diese Zuordnung ist bei diesem Gerät nicht durchgängig dokumentiert.

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    Original oder Nachbau

    Eine produktspezifische Garantieklausel zu Filtern haben wir für dieses Gerät nicht gefunden. Es gibt die allgemeine Viessmann-Garantieseite, die die „ausschließliche Verwendung von Viessmann Original-Ersatzteilen“ verlangt – dieser Satz ist allerdings allgemein formuliert und nicht auf Lüftungsfilter gemünzt. Wir geben ihn wieder, übertragen ihn aber nicht auf den Filterwechsel und bewerten ihn nicht; was eine solche Klausel im Einzelfall bedeutet, ist eine Rechtsfrage.

    Technisch ist die Lage bei Filtermatten entspannter als bei Kassettenfiltern: Die Matte ist ein flaches Stück Material im Rahmen, und die Maße sind über den Handel dokumentiert. Zwei Dinge musst du trotzdem einhalten. Erstens die Klasse – ein feineres Material erhöht den Widerstand, und eine Matte, die dein Gerät nicht ansaugen kann, nützt niemandem. Zweitens die Einbaurichtung mit der dichteren Seite zum Gitter, die das Handbuch ausdrücklich vorschreibt. Und wenn die Matte zu knapp geschnitten ist, strömt Luft daran vorbei, statt hindurch.

    Häufige Fragen

    Passt ein Filterset des Vitovent 300-W in mein Vitovent 300?

    Nein. Das sind zwei verschiedene Baureihen mit unterschiedlichen Filtern und unterschiedlichen Bestellnummern. Die Ähnlichkeit der Namen ist die häufigste Fehlerquelle bei diesem Gerät.

    Wie oft muss ich wechseln?

    Das Handbuch sagt „Filtermatten einmal jährlich wechseln“. Die Erinnerungsfrist am Regler lässt sich davon unabhängig länger oder kürzer einstellen – der lange Skalenstrich entspricht vier Monaten.

    Darf ich die Matten absaugen?

    Ja, das Handbuch lässt mehrfaches Absaugen vor dem endgültigen Austausch zu. Es ersetzt den Wechsel nicht, sondern verschiebt ihn – und nur so lange, wie die Matte strukturell in Ordnung ist.

    Welche Seite der Matte kommt nach vorn?

    „Die weiße bzw. höher verdichtete Seite der Filtermatte muss zum Gitter des Filterrahmens zeigen.“ Die offenere Seite ist damit die Anströmseite.

    Fazit

    Beim Vitovent 300 ist die wichtigste Entscheidung vor dem Kauf die Frage, welches Gerät du überhaupt hast – die Namensähnlichkeit zum 300-W kostet regelmäßig eine Fehlbestellung. Ist das geklärt, ist die Lage vergleichsweise komfortabel: klare Teilenummern, ein Maß aus dem Handel und ein Handbuchsatz, der die Frist ohne Umschweife nennt.

    Offen bleiben zwei Punkte, die du kennen solltest: Die Zuordnung des Feinfiltersatzes zur Luftleistungsstufe ist nicht eindeutig dokumentiert, und für die 180-m³/h-Variante gibt es weder eine belegte Originalnummer noch ein Maß. In beiden Fällen lohnt die Rückfrage, bevor du bestellst.

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  • Wolf CWL-300 und CWL-400 Excellent: die Filter

    Beim Wolf CWL-300 und CWL-400 Excellent ist der Herstellersatz zum Wechsel ungewöhnlich knapp – und er enthält gleich zwei Aussagen: eine Frist und ein Verbot. Dazu kommt ein Gewährleistungssatz, den man kennen sollte, bevor man einen Nachbaufilter bestellt. Dieser Artikel zeigt, welche Filter im Gerät sitzen, welche Maße der Handel nennt und wo sich zwei Händler um Millimeter unterscheiden.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Serienmäßig arbeitet das Gerät mit ISO Coarse 60 % / G4. Die Anleitung schreibt: „Filterklasse G4 (F7 optional für Zuluft)“. Das Service-Set trägt die Nummer p60031.
    • Optional gibt es ISO ePM1 50 % / F7 für die Zuluft (p60250) und eine Aktivkohle-Ausführung ISO ePM2,5 50 % / M6 (p60032).
    • Das Maß stammt vom Fachhandel, nicht von Wolf – und zwei Händler nennen leicht unterschiedliche Werte: 522 × 184 × 24 mm gegen 525 × 185 mm.
    • Intervall im Wortlaut: „Die Filter sind jährlich zu wechseln. Das Gerät darf niemals ohne Filter betrieben werden.“
    • Gewährleistung, wörtlich: „Bei Veränderungen am Gerät und bei Verwendung von NICHT Original Wolf Ersatzteilen erlischt der Gewährleistungsanspruch gegenüber der Fa. Wolf.“

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Die Grundausstattung ist schnell erzählt: Das Gerät läuft serienmäßig mit Filtern der Klasse ISO Coarse 60 %, im älteren Sprachgebrauch G4. Die Anleitung fasst das in einer Klammer zusammen – „Filterklasse G4 (F7 optional für Zuluft)“. Der feinere Filter ist also kein Standard, sondern eine Option, und er gehört ausdrücklich auf die Zuluftseite.

    Position Klasse Maß Bestellnummer
    Abluft, Standard ISO Coarse 60 % / G4 522 × 184 × 24 mm bzw. 525 × 185 mm (Fachhandel) p60031 (Service-Set)
    Zuluft, optional fein ISO ePM1 50 % / F7 keine belegte Angabe p60250
    Zuluft, optional Aktivkohle ISO ePM2,5 50 % / M6 keine belegte Angabe p60032

    Die drei Positionen unterscheiden sich nicht nur in der Feinheit, sondern in der Aufgabe. Der Standardfilter schützt vor allem die Maschine: Er hält groben Staub und Fasern vom Wärmetauscher fern. Der optionale Feinfilter in der Zuluft ist der einzige, der für die Raumluft arbeitet – er hält Pollen und feine Partikel zurück, bevor sie in die Wohnung gelangen. Die Aktivkohle-Ausführung geht noch einen Schritt weiter und zielt zusätzlich auf Gerüche und Gase, nicht auf Partikel.

    Wichtig ist die Reihenfolge im Kopf: Ein feinerer Filter ist kein Upgrade an jeder Position. Er erhöht den Widerstand, und wenn ihn das Gerät an einer Stelle sitzen hat, für die er nicht vorgesehen ist, kostet er Volumenstrom, ohne dass jemand etwas davon hat. Was die einzelnen Klassenbezeichnungen tatsächlich messen und warum sich die alten Kürzel und die ISO-Werte nicht exakt ineinander umrechnen lassen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Das Maß – und woher es stammt

    Hier steht der Satz, der auf fast jeder Geräteseite dieser Website steht: Das Maß stammt vom Fachhandel, nicht vom Hersteller. Wolf führt seine Filter über Bestellnummern; eine Millimeterangabe veröffentlicht der Hersteller in den von uns geprüften Unterlagen nicht.

    Und es kommt eine zweite Schwierigkeit dazu, die wir nicht glätten: Zwei Händler nennen leicht unterschiedliche Werte. Der eine gibt 522 × 184 × 24 mm an, der andere 525 × 185 mm – letzterer ohne Dickenangabe. Drei Millimeter in der Länge, einer in der Breite. Das klingt nach wenig und ist in einem Filterschacht trotzdem relevant, weil die Passung darüber entscheidet, ob Luft durch den Filter geht oder daran vorbei.

    Auflösen können wir den Unterschied nicht, weil die Instanz fehlt, die entscheidet: Es gibt keine Herstellerangabe, an der man die beiden Händlerwerte messen könnte. Beide Zahlen stehen deshalb hier nebeneinander, und keine von beiden ist die „offizielle“.

    Praktisch heißt das: Miss vor dem Kauf am alten Filter nach. Nimm den Rahmen, nicht das gefaltete Medium, und notiere Länge, Breite und Bauhöhe – gerade die Dicke fehlt in einer der beiden Händlerangaben ganz. Wie du dabei vorgehst und welche Toleranzen im Alltag noch tragen, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen. Wenn du ohnehin gerade misst: Für die CWL-2-Baureihe von Wolf sieht die Lage ähnlich aus, dort widersprechen sich die Händlerangaben sogar deutlicher – nachzulesen auf der Seite zum Wolf CWL-2-325.

    Wolf Service-Set Filter Klasse G4, 2 Stück, für CWL-300/400 Excellent
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    Für Betreiber dieser Baureihe, die die Standardbestückung erneuern. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung deine Gerätebezeichnung vom Typenschild nennt, ob die Bestellnummer übereinstimmt und ob alle Positionen des Satzes enthalten sind.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Der Wortlaut aus der Anleitung ist so kurz, dass er in zwei Sätze passt – und beide zählen:

    „Die Filter sind jährlich zu wechseln. Das Gerät darf niemals ohne Filter betrieben werden.“

    Der erste Satz nennt die Frist: jährlich. Damit liegt Wolf am oberen Ende dessen, was Hersteller in dieser Gerätewelt vorgeben. Ein anderer Hersteller verlangt für vergleichbare Geräte alle drei Monate – zwischen dem strengsten und dem lockersten belegten Wert liegt der Faktor vier, bei derselben Aufgabe im selben Klima. Die vollständige Gegenüberstellung mit allen Wortlauten steht im Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Der zweite Satz wird oft überlesen, ist aber der schärfere: „niemals ohne Filter“. Das ist kein Ratschlag, sondern eine Betriebsbedingung. Der praktische Fall dahinter ist alltäglich: Der alte Filter ist raus, der neue noch nicht da, und das Gerät läuft „solange erstmal weiter“. Genau das ist nicht vorgesehen – ohne Filter zieht das Gerät alles ungefiltert über den Wärmetauscher und die Ventilatoren.

    Zum Reinigen der Filter sagt die Anleitung dieses Geräts nichts. Interessant ist, dass Wolf das bei einer anderen Baureihe sehr wohl tut und dort sogar eine Zahl nennt. Für das CWL-300 und CWL-400 Excellent haben wir eine solche Erlaubnis nicht – also gilt hier der Wechsel, nicht das Absaugen.

    Die Filterwechselanzeige

    Das Gerät meldet den fälligen Wechsel selbst, und die Anleitung beschreibt zwei Wege, auf denen die Meldung bei dir ankommt. Wörtlich wird gewechselt „nach dem Erscheinen der entsprechenden Buchstabenkombination (‚FILTER‘) im Display, bzw. bei einem montierten Stufenschalter mit Filterstatusanzeige beim Leuchten der roten LED“.

    Welchen der beiden Wege du hast, hängt davon ab, was bei der Installation montiert wurde. Wer nur einen Stufenschalter an der Wand hat, sieht die rote LED; wer ein Bedienteil mit Display hat, liest den Schriftzug. Beides bedeutet dasselbe.

    Was die Meldung nicht ist: eine Messung am Filter. Sie hängt an einem Timer, der nach dem Wechsel zurückgesetzt wird – und ein Timer weiß nichts darüber, wie beladen dein Filter tatsächlich ist. Warum das ein grundsätzlicher Unterschied ist und welche Anzeigetypen es sonst gibt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Für den Ablauf am Gerät beschreibt Wolf in seinen Unterlagen ein klares Grundschema: „Trennen Sie das Gerät von der Spannungsversorgung, indem Sie den Netzstecker ziehen.“ – dann „Öffnen Sie die Filtertür.“ – und nach dem Einsetzen der neuen Filter: „Setzen Sie den Timer der Filtermeldung zurück, indem Sie im Einstellmenü unter Schrittnummer 4.3 den Timer wieder auf Null setzen.“ Ob die Schrittnummer bei deinem Bedienteil genauso lautet, gleichst du am besten mit der Anleitung ab, die zu deinem Gerät gehört – die Menüstruktur unterscheidet sich zwischen den Wolf-Baureihen.

    Und der wichtigste Punkt zum Zurücksetzen: Ein Timer, den du zurücksetzt, ohne gewechselt zu haben, verschiebt nur die Erinnerung. Die Frist des Herstellers läuft davon unbeeindruckt weiter.

    Die Aktivkohle-Ausführung für die Zuluft

    Für Betreiber dieser Baureihe an einer geruchsbelasteten Lage, die statt der Standardausführung die Aktivkohle-Variante für die Zuluft einsetzen wollen. Wolf führt sie im eigenen Shop als Service-Set mit eigener Artikelnummer.

    Zu dieser Ausführung haben wir über die Amazon-Produktsuche kein Angebot gefunden. Deshalb steht hier kein Produkt – der Weg führt über den Hersteller oder den Fachhandel.

    Original oder Nachbau

    Wolf äußert sich zu dieser Frage deutlich, und wir geben den Satz im Wortlaut wieder:

    „Bei Veränderungen am Gerät und bei Verwendung von NICHT Original Wolf Ersatzteilen erlischt der Gewährleistungsanspruch gegenüber der Fa. Wolf.“

    Drei Dinge stehen in diesem Satz, und sie lohnen das genaue Lesen. Erstens spricht Wolf von Ersatzteilen allgemein, nicht speziell von Filtern. Zweitens nennt der Satz zwei Auslöser nebeneinander – Veränderungen am Gerät und Nicht-Originalteile. Drittens richtet er sich ausdrücklich auf den Anspruch gegenüber der Firma Wolf.

    An dieser Stelle ein Hinweis zur Einordnung, keine Bewertung: Garantie und Gewährleistung sind zwei verschiedene Dinge. Die Gewährleistung ist gesetzlich geregelt und besteht gegenüber deinem Verkäufer; eine Garantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers. Ob und wie weit eine Klausel wie die zitierte im Einzelfall trägt, ist eine Rechtsfrage – wir beantworten sie hier nicht und bewerten die Klausel nicht. Wer sie belastbar geklärt haben will, braucht eine Rechtsberatung, keinen Ratgebertext.

    Was wir sagen können, ist das Praktische: Die Klausel steht so in der Wolf-Anleitung, sie ist bekannt, und sie taucht bei mehreren Herstellern dieser Gerätewelt in ähnlicher Form auf – bei anderen dagegen ausdrücklich nicht. Wie die Formulierungen der einzelnen Hersteller nebeneinander aussehen, haben wir im Beitrag zum Filter selbst zuschneiden zusammengetragen; dort geht es genau um die Frage, wo Eigenanfertigung technisch und vertraglich anstößt.

    Technisch bleibt unabhängig davon: Wenn du von der Originalbestückung abweichst, achte auf Rahmenmaß und Rahmenstabilität, auf die Klasse in der für die Position vorgesehenen Ausführung und auf einen vergleichbaren Druckverlust. Und denk an den zweiten Satz aus der Anleitung – ohne Filter läuft dieses Gerät nicht.

    Häufige Fragen

    Wie oft muss ich beim CWL Excellent wechseln?

    Die Anleitung sagt „Die Filter sind jährlich zu wechseln.“ Das ist die Herstellerfrist. Wohnst du staubig, an einer stark befahrenen Straße oder mit einer Baustelle in der Nähe, schau früher nach – der Blick auf den ausgebauten Filter sagt dir mehr als der Kalender.

    Warum nennen zwei Händler unterschiedliche Maße?

    Weil es keine Herstellerangabe gibt, gegen die man sie prüfen könnte. 522 × 184 × 24 mm und 525 × 185 mm stehen beide im Handel. Wir nennen beide Werte und empfehlen, am alten Filter nachzumessen.

    Kann ich statt G4 gleich F7 einbauen?

    Für die Zuluft ist F7 laut Anleitung als Option vorgesehen – „Filterklasse G4 (F7 optional für Zuluft)“. Für die Abluftposition ist das nicht vorgesehen; dort erhöht ein feinerer Filter nur den Widerstand.

    Darf das Gerät kurz ohne Filter laufen?

    Nein. Der Satz in der Anleitung lautet: „Das Gerät darf niemals ohne Filter betrieben werden.“ Wenn der neue Satz noch nicht geliefert ist, ist das Warten die vom Hersteller vorgesehene Variante.

    Fazit

    Beim Wolf CWL-300 und CWL-400 Excellent ist die Textlage klar: G4 serienmäßig, F7 optional für die Zuluft, dazu eine Aktivkohle-Ausführung – und ein Intervallsatz, der die Frist und das Betriebsverbot ohne Filter in einem Atemzug nennt.

    Unscharf ist allein das, was Wolf nicht veröffentlicht: das Millimetermaß. Zwei Händler nennen zwei leicht verschiedene Werte, und keine Herstellerangabe entscheidet. Wer den Originalsatz über die Bestellnummer kauft, muss sich damit nicht befassen; wer abweicht, misst besser selbst nach.

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  • Wolf CWL-2-325: die Filter

    Die Wolf CWL-2-325 ist eines der wenigen Geräte in dieser Übersicht, bei denen der Hersteller das Reinigen der Filter nicht nur duldet, sondern mit einer Zahl erlaubt. Drei Mal reinigen, beim vierten Mal tauschen – so steht es in der Anleitung. Gleichzeitig steht dort, dass die Filter jährlich auszutauschen sind. Dieser Artikel zeigt, welche Filter im Gerät sitzen, warum die kursierenden Maße sich widersprechen und wie die beiden Sätze zusammenpassen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Standardbestückung sind Filter der Klasse ISO Coarse 60 % (G4) in Zu- und Abluft, geführt unter der Wolf-Nummer p63316. Die Angabe stammt aus der Geräteanleitung.
    • Optional für die Zuluft: ISO ePM1 50 % (F7) unter p63318 und eine Aktivkohle-Ausführung ISO ePM2,5 50 % (M6) unter p64843.
    • Das Maß widerspricht sich. Im Handel kursieren 505 × 205 × 15 mm und 200 × 505 × 20 mm. Beide Werte stammen vom Fachhandel, nicht von Wolf. Eine Herstellerangabe, die entscheidet, gibt es nicht.
    • Intervall im Wortlaut: „Die Filter müssen jährlich ausgetauscht werden.“
    • Und im selben Dokument: „Die Filter können 3 Mal gereinigt und müssen beim 4. Mal ausgetauscht werden.“ Das ist die einzige Herstellerangabe dieser Sammlung, die das Reinigen mit einer konkreten Zahl versieht.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Die CWL-2-325 arbeitet mit Filtern in der Zuluft und in der Abluft. Der Zuluftfilter schützt das, was in deine Räume geht: Er nimmt der Außenluft ab, was sie an Staub, Ruß und Blütenstaub mitbringt. Der Abluftfilter schützt das Gerät: Er hält zurück, was aus der Wohnung kommt – Textilfasern, Hausstaub, Küchenpartikel –, bevor es in den Wärmetauscher gelangt.

    Die Klassenangabe aus der Anleitung lautet wörtlich: „Filter ISO Coarse 60 % (ISO ePM1.0 50 % für die Zuluft optional)“. Daraus lassen sich drei Dinge ablesen. Erstens: Ab Werk ist beidseitig ein Grobstaubfilter vorgesehen. Zweitens: Die feinere Ausführung ist eine Option, kein Serienstand. Drittens: Diese Option ist ausdrücklich für die Zuluft gedacht – nicht für die Abluft.

    Position Klasse Wolf-Nummer Maß
    Zu- und Abluft, Standard ISO Coarse 60 % / G4 p63316 widersprüchlich, siehe unten
    Zuluft, optional fein ISO ePM1 50 % / F7 p63318 keine belegte Angabe
    Zuluft, optional Aktivkohle ISO ePM2,5 50 % / M6 p64843 keine belegte Angabe

    Zu den beiden optionalen Ausführungen nennt weder Wolf noch der Handel ein Millimetermaß. Das ist bemerkenswert, weil beide in denselben Schacht müssen wie der Standardfilter. Wer aufrüsten will, bestellt deshalb sinnvollerweise über die Wolf-Nummer und nicht über eine Maßangabe. Was die Kürzel G4, F7 und M6 gegenüber den ISO-Bezeichnungen genau bedeuten und warum sich beide Systematiken nicht sauber ineinander umrechnen lassen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Ein Bauteil, das leicht übersehen wird, gehört ebenfalls dazu: der Filterrahmen. Wolf führt ihn als eigene Materialnummer 2577883, beschrieben als „Filterrahmen 1 Stück CWL-2-325/400″. Der Rahmen ist also ein Ersatzteil und kein Verschleißteil im Jahresrhythmus – wenn er sich aber verzogen hat oder die Dichtlippe hart geworden ist, nützt der beste Filter wenig.

    Das Maß – und woher es stammt

    Hier wird es unangenehm, und genau deshalb steht es hier ausführlich. Wolf veröffentlicht für den Filter der CWL-2-325 kein Millimetermaß. Was im Netz kursiert, kommt aus dem Fachhandel – und dort stehen zwei Werte nebeneinander:

    • 505 × 205 × 15 mm
    • 200 × 505 × 20 mm

    Beide sind Händlerangaben. Wir wählen keinen davon aus, weil es keine Herstellerangabe gibt, an der man die Auswahl festmachen könnte. Interessant ist, wo die beiden Werte auseinanderlaufen: Die lange Kante ist mit 505 mm identisch. Die zweite Kante liegt mit 205 gegen 200 mm dicht beieinander – das kann eine Rundung sein oder der Unterschied zwischen Außenmaß des Rahmens und lichtem Maß. Die Dicke aber unterscheidet sich um ein Drittel, 15 gegen 20 mm. Das ist keine Rundung mehr.

    Für dich hat das eine praktische Folge. Ein zu dünner Filter sitzt lose im Schacht und lässt Luft am Medium vorbeiziehen. Ein zu dicker verformt sich beim Schließen der Klappe, und dann liegt das Faltenpaket nicht mehr sauber an.

    Der verlässliche Weg führt deshalb über den alten Filter: Miss vor dem Kauf am ausgebauten Filter nach, und zwar am Rahmen, nicht am gefalteten Medium. Notiere alle drei Kanten und schreib dir das Ergebnis an die Innenseite der Filtertür. Wie du dabei vorgehst und welche Toleranz im Alltag noch trägt, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen. Wer über die Wolf-Nummer p63316 bestellt, umgeht das Problem – dann entscheidet die Bestellnummer und nicht die Maßangabe im Angebotstext.

    20 Stück Ersatzfilter G4 für Wolf CWL-2-325/400, ISO Coarse 60 %
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    Für Betreiber dieser Baureihe, die den Standardsatz komplett erneuern. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung genau die Gerätebezeichnung von deinem Typenschild nennt, ob die Wolf-Nummer übereinstimmt und ob alle Positionen des Satzes enthalten sind.

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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Wolf nennt in der Anleitung zur CWL-2-325 zwei Sätze zum Thema. Der erste ist knapp:

    „Die Filter müssen jährlich ausgetauscht werden.“

    Der zweite ist der eigentlich bemerkenswerte, und er steht im selben Dokument:

    „Die Filter können 3 Mal gereinigt und müssen beim 4. Mal ausgetauscht werden.“

    Das ist die einzige Stelle in dieser gesamten Gerätesammlung, an der ein Hersteller das Reinigen mit einer konkreten Zahl erlaubt. Andere Marken sagen zum Reinigen gar nichts. Ein Hersteller erlaubt „einmaliges Absaugen“. Und Viessmann geht beim verwandten Vitovent 300-F in die andere Richtung: Dort sind beide Filter gleichzeitig zu tauschen und ausdrücklich nicht zu reinigen. Zwischen „drei Mal reinigen“ und „nicht reinigen“ liegt die ganze Bandbreite der Branche – bei derselben Aufgabe.

    Wie liest man die beiden Wolf-Sätze zusammen? Sie schließen sich nicht aus. Der erste setzt die Frist: ein Jahr im Gerät, dann raus. Der zweite setzt die Obergrenze für Zwischenmaßnahmen innerhalb dieser Frist: Wenn das Display den Filter anmahnt, darfst du dreimal reinigen; beim vierten Mal ist Schluss. Der Reinigungszähler ersetzt also nicht das Jahresintervall, er füllt es aus.

    Was Wolf an dieser Stelle nicht schreibt, ist genauso wichtig: Es steht dort kein Verfahren, mit dem gereinigt werden soll – kein Absaugen, kein Ausklopfen, kein Waschen. Wer das Angebot nutzt, hat also keinen Herstellerwortlaut für die Methode. Warum ein gereinigter Filter mechanisch nie wieder der alte ist und woran du eine misslungene Reinigung erkennst, steht im Beitrag Filter waschen oder wechseln.

    Ein zweiter Hinweis von Wolf betrifft den Neubau: „Bei Neubauwohnungen mit hoher Baufeuchte ist die Wohnung vor ihrem Bezug über einen bestimmten Zeitraum auf natürliche Weise zu belüften.“ Eine Aussage, dass Filter in der Bauphase früher zu wechseln wären, macht Wolf damit nicht – die haben wir in keiner Anleitung gefunden. Wie stark die Intervalle zwischen den Herstellern auseinanderliegen, zeigt der Vergleich der Filterwechsel-Intervalle: Zwischen dem strengsten und dem lockersten belegten Wert liegt der Faktor vier.

    Die Filterwechselanzeige

    Die CWL-2-325 meldet den Filter über das Display. Wolf schreibt dazu wörtlich: „Der Filter muss erst gereinigt werden, wenn dies im Display (durch das Filtersymbol) angezeigt wird.“ Beachte die Formulierung – sie sagt „gereinigt“, nicht „gewechselt“. Der Satz gehört inhaltlich zur Reinigungsregel und nicht zum Jahresintervall.

    Zum Zurücksetzen beschreibt Wolf einen Menüweg. In den Wolf-Unterlagen zur CWL-Familie heißt es: „Setzen Sie den Timer der Filtermeldung zurück, indem Sie im Einstellmenü unter Schrittnummer 4.3 den Timer wieder auf Null setzen.“ Davor stehen zwei Schritte, die man nicht überspringen sollte: „Trennen Sie das Gerät von der Spannungsversorgung, indem Sie den Netzstecker ziehen.“ und „Öffnen Sie die Filtertür.“

    Wichtig ist, was die Meldung ist und was sie nicht ist: ein Timer. Sie zählt Zeit, nicht Verschmutzung. In der eng verwandten CWL-2-400 nennt dieselbe Anleitungsfamilie unter dem Punkt „Anzahl Tage bis zur Filtermeldung“ eine Werkseinstellung von 90 Tagen – während der Bedientext von jährlichem Austausch spricht. Diesen Selbstwiderspruch nehmen wir im Artikel zur CWL-2-400 auseinander. Für dich als 325-Betreiber ist die Lehre dieselbe: Prüf nach, welcher Wert bei dir eingestellt ist, bevor du die Meldung für eine Zustandsaussage hältst. Was Filteranzeigen technisch überhaupt messen und warum eine zeitbasierte Meldung nichts über den Zustand deines Filters verrät, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Die Aktivkohle-Ausführung für die Zuluft

    Für Betreiber, die die Zuluftseite auf die Aktivkohle-Ausführung umstellen wollen, etwa an einer verkehrsnahen Lage. Wolf führt diese Ausführung im eigenen Shop unter einer eigenen Artikelnummer.

    Zu dieser Ausführung haben wir über die Amazon-Produktsuche kein Angebot gefunden. Deshalb steht hier kein Produkt – der Weg führt über den Hersteller oder den Fachhandel.

    Original oder Nachbau

    Bei diesem Gerät ist die Quellenlage anders, als man erwartet – und wir schreiben es hin, statt es zu glätten: In der geprüften Anleitung zur CWL-2-325 steht kein Gewährleistungssatz zu Ersatzteilen. Der Satz, der bei Wolf gern zitiert wird, stammt aus der Anleitung zur Baureihe CWL-300/400 Excellent und lautet dort wörtlich:

    „Bei Veränderungen am Gerät und bei Verwendung von NICHT Original Wolf Ersatzteilen erlischt der Gewährleistungsanspruch gegenüber der Fa. Wolf.“

    Wir geben diesen Wortlaut wieder, weil er für die Marke einschlägig ist – aber er steht in einem Dokument zu einem anderen Gerät. Ob und in welcher Fassung eine solche Klausel in deinen Unterlagen zur CWL-2-325 auftaucht, steht in genau diesen Unterlagen: in deinem Anleitungsheft und in den Garantiebedingungen, die dem Gerät beilagen. Wir leisten keine Rechtsberatung und bewerten nicht, ob eine Klausel im Einzelfall trägt.

    Zwei Begriffe sollte man dabei auseinanderhalten. Garantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers, deren Bedingungen er selbst formuliert. Gewährleistung ist das gesetzliche Recht gegenüber dem Verkäufer. Die zitierte Wolf-Formulierung spricht von Gewährleistung. Wie andere Hersteller dieselbe Stelle formulieren und wie unterschiedlich die Tonlagen ausfallen, ist im Beitrag zum Filter selbst zuschneiden zusammengetragen – dort geht es auch um die Frage, warum ein selbst geschnittenes Stück Filtervlies in einem Lüftungsgerät etwas anderes ist als in einer Dunstabzugshaube.

    Praktisch bleibt: Ein Nachbau muss das Rahmenmaß treffen, die Klasse der Position mitbringen und einen vergleichbaren Druckverlust haben.

    Häufige Fragen

    Darf ich die Filter der CWL-2-325 nun reinigen oder nicht?

    Wolf erlaubt es ausdrücklich, und zwar begrenzt: „Die Filter können 3 Mal gereinigt und müssen beim 4. Mal ausgetauscht werden.“ Ein Verfahren nennt der Hersteller dazu nicht. Das Jahresintervall bleibt davon unberührt – nach zwölf Monaten kommt der Filter heraus, auch wenn du erst einmal gereinigt hast.

    Welches der beiden Maße stimmt jetzt?

    Das lässt sich mit den vorliegenden Quellen nicht entscheiden. 505 × 205 × 15 mm und 200 × 505 × 20 mm stammen beide aus dem Fachhandel, Wolf selbst nennt keinen Wert. Miss am alten Filter nach oder bestell über die Wolf-Nummer p63316.

    Kann ich die Zuluft auf F7 aufrüsten?

    Die Anleitung sieht das vor: „ISO ePM1.0 50 % für die Zuluft optional“, geführt unter p63318. Für die Abluft ist die feinere Ausführung nicht vorgesehen. Ein Millimetermaß nennt für p63318 niemand, weder Wolf noch der Handel.

    Passt der Filter der CWL-2-400 in die CWL-2-325?

    Wolf führt für beide Geräte dieselben Filternummern p63316, p63318 und p64843 und denselben Filterrahmen 2577883 mit der Beschreibung „CWL-2-325/400″. Ein Maß, das diese Zuordnung bestätigen würde, veröffentlicht Wolf für die CWL-2-400 allerdings nicht. Der Blick aufs Typenschild und auf die Bestellnummer bleibt deshalb der sichere Weg.

    Fazit

    Die CWL-2-325 ist beim Intervall klar und beim Maß schwach: „Die Filter müssen jährlich ausgetauscht werden“ ist eindeutig, zwei widersprüchliche Händlermaße sind es nicht. Bestell über die Wolf-Nummer, dann spielt die Millimeterfrage keine Rolle.

    Der eigentliche Sonderfall ist die Reinigungsregel. Drei Mal reinigen, beim vierten Mal tauschen – kein anderer Hersteller dieser Sammlung nennt eine solche Zahl, und mindestens einer verbietet das Reinigen ausdrücklich. Wer das Angebot nutzt, sollte wissen, dass Wolf zwar die Anzahl vorgibt, aber nicht die Methode.

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  • Wolf CWL-2-400: die Filter

    In der Anleitung zur Wolf CWL-2-400 stehen zwei Angaben zum Filterwechsel, die nicht zusammenpassen. Der Bedientext sagt, die Filter seien jährlich auszutauschen. Die Werkseinstellung der Filtermeldung steht auf 90 Tagen. Das ist der Faktor vier – in einem einzigen Dokument. Dieser Artikel zeigt, welche Filter im Gerät sitzen, was Wolf im Wortlaut schreibt und wie du mit dem Widerspruch praktisch umgehst.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die CWL-2-400 nutzt dieselben Filterartikel wie die CWL-2-325: p63316 als Standard, p63318 als feine Ausführung für die Zuluft, p64843 als Aktivkohle-Variante. Das ist über den Wolf-Shop belegt.
    • Ein Millimetermaß gibt es für dieses Gerät nicht – weder von Wolf noch aus dem Fachhandel. Für die Schwesterbaureihe kursieren zwei widersprüchliche Händlerwerte.
    • Intervall im Wortlaut: „Die Filter müssen jährlich ausgetauscht werden. Die Filter können 3 Mal gereinigt und müssen beim 4. Mal ausgetauscht werden.“
    • Im selben Dokument steht als Werkseinstellung unter „4.1 Anzahl Tage bis zur Filtermeldung“ der Wert 90 Tage. Text und Werkseinstellung liegen damit um den Faktor vier auseinander.
    • Der Timer wird über das Einstellmenü zurückgesetzt, Schrittnummer 4.3. Er zählt Tage, keine Verschmutzung.

    Welche Filter im Gerät sitzen

    Die CWL-2-400 arbeitet mit Filtern in der Zuluft und in der Abluft. Der Zuluftfilter nimmt der Außenluft ab, was sie an Staub, Ruß und Blütenstaub mitbringt, bevor die Luft in deine Räume geht. Der Abluftfilter schützt das Gerät vor dem, was aus der Wohnung kommt: Textilfasern, Hausstaub, Küchenpartikel. Er ist kein Komfortbauteil, sondern der Schutz für Wärmetauscher und Ventilator.

    Für die Bestückung führt Wolf im eigenen Shop dieselben drei Artikel wie für die CWL-2-325. Daraus ergibt sich diese Zuordnung:

    Position Klasse Wolf-Nummer Maß
    Zu- und Abluft, Standard ISO Coarse 60 % / G4 p63316 keine belegte Angabe
    Zuluft, optional fein ISO ePM1 50 % / F7 p63318 keine belegte Angabe
    Zuluft, optional Aktivkohle ISO ePM2,5 50 % / M6 p64843 keine belegte Angabe

    Die Klassenangabe der Baureihe lautet in der Anleitung wörtlich „Filter ISO Coarse 60 % (ISO ePM1.0 50 % für die Zuluft optional)“. Zwei Dinge folgen daraus: Ab Werk sitzt beidseitig ein Grobstaubfilter, und die feinere Ausführung ist ausdrücklich für die Zuluft vorgesehen – nicht für die Abluft. Was diese Bezeichnungen bedeuten und warum sich die alten Kürzel G4, F7 und M6 nicht exakt in die ISO-Systematik umrechnen lassen, steht in der Einordnung zu Filterklassen nach ISO 16890.

    Ein Teil, das beim Bestellen oft untergeht, ist der Filterrahmen. Wolf führt ihn unter der Materialnummer 2577883 mit der Beschreibung „Filterrahmen 1 Stück CWL-2-325/400″. Diese Beschreibung ist nebenbei der beste Beleg dafür, dass die beiden Geräte beim Filter zusammengehören – Wolf nennt sie in einer einzigen Artikelbezeichnung. Ausführlicher steht die Bestückung im Artikel zur Wolf CWL-2-325.

    Das Maß – und woher es stammt

    Dieser Abschnitt fällt kurz aus, und das ist die Aussage: Für die Wolf CWL-2-400 ist uns kein Millimetermaß belegt. Wolf veröffentlicht keines. Und anders als bei anderen Geräten springt hier auch kein Händler ein, der wenigstens eine eigene Zahl nennen würde. Es gibt an dieser Stelle schlicht nichts, was wir dir mit Quelle hinschreiben könnten.

    Die naheliegende Abkürzung wäre, das Maß der CWL-2-325 zu übernehmen – schließlich ist die Filternummer dieselbe. Diese Abkürzung nehmen wir nicht, und zwar aus zwei Gründen. Erstens ist ein Rückschluss von einem Gerät auf ein anderes kein Beleg. Zweitens – und das ist der eigentliche Punkt – widersprechen sich die Händlerangaben schon bei der CWL-2-325: Dort stehen 505 × 205 × 15 mm und 200 × 505 × 20 mm nebeneinander, beides Fachhandelsangaben, beides für dieselbe Wolf-Nummer. Ein widersprüchlicher Wert wird durch Übertragung auf ein zweites Gerät nicht besser.

    Praktisch bedeutet das für dich: Bestell über die Wolf-Nummer, nicht über eine Maßangabe. Solange p63316 im Angebot steht und der Anbieter die Baureihe nennt, spielt der Millimeter keine Rolle. Wenn du einen Nachbau erwägst, führt der Weg nur über den alten Filter. Miss am Rahmen, nicht am gefalteten Medium, und nimm alle drei Kanten ab – gerade die Dicke, denn genau sie ist bei der Schwesterbaureihe der strittige Wert. Wie du dabei vorgehst und welche Toleranz im Alltag noch trägt, steht im Beitrag Filtermaße richtig messen.

    Filterset Wolf CWL-2-325/400, 10x G4 Matte und 3x F7 Pollenfilter
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    Was der Hersteller zum Wechsel sagt

    Der Bedientext der Anleitung ist eindeutig. Er lautet wörtlich:

    „Die Filter müssen jährlich ausgetauscht werden. Die Filter können 3 Mal gereinigt und müssen beim 4. Mal ausgetauscht werden.“

    Zwei Aussagen in zwei Sätzen. Die erste setzt die Frist: zwölf Monate, dann raus. Die zweite ist die auffälligere – Wolf erlaubt das Reinigen ausdrücklich und beziffert es. Kein anderer Hersteller in dieser Sammlung nennt eine solche Zahl. Ein Hersteller erlaubt „einmaliges Absaugen“, die meisten sagen zum Reinigen gar nichts, und Viessmann untersagt es beim Vitovent 300-F ausdrücklich. Wolf steht mit den drei erlaubten Reinigungen am anderen Ende dieser Spanne.

    Wichtig ist, wie die beiden Sätze zusammenspielen: Der Reinigungszähler ersetzt das Jahresintervall nicht, er füllt es aus. Nach zwölf Monaten kommt der Filter heraus, unabhängig davon, wie oft du bis dahin gereinigt hast. Ein Verfahren nennt Wolf übrigens nicht – kein Absaugen, kein Ausklopfen, kein Waschen. Wer reinigt, hat für die Methode keinen Herstellerwortlaut.

    Ergänzend nennt Wolf einen Hinweis zum Neubau: „Bei Neubauwohnungen mit hoher Baufeuchte ist die Wohnung vor ihrem Bezug über einen bestimmten Zeitraum auf natürliche Weise zu belüften.“ Eine Aussage, dass in der Bauphase kürzer zu wechseln wäre, macht Wolf damit nicht – und wir erfinden sie nicht dazu. Wie weit die Herstellerangaben insgesamt auseinanderliegen, zeigt der Vergleich der Filterwechsel-Intervalle.

    Die Filterwechselanzeige

    Und hier ist der Punkt, an dem die Anleitung sich selbst widerspricht. Im Einstellmenü führt Wolf unter der Schrittnummer „4.1 Anzahl Tage bis zur Filtermeldung“ einen Wert, und dessen Werkseinstellung lautet: 90 Tage.

    Stell die beiden Angaben nebeneinander:

    Fundstelle im selben Dokument Aussage Umgerechnet
    Bedientext zum Filterwechsel „Die Filter müssen jährlich ausgetauscht werden.“ 12 Monate
    Einstellmenü, Schritt 4.1 „Anzahl Tage bis zur Filtermeldung“, Werkseinstellung 90 Tage 3 Monate

    Faktor vier, in einer einzigen Anleitung. Das ist genau die Spanne, die sonst zwischen den strengsten und den lockersten Herstellern dieser Branche liegt – nur dass sie hier innerhalb eines Dokuments auftritt. Wir lösen diesen Widerspruch nicht auf, weil wir keine Quelle haben, die ihn auflöst. Wir zeigen ihn.

    Was sich sagen lässt, ist die Wirkung im Alltag. Wenn dein Gerät auf der Werkseinstellung läuft, meldet es dir den Filter viermal so oft, wie der Text es verlangt. Wer der Meldung folgt, wechselt oder reinigt alle drei Monate. Wer dem Text folgt, quittiert die Meldung dreimal im Jahr ohne Anlass. Beides ist verständlich, und beides ist unbefriedigend, solange man nicht weiß, welcher Wert im eigenen Gerät hinterlegt ist.

    Ein Detail entscheidet dabei über die Deutung: Die Meldung zählt Tage, nicht Verschmutzung. Der Menüpunkt heißt „Anzahl Tage“ – das ist ein Kalenderzähler und keine Messung. Ein Filter, der in einer staubigen Lage nach acht Wochen dicht ist, wird davon nicht erfasst; einer, der in einer sauberen Wohnung nach zwölf Monaten noch fast frei ist, ebenso wenig. Warum eine zeitbasierte Anzeige grundsätzlich nichts über den Zustand deines Filters aussagt, steht im Beitrag Filterwechselanzeige verstehen.

    Zum Zurücksetzen beschreibt Wolf für die CWL-Familie diesen Weg: „Setzen Sie den Timer der Filtermeldung zurück, indem Sie im Einstellmenü unter Schrittnummer 4.3 den Timer wieder auf Null setzen.“ Davor stehen zwei Schritte, die dazugehören: „Trennen Sie das Gerät von der Spannungsversorgung, indem Sie den Netzstecker ziehen.“ und „Öffnen Sie die Filtertür.“ Praktisch heißt das: Schritt 4.1 legt die Frist fest, Schritt 4.3 startet sie neu. Wirf beim nächsten Wechsel einen Blick auf 4.1 und notiere dir den Wert, der dort steht.

    Tops Filter für Wolf CWL-2 325/400, 2x Pollenfilter F7
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    Für Betreiber, die die Zuluftseite auf die feinere Ausführung umstellen wollen. Prüfe vor dem Kauf, ob die Angebotsbeschreibung deine Baureihe nennt und ob die Ausführung ausdrücklich für die Zuluftposition vorgesehen ist.

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    Original oder Nachbau

    In der geprüften Anleitung zur CWL-2-Baureihe steht kein Gewährleistungssatz zu Ersatzteilen. Das schreiben wir hin, statt eine Klausel zu unterstellen. Der Satz, der bei Wolf üblicherweise zitiert wird, stammt aus der Anleitung zur Baureihe CWL-300/400 Excellent und lautet dort wörtlich:

    „Bei Veränderungen am Gerät und bei Verwendung von NICHT Original Wolf Ersatzteilen erlischt der Gewährleistungsanspruch gegenüber der Fa. Wolf.“

    Wir geben den Wortlaut wieder, weil er für die Marke einschlägig ist – aber er steht in einem Dokument zu einem anderen Gerät. Ob eine entsprechende Formulierung in deinen Unterlagen zur CWL-2-400 auftaucht, klärst du an derselben Stelle, an der auch der Rest steht: im Anleitungsheft und in den beiliegenden Garantiebedingungen. Wir leisten keine Rechtsberatung und bewerten nicht, ob eine solche Klausel im Einzelfall trägt.

    Zwei Begriffe sollte man dabei trennen. Garantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers, deren Bedingungen er selbst formuliert. Gewährleistung ist das gesetzliche Recht gegenüber dem Verkäufer. Die zitierte Wolf-Formulierung spricht von Gewährleistung. Wie unterschiedlich die Hersteller dieser Gerätewelt an derselben Stelle formulieren, ist im Beitrag zum Filter selbst zuschneiden zusammengetragen.

    Häufige Fragen

    Was gilt nun – ein Jahr oder 90 Tage?

    Beides steht in derselben Anleitung, und wir können den Widerspruch nicht auflösen. Der Bedientext nennt zwölf Monate, die Werkseinstellung unter Schritt 4.1 nennt 90 Tage. Sieh im Einstellmenü nach, welcher Wert bei dir hinterlegt ist – dann weißt du wenigstens, worauf deine Anzeige reagiert.

    Darf ich die Filter reinigen?

    Wolf erlaubt es begrenzt: „Die Filter können 3 Mal gereinigt und müssen beim 4. Mal ausgetauscht werden.“ Ein Verfahren nennt der Hersteller nicht. Das Jahresintervall bleibt davon unberührt.

    Sind die Filter der CWL-2-325 und der CWL-2-400 dieselben?

    Wolf führt für beide Geräte dieselben Filternummern p63316, p63318 und p64843, und der Filterrahmen 2577883 ist ausdrücklich als „CWL-2-325/400″ beschrieben. Ein Maß, das die Gleichheit zusätzlich bestätigen würde, veröffentlicht Wolf nicht.

    Warum finde ich für dieses Gerät kein Filtermaß?

    Weil keines veröffentlicht ist – weder von Wolf noch vom Fachhandel. Das ist kein Versehen unsererseits, sondern der Stand der Quellen. Bestell über die Wolf-Nummer oder miss am alten Filter nach.

    Fazit

    Die CWL-2-400 ist beim Filterartikel klar geregelt und beim Intervall bemerkenswert unklar. „Jährlich“ im Text, 90 Tage in der Werkseinstellung – dieser Faktor vier steht in einem einzigen Dokument, und keine der beiden Angaben streicht die andere.

    Praktisch hilft nur nachsehen: Schritt 4.1 zeigt dir, welche Frist dein Gerät zählt, Schritt 4.3 setzt sie zurück. Und weil für dieses Gerät kein Millimetermaß existiert, ist die Wolf-Nummer beim Nachkauf der einzige verlässliche Anker.

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